Ankogel 30.03.2024 - kurz vor knapp

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Dachstein
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Ankogel 30.03.2024 - kurz vor knapp

Beitrag von Dachstein »

D(achstein): Das Schlimmste an einer Destination ist, wenn man sie verpasst. Sie schließt, sie für immer von der Bildfläche verschwindet. Das ist in Mallnitz schon mal passiert, als die Häusleralm für immer ihr Schigebietsdasein aushauchte. Die DSB, deren Talstation immer noch steht, wurde am Mölltaler Gletscher als DSB Klühspies im Jahr 2000 wieder aufgebaut. Es blieben eine leere Trasse und die alte Abfahrtsschneise zurück.
Mallnitz hat aber noch ein weiteres Skigebiet, den Ankogel, welcher momentan auch ums Überleben kämpft. Wird es nächstes Jahr noch was, oder war es das? Heuer war der Betrieb schon mit Fragezeichen versehen, aber es ging sich doch aus und es gab Winterbetrieb. Warnschüsse, die man nicht überhören sollte. Nicht dass es dann zu spät ist. Und so wurde der Ankogel auf die "have to" Liste gesetzt. Und so hieß es mal auf gutes Wetter und Freizeit warten. Und es kam entweder das eine nicht, oder das andere war nicht da. War es gerade noch Jänner, wurde es Februar, wurde es März. Und es wollte nicht passen. War es das?
Gut, einen Abgang habe ich noch. 6 Tage, wo es gehen muss, sonst war es das dieses Jahr - dann müsste ich aufs nächste Jahr hoffen.

Mittwoch 27.03.2024 T-3 Tage

Alleine der Wetterbericht ließ nichts Gutes erahnen. Wind, viel Wind. Sehr viel, sehr starken Wind. Und das bei einer Destination mit einer Bergstation auf über 2600 m Seehöhe am Alpenhauptkamm. Die Voraussetzungen also bescheiden, um nicht beschissen zu sagen. Langenberg verbringt übrigens zu diesem Zeitpunkt seinen Urlaub im Gasteinertal und erfährt, was Wind und Sturm in Föhntälern bedeuten können. Ich entschließe mich, aufgrund des Windes auf den Skitag im Gasteinertal zu verzichten - vom Winde verweht, sozusagen - Langenberg muss nach Alpendorf ausweichen.
L(angenberg): Streng genommen hätten wir auch in Dorfgastein fahren können, allerdings tat sich da auch erst um kurz vor 9 Uhr was (8:30 ist eigentlich Liftbeginn). Da wir das Skigebiet schon am Vortag ausreichend erkundet hatten, entschieden wir uns, mit dem Bus zurück nach Hofgastein und dann mit dem Auto nach St. Johann zu fahren. Auch dort wurden wir nicht ganz vom Wind verschont (Schließung des Panorama-Links unmittelbar nach unserer Fahrt zum Shuttleberg), aber es gab zumindest einige neue Pisten und (alte) Lifte zu sehen. :-)

Donnerstag, 28.03.2024 T-2 Tage

D: L, sein Kollege und ich treffen uns in Zauchensee (Bericht folgt ggf. nach Maßgabe der Zeit) und verbringen einen angenehmen Skitag gemeinsam. Das Wetter wird schlechter - der Wind dafür mehr. Bei einem Kaiserschmarrn philosophieren wir, wie das wohl weitergeht. Ankogel möglich? Unwahrscheinlich? Unmöglich?
Beim Auto dann die nächste Überraschung. Hatten wir am Tag noch vergleichsweise warme Temperaturen, liegt am Auto, welches sich auf ca. 1070m Seehöne befindet, nasser Schnee, bei der Heimfahrt schüttet es phasenweise aus Kübeln.

Freitag, 29.03.2024 T-1 Tag

Langenberg und sein Kollege brechen in den Süden auf. Es herrscht mittlerweile starker Sturm. Statt dem Ankogel wird Obertauern angesteuert, ich lasse den Tag aus, nachdem ich um 5:45 die Staumeldung auf der A10 gelesen habe. Eh schon 1,5 Stunden an der Blockabfertigung in Goling, und es sollte noch schlimmer werden. Aber ich entschließe mich, am Ankogel anzurufen, weil der Pistenplan nicht wirklich die tatsächliche Situation darzustellen scheint - die Talschlepper, mittlerweile wieder auf der grünen Wiese stehend, werden als geöffnet angezeigt. Aber - die Dame am Telefon sagt mir, dass oben Betrieb ist. Und wenn der Wind nicht schlimmer wird, sollte es morgen auch gehen.

Samstag 30.03.2024 T-0 Tage - das Abenteuer beginnt.

Statt dem Auto setze ich auf den Zug (ich bin Jahresnetzkartenbesitzer, sodass die Fahrt mit dem Auto deutlich teurer wäre als mit dem Zug), welcher um kurz nach 8 in Salzburg nach Klagenfurt fährt - ich erwische glatt einen Zug, wo neben Eurofima Wagen auch noch alte Inlandsreisezugwagen, vulgo "Lange Schlieren" eingereiht sind - mit Übersetzfenster - und weil der Wagen fast leer ist, ist das Fenster herunten und ich lasse mir den Fahrwind um die Nase wehen, während vorne eine 1144 (aka. "Alpenstaubsauger") mit ihrem charakteristischen Heulen durch Salzach- und Gasteiertal donnert. Um knapp vor 9 ist der Zug irgendwo im Pongau, sodass ich gegebenfalls, falls von Vorort Langenberg meldet, dass kein Betrieb ist, checken kann, was im Gasteinertal läuft. Erschreckend stelle ich dann beim Vorbeifahren in Dorfgastein fest - nix läuft! Wird spannend. Dann kommt aber die ersehnte und erlösende Nachricht von Langenberg, der sich bereits am Parkplatz an der Talstation befindet - die Bahnen fahren, und ja, es ist voll, sehr voll. Denn der Mölltaler Gletscher ist sturmbedingt zu, die Schifahrer vom Mölltaler weichen zum Ankogel aus. Also gut - egal, jetzt oder nie.

Während es draußen finster wird (Tauerntunnel) wechsle ich von meinem Schuhen in die Schischuhe und beginne, meine Sachen in den Skirucksack zu packen. Vom Bahnhof Mallnitz besteht ein gut getakteter Anschluss direkt zur Talstation, wo ich um kurz vor 10:30 ankomme und nicht schlecht staune, wobwohl ich ja vorgewarnt war. Der Parkplatz ist voll (und das soll ein sterbendes Skigebiet sein?!)

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#1
L: Vom Parplatz kommend begrüßt uns zunächst dieses Portal. An der Kasse kaufen wir je eine Tageskarte für 49 € zzgl. 5 € Pfand.
D: erfreulicherweise sind Mölltaler Gletscher als auch Ankogel in der Superskicard Premium enthalten, sodass ich hier eine Flatrate habe. Sicher wecken solche Großraumsaisonkarten Begehrlichkeiten, sie haben aber, und das sei hier angemerkt, auch Nachteile. Während Langenberg quasi durch die Berge tingeln kann und von Frankreich bis Slowenien fahren kann was er will, binden solche Saisonkarten doch irgendwie, auch wenn es nur eine mentale Schranke ist. Man gibt an die 1000 Euro aus, die man auch herein gefahren haben will; denn man hat den Preis für das “Premiumprodukt” irgendwie im Kopf und kriegt ihn nicht raus. Wobei sich die Frage nach dem Premium an sich ja schon stellt - wer definiert, was Premium im Bezug auf eine Saisonkarte eigentlich ist?
L: Das stimmt, wenn ich allerdings bedenke, dass ich in 2 Skiurlauben für 6+5+1+1 Skitag in SSSC-Gebieten insgesamt 830,50 € bezahlt habe, hätte ich die Karte mit ihren 940 € im Vorverkauf schon fast wieder rausgefahren.

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#2
L: Wie D schon korrekt anmerkte, waren die beiden Tallifte Marke de Pretis/Wito auch an diesem Tag auf dem interaktiven Pistenplan noch als in Betrieb gemeldet. Vor Ort stellte sich aber heraus, dass sie nicht liefen (so auch der Status auf der Anzeigetafel vor Ort) und die Schneelage auch nicht mehr im engeren Sinne als üppig bezeichnet werden konnte.

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#3
D: Die Talstation ist mal Marke “Atombunker” (architektonisch dem Brutalismus, jener Architekturstil aus dem 20. Jahrhundert, bei dem der Beton als Baumaterial in üppiger Menge zur Anwendung gelangt und sichtbar bleibt, zuzurechnen - es hat aber wider Erwarten nichts mit dem Adjektiv “brutal” zu tun, sondern stammt aus dem Französischem - “béton brut”, also roher Beton, vulgo Sichtbeton) und stammt von der alten Anlage. Sie wurde beim Umbau zur Gruppenpendelbahn weiterverwendet.

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#4
D: Die Trasse in voller Pracht. Markant auch die Bergstation.

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#5
L: Ich erlaube mir mal die Pendelbahn-Fotoserie zu unterbrechen und einige technische Daten einzustreuen. Das Schild hing recht versteckt oberhalb des Eingangs - von innen.
Im Zuge des Umbaus entfielen die Schaffner (oder Wagenbegleiter?) und es wurden aus 28 2x29 Pers., sowie aus 47 Pers. 3x27 Pers. in der zweiten Sektion.

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#6
D: Tatsächlich erwische ich die nächste Fahrt und bin gespannt, was gleich auf mich wartet (nämlich Wartezeiten).
L: Auf der unteren Sektion war uns gegen 9:30 das Gleiche gelungen, an der 2. Sektion waren es dann schon 12 min Wartezeit.

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#7
D: Vorher erwische ich, wenn auch durch die zerkratzte Scheibe der unteren Kabine, die talfahrende Wagengruppe am Gegenseil.

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#8
L: Rückblick auf die erste Sektion, in der gerade die Stütze überfahren wird.

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#9
D: An der Mittelstation staune ich nicht schlecht. Denn der Auffangraum ist VOLL, und ich komme am Zugang zum Vorraum des Auffangraumes zu stehen. Es werden ca. 30 Minuten und 4 Fahrspiele sein, die ich warten muss, um rauf zu kommen. Dafür habe ich guten Foto-Seilbahnblick. Die Pendelbahn wird auch in weiterer Folge, weil es doch trüb und staubig ist und die Fernsicht nicht existiert, das fotografische Hauptziel sein.

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#10
L: Ungefähr so sah das von der Talstation des Schleppers aus (12:06 Uhr).

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#11
L: Ein Herstellerschild darf natürlich nicht fehlen!
D: Mist, das ist mir glatt durch die Lappen gegangen. Gut, dass jemand anders drauf achtet!

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#12
L: An der Bergstation der zweiten Sektion angekommen, nehmen sich mein Kumpel und ich erstmal Zeit für einige Fotos. Hier ein Blick zurück auf die 2. Sektion mit den beiden Stützen 2 und 3 (beide Sektionen zusammen).

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#13
L: Eine Besonderheit der Anlage bzw. der Bahnsteige ist, dass es nur an den jeweils äußeren Zustiegen Schranken gibt. Ansonsten gibt es nur Netze als Minimalabsicherung. Aus eigener Erfahrung kann ich nur davon abraten, seine Skier unmittelbar neben die Lücken in den Geländern zu lehnen.
D: in der Tat - ist die Schwerkraft beim Schifahren durchaus nützlich, kann sie in so einem Fall dann durchaus überraschend lästig sein.

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#14
L: Ein paar Seilscheiben gibt es natürlich auch.

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#15
D: Beim Aussteigen merke ich - windig hier. Aber die fährt und das erstaunlich ruhig. Und so warte ich, bevor ich Langenberg und Kollegen K. am Schlepper treffe ich auf eine Gondelgruppe.

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#16
L: Phasenweise beehrt uns auf dem Weg zum Schlepper auch die Sonne.

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#17
L: Kabinenkreuzung vor dem grünen Mölltal.

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#18
D: Ich hatte ja erwähnt, es ist staubig. Und der Staub lagert sich hauptsächlich im Lee an und zieht so ganz eigene graphische Grenzen in der Landschhaft (Ebnereck).

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#19
D: Endlich am Schlepper. Und alleine bin ich hier nicht, sodass ich alle Zeit der Welt habe, mir eine interessante Perspektive zu suchen - eh klar GPB. Nach einiger Zeit erblicke ich Langenberg und Kollegen K.. Gefunden. Und dann kommts. "He, di kenn i wohl a. Bisch du nid unsa Schichtgeolog von own von da Baustell?". Ähm ja, bin ich. Ach, einer unser Fräsenfahrer... Stimmt, die Jungs haben ja Osterabgang und ich bin ja im "Tal der Tausend Stiefel" bei ihnen quasi in ihrem Wohnzimmer. Sind wir, wenn wir auf der Maschine sind faktisch immer ordentlich dreckig, schaut unser Schigewand nun a.) gewöhnungsbedürftig sauber und b.) sehr zivilisiert aus (und sein Helm ist nicht gelb und meiner nicht weis). Und das ganze auch noch ohne Gummistiefel und ohne Geleucht - und jetzt noch dazu auf und nicht im Berg. Gewöhnungsbedürftig - anders.
L: Alleine waren auch wir bei unserer ersten Fahrt nicht. Während es aus der Kabine bei der Vorbeifahrt noch verheißungsvoll leer aussah mit geschätzt 2-3 min Wartezeit, erwarteten uns dann meist um 9 min, nur einmal gab es einen 14 min-Ausreißer.
D: es sei ja durchaus angemerkt, dass es hier mal eine Parallelanlage rechts gab. Würde es nach der heutigen Stichprobe gehen, hätte man ihn gut brauchen können. In den restlichen 99,9% der Fälle dürfte der Lift wohl nicht mehr nötig gewesen sein.

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#20
D: Das ist wiederum interessant. ;-) Ich bezweifle, dass das aber den Tatsachen entspricht. Denn im Gegensatz zu einem trockengelaufenen Getriebe hört sich dieses hier sehr gesund an und die "letzte Ölung" ist wohl auch nicht allzulang her.
L: Vielleicht stammt der Aufkleber noch aus dem Auslieferungszustand und das Öl wurde erst vor Ort eingefüllt?
D: Na das wollen wir doch hoffen. ;-)

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#21
L.: Blick auf den Trassenteil oberhalb der Talstation.

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#22
L.: Auf beiden Seiten der Talstation klackern die Gehänge unter 14 Rollen hindurch, die sich talwärts auf 2,...

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#23
L: …bergseitig auf eine Batterie verteilen. (Am Steher gibt es auf dieser Seite noch eine 4er Tragbatterie.)

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#24
D: Die Pisten hier sind erstaunlich abwechslungsreich - im Gegensatz zu meiner Seilbahnfotografie. :mrgreen: Die GPB - "Orgie" möge beginnen. :D Langenberg wird sie aber in weiterer Folge durch seine Bilder auf ein erträgliches Maß auflockern. ;-)

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#25
D: Hinter dem Holzverbau versteckt sich noch ein Teil der alten Stütze. Offenbar hat man im Zuge der Anlagenmodernisierung die Stütze um einige Meter talwärts geschoben.
L: Gut, dass du darauf hingewiesen hast, ich hätte gedacht, dass es sich noch um die originalen Stützen handelt. Ich nahm an, dass man für den Spar-Umbau keine Stützen neu gebaut hätte.

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#26
D: Die letzte Stütze, immerhin kommt man hier sehr nahe ran und kann auch mit einem Ultraweitwinkel ordentlich arbeiten.

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#27
D: Begegnungen. Trotz voller Anlagen sind die Pisten angenehm leer. Wundert nicht, bei der Förderkapazität. Die Gondeln sind übrigens durchaus gut gefüllt.
L: Liftworld nennt für die Pendelbahn 900 P/h, am SL stoppte ich einige Gehänge ab und kam auf etwa 800 P/h.

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#28
D: Von der Talstation des Schlepper sieht man auch die GPB schön vorbeifahren. Das hat auch den Vorteil, dass man sieht, wieviele Schifahrer am Schlepper, der einzigen Beschäftigungsanlage neben der GPB übrigens, anstehen. Zur Zeiten, als noch Schulz der Ankogel gehört hat, war mal eine 6 KSB in Planung. Kapazität hätten die Pisten durchaus, aber das Gebiet befindet sich de facto am "anus mundi" und ist auf der Straße nur über Umwege oder die Tauernschleuse erreichbar - was auch einen gewissen Reiz hat.
L: Das 6KSB-Projekt auf der zweiten Sektion scheint noch nicht komplett tot zu sein und wurde vor nicht allzu langer Zeit wieder auf dem Pistenplan eingetragen: https://www.bergfex.at/ankogel/
Wobei das natürlich reichlich absurd ist, solange man sich nur von Saison zu Saison hangelt.

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#29
L: Kommen wir nochmal auf die Pisten zu sprechen, hier die rote (oder sollte ich schreiben braune) Piste 5 am SL.

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#30
L: Selbstredend gibt es auch hier einen Blick auf die Pendelbahn - fast so als würde sie sich mit dem SL ein Seil teilen.

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#31
L: Von oben gesehen links des SLs gibt es die beiden schwarzen Pisten 6 und 6a. Auf der 6 waren am Vormittag einige (mini) Stangen gesteckt. Erfreulicherweise waren die Pisten dabei nicht komplett abgesperrt, sodass es mit etwas Rücksichtnahme eine selten sichtbare Koexistenz von Trainierern und Publikum auf einer Piste gab.

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#32
L: Vom letzten Steilhang der schwarzen 6 aus hat man dann diesen mehr oder weniger schönen Ausblick. Einerseits die PB mit Stütze vor Mallnitz im Tal, andererseits den SL mit der ~9 min-Schlange. Naja, wir wollten Oldschool Skifahren, wir haben es bekommen. Samt Wartezeiten, wie sie früher an guten Tagen Usus waren.
D: nunja - dazu haben aber die Platzkarten eindeutig noch gefehlt. gg

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#33
L: Wenn man vom SL noch weiter Richtung Pendelbahn fährt, erreicht man noch zwei rote Pisten (1 und 4 müssten das sein). Einzig die schwarze Piste 1a ist in Gänze der PB vorbehalten. Die blaue Piste 3 konnte ich nur als den Ziehweg erkennen, der von der SL-Bergstation zu den roten Pisten hinüber führt.
Generell kann man aber sagen, dass die Pisten nicht besonders steil sind und sich auch nicht so massiv unterscheiden.
D: im Grunde würde ich sogar sagen, dass die Pisten hier durchaus familientauglich sind. Selten findet man ein Skigebiet, dessen Pisten sich derart für klein und groß eignen, wenngleich der blutige Anfänger im Tal bei den beiden Schleppern am besten aufgehoben sein dürfte. Die Talabfahrt klammere ich gezwungenermaßen aus, da sie leider geschlossen und die untere Hälfte schneefrei war. Somit fiel auch eine Restschneepistenerkundung leider flach.
Und dazu gibt es zwischen den Pisten durchaus auch noch freien Schiraum, der bei entsprechender Schneelage seine Freunde haben dürfte.
L: Trotz der langen Gehstrecke hätte ich mir die Talabfahrt gerne angesehen, aber eine Restskipistenerkundung war mir dann doch etwas zu gewagt ;-)

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#34
L: Nach für K und mich insgesamt 7 Fahrten am SL, entschieden wir uns, mal eine Fahrt an der Pendelbahn zu wagen. Die rote Piste 1 führt auf dem Weg dorthin recht nah an den Felsen vorbei. In den Dolomiten 2 Wochen zuvor war das nichts Besonderes, hier hingegen schon.

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#35
L: Ein bisschen Panorama gab es dann doch noch, zumindest mit etwas Nachbearbeitung :D
Links mittig Ebeneck, 2131 m.

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#36
L: Hatten wir diese Perspektive eigentlich schon? ;-)
D: Ähm - nein. ;-)

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#37
L: D auf der roten 5 am SL, recht weit oben.

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#38
D: Wider Erwarten lichten sich die dichten Wolken etwas und die fahle Sonne kommt raus. Nun fällt es auf, dass es da drüben vis a vis vom Seebachtal auch noch Berge existieren. ;-) Es müsste die Maresenspitze mit 2916 m Höhe sein.

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#39
D: An der Mittelstation wird es, man glaubt es kaum, sonnig. Ergebnis, die GPB wird noch fotogener. Währenddessen muss Langenberg bei der Bergstation des Schlepplifts operativ eingreifen, um seinen Ski vorerst zu retten. Über die weiteren Geschehnisse hierzu darf er selber aus erster Hand berichten.
L: Letzteres ist bereits geschehen, ich verweise dazu mal auf dieses Thema; konzentrieren wir uns hier lieber auf die erfreulichen Seiten des Tages.

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#40
D: Und erfreulicherweise bleibt uns die Sonne so lange erhalten, dass sich dieses Foto durch die Dachluke der Pendelbahn ausgeht.

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#41
L: Das Gasthaus Hochalmblick hat man leider deutlich unterhalb der PB-Mittelstation errichtet. Da insbesondere D den Anstieg nach der Jause scheute, ist die Einkehr hier vielleicht eher was, wenn nächstes Mal hoffentlich die Talabfahrt geöffnet ist.
D: hmmm - really? ;-)
L. Vielleicht war es auch jemand anders, der sich über diejenigen, die mühsam zur Mittelstation hinaufkrabbelten, amüsierte. ;-)

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#42
L: Es wurde am Nachmittag immer leerer und so gab es von der Mittelstation nochmal freien Blick auf Kabinen und Strecke.

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#43
L: Apropos Strecke: Die Piste unter dieser war nachmittags nicht nur sulz-bucklig sondern schimmerte bereits gräulich. Bis zum Saisonabschluss einen Tag später dürfte der Schnee wohl dennoch gereicht haben.

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#44
L: Hier sieht man nochmal die Mitte der Pendelbahnstrecke. Von links kommt die schwarze 6a und mündet auf die rote 1, die breiteste und irgendwie auch Hauptpiste des Gebiets. Etwas diffuser sieht man oberhalb die Einmündung der roten 4 (mittig) und der schwarzen 1b (oben rechts).
Unten links gibt es bis zur Talstation des SLs ein Flachstück, auf das alle Pisten außer der roten 5 alle Piste einmünden.

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#45
L: Dank der offenen Dachluke springt auch noch ein passables Bild der Bergstation raus. Wir haben Glück und die Ampel zeigt grün, sodass wir einfahren dürfen. :-)
D: Puh, Schwein gehabt. ;-)

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#46
L: Auch in der Bergstation ist ein wenig die Zeit stehen geblieben. Da die Schrift recht klein ist, hier die Inschrift der Holztafeln:
Der Schnee gibt Buben und auch Mädeln die Möglichkeit mit Schi zu wedeln! Wer schifährt, sei kein Unachtsamer und meide möglichst Zäun und Bamer.
In Versln und Sprüch gesetzt von WILLI RUDNIGGER
Am Berg vergiß die Eitelkeit und trage wantsche Schuh, oh Maid! Sonst lacht der Ochs und lacht die Kuah: Schaut’s hin: a Gaß mit Stöckelschuah!


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#47
L: Bei der Verwendung des Klosetts im Untergeschoss der Bergstation fiel D und mir dann noch diese innovative Kombination aus Türstopper und Absperrhahn auf. ;-)
D: völlig klar - hier war Reinhard Mey mit seinem “Ich bin Klemptner vom Beruf” am Werke. Wenn die Türe schwungvoll geöffnet wird, drückt der Türschließer die Leitungen ab, wodurch in völlig geplanter Art und Weise der Heizkreislauf unterbrochen wird, wobei gleichzeitig auch die Mauer vor der Türe geschützt wird und Schäden am Mauerwerk und dem historischen Putz vermieden werden. Somit ergibt sich eine maßgebliche Senkung der Heiz- und damit der Betriebskosten an diesem ausgesetzen Punkt der Zivilisation bei gleichzeitiger Schonung der historisch wertvollen Putz- und Mauerwerkssubstanz.

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#48
D: Warum die Sonne scheint, ist auch klar - es hat wieder ordentlich aufgefrischt. K. und ich beschließen (wir haben ein gemeinsames Hobby - Modellbahn) und ins Hannoverhaus zurückzuziehen, auf ein koffeinhaltiges Heißgetränk (böse Zungen behaupten, dass Geologen nur dann funktionieren, wenn sie entsprechend mit Kaffee versorgt wurden) und einem frisch gemachten Kuchen. Schnell kommen wir über die Märklin F7 ins Gespräch, über die Zinkpest bei Modellbahnen (Seethalkrokodil und Köf). Auch Langenberg stattet uns dann einen Besuch ab, begnügt sich aber mit Kaukau und einer Torte. Die Hütte ist qualitativ schwer empfehlenswert!

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#49
L: Von etwas unterhalb des Hannoverhauses hat man einen recht guten Überblick über die Pisten. Links die schwarze 1a, mittig die breite rote 1 und rechts die Pisten 4 und 3.

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#50
L: Auf der breiten 1. Ich wartete hier noch die Kabinen ab, aber das Foto erspare ich euch dieses Mal ;-) - zumal es sich um die weniger fotogenen Kabinen ohne Ankogel-Schriftzug an der Bergseite handelt.

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#51
L: Auf der schwarzen 1a, die eigentlich nicht steiler ist, als die 1…
Dennoch entscheidet sich mein Ski, dass es ihm langsam genug ist und mit einem leichten Knacken beginnt er, sich nach oben zu biegen. Ob es dafür hier einen Grund gab (Stein/Fels), kann ich nicht sagen, aufgefallen ist mir nichts. Mit angezogener Handbremse und größtmöglicher Vorsicht setze ich die Abfahrt dennoch fort.

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#52
L: Auf der roten Piste 1 kurz vor der Talstation

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#53
L: Zoom hinüber zum LSAP Häusleralm
Nach der Bergfahrt schließe ich dann zu K und D im Hannoverhaus auf.

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#54
L: Für mich eine gute Zusammenfassung des Tages: Eine Gruppenpendelbahn mitsamt begeistertem Fotografen.

D: An der Mittelstation müssen K. und ich auf Langenberg warten. Hä? Was ist denn da los? Er ist ja durchwegs zügig auf Schi unterwegs, sodass das hier nicht unbedingt erwartbar war. Über den Grund darf er selber berichten, mit und Fotos sollte er auch noch haben - ich vermute sogar auch ohne GPB.
L: Naja, zumindest die Seile sieht man auf dem Foto schon…

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#55
L: Beim unvorsichtigen Befahren einer Buckelkette im unteren Teil der Piste brach der Ski schließlich (mit Ausnahme des Dekors) ganz. Zum Glück ohne unmittelbare Folgen für mich, außer dass ich den restlichen Weg zur Mittelstation zu Fuß bestreiten musste. Da merkt man auch erstmal, wie tief so ein Sulzbuckel ist, wenn man keine Skier anhat.
Die Verwunderung bei den anderen war auch deswegen groß, weil ich aus Scham den Zustand des Skis vor der letzten Abfahrt geheim gehalten hatte und lediglich sagte, dass ich nun recht langsam unterwegs sein würde.
D: beim Anblick des partiell etwas deformierten Sportgeräts haben wir nicht schlecht gestaunt. Ich hege ja die Befürchtung, dass die alte Baustellenweisheit “Panzertape drüber und gut ist es” hier nicht mehr reichen dürfte…

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#56

D: In einer gut gefüllten, aber nicht zu vollen Gondel erreichen wir wieder das Tal. Langenberg und K. bieten mir an, mich zum Bahnhof zu bringen - gerne nehme ich an, sonst müsste ich 50 Minuten auf den nächsten Skibus warten. Für die beiden geht die Reise weiter nach Osttirol, um im letzten Versuch nach Heiligenblut vorzustoßen, was letztlich durch die unklare Betriebslage vereitelt wird.

L: In der Tat wäre für den nächsten Tag das ebenfalls schließungsgefährdete Heiligenblut das Ziel gewesen. Morgens schaue ich nochmal auf den interaktiven Pistenplan und es sollten Panoramabahn, Schareck 2, Tunnelbahn und der Übungslift Ederfeld laufen. Irgendwie überzeugt mich das nicht so richtig - 3 Pisten an den Gondelbahnen, der abgelegene Übungslift und die Tunnelbahn, die zwar technisch interessant ist, wo mir aber auch nicht klar ist, wie viel man von der Technik im dunklen Tunnel bei womöglich verkratzten Scheiben sieht.
Dazu kommt noch, dass das Skigebiet recht weit über der Baumgrenze liegt. Nur etwa das untere Drittel der Schareck 2-Piste ist von Bäumen umgeben.

Ebenfalls interessiert hätte mich der Mölltaler Gletscher (wo ich auch mal las, dass die Geschäftszahlen nicht so optimal wären), aber dort war nur die Eissee-Gondel und der 4er Schwarzkopf auf grün, also im Grunde noch schlechter.

Nach kurzem Abwägen zwischen Lienz (dem Ort, in dem unsere Unterkunft lag) und Kals-Matrei fiel die Wahl schließlich auf Matrei. Auf halber Strecke vergewisserte ich mich nochmal, dass die Fleissalm zu ist und sie war es (8:45). Als wir dann in der Goldriedbahn 1 saßen, war sie grün…es sollte wohl einfach nicht sein. Bleibt die Hoffnung, dass sich die Heiligenbluter Touristiker nicht unterkriegen lassen und ihre Bergbahnen retten können.

Kals-Matrei ist aber weit mehr als ein Notnagel; wir verbrachten dort einen schönen letzten Skitag - für mich der 23te in Folge, mein bisher längster Skiurlaub.
Nachteilig war lediglich, dass es in Kals-Matrei ab Mittag bis 1900 m regnete. Gerade als es kräftig anfing, befanden wir uns in Kals an der tiefsten Stelle und hatten noch 2,7 km fixe 4er vor uns. Dementsprechend kam dieser Bereich etwas zu kurz.

D: Am Bahnhof muss ich nochmal warten - und sitze am Hausbahnsteig und schaue mir den Zugverkehr an. Gut viel ist nicht los - ein Güterzug fährt südwärts, ein anderer gen Norden. Das Autoshuttle mit einer 1144 kommt aus dem Gasteinertal. Dann von Hinten eine Stimme- "He - Geologe! Was machsch'n du do bei ins im Tol?" - ich dreh mich um. Ach nein, der nächste von der Baustelle... Wir werden uns wenige Tage wieder ganz woanders in ganz anderem Gewand und ganz anderer Umgebung treffen.

Der Zug kommt - ein Railjet. Ich setze mich in den Speisewagen, nachdem ich mein Schizeug verstaut habe - außer einem knappen Frühstück und dem Kaffee mit Kuchen habe ich ja noch nicht wirklich was gegessen. Im Gasteinertal steht die Mahlzeit am Tisch und rolle, während ich was Warmes in den Magen bekomme, durchs Gasteinertal nordwärts. Knapp vor 8 bin ich letztlich in Salzburg am Hauptbahnhof, steige in den Stadtbus, welcher mich nach Hause bringt. Der anstrengende Tag ist zu Ende; hat es sich aber ausgezahlt? Ja - einerseits einen blinden Fleck auf der Landkarte der Skigebiete gefüllt, andererseits mit Freunden unterwegs gewesen. Und last but not least der Ankogel hat durchaus seinen Charme. Leider haben wir die Talabfahrten nicht kennengelernt und die Talschlepper sind auch noch offen. Aber bedingt durch die Berichterstattung habe ich etwas mehr Hoffnung, dass diese Kleinod von Skigebiet weiterleben darf.

Glück Auf!
Dachstein & Langenberg
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Re: Ankogel 30.03.2024 - kurz vor knapp

Beitrag von Skitobi »

Danke für diese bild- und wortgewaltige Koproduktion!
Einfach schade falls der Ankogel schließen müsste... Man könnte ja meinen mit Erhaltung der alten Anlagen rechnet sich so was...
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Re: Ankogel 30.03.2024 - kurz vor knapp

Beitrag von Thueringer.Wald »

Danke für den Bericht.
Wetterbedingt dürfte es wohl auch einer der vollsten Tage in dieser Saison dort gewesen sein.
Mich persönlich würde es jedenfalls niemals dort hin ziehen, vor allem wenn man die Alternativen in der unmittelbaren Umgebung berücksichtigt.
Somit wäre eine Schließung aufgrund geringer Nachfrage und Invest-Stau für mich nur wenig verwunderlich.
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Re: Ankogel 30.03.2024 - kurz vor knapp

Beitrag von hitparade »

Wow, danke für den abwechslungsreichen Bericht aus 2 Sichtweisen, tolle Idee, mal zusammen einen Bericht zu schreiben!
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Re: Ankogel 30.03.2024 - kurz vor knapp

Beitrag von Snowboard-Tobi »

Sehr tolle Fotos :) , schade dass sich die ganze Region in meiner Wahrnehmung irgendwie nie so richtig entwickeln konnte, wahrscheinlich aufgrund der Lage ?
Mich würde noch was Technisches interessieren: die beiden PB sind solche die ohne Fangbremse ausgestattet sind oder ? Schaut zumindest auf den Fotos auf denen man das Laufwerk sieht so aus.
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Re: Ankogel 30.03.2024 - kurz vor knapp

Beitrag von mafikS »

Grossartig!!!!

Eine sehr grosse Bitte!!!

An Dachstein und Langenberg.


Bitte meeeeehhhhr von diesen Berichten!
Klinovec revival:
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Re: Ankogel 30.03.2024 - kurz vor knapp

Beitrag von Dachstein »

Erst mal Danke für eure Antworten - es freut die Autorenschaft immer, wenn Berichte gefallen. :D

Ich versuche die einzelnen Fragen entsprechend aus meiner Sicht zu beantworten, ich denke aber, Langenberg hat da auch noch die eine oder andere Antwort parat.
Skitobi hat geschrieben: 15.04.2024, 23:24 Einfach schade falls der Ankogel schließen müsste... Man könnte ja meinen mit Erhaltung der alten Anlagen rechnet sich so was...
Im Moment arbeitet man mit der Gemeinde an einem Zukunftskonzept für den Ankogel. Schicht im Schacht ist hier also (noch) nicht. Man muss aber bedenken, wo der Ankogel liegt - im hintersten Mölltal, welches eher als strukturschwach zu bezeichnen ist. Das Tal ist ein Sacktal nach Norden, man kommt nur von Süden mit dem Auto vernünftig hin. Den Durchschlag nach Norden schafft man nur mit der Bahn. Ja wenn der Ankogel an der A10 liegen würde, würde es wohl hier auch anders ausschauen - denn man sieht ja, wie sich verkehrsgünstig gelegene Skigebiete entwickeln können.
Thueringer.Wald hat geschrieben: 16.04.2024, 09:24 Mich persönlich würde es jedenfalls niemals dort hin ziehen, vor allem wenn man die Alternativen in der unmittelbaren Umgebung berücksichtigt.
Somit wäre eine Schließung aufgrund geringer Nachfrage und Invest-Stau für mich nur wenig verwunderlich.
Eben weil manche solche Gebiete ausschließen, haben die Gebiete ihren Reiz. Es ist üblicherweise, wenn man nicht diesen einen Tag erwischt, eher leer. In der unmittelbaren Umgebung gibt es übrigens keine ernstzunehmende Konkurrenz für den Ankogel. Es ist eigentlich das einzig übgrig gebliebene Skigebiet im nördlichen Mölltal.
Snowboard-Tobi hat geschrieben: 16.04.2024, 17:37 Sehr tolle Fotos :) , schade dass sich die ganze Region in meiner Wahrnehmung irgendwie nie so richtig entwickeln konnte, wahrscheinlich aufgrund der Lage ?
Mich würde noch was Technisches interessieren: die beiden PB sind solche die ohne Fangbremse ausgestattet sind oder ? Schaut zumindest auf den Fotos auf denen man das Laufwerk sieht so aus.
Genau, die Lage des Ankogels ist sehr speziell und damit auch problematisch. Übrig bleibt in solchen Fällen nur, ein Nischenprodukt zu etablieren, wie es der Dachstein Tourismus AG am Krippenstein gelungen ist.
Und ja, die beiden GPBs sind fangbremsenlos ausgeführt (und müssen daher gemäß Vorschrift ein durchgespleißtes Zugseil besitzen, um den Schwachpunkt am Vergusskegel zu umgehen).
mafikS hat geschrieben: 16.04.2024, 18:49 Bitte meeeeehhhhr von diesen Berichten!
Nunja, nachdem Langenberg und ich etliche hundert Kilometer auseinander wohnen, werden solche Berichte eher Ausnahme als Regel sein. Aber vielleicht schaffe ich es ja wider Erwarten auch mal nach Winterberg, welches dann durchaus nach einem Co-Bericht mit dem Local rufen würde. ;)

Glück Auf!
Dachstein
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Re: Ankogel 30.03.2024 - kurz vor knapp

Beitrag von seilreiter »

Hallo
Vielen Dank für den genialen Projekt. Seilbahnfotos sind immer toll. Und Sichtbeton erst recht. Wie gerne sähe ich da eine neue Pendelbahn in bestehenden sanierten Sichtbetonstationen 😍.

Das wären auch par tolle Fotos für unseren Instagram Account!
the zermatt boy
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