Saisonende immer früher?

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biofleisch
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Re: Saisonende immer früher?

Beitrag von biofleisch »

Wenn man das ganze mal aus der betriebswirtschaftlichen Sicht sieht, ist die Aussage, dass sich ein Gebiet zu einem Datum X und einem Gästeaufkommen Y "nicht rechnet" ziemlich hahnebüchen.

Im Prinzip muss man die Kosten auf das das ganze Jahr kalkulieren und da macht man in Zeiten, in denen "gar nix" reinkommt nicht grundsätzlich Verlust. Auch schwache Tage bringen einen Ertrag, welcher die Grund- und Fixkosten senkt.
Deswegen ist auch das Dynamic Pricing eher ein Werkzeug zur Ertragssteigerung für starke Tage und weniger dafür geeignet, schwache Tage ertragreicher zu machen, indem man (angeblich) mehr Kunden anlockt.

Aus der obigen Kostenbetrachtung sind darum Gebiete am ertragreichsten, welche auch vom Sommertourismus profitieren. Selbst wenn die Bergfahrt als solche keinen eindeutigen Gewinn abwirft (https://www.stubai.at/unterkuenfte/stubai-super-card/ , https://www.wildschoenau.com/de/urlaub- ... oenau-card ) Gewinn abwirft, trägt sie dennoch zu den Deckungskosten bei. Oben drauf profitiert die Region und die Hotellerie.

Leider ist der Trend der Privatisierung ungebrochen und darum wird es wohl so weitergehen wie in den USA.
Darum: carpe diem - fahrt so lange wir es uns noch leisten können und dürfen...
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Re: Saisonende immer früher?

Beitrag von Polarbjörn »

biofleisch hat geschrieben: 04.05.2025, 18:52 Wenn man das ganze mal aus der betriebswirtschaftlichen Sicht sieht, ist die Aussage, dass sich ein Gebiet zu einem Datum X und einem Gästeaufkommen Y "nicht rechnet" ziemlich hahnebüchen.

Im Prinzip muss man die Kosten auf das das ganze Jahr kalkulieren und da macht man in Zeiten, in denen "gar nix" reinkommt nicht grundsätzlich Verlust. Auch schwache Tage bringen einen Ertrag, welcher die Grund- und Fixkosten senkt.
Ob diese Aussage weniger hahnebüchen ist?

Natürlich bringt der zusätzliche Tag zusätzliche Einnahmen. Er bringt aber auch zusätzliche Kosten. Und wenn er mehr zusätzliche Kosten bringt als zusätzliche Einnahmen (und es sich auch nicht lohnt, bis zu Tagen mit mehr Umsatz zu überbrücken), dann macht man eben zu. Damit man auf das ganze Jahr gesehen nicht nur keinen Verlust macht, sondern möglichst hohen Gewinn.
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Re: Saisonende immer früher?

Beitrag von Fabile »

biofleisch hat geschrieben: 04.05.2025, 18:52
Deswegen ist auch das Dynamic Pricing eher ein Werkzeug zur Ertragssteigerung für starke Tage und weniger dafür geeignet, schwache Tage ertragreicher zu machen, indem man (angeblich) mehr Kunden anlockt.
Genau, denke es ist einfacher bei grosser Nachfrage (mengenmässig) Mehrumsatz rauszukitzeln, als bei tiefer Nachfrage, wo rein mengenmässig (Leute) weniger zu holen gibt. Ausserdem sind die Leute wohl eher bereit mehr zu bezahlen, wenn es brummt.

Kenn ich aus meiner Hotelier Zeit. Da hätte ich an schwachen Tagen auf 0 reduzieren können und es wäre eh keiner gekommen. Wenn alles ausgebucht war, hat keiner über hohe Preise gemotzt.
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Re: Saisonende immer früher?

Beitrag von Fabile »

Polarbjörn hat geschrieben: 04.05.2025, 19:12
biofleisch hat geschrieben: 04.05.2025, 18:52 Wenn man das ganze mal aus der betriebswirtschaftlichen Sicht sieht, ist die Aussage, dass sich ein Gebiet zu einem Datum X und einem Gästeaufkommen Y "nicht rechnet" ziemlich hahnebüchen.

Im Prinzip muss man die Kosten auf das das ganze Jahr kalkulieren und da macht man in Zeiten, in denen "gar nix" reinkommt nicht grundsätzlich Verlust. Auch schwache Tage bringen einen Ertrag, welcher die Grund- und Fixkosten senkt.
Ob diese Aussage weniger hahnebüchen ist?

Natürlich bringt der zusätzliche Tag zusätzliche Einnahmen. Er bringt aber auch zusätzliche Kosten. Und wenn er mehr zusätzliche Kosten bringt als zusätzliche Einnahmen (und es sich auch nicht lohnt, bis zu Tagen mit mehr Umsatz zu überbrücken), dann macht man eben zu. Damit man auf das ganze Jahr gesehen nicht nur keinen Verlust macht, sondern möglichst hohen Gewinn.
Es macht durchaus Sinn, wenn sich die Nachsaison auf Skigebiete konzentriert, die auch dafür geeignet sind. Gletscherskigebiete oder hoch gelegene Gebiete, oder auch spezialisierte Gebiete wie Ischgl. Die haben dann noch am ehesten die Chance genügend Frequenzen zu generieren, dass es sich lohnt bzw. für einen schönen Deckungsbeitrag.

Andere Gebiete wie z.B. Laax machen entweder Ostermontag (wenn Ostern spät ist) oder eine Woche später (wenn Ostern früh ist). Dieser Schliessungstermin dürfte in den vergangenen Jahren relativ stabil geblieben sein.

Sowieso macht die Klimaerwärmung auch eine immer grössere Rolle. Gerade in der Vorsaison. Aber auch die Schneehöhen geraten in den letzten Jahren im Februar unter Druck.
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Re: Saisonende immer früher?

Beitrag von hch »

biofleisch hat geschrieben: 04.05.2025, 18:52 Leider ist der Trend der Privatisierung ungebrochen und darum wird es wohl so weitergehen wie in den USA.
Was das Saisonende angeht wäre ich voll für Amerikanische Verhältnisse. Da sind aktuell noch 14 Skigebiete geöffnet, und 5 weiter haben Wochenendbetrieb. Und fast alle davon kann man mit preisgünstigen Verbundtickets benutzen.
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Re: Saisonende immer früher?

Beitrag von ThomasZ »

biofleisch hat geschrieben: 04.05.2025, 18:52 Wenn man das ganze mal aus der betriebswirtschaftlichen Sicht sieht, ist die Aussage, dass sich ein Gebiet zu einem Datum X und einem Gästeaufkommen Y "nicht rechnet" ziemlich hahnebüchen.

Im Prinzip muss man die Kosten auf das das ganze Jahr kalkulieren und da macht man in Zeiten, in denen "gar nix" reinkommt nicht grundsätzlich Verlust. Auch schwache Tage bringen einen Ertrag, welcher die Grund- und Fixkosten senkt.
Wenn an der schwache Tag Ertrag bringt, hast du recht. Wenn meine Kosten aber höher sind, als der Umsatz den ich in der Zeit mache, dann trägt diese Zeit rein gar nichts zur Deckung von Fix- und Grundkosten bei. Es wäre also ziemlich hahnebüchen die Saison zu verlängern, wenn ich an den Tag Verlust mache, den ich auf die ertragreichen umlegen muss.
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