Es ging zunächst mit der Suburban Railway S2 von Peking nach Badaling. Hier braucht man keine Tickets vorab buchen, man kommt einfach rechtzeitig zur Station und kann wie in der Metro mit Kreditkarte einchecken.
Die Bahn fährt dann gemütlich mit maximal 100 km/h und schlängelt sich dann deutlich langsamer einen Bergpass hoch bis Badaling. Kurz vor dem Ziel wechselt der Zug die Fahrtrichtung um so ohne aufwändige Wendeschleife Höhe zu gewinnen.
Im Zug werden dann bei Bedarf schon die Seilbahn Tickets verkauft, man kann sie aber auch problemlos an der Kasse bei der Seilbahn kaufen, oder wie alles über Alipay oder WeChat.
Dann ging es weiter zur Doppelmayr Gondelbahn zur Nordseite der Chinesischen Mauer. Die Bahn wurde 2014 gebaut und ersetzt eine alte 6er Gondelbahn. Beim Einstieg achten Mitarbeiter darauf dass schon vorher immer 8 Personen beisammen stehen, und erreichen das mit einer zusätzlichen Single Line. Das Paket aus 8 Personen wird dann direkt lautstark in die Gondel gelenkt. So wird die maximale Förderleistung bei maximaler Fahregeschwindigkeit tatsächlich erreicht hier. Aber sich gut so, denn trotzdem musste ich um etwa 10 Uhr noch 45 Minuten anstehen, was aber an einem gemütlichen Sommer Tag kein Problem ist. Der Ausstieg oben ist ein bisschen wie am kleinen Matterhorn durch einen Stollen angelegt.
Auf der Südseite hat man hingegen die Möglichkeit mit einer Standseilbahn hoch zu fahren, das habe ich heute leider nicht mehr geschafft. Dort ist es auch nicht so hoch und nicht so setol, also gut für gemütliche Touristen.
Ja und dann ging's auf eine Wanderung über die Chinesische Mauer, wo viele Kilometer und viele Höhenmeter begehbar sind! Je näher an der Bergstation, fest voller. Am äußeren Ende dann gemütlich wenig los. Ich bin erst mal bis zum Dead End der Mauer gelaufen, und dann wieder ein Stück zurück, wo es am tiefsten Punkt zu einer Sommerrodelbahn ging.
Jetzt ging es mit der Sommerrodelbahn hoch. Nicht weil ich rodeln wollte - das macht eh keinen Spaß hier, weil zum runter rodeln Gruppen aus 10 Rodeln gebildet werden und nur der vordere Rodel steuern kann, in dem ein Mitarbeiter sitzt.
Ich wollte deswegen hoch weil ich den Rundkurs auf der Mauer machen wollte und von oben wieder zurück zur Gondelbahn Bergstation wollte. Preise übrigens 10 Euro für die Bergfahrt hier, und für die Gondelbahn Berg und Talfahrt zusammen 15 Euro. Dazu nochmal 5 Euro Eintritt generell für die Mauer.
Oben dann weiter über die noch nicht gesehene Mauer zurück zur Bergstation der Gondelbahn. Von dort fahren ich dann wieder ins Tal und schaue mir dann noch die Abschnitte dort unten kurz an. Es wird auch schon langsam Zeit für den Rückweg, dieses Mal mit dem Schnellzug, dazu später mehr.
Hier noch ein paar Eindrücke von den unteren Abschnitten der Mauer aus dem Tal heraus. Man kann auch nur die 5 Euro Eintritt zahlen und ohne Seilbahn alles sehen, wenn man sparen will.
Und bin geht's zurück nach Peking. Etwa 100 Meter unterhalb dem Fuße der Chinesischen Mauer verläuft eine 350 km/h Hochgeschwindigkeitsstrecke. Und tatsächlich hat man nun auch einen Bahnhof für diese Hochgeschwindigkeitszüge gebaut, wo man mit einer sehr langen Rolltreppe bis in diese Tiefe fährt. Gigantisch! Wann kommt dieser Bahnhof in Sedrun an den Gotthard Tunnel hin? Vielleicht legt Vail Resorts aus Andermatt ja mit etwas in den Topf
Wie überall in China muss man den Hochgeschwindigkeitszug im Voraus buchen, und auf dieser Strecke besonders muss man rechtzeitig dran sein. Und wie sich überall üblich muss man mit Reisepass etwa 20 Minuten vor Abfahrt am Bahnhof sein. Hier schließt das Gate tatsächlich schon 12 Minuten vor Abfahrt, wa anders meistens erst 3 Minuten vor Abfahrt, einfach weil es so ein langer Weg vom Gate bis nach unten in den Tunnel ist. Und wie sich überall üblich in China, sind die Züge perfekt pünktlich. Viel hat das auch mit dem Boarding System zu tun, was sicherstellt dass alle direkt unten am richtigen Platz am Bahnsteig stehen wenn der Zug kommt und direkt einsteigen können.
