Ein weiteres Top-Wochenende geht zu Ende! Bis jetzt bin ich richtig begeistert und freue mich, was noch kommen wird.
Am Freitag gab's noch einen Weihnachtsapéro im Geschäft, der wieder einmal länger dauerte, als geplant. Erst nach 23 Uhr waren wir dann auf der Lenzerheide. Im Wissen, dass der Samstag gut werden würde, stellten wir trotz eines intensiven Abends den Wecker früh, sodass wir zu Liftbeginn bereit sein würden.
Doof ist, dass wenn man auf der Lenzerheide den ersten Sportbus nimmt, nicht auf Betriebsbeginn am Lift ist. Eine Fiesheit gegenüber jenen, die mit dem ÖV unterwegs sind und für mich auch nicht ganz verständlich, da die Destination ja schon ein wenig mit Öko, Nachhaltigkeit und solchen Themen wirbt. Von unserer Unterkunft aus kann man jedoch über den Crestas, der bereits um 08:20 Uhr den Betrieb aufnimmt, um kurz vor 08:30 Uhr beim Tgantieni-Sessel sein. Und somit ist man dann auch vor dem ersten Sportbus dort, was auch cool ist (denn dieser spukt jeweils um die 50 Personen aus). Der Plan ging auf und so starteten wir gestern früh in den Tag - und es hat sich gelohnt!
Ich fragte mich am Morgen noch, ob es wohl einen vollen oder sehr vollen Tag geben würde. Überraschenderweise hielt sich der Andrang den Umständen entsprechend (wolkenlos, kalt, anständiges Angebot, Nebel im Mittelland) sehr in Grenzen! Dass einige Abschnitte überfüllt waren, so zum Beispiel unterhalb der Alp Stätz, die Weisshornmulde oder teilweise am Lavoz: geschenkt, normal. Aber Anstehen war nie angesagt, maximal zwei Minuten. Oft hatten wir sehr leere Abschnitte, allen voran an der Windegga.
Die Pisten sind noch nicht optimal, es gibt viele Wellen, Löcher, Absätze. Auch der lose, weiche Schnee finde ich nicht so spassig. Exkurs: Ich als Snowboarder bevorzuge paradoxerweise harte Pisten. Viele meiner Zunft schütteln bezüglich dieser Präferenz nur den Kopf. Klar, eine über Tage ausgehärtete, griffige Naturschneepiste ist das Tollste, nur leider gibt es das selten.
Die Ostseite konnte gestern weniger überzeugen als die Ostseite. Voller, weicher und deutlich windiger. Auf dem Rothorn hatte es Schneewechten auf der Piste, die teilweise fast einen halben Meter hoch waren.

Auffahrt mit der Sesselbahn Tgantieni kurz nach halb 9 Uhr

Piste 42 am Scalottas. Morgens immer traumhaft. Ich mag flache Pisten wie diese. Darauf lässt es sich gemütlich fahren und gleichzeitig die Aussicht geniessen.

Erstmals gefahren dieses Jahr: Die Rote am Gertrud. Für eine reine Naturschneepiste top, sehr griffig.

Zufahrt zur Alp Nova

Das erste Mal seit etwa drei Jahren ist die 64 wieder einmal geöffnet. Mich freut es immer, wenn Pisten öffnen, die nur selten befahrbar sind. Angenehm ist, dass diese zusätzliche Piste die Menschenströme im unteren Bereich des Liftes entzerrt.

Auch schon offen: die 68a zum Cumacheals. Das Foto habe ich um 09:41 Uhr aufgenommen. Der Pistenzustand zeigt gut, dass gestern relativ wenig los war.

66

Vor dem Higlight kam noch ein eher harter Brocken: Die Fahrt vom Cumacheals nach Churwalden. Erstens, da bis Sartons brutal viel los. Zweitens, da die Proschieri-Piste wirklich noch nicht gut war, wohingegen diese oft perfekt ist. Viele Wellen, Löcher, Kunstschneehaufen, Quad-Spuren etc. Auch die Abfahrt nach Churwalden war nicht wirklich spassig, da ähnlich. Aber immerhin konnte man runterfahren, bis Freitag stand noch auf der Internetseite, dass man "eine Öffnung der Talabfahrt nach Churwalden ermöglichen möchte".

Und dann: Windegga. Wow! Perfekt! Leer, Pulver, griffig, beinahe alles offen. Ein Träumchen. Hier die blaue 80.

80

80

80

81, oberer Bereich

81, unterer Bereich

83. Etwas härter und unruhiger, aber trotzdem tiptop.

Die 70 am Stätzerhorn war bei unserer Erstbefahrung am Nachmittag erwartungsgemäss nicht mehr top. Schlecht aber definitiv auch nicht. Und vor allem: keine Steine. Null.

Die Weisshornmulde hingegen konnte überhaupt nicht überzeugen. Obwohl der Lift bei Weitem nicht ausgelastet war, herrschte auf der Piste ein riesen Gewusel. Zudem stark zerfahren. Eine Fahrt genügte.

Stattdessen probierten wir die Talabfahrt nach Parpan und wurden nicht enttäuscht. Hart und leer.

Sogar die blaue Variante aussen rum ist geöffnet. Ich glaube, die letztes Jahr nie gefahren zu sein.

Ein weiteres Higlight: Die Talabfahrt 21c wurde wider Erwarten um etwa 15:00 Uhr geöffnet und wir waren wohl unter den ersten, die dort runterkurvten.

21c

Dieschen
Heute ein anderes Programm: Mit dem Bus nach Valbella, dort hoch und direkt ins Stätz. Etwa um 09:00 am Stätzerhorn und leicht überraschend festgestellt, dass dort schon eine gute Schlange war. Nicht tragisch, maximal 3 Minuten. Die Pisten dann aber bereits sehr gut gefüllt und ein ziemlicher Stress überall. Ich war schon lange nicht mehr "so früh" im Stätz-Sektor, da wir morgens meistens über den Bereich Tganteni einsteigen und es hat mir nicht so gefallen. Von allen Seiten fallen die Leute dort ein (von Churwalden, Parpan, Valbella...). Auch die Piste am Stätzerhorn war um kurz nach neun Uhr bereits ziemlich zerfahren. Im Stätzertäli natürlich noch traumhaft und genügend Platz, weil diese Piste einfach unglaublich breit ist.
Einige Fahrten machten wir am Stätzerhorn, bevor wir um etwa 10 Uhr Richtung Lavoz und Scalottas wechselten. Wir konnten es fast nicht glauben: Lavoz nur etwa zwei Minuten Wartezeit, Scalotats und Pedra Grossa null (0!). Die Pisten waren entsprechend leer und massiv besser als im Stätz. Richtig toll! Leider wurde es im Verlauf des Morgens schnell warm, wodurch die eine oder andere Piste bereits pampig wurde.

60. Steinfrei. Top.

Leere am Lavoz

Urdenfürggli auch wenig frequentiert.

Weisshornmulde deutlich besser als gestern, aber schon langsam pampig werdend.

Und sogar die direkte Abfahrt 31 ins Dorf ist schon geöffnet.