Anstehen am Lift: USA vs. Europa

benjamin
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Anstehen am Lift: USA vs. Europa

Beitrag von benjamin »

Heute war ein Portrait von Bergbahnchef der Skiarena Andermatt-Sedrun in der NZZ. Aussage: der Bergbahnchef als Vermittler zwischen den zwei Welten USA (Vail) und Dorf.

Vail wollte das US-System fürs Anstehen in Andermatt einführen: in den USA bilden Skifahrer Einer-, Zweier- oder Viererkolonnen, die sich beim Drehkreuz nach dem Reissverschlussprinzip zusammenfügen. Das verbessert die Auslastung der Lifte. «Wir haben’s probiert», meinte der Bergbahnchef, «Aber bei uns geht das nicht.» Die Schweizer wollen mit ihren Freunden auf dem Sessel sitzen, nicht mit Fremden.

Dass selbst an Spitzentagen die Gondeln und Sessell nicht voll gefüllt werden, da habe ich mich auch schon geärgert...
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Re: Anstehen am Lift: USA vs. Europa

Beitrag von sheridan »

Es gibt da tatsächlich kulturelle Unterschiede. Letzten Mai ist mir zwar nichts besonderes zur Sortierung am Lift aufgefallen, es war auch kein Riesenandrang mehr. Aber ich hatte eine Situation, wo ich wohl einer Gruppe "europäisch" zu nah auf den Pelz gerückt bin und mir einer gesagt hat: "sorry, we're already full" oder so (d.h. eine 4er Gruppe für einen 4er Sessel).

Was in Europa gut funktioniert, ist eine Single Line wie im Engadin mit aktivem Auffüllen. Die Single Line ist praktisch eine 1er Kolonne.
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Re: Anstehen am Lift: USA vs. Europa

Beitrag von seilreiter »

sheridan hat geschrieben: 10.02.2026, 15:51 Es gibt da tatsächlich kulturelle Unterschiede. Letzten Mai ist mir zwar nichts besonderes zur Sortierung am Lift aufgefallen, es war auch kein Riesenandrang mehr. Aber ich hatte eine Situation, wo ich wohl einer Gruppe "europäisch" zu nah auf den Pelz gerückt bin und mir einer gesagt hat: "sorry, we're already full" oder so (d.h. eine 4er Gruppe für einen 4er Sessel).

Was in Europa gut funktioniert, ist eine Single Line wie im Engadin mit aktivem Auffüllen. Die Single Line ist praktisch eine 1er Kolonne.
Genau, auch in Adelboden und der Jungfrau-Region gibt es das. Sehr effizienzt
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Re: Anstehen am Lift: USA vs. Europa

Beitrag von Biggilino »

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Re: Anstehen am Lift: USA vs. Europa

Beitrag von Turms »

seilreiter hat geschrieben: 11.02.2026, 10:01
sheridan hat geschrieben: 10.02.2026, 15:51 Es gibt da tatsächlich kulturelle Unterschiede. Letzten Mai ist mir zwar nichts besonderes zur Sortierung am Lift aufgefallen, es war auch kein Riesenandrang mehr. Aber ich hatte eine Situation, wo ich wohl einer Gruppe "europäisch" zu nah auf den Pelz gerückt bin und mir einer gesagt hat: "sorry, we're already full" oder so (d.h. eine 4er Gruppe für einen 4er Sessel).

Was in Europa gut funktioniert, ist eine Single Line wie im Engadin mit aktivem Auffüllen. Die Single Line ist praktisch eine 1er Kolonne.
Genau, auch in Adelboden und der Jungfrau-Region gibt es das. Sehr effizienzt
In Frankreich habe ich auch sehr oft gesehen. Ganz Links für die Skischulen, ganz Rechts für alle einzelne Personen.
Heimat ist wo das Herz ist

Nur ein Snowboarder kennt dieses Feeling. Und wenn du es einmal selbst gefühlt hast, ist es unmöglich, nicht mehr zu wollen. Es macht so süchtig, dass es eigentlich illegal sein sollte, aber das ist es nicht und deshalb machen sie so gute Snowboards, dass du nach dem Fahren darauf alles verkaufen und in die Berge ziehen willst, weil ein Mann ein Gleichgewicht in seinem Leben haben muss, und dieses Gleichgewicht sollte 80% Snowboarden und 20% Arbeit sein.
Es sei denn natürlich, es schneit sehr stark, in diesem Fall ist es 100% Einsatz - jeder sagt, wenn du erfolgreich sein willst, musst du dich einsetzen - für den Spaß am Fahren mit deinen Brüdern.
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Re: Anstehen am Lift: USA vs. Europa

Beitrag von sheridan »

In Grandvalira habe ich das mit zwei Single Lines auch schon gesehen. Dort allerdings die beiden linken Spuren, was für Boarder etwas eng gesteckt war.

6. Bild
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Re: Anstehen am Lift: USA vs. Europa

Beitrag von ski-chrigel »

Singlelines gibt es vielerorts, sogar in Laax und an der Klewenalp. Weltmeister bei Singlelines ist für mich die Corviglia. Aber generell habe ich das Gefühl, dass sie eher wieder am Verschwinden sind. In Italien kenne ich keine einzige Singleline.

Europäer werden niemals zu US-Anstehern umerzogen werden können. Reissverschluss funktioniert ja selbst auf der Strasse, wenn es zig mal angekündigt wird, überhaupt nicht. Drängeln gehört wohl einfach zu unserer DNA. Und aktives Anstehen ist ja auch irgendwie spassig ;-)
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Re: Anstehen am Lift: USA vs. Europa

Beitrag von Frans »

Die Schweiz hat ja Singlelines auch perfektioniert mit dem sogenannten «180° Einstieg», wodurch nicht nur Einzelpersonen, sondern beliebig viele direkt auf ein halb leeren Sessel zusteigen können. Sowas trifft man u.a. eben in Adelboden-Lenk, Jungfrau Region, Zermatt oder Grimentz-Zinal. Finde ich ein gutes System und dürfte von mir aus landesweit Standard bei neue Lifte angewendet werden. Ausserhalb der Schweiz habe ich aber sowas noch nie gesehen. Anfänger haben ggf. auch ein wenig mehr Probleme mit ein solches System.
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Re: Anstehen am Lift: USA vs. Europa

Beitrag von Stäntn »

Es würde ja reichen, wenn man das „Gruppenanstehen“ aushebeln kann - sei es durch Single Lines, LEDs am Boden (wie Kaunertal Ochsalm 1 zB) statt mechanischer Tore, oder eben 90 Grad Einstiege.

Dachte ich bis vorherige Woche am Wildkogel. Da wir mit Rodeln zuerst und dann eine große Familie aus NL mit Ski in eine 8er EUB steigen wollten, haben sie verpeilt dass natürlich von uns keine Ski in den äußeren Köchern standen. Aber daran haben sie offenbar die Belegung festgemacht, denn es stiegen dann weitere 7 Personen zu. Zu neunt plus 2 Rodel in einer 8er Gondel - kein Spaß. Aber der zuletzt zugestiegene Vater hatte zu wenig Gehirnzellen für 2+7>8, oder sein gruppendrang / Rudelinstinkt ist so groß :lol:
Ausgestiegen ist er nicht mehr, dafür wären locker 10-15s noch Zeit gewesen im Umlauf. Die Quittung hat er bekommen, sehr unbequemes stehen auf langer Fahrt.

Was will ich damit sagen - dieser Rudel Instinkt scheint so stark zu sein, die bleiben lieber als ganze Gruppe stehen als auch nur von einem fremden ergänzt oder gar geteilt zu werden.
Sowas lässt sich nur durch sehr aktives Eingreifen des Personals lösen. Gibt aber gute Beispiele, die aktiv voll machen.
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Re: Anstehen am Lift: USA vs. Europa

Beitrag von hch »

Der Unterschied in den USA ist nicht wirklich die Disziplin, sondern die Überwachung und Steuerung. Dort gibt es an Liften mit Andrang halt einen oder mehrere Mitarbeiter, die einteilen und auch dass die Schlangen mit Gattern organisiert sind. Typischerweise eine Methode wo es mehrere Schlangen gibt, die sich dann nach und nach bis zum Lift vermischen, wo dann immer in Gruppen vorgerückt wird. Wenn es das alles nicht gibt, ist dort genauso ein Chaos wie bei uns.

Das ist halt Personalaufwändig und damit bei unseren Personalkosten teuer, da ist es halt einfacher eine Bahn mit mehr Kapazität zu bauen und sie nicht voll auszulasten. Da die Personalkosten auch in Nordamerika immer mehr steigen und man nicht einfach mehr Skibums für einen Liftpass und etwas Handgeld anstellen kann, schätze ich, dass es dort langfristig auch weniger aktives Liftschlangenmanagement geben wird.

Aber ja, eine Singles Line ist eigentlich die einfachste Methode aufzufüllen, und es wundert mich dass es die nicht viel mehr gibt.
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Re: Anstehen am Lift: USA vs. Europa

Beitrag von Neandertaler »

ski-chrigel hat geschrieben: 11.02.2026, 20:47 .... Reissverschluss funktioniert ja selbst auf der Strasse, wenn es zig mal angekündigt wird, überhaupt nicht. Drängeln gehört wohl einfach zu unserer DNA. Und aktives Anstehen ist ja auch irgendwie spassig ;-)
Es gibt aber neue, innovative Lösungen:
Autofahrer zu blöd für Reißverschluss: Jetzt kommt das Klettverschluss-Verfahren
https://www.der-postillon.com/2017/08/k ... hluss.html
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Re: Anstehen am Lift: USA vs. Europa

Beitrag von mafikS »

;)
"Als Nächstes plant das Bundesverkehrsministerium weitere Schwachstellen der Straßenverkehrsordnung anzugehen. So soll schon bald die meist zu wenig genutzte rechte Autobahnspur abgeschafft und durch eine zusätzliche linke Spur ersetzt werden"
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Re: Anstehen am Lift: USA vs. Europa

Beitrag von sheridan »

180°-Einstiege finde ich gar nicht mal so gut. Hier kann man schlechter abschätzen, wieviel noch frei ist, als wenn gerade Ansteh-Linien vorhanden ist. Ausserdem fahre ich mich dem Board nur ungern in der Mitte, weil das unbequemer ist und das ist bei 180° schlechter steuerbar. Ob wirklich besser aufgefüllt wird, wage ich auch zu bezweifeln, wenn ich es in Realität sehe. Viele warten auch einfach den nächsten Sessel ab anstatt aufzufüllen.

Das Problem bei geraden Lines ist das nachrücken, das oft rein vom Platz her verunmöglicht wird. Z.B. wenn ich ganz links stehe und Leute vor mir stehen und dann ganz rechts ein Platz freigelassen wird, dann komme ich oft einfach gar nicht durch. Nervig sind auch Blockierer, die gar nicht möglichst schnell einsteigen wollen.
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Re: Anstehen am Lift: USA vs. Europa

Beitrag von mafikS »

sheridan hat geschrieben: 17.02.2026, 07:57 . Nervig sind auch Blockierer, die gar nicht möglichst schnell einsteigen wollen.
Das ist wirklich das Hauptproblem!

Mensch - halt


Die singleline ist ein Segen, wer gammeln, quatschen, blockieren will oder temporär bzw. generell zentral verlangsamt ist, geht halt da nicht rein.
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Re: Anstehen am Lift: USA vs. Europa

Beitrag von Ski-Tom »

ski-chrigel hat geschrieben: 11.02.2026, 20:47 Reissverschluss funktioniert ja selbst auf der Strasse, wenn es zig mal angekündigt wird, überhaupt nicht. Drängeln gehört wohl einfach zu unserer DNA.
Ich habe da andere Erfahrungen gemacht. Wenn wir vom Skifahren über die A15 heimfahren, hat ja die gleich zweimal einen Spurabbau und der Reissverschluss klappt eigentlich fast immer.
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Re: Anstehen am Lift: USA vs. Europa

Beitrag von Theo »

Man muss aber auch erwähnen dass die Amerikaner sobald sie hier sind keine Anpassungsschwierigkeiten haben und unser System recht schnell begreifen so dass sie da wie die alten Hasen tiptop mitmachen wie wenn sie nie etwas anderes getan hätten.

Richtig interessant und wunderbar um wieder mal eine Runde zu lachen wird es dann wenn einer "zu früh" losgeht anstatt bei seine Mitfahrer zu bleiben und hinten das Wort warten in allen Sprachen der Welt geschrien wird so dass dann der Ausreisser ( meist erfolglos ) versucht dem von hinten herannahenden Sessel doch noch irgendwie zu entkommen.

Es muss dann auch noch zwischen zwei verschiedenen Situationen unterschieden werden. Das einte ist das erwähnte nicht auffüllen von Plätzen, das andere ist dass wenn zwei Gruppen ( wo zusammen evt. nicht mal den Sessel komplett füllen würden ) aufeinander schauen und wenn die schnellere losgeht die anderen einfach wie angewurzelt steh bleiben.
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Re: Anstehen am Lift: USA vs. Europa

Beitrag von biofleisch »

ski-chrigel hat geschrieben: 11.02.2026, 20:47Reissverschluss funktioniert ja selbst auf der Strasse, wenn es zig mal angekündigt wird, überhaupt nicht. Drängeln gehört wohl einfach zu unserer DNA. Und aktives Anstehen ist ja auch irgendwie spassig ;-)
Das das Reißverschluss im Straßenverkehr nicht funktioniert, liegt meines Erachtens nicht am „Drängeln“. Es liegt eher an der Mentalität sich besonders „ordentlich“ zu verhalten, indem man möglichst frühzeitig einschert. Die entsprechenden „Gutmenschen“ sind dann besonders erbost, wenn sich ein aus ihrer Sicht „drängelnder“ wieder vor ihnen einscheren will und blockieren dann das Einscheren.

Ähnlich ist es auch an den Liften.
Leute „blocken“ das Auffüllen, weil sie der Ansicht sind, der hinter ihnen hat „nicht das Recht“ den leeren Platz vor ihnen einzunehmen. Habe es öfters erlebt, wenn man sich noch auf den leeren Platz setzt, welchen die Frau vor einem ganz offensichtlich nicht einnehmen will, dass man von hinten dann „angeblöckt“ wird…
Das auch die Dame insgesamt schneller nach oben kommt, wenn sie das zulässt, übersteigt einfach das Vorstellungsvermögen.
Zuletzt geändert von biofleisch am 17.02.2026, 12:44, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Anstehen am Lift: USA vs. Europa

Beitrag von Ski-Tom »

biofleisch hat geschrieben: 17.02.2026, 11:04 Das Reißverschluss im Straßenverkehr nicht funktioniert, liegt meines Erachtens nicht am „Drängeln“. Es liegt eher an der Mentalität sich besonders „ordentlich“ zu verhalten, indem man möglichst frühzeitig einschert. Die entsprechenden „Gutmenschen“ sind dann besonders erbost, wenn sich ein aus ihrer Sicht „drängelnder“ wieder vor ihnen einscheren will und blockieren dann das Einscheren.
Das Problem war hier in der Schweiz sehr verbreitet. Aber seit 2021 ist der Reisverschluss obligatorisch und es wurden auch entsprechende Schilder aufgestellt. Zuerst eines, dass man auf beiden Spuren aufschliessen soll:
https://www.google.com/maps/@47.2778751 ... FQAw%3D%3D

Und dann hier eines für den Reissverschluss:
https://www.google.com/maps/@47.2814302 ... FQAw%3D%3D

Es braucht dann halt doch noch etwas mehr Mut jemanden "die Türe zuzumachen", wenn gleich neben einem ein Schild steht, dass man Platz lassen soll.

Und gleiches gilt auch am Skilift. Menschen kann man führen. Um so besser man zum Sessellift geleitet wird, umso besser wird er auch gefüllt.
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Re: Anstehen am Lift: USA vs. Europa

Beitrag von extremecarver »

Das Hauptproblem ist das die Gates zu schnell schließen, weil hinter jemand anders reingehen und dann auf freie Spur switchen bei KSB geht dann etwas schwer.

Ohne die Gates könnten die Lifte deutlich besser gefüllt werden. Ich glaube nicht dass es da oft zu über belegtem Sessel käme. Aber dafür könnte man ja eine Kamera mit KI zum abschalten nehmen, sollte das liftpersonal es übersehen.

Ganz selten gibt es ja beidseitige Single Spur, bzw habe ich das zuletzt vielleicht vor 10 Jahren Mal gesehen. Als Kind erinnere Ich mich etwa das in Schladming jeder Lift außer 2er Sessel eine single Line hatte.
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Re: Anstehen am Lift: USA vs. Europa

Beitrag von Skipapi »

ski-chrigel hat geschrieben: 11.02.2026, 20:47 Weltmeister bei Singlelines ist für mich die Corviglia.
Corviglia macht das wirklich super. Diesen Winter hatte ich allerdings ein Erlebnis der anderen Art: Der Single-Line-Bewirtschafter an Trais Fluors hat mich und noch eine Dame zu einer Vierergruppe dazugebeten ("Due, via, via...."). Die Tessinerfamilie (zu viert) wollte aber partout nicht nach links weichen uns so kam es, wie es kommen musste: Ich hatte den 15-jährigen Tessiner Sohn auf dem Schoss, er fuhr am Ende des Einstiegs die Rampe runter (Notgehalten wurde nicht), der Sessel ging über ihn drüber, nichts Schlimmes passiert.
Der Vater hat mich dann die ganze Liftfahrt zusammengeschissen, ich sei wohl dumm, der allerletzte Trottel, bei einem 10-jährigen könnte er so ein Verhalten noch verstehen, aber doch nicht bei einem erwachsenen Mann, etc. Erst nach der 25. Erläuterung, dass der Bahnmitarbeiter mich nach vorne beordert hat, ich das selbstverständlich nicht wollte, es bedaure, Unterstützung durch die andere dazu gebetene Dame, die dies mehrfach bestätigte und nach Besänftigung durch die ca, 18-jährige Tochter des Mannes, die zum Glück zwischen uns sass, liess er sich schliesslich beruhigen, sodass wir uns oben mit Handschlag verabschiedet haben.
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Re: Anstehen am Lift: USA vs. Europa

Beitrag von Ski-Tom »

Skipapi hat geschrieben: 17.02.2026, 12:05 Der Vater hat mich dann die ganze Liftfahrt zusammengeschissen, ich sei wohl dumm, der allerletzte Trottel, bei einem 10-jährigen könnte er so ein Verhalten noch verstehen, aber doch nicht bei einem erwachsenen Mann, etc. Erst nach der 25. Erläuterung, dass der Bahnmitarbeiter mich nach vorne beordert hat, ich das selbstverständlich nicht wollte, es bedaure, Unterstützung durch die andere dazu gebetene Dame, die dies mehrfach bestätigte und nach Besänftigung durch die ca, 18-jährige Tochter des Mannes, die zum Glück zwischen uns sass, liess er sich schliesslich beruhigen, sodass wir uns oben mit Handschlag verabschiedet haben.
Gut das du immerhin ruhig bleiben konntest. Ich bin nicht sicher ob ich da auch mit einem Handschlag vom Sessel gestiegen wäre. Nichts bringt mich so in Rage wie unberechtigt angeschissen zu werden.
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Re: Anstehen am Lift: USA vs. Europa

Beitrag von Skipapi »

Ski-Tom hat geschrieben: 17.02.2026, 12:51
Gut das du immerhin ruhig bleiben konntest.
Das beschönigt etwas mein Verhalten. :? Ich hatte ihn als Tschingg bezeichnet, worauf die vermittelnde Tochter informierte, dass sie Tessiner seien. :D
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Re: Anstehen am Lift: USA vs. Europa

Beitrag von ski-chrigel »

Ski-Tom hat geschrieben: 17.02.2026, 10:40
ski-chrigel hat geschrieben: 11.02.2026, 20:47 Reissverschluss funktioniert ja selbst auf der Strasse, wenn es zig mal angekündigt wird, überhaupt nicht. Drängeln gehört wohl einfach zu unserer DNA.
Ich habe da andere Erfahrungen gemacht. Wenn wir vom Skifahren über die A15 heimfahren, hat ja die gleich zweimal einen Spurabbau und der Reissverschluss klappt eigentlich fast immer.
Das ist wohl eine löbliche Ausnahme. In den Medien wird ja immer wieder darüber berichtet, wie schlecht es funktioniert, was sich mit meinen Erfahrungen an zahlreichen Orten völlig deckt.
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2024/25:132Tg:22xLaax,21.5xKlewen,13xDolo,12xH’tux,11xA‘matt,9xZ’matt,3.5xIschgl,3xKauni,3xDavos,3xPitz,3xStelvio,3xTignes,2xSölden,2xALH,2xVals,2xPenken,2xStubai,1.5xNassfeld,1xPizol,1xGurgl,1xFee,1xSFL,1xOsttirol,1xSHLF,1xSkiwelt,1xNauders,1xÖtzKüh,1xPaganella,1xFrutt,0.5xScuol,0.5xM365,0.5xFlumsi,1xSkitour
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Re: Anstehen am Lift: USA vs. Europa

Beitrag von ski-chrigel »

Skipapi hat geschrieben: 17.02.2026, 13:05
Ski-Tom hat geschrieben: 17.02.2026, 12:51
Gut das du immerhin ruhig bleiben konntest.
Das beschönigt etwas mein Verhalten. :? Ich hatte ihn als Tschingg bezeichnet, worauf die vermittelnde Tochter informierte, dass sie Tessiner seien. :D
Bin auch nur ein Mensch.
Den „Tschingg“ konnte ich mir bei meiner Diskussion letzte Woche in Carezza (siehe Bericht) grad noch verkneifen, aber von einem Handschlag war ich dann doch weit entfernt. Der Typ wollte in der EUB auch partout nicht durchrutschen.
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ski-chrigel hat geschrieben: 17.02.2026, 13:09 Das ist wohl eine löbliche Ausnahme. In den Medien wird ja immer wieder darüber berichtet, wie schlecht es funktioniert, was sich mit meinen Erfahrungen an zahlreichen Orten völlig deckt.
Ich weiss halt nicht, ob das am Morgen im Berufsverkehr auch so gut klappt. Ich mache die Strecke nur in der Freizeit. Aber die A15 ist in diese Richtung am Wochenende schon stark befahren. Am Sonntag Abend gibt es eigentlich immer einen echten Reissverschluss an dieser Stelle.
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