Lärchwald Schwendau: Sessel rutscht ab / Verletzte!

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Stäntn
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Re: Lärchwald Schwendau: Sessel rutscht ab / Verletzte!

Beitrag von Stäntn »

Man sollte an dieser Bahn an der Talstation ein Tutorial aufhängen, was im Falle sich lösender Klemmen/Sessel zu tun ist :lol: falls man a) im abrutschenden Sessel sitzt oder b) die Knautschzone wird
Farblich am Boden die Sprungzonen markieren, Absprungzonen.

Kann man ab sofort auch bei Jochen Schweitzer buchen. Feel the thrill

Spaß beiseite - ich sehe da jetzt zwar kein Risiko mehr dass nochmal sowas passiert, aber it‘s psychology, stupid ! Die Bahn wird kaum die Saison überleben.
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mic
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Re: Lärchwald Schwendau: Sessel rutscht ab / Verletzte!

Beitrag von mic »

Stäntn hat geschrieben: 17.12.2023, 08:27 Die Bahn wird kaum die Saison überleben.
Davon gehe ich auch aus. Egal wie die Geologe im Tal ist. Am besten baugleich wie auf der anderen Seite als Kombibahn halte ich für den Winter mit der Horbergbabytour und den Sommer mit den steigenden Bikeranteil sogar für sinnvoll. Da könnte man auch mal einen „Notbetrieb“ über die Horbergbahn und Lärchwald im Sommer (Gab es beim Bau der Penkenbahn) machen. Oder gar einen Trail bauen. Vielleicht könnte man damit auch die Gemeide Schwendau befrieden wenn im Sommer da was gehen würde.
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mayrhofner
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Re: Lärchwald Schwendau: Sessel rutscht ab / Verletzte!

Beitrag von mayrhofner »

Matthias_B_aus_M hat geschrieben: 16.12.2023, 21:57 Wenn es bei dieser Bahn bzw. den dort verwendeten Klemmen keine 100%ige Sicherheit gibt, ob sie nach einer Revision korrekt zusammengebaut wurden und korrekt funktionieren: wäre es dann nicht zwingend notwendig, die korrekte Funktion der Klemmen mit einer Belastungsfahrt (mit Gewichten) jedes einzelnen Sessels vor Wieder-Inbetriebnahme zu prüfen??
Es muss bei jeder Klemme nach dem Zusammenbau ein Abziehversuch (mit einer Stange mit Seildurchmesser) gemacht werden und die benötigte Kraft notiert werden.
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And now for something completely different...
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Dachstein
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Re: Lärchwald Schwendau: Sessel rutscht ab / Verletzte!

Beitrag von Dachstein »

Stäntn hat geschrieben: 17.12.2023, 08:27 Spaß beiseite - ich sehe da jetzt zwar kein Risiko mehr dass nochmal sowas passiert, aber it‘s psychology, stupid ! Die Bahn wird kaum die Saison überleben.
Möglich, aber nicht sicher. Es gab ja schon auch bei anderen Bahnen, bei welchen Unfälle passiert sind - und die meisten Anlagen wurden nach dem Unglücksfall wieder in Betrieb genommen. Im Grunde ist hier das Schadensausmaß ausschlaggebend.

Kamikatze hat geschrieben: 16.12.2023, 22:36 Es gibt keine Haube. Auch der Sessel an sich ein eine Art Minimalmodell, wie man sie seit Ewigkeiten kennt... keinerlei Knautschzone.
Knautschzonen - kurz gesagt - gibt es weder bei alten noch bei neuen Sesselbahnen. Jeder Haubensessel oder Sessel ohne Wetterschutzhaube hat keine Knautschzone. Eine Knautschzone ist im (Schienen)Fahrzeugbau (*) als etwas definiert, welches die Energie durch Deformation aufnimmt und umwandelt. Eine Wetterschutzhaube kann je nach Aufprallgeschwindigkeit einen gewissen Schutz bieten, dieser dürfte aber marginal sein und ist per Definition keine Knautschzone. Und wie Gondeln ausschauen, wenn ein anderes Fahrbetriebsmittel auf die auffährt, ist auch seit dem Unfall am Grünberg bekannt.

Die wirksamste "Knautschzone / Sicherheitszone" ist jene, dass es zu keinem Unfall kommt. Und so sind die Anlagen auch konzipiert.

(*) Vgl. DIN EN 15227 "Bahnanwendungen - Anforderungen an die Kollisionssicherheit von Schienenfahrzeugen"

Glück Auf!
Dachstein
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Re: Lärchwald Schwendau: Sessel rutscht ab / Verletzte!

Beitrag von extremecarver »

Rausspringen wenn du die ski vorher abnimmst wohl sicherer. Aber Zeit dafür, sicherlich nicht vorhanden.
Bis man realisiert was da passiert macht's schon Klatsch...
Und ja ich wäre in dem Fall lieber im rutschenden als im getroffenen Sessel. Bei EUB natürlich andersrum.

Jeder halbwegs echte Freerider ist dich schon aus zig Sesseln gesprungen. Halt meist alte DSB wo man auch maximal 4-5m in tiefen pow springt und sein Board oder skier vorauswirft wenn's hoch ist (weil ohne bombt man tiefer ein, sind's nur 2-3m geht's auch mit Board an beiden Füßen bzw mit Ski ohne abschnallen). Ich hab da zwei DSB die Ich bei Tiefschnee schon zig mal gefahren bin, aber nie bis zur Bergstation. Der Liftwart in Stuben am Arlberg bei der DSB hat ja schon gewusst wer rausspringt bei den boardern weil die sind immer alleine und mit beiden Füßen in Bindung eingestiegen.

Kritischer ist der Anschiss (wenn's eine erwischen) wenn man nicht am Ausstieg austeigt und beim rumfahren am umlenk Rad rausspringt. Da gibt's bei mir aber nur ein Exemplar (inzwischen besteht der lift nicht mehr) wo ich das schon zweimal gemacht habe. Aber vorbereitet wo rausspringen ist was ganz anderes wie unvorbereitet das schaffen zu wollen innerhalb von 2-3 Sekunden.

Aus EUB kann man auch Raushüpfen, man muss da nur in der Station schauen dass die Tür nicht schließt. Ich denke das geht nur bei alten EUB, neue haben da sicherlich schon eine Zwangsabschaltung. Bei so alten 4er Gondeln passten Snowboards über 2m nie rein, da hat man hoffen müssen der Liftwart ist okay damit wenn es zur Tür raussteht. 2m boards konnte man meist diagonal mit Kraft rein und rauswürgen. Dann ist es halt zweier Gondel statt vierer.
Gut wissen das auch alle die mit skischuh im Frühling oder Sommer mit Bergschuh die Tür vorm schließen blockiert haben um Frischluft zu haben .. (oft gesehen aber nie bei moderner Bahn).
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Re: Lärchwald Schwendau: Sessel rutscht ab / Verletzte!

Beitrag von Meenzer »

Ich habe mich mit unserem Vermieter hier in Mayrhofen über den Unfall unterhalten, es wurde wohl bei der Revision der Sicherungsring vergessen. Beim Abziehtest hat man das nicht gemerkt, da die Schraube zu dem Zeitpunkt noch fest war, erst im Laufe des Betriebs muss sich dann die Schraube ohne Sicherungsring gelöst haben.

Zu den Verletzten hat er erzählt, dass Vater und Sohn am nächsten Tag wieder Skifahren waren, einzig die Mutter lag mit zwei gebrochenen Rippen längere Zeit im Krankenhaus.
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Re: Lärchwald Schwendau: Sessel rutscht ab / Verletzte!

Beitrag von Matthias_B_aus_M »

Dann ist es nochmal glimpflich für die Familie ausgegangen, hätte auch schlimmer enden können. Bei Rippenbrüchen kann man aber eh nichts machen außer zu verhindern, dass es schlimmer wird (innere Verletzungen), und Medikamente gegen Schmerzen zu nehmen, und abzuwarten. Hatte im Bekanntenkreis erst kürzlich einen Fall mit noch mehr Rippenbrüchen und Jochbein noch dazu. Um hier in dem Fall gleich am nächsten Tag wieder Skifahren zu gehen, muss man aber schon etwas abgebrüht sein.
Wer nicht auf Kante fährt, hat seine Ski nicht im Griff.
Lieber auf Kante gefahren als auf Kante genäht.

2022/23: 1x Hochfügen, 1x Mayrhofen / Zillertal 3000, 2x Skiwelt, 1x Zillertal Arena, 1x Lermoos/Grubigstein, 2x Hochzillertal/Hochfügen, 2x Ehrwalder Alm, 6x Dolomiti Superski (Gröden / Seiser Alm / Sella Ronda / Marmolada), 1x Garmisch Classic
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skido
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Re: Lärchwald Schwendau: Sessel rutscht ab / Verletzte!

Beitrag von skido »

Matthias_B_aus_M hat geschrieben: 05.01.2024, 17:56 Um hier in dem Fall gleich am nächsten Tag wieder Skifahren zu gehen, muss man aber schon etwas abgebrüht sein.
Da würd mich interessieren, ob die Bergbahnen deren gekaufen X-Tagesskipass auf Kulanz zurückgenommen und andere Stornokosten bezahlt hätten, denn sonst könnte ich mir vorstellen, dass es so eine Aktion á la "Wir haben dafür eh schon bezahlt also nutze ich es auch aus" war 😉.
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