"....Pistenpraparierung" - Warum sind Pisten mal besser mal schlechter präpariert

Thueringer.Wald
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Re: "....Pistenpraparierung" - Warum sind Pisten mal besser mal schlechter präpariert

Beitrag von Thueringer.Wald »

Zum Thema knollig hole ich mal einen Beitrag hoch:
Im Hochwinter bei guten Bedingungen gibt es keine Entschuldigung für schlechte Präparierung. Da mangelts höchstens an 3 Dingen: Zeit, Geld oder Können.

Bei Sulz ist es nochmal ein ganz anderes Thema.
Evtl. schreibe ich dazu nochmal was Ausführlicheres, wenn ich Zeit dazu habe.
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Re: "....Pistenpraparierung" - Warum sind Pisten mal besser mal schlechter präpariert

Beitrag von mafikS »

Thueringer.Wald hat geschrieben: 20.04.2026, 14:33 Zum Thema knollig hole ich mal einen Beitrag hoch:
Im Hochwinter bei guten Bedingungen gibt es keine Entschuldigung für schlechte Präparierung. Da mangelts höchstens an 3 Dingen: Zeit, Geld oder Können.

Bei Sulz ist es nochmal ein ganz anderes Thema.
Evtl. schreibe ich dazu nochmal was Ausführlicheres, wenn ich Zeit dazu habe.
Dann freuen sich hier sicher viele über die Sulz Lektion von Dir.

Es wiederholt sich, wie eingangs gesagt, aber trotzdem macht widerkehrende Aufklärung Sinn.

Vielen Dank bisher!
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Re: "....Pistenpraparierung" - Warum sind Pisten mal besser mal schlechter präpariert

Beitrag von Wooly »

ski-chrigel hat geschrieben: 20.04.2026, 04:29 Nein. Eben genau nicht. Es sind rein objektive Kriterien unabhängig von der Erwartung. Es sei denn, wir wären uns nicht einig, dass das Ziel einer gut präparierten Piste eine glattgebügelte Fläche ist.
Eine gut präparierte Piste sollte man ordentlich fahren können. D.H. möglichst keine wüsten Eisplatten und das sie eine Weile hält. Mein persönliches Ideal ist aber keine Obsession auf "Rillen", ich fahre gerne auch in unterschiedlichen Verhältnissen, auch mal neben der Piste, bei Häufchen am Nachmittag genauso wie im Frühlingssulz (wenn man den passenden Zeitpunkt erwischt) ...

Wer nur mit glattgebügelt zufrieden ist und alles andere ablehnt, ist in meinen Augen kein wirklich guter & kompletter Skifahrer ... weil er auch negiert das es halt oft NICHT so ist, und das meistens auch nicht daran liegt das heir jemand nicht will ... ja es gibt Sparzwänge etc., aber ich bin immer noch der Meinung, das die meisten "Probleme" nicht bei der Präparierung an sich zu suchen sind ... und das gerade hier im Forum sehr gerne exzessiv über Präparierung gemosert wird, empfinde ich oft als relativ seltsame persönliche Animositäten, die ich so selten in der realen Welt nachvollziehen kann.

ich erinnere mich einfach immer wieder an meine Anfangszeiten vor über 40 Jahren, Skiurlaub in Colfuschg, und die Präparierung damals, und zuhause im Schwarzwald ... ich sage es mal so, man kann es auch einfach massiv übertreiben heutzutage ... auch mit der Kritik.
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Re: "....Pistenpraparierung" - Warum sind Pisten mal besser mal schlechter präpariert

Beitrag von ski-chrigel »

Jetzt schreibst Du aber wirklich Unsinn. Ist doch super, wenn Du neben der Piste fahren magst und Freude daran hast, aber das hat nichts mit der Präparierung zu tun. 🤪
Es geht auch nicht um Probleme des Skifahrers, sondern schlicht und einfach um glattgebügelte (einverstanden: eisfreie) Flächen, die nach erfolgter Bullyarbeit zurückgelassen werden sollten. Ich bin mir sicher, dass Thüringer.Wald mit seinem Fahrzeug auch genau dies jeweils anstrebt.
Wenn Du Dich mit diesem wohl von fast allen geteilten gemeinsamen Nenner nicht anfreunden kannst, macht es keinen Sinn, mit Dir hier weiter zu diskutieren.
Die Qualität der Pistenpflege hat definitiv nichts mit dem Können der Benützer zu tun, sondern ist eine objektive Betrachtung unabhängig von den Vorlieben des Skifahrers.
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Re: "....Pistenpraparierung" - Warum sind Pisten mal besser mal schlechter präpariert

Beitrag von skifuzziWi »

Wooly hat geschrieben: 21.04.2026, 22:49
ski-chrigel hat geschrieben: 20.04.2026, 04:29 Nein. Eben genau nicht. Es sind rein objektive Kriterien unabhängig von der Erwartung. Es sei denn, wir wären uns nicht einig, dass das Ziel einer gut präparierten Piste eine glattgebügelte Fläche ist.
Eine gut präparierte Piste sollte man ordentlich fahren können. D.H. möglichst keine wüsten Eisplatten und das sie eine Weile hält. Mein persönliches Ideal ist aber keine Obsession auf "Rillen", ich fahre gerne auch in unterschiedlichen Verhältnissen, auch mal neben der Piste, bei Häufchen am Nachmittag genauso wie im Frühlingssulz (wenn man den passenden Zeitpunkt erwischt) ...

Wer nur mit glattgebügelt zufrieden ist und alles andere ablehnt, ist in meinen Augen kein wirklich guter & kompletter Skifahrer ... weil er auch negiert das es halt oft NICHT so ist, und das meistens auch nicht daran liegt das heir jemand nicht will ... ja es gibt Sparzwänge etc., aber ich bin immer noch der Meinung, das die meisten "Probleme" nicht bei der Präparierung an sich zu suchen sind ... und das gerade hier im Forum sehr gerne exzessiv über Präparierung gemosert wird, empfinde ich oft als relativ seltsame persönliche Animositäten, die ich so selten in der realen Welt nachvollziehen kann.

ich erinnere mich einfach immer wieder an meine Anfangszeiten vor über 40 Jahren, Skiurlaub in Colfuschg, und die Präparierung damals, und zuhause im Schwarzwald ... ich sage es mal so, man kann es auch einfach massiv übertreiben heutzutage ... auch mit der Kritik.




ICh sage auch immer
Eine nicht tip-top präparierte Piste trennt die Spreu schneller vom Weizen oder besser gesagt den Skifahrer vom Gerät :lol:
Verhindert auch das Rasen von weniger guten Skifahrern.
Für mich persönlich sind super harte Kunstscheeautobahnen ohne Griff die schlechteste Art der Praparierung
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Re: "....Pistenpraparierung" - Warum sind Pisten mal besser mal schlechter präpariert

Beitrag von mafikS »

skifuzziWi hat geschrieben: 22.04.2026, 08:03
Wooly hat geschrieben: 21.04.2026, 22:49
ski-chrigel hat geschrieben: 20.04.2026, 04:29 Nein. Eben genau nicht. Es sind rein objektive Kriterien unabhängig von der Erwartung. Es sei denn, wir wären uns nicht einig, dass das Ziel einer gut präparierten Piste eine glattgebügelte Fläche ist.
Eine gut präparierte Piste sollte man ordentlich fahren können. D.H. möglichst keine wüsten Eisplatten und das sie eine Weile hält. Mein persönliches Ideal ist aber keine Obsession auf "Rillen", ich fahre gerne auch in unterschiedlichen Verhältnissen, auch mal neben der Piste, bei Häufchen am Nachmittag genauso wie im Frühlingssulz (wenn man den passenden Zeitpunkt erwischt) ...

Wer nur mit glattgebügelt zufrieden ist und alles andere ablehnt, ist in meinen Augen kein wirklich guter & kompletter Skifahrer ... weil er auch negiert das es halt oft NICHT so ist, und das meistens auch nicht daran liegt das heir jemand nicht will ... ja es gibt Sparzwänge etc., aber ich bin immer noch der Meinung, das die meisten "Probleme" nicht bei der Präparierung an sich zu suchen sind ... und das gerade hier im Forum sehr gerne exzessiv über Präparierung gemosert wird, empfinde ich oft als relativ seltsame persönliche Animositäten, die ich so selten in der realen Welt nachvollziehen kann.

ich erinnere mich einfach immer wieder an meine Anfangszeiten vor über 40 Jahren, Skiurlaub in Colfuschg, und die Präparierung damals, und zuhause im Schwarzwald ... ich sage es mal so, man kann es auch einfach massiv übertreiben heutzutage ... auch mit der Kritik.

ICh sage auch immer
Eine nicht tip-top präparierte Piste trennt die Spreu schneller vom Weizen oder besser gesagt den Skifahrer vom Gerät :lol:
Verhindert auch das Rasen von weniger guten Skifahrern.
Für mich persönlich sind super harte Kunstscheeautobahnen ohne Griff die schlechteste Art der Praparierung
Das ist bekannt und für uns immer gut nutzbar... indem man/frau/es blaurote Autobahnen in Stoss/Ras-Zeiten meidet...

Das wäre dann aber ein Neues Topic
z.B. in welchem Skigebiet sind andere Skifahrer nicht so gefährlich, oder wie hoch ist Geschwindigkeit und die Häufigkeit von Unfällen pro Gast und Pisten km aufgeteilt in leichte und schwere Verletzungen etc....

- wäre eigentlich eher ein Thema für eine Promotion oder besser Habilitation in der Unfallchirurgie/Orthopädie/ Sportmedizin...
;)
am besten sogar ein Stiftungs-Lehrstuhl gesponsert von den Head, Atomic, den Hotelier- und Seilbahn- Tourismusverbänden in Innsbruck, Lausanne, Zürich, Grenoble, Bozen oder Turin...
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Re: "....Pistenpraparierung" - Warum sind Pisten mal besser mal schlechter präpariert

Beitrag von icedtea »

Wir schweifen in der Tat gerade ein wenig ab ;) Eigentlich ging es ja um objektive Gründe, warum eine Pistenpräparierung so oder so ausschauen kann 8-)
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Re: "....Pistenpraparierung" - Warum sind Pisten mal besser mal schlechter präpariert

Beitrag von Turms »

Ich persönlich denke, es ist vor allem ein Zusammenspiel aus Klima, Kosten, Lust und Können.

Manche wollen Geld sparen, andere haben keine Lust oder nicht das nötige Know-how – und manchmal spielt auch das Klima eine Rolle.

In insgesamt ca. 25 Tagen in Avoriaz habe ich nur einmal perfekt präparierte, makellose blaue Pisten erlebt. Das zeigt für mich: Sie wissen dort durchaus, wie es geht – aber entweder ist es nicht wichtig genug, man will Kosten sparen, oder an diesem einen Tag waren einfach ideale Wetterbedingungen (es war richtig sonnig und kalt, aber nicht feucht).

Auf der anderen Seite sagen viele, dass in Südtirol das Klima hilft, weil es dort oft trockener ist. Ich weiß nicht genau, wie es in anderen Skigebieten in Italien aussieht, z. B. in der Toskana, wo das Klima vermutlich nicht so trocken ist. Ich glaube ich habe hier Bilder vom Lavarone gesehen wo die Pistenpräparierung auch überdurchschnittlich ist.
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Nur ein Snowboarder kennt dieses Feeling. Und wenn du es einmal selbst gefühlt hast, ist es unmöglich, nicht mehr zu wollen. Es macht so süchtig, dass es eigentlich illegal sein sollte, aber das ist es nicht und deshalb machen sie so gute Snowboards, dass du nach dem Fahren darauf alles verkaufen und in die Berge ziehen willst, weil ein Mann ein Gleichgewicht in seinem Leben haben muss, und dieses Gleichgewicht sollte 80% Snowboarden und 20% Arbeit sein.
Es sei denn natürlich, es schneit sehr stark, in diesem Fall ist es 100% Einsatz - jeder sagt, wenn du erfolgreich sein willst, musst du dich einsetzen - für den Spaß am Fahren mit deinen Brüdern.
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Re: "....Pistenpraparierung" - Warum sind Pisten mal besser mal schlechter präpariert

Beitrag von Thueringer.Wald »

Um Mal wieder auf den Kern der Diskussion zurückzukommen:

Sulz ist nicht gleich Sulz und steht prinzipiell einer guten Präparierung nicht im Wege.
Hierzu ist es jedoch notwendig, dass unter dem Sulz noch ein kompakter und fester Pistenkörper vorhanden ist, auf welchem die Maschine steigen kann. Als Skifahrer dies zu erkennen, ist nur teilweise möglich, weil hier auch gut 30cm Sulz darüber liegen können. Dann kann auch getrost diskutiert werden, wie viel Arbeit man in ein gutes Ergebnis steckt. Die Südtiroler können dies bekanntlich mit dieser Art von Sulz relativ gut.
In dem Fall reichen auch Strahlungsnächte aus, um eine kompakte Piste zu erzeugen

Wenn der Sulz jedoch so tief (>50cm) ist, dass die Maschine bis zum Rahmen einsinkt, ist in der Regel (außer auf hellblauen Pisten) mit keinem perfekten Ergebnis mehr zu rechnen.
Solcher Sulz entsteht übrigens, wenn im Frühjahr ganztags die Sonne raufballert, es mehrere Nächte nicht mehr ordentlich reinfriert oder mal ordentlich reinregnet. Wenn's dann mal soweit ist, helfen auch keine Strahlungsnächte mehr, um es bis nach unten wieder kompakt zu bekommen (es friert nur noch oberflächlich). Da braucht es dann mal wieder 2-3 Nächte ordentlich Frost.

Die Bilder über welche neuerlich rege diskutiert wurde, betreffen übrigens ausnahmslos solchen tiefen Sulz. Kann man ganz gut erkennen:
Folie1.JPG
in der Regel wird von außen nach Innen präpariert. um den Schnee wieder in die Mitte zu bekommen. Nun ist es aber so, dass in der Mitte dann je nach Ausgefahrenheit der Piste 50-100cm loser Sulz eingeschoben werden.
Man kann erkennen, dass der Kollege auf der mittleren Spur auf 5 Anläufen versucht hat ein besseres Ergebnis zu erzielen. Fehlenden Einsatz kann man hier zumindest nicht unterstellen. Wird in dem Fall halt einfach nix mehr
Folie5.JPG
Dies zeigt sich hier ganz gut. Der Untergrund ist einfach so weich, dass es den Sulz links und rechts von der Fräse rausdrückt.
Man kann dann noch mit dem Anpressdruck experimentieren, das führt dann aber dazu, dass die Kettenspuren evtl nicht mehr verdeckt werden.
Das führt zu diesem Bild:
Folie2.JPG
Der Schnee ist so bindungslos, dass er nur noch "geschmiert" werden kann. Im Steilen ist es dann meist so, dass sich Nassschneelawinen lösen:
Folie4.JPG
Ohne Winde hat man dann keine Chance mehr. Das führt dann zum Teil soweit, dass die Solo-Maschine selbst auf roten Pisten keine Chance mehr hat und sich einwühlt.
20220125_180530.jpg
Somit müssen die Windenmaschinen zusätzliche Pistenabschnitte präparieren. Die Zeit ist jedoch endlich und dann kann man schon garnicht auf den für die Maschine geplanten Abschnitten noch mehr Zeit investieren.

Die Kunst dabei ist also eigentlich, den kompakten Pistenkörper so lang als nur möglich zu erhalten. Jede zusätzliche Fahrspur macht den Untergrund nur noch weicher.
Wir vertreten deshalb die Meinung, dass bei solchen Bedingungen Weniger oft Mehr ist. Das entsprechende Ergebnis muss man dann einfach hinnehmen.

So sieht es übrigens aus, wenn am Morgen die harte Piste befahren wird: Knollenbildung.
Folie3.JPG
Ist mir in Ischgl schon öfter aufgefallen aber vermutlich ist es an manchen Punkten im Gebiet nicht möglich, das Personal anders an die Einsatzorte zu bringen.

Wie gesagt ist das sehr vielschichtig und wäre bei weitem noch nicht zu Ende erzählt. Am besten mal die Bergbahnen anschreiben und bei solchem Schnee um eine Mitfahrt bitten.
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Re: "....Pistenpraparierung" - Warum sind Pisten mal besser mal schlechter präpariert

Beitrag von icedtea »

Danke für die sehr fundierte Erläuterung Thueringer.Wald! Schon gut, dass die Praxis hier entsprechend vertreten ist :D
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Re: "....Pistenpraparierung" - Warum sind Pisten mal besser mal schlechter präpariert

Beitrag von Turms »

Ein bisschen off-topic, aber ich glaube, dass wenn wir die Schuld für die schlechte Präparierung auf die Bergbahnen "schieben" wahrscheinlich müssen wir eher mit früheren Gebietsschließungen rechnen, anstatt mit mehr Aufwand, mehr Personal oder ähnlichem.

Ich glaube, es ist eher ein „take it or leave it“.
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Re: "....Pistenpraparierung" - Warum sind Pisten mal besser mal schlechter präpariert

Beitrag von Thueringer.Wald »

So ist es. Als Frühjahrsskiläufer muss man damit rechnen, dass zumindest einige ungünstig exponierte Pistenabschnitte nicht mehr im perfekten Zustand sein werden.
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Re: "....Pistenpraparierung" - Warum sind Pisten mal besser mal schlechter präpariert

Beitrag von mafikS »

Vielen Dank Thüringer.Wald für die heiss ersehnte 2. Folge Deiner Weiterbildung für alpinfans!!!!
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Re: "....Pistenpraparierung" - Warum sind Pisten mal besser mal schlechter präpariert

Beitrag von extremecarver »

Es gibt halt Gebiete die es im Frühjahr trotz Westhang schaffen gute Pisten bei hohen Temperaturen zu basteln, Zell in der Zillertal Arena etwa. Gegenüber Kaltenbach ist auch im Frühjahr fast immer top während es anderswo nur so rumpelt...

Und mir ist eisig viel lieber wie unruhig. So richtig eisig aber perfekt glatt ist doch perfekt. Ist ja ein großer Unterschied zum kunstschneesand der dann wie Kugellager zwischen Piste und Kanten endet.

Und ja ich gehe klar davon aus dass diese beiden Teilgebiete bzw halt auch viele in Italien (Nordwest Italien ist meist auch vorzüglich gewalzt, Madesimo etwa habe ich bei 7-8 Tagen nur perfekt erwischt was eine viel höhere Quote ist wie Südtirol) einfach mehr Maschinen und Personal haben bzw wie oft gesehen sogar die blauen Piste per Winde walzen (Saalbach ist ja auch ein gutes Beispiel für perfekt gewalzt, oder war es zumindest bis 2018 seitdem war Ich nicht mehr dort).

Von der Luftfeuchtigkeit her ist Wallis wohl noch besser wir Südtirol, bzw Engadin ist auch meistens sehr sehr trockene Luft im Winter. Und ja das ist natürlich ein großer Vorteil.
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