Unterschiede Skigebiete zwischen USA und Europa

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hitparade
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Unterschiede Skigebiete zwischen USA und Europa

Beitrag von hitparade »

Watson zählt im Blog die Unterschiede bei den Skigebieten zwischen USA und Europa auf:

https://www.watson.ch/schweiz/blogs/439 ... terschiede

Was sie nicht erwähnt haben, sind die fehlenden Fussstützen in den USA.
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Re: Unterschiede Skigebiete zwischen USA und Europa

Beitrag von sheridan »

Nicht überall, aber z.B. in Kirkwood ist mir das mit den fehlenden Fussrasten auch aufgefallen. Aber eher bei alten fix geklemmten Anlagen. Moderne KSB haben meistens Fussrasten. Die lassen aber anscheinend auch einige Leute oben.
25/26: Stelvio, Sölden, Kauni, Sulden, Schnalstal, Glacier 3000, Flumsi, Corvatsch, Pizol, Zermatt, Corviglia, Ischgl, Pitztaler-Rifflsee, See, Kappl, Hochoetz, Kühtai, Frutt, Thollon, Praz-de-Lys/Sommand, Le Grand Bornand, Auron, Riserva Bianca, Pila, Ybrig, Carezza, Catinaccio, Sellaronda, Marmolada, Latemar, Alpe Lusia, San Pellegrino, Folgaria, Alpe Cermis, Oclini, KitzSki, Mörlialp, Parsenn, Jakobshorn, Splügen, Pian Cales, Zuoz, Belalp, Vercorin, Visperterminen, Axalp, Cogne, Courmayeur, Antagnod, Monterosa, Braunwald, Métabief, Grimentz-Zinal, Saas-Allmagell/Fee, SkiBig3, Panorama, Calgary, Mt Blanc, Tremblant, Diavolezza-Lagalb
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Re: Unterschiede Skigebiete zwischen USA und Europa

Beitrag von ski-chrigel »

Da hilft auch die Single-Line, welche in Nordamerika ohne Aufpreis existiert.
Aha, und in Europa zahlt man dafür? Der gute Redaktor hat wohl wieder mal wenig Ahnung und verwechselt dies vermutlich mit kostenpflichtigen Bluelines wie in Laax zB.
2025/26:110Tg:26xKlewen,20xLaax,8xSölden,7xSella,6xZ’matt,5xTux,4xIschgl,3xA‘matt,3xTitlis,3xSiMo,2xEngadin,2xStubai,2xPitz,1xFrutt,1xKauni,1xGurgl,1xFee,1x3Zinnen,1xKronplatz,1xLatemarCermis,1xCarezza,1xPaganella,1xCampiglio,1xPejoTonale,1xBormio,1xLivigno,1xGargellen,1xGolm,1xArlberg,1xWipptal,1xJochtal,1xAirolo
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Re: Unterschiede Skigebiete zwischen USA und Europa

Beitrag von Ben »

The difference in glacier skiing areas is extremely striking. Europe: more than 30. NA: 2 (1 in Planung). Same for summer skiing.

However, in October nothing is possible in Europe below the treeline, while in NA several ski areas tend to start their season around that time. Possibly due to higher precipitation and flexible contracts / labour market.

Its also curious how trees in America can grow in areas which are 7 to 8 months per year covered in natural snow. That's like the whole Silvretta Arena being full of trees.
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Re: Unterschiede Skigebiete zwischen USA und Europa

Beitrag von hch »

Komischer Artikel. Sehr generalisiert und zum Teil auch wirklich falsch, z.B.:
In Nordamerika existieren praktisch keine präparierten Abschnitte, was das Skifahren grundsätzlich schwieriger macht.
Natürlich gibt es auch in den USA viel "Groomer", insgesamt würde ich behaupten sogar mindestens genau so viel per Lift wie bei uns, allerdings gibt es es halt auch sehr viel unpräperierten gesicherten Skiraum obendrauf. Und an einem guten Powdertag wird der Pulverschnee ausser auf den Anfängerpisten nicht gleich wieder zerstört, sondern halt erst am Tag drauf.

Und den Niederschlagsmengenvergleich würde ich gerne mal sehen in dem "die Rockies" generell mehr Pulver kriegen als "die Alpen". Ich habe zwar keine Zahlen, aber ich kriege in Österreich viel mehr Neuschneetage mit ordentlicher Tiefe ab, währen die Amis sich schon immer über 2 inches (6 cm) als Powedertag freuen. Überhaupt scheint man Skifahren in den USA mit den Rockies gleichzusetzen, obwohl sich dort nur ein Bruchteil der Skigebiete befindet.

Die Lifte sind im Durchschnitt in Österreich neuer als in den USA, aber bei der Schweiz wäre ich mir da gar nicht mehr ganz so sicher. In den USA gibt es zwar viele Uralt-Sessellifte, bei uns in Europa dafür halt Uralt-Schlepplifte die drüben nicht so sehr üblich sind.

Die Öffis in den USA sind natürlich bei weitem nicht so gut wie in der Schweiz oder auch (West-)Österreich, aber mit Frankreich können zumindest die größeren Skigebiete locker mithalten. In jedem Resort-Town gibt es Bussysteme, die oft ziemlich brauchbar (z.B. Jackson Hole) und manchmal sogar kostenlos sind (z.B. in Aspen).
Von Denver gibt es sogar einen Ski Train nach Winter Park, auch wenn der mit einer Fahrt pro Tag sicher nicht den Schweizer Ansprüchen gerecht wird.

Und nunja Apre-Ski. Wer Ballerman mag wird in den USA nicht fündig. Wer einfach gemütlich ein Bierchen in einer netten Baar trinken will und dazu maximal eine Liveauftritt einer Rockband mag ist hier genau richtig.

Bei den Liftpässen empfehlen sich die Saison-Verbundkarten die deutlich billiger als in der Schweiz sind, oder Gebiete mit dynamisch Pricing ausserhalb der Wochenende. Letztes Jahr hatte ich geniale Powdertag mit Skipässen für 29 bzw 35 USD.

Gruß aus Colorado!
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Re: Unterschiede Skigebiete zwischen USA und Europa

Beitrag von rxphl »

Ein Punkt, der in dem Artikel so gar nicht genannt wird, sind die unterschiedlichen (Erschliessungs-)Konzepte und Eigentümerstrukturen in Europa und NA.

In den USA (und auch Kanada) gehört „Der Berg“ fast immer einem einzigen Unternehmen. Einzelne Unabhängige Restaurant- oder Barbetreiber gibt es nicht, die Restaurants gehören wie die Sessellifte, Pistenraupen und teils die Hotels in der zugehörigen „Ski Village“ einer privaten Firma, die das gesamte Skigebiet betreibt. Das man hauptsächlich unabhängige, eigenwirtsschaftliche Restaurants hat und teils mehrere Betreibergesellschaften im gleichen Skigebiet hat, bespielsweise TeleVerbier und NVRM in den 4V, ist in den USA nahezu unvorstellbar.

Des Weiteren fällt mir bei einem Blick auf Pistenpläne oder Satellitenbilder von Nordamerikanischen Resorts auf, wie unterschiedlich das Erschliessungskonzept vom „Mountain“ im Gegensatz zum Rest der Welt ist. Es ist nicht unüblich, dass ein einziger Sessellift zehn oder fünfzehn Wiederholungsabfahrten, alle parallel zueinander in Waldschneisen, bedient. Dies führt allgemein zu deutlich kompakteren Skigebieten, die aber den kompletten Berg zerstören, da alle 80 Meter die nächste Piste auf einen wartet. Grossskigebiete in den USA und Kanada spannen Sich selten über zwei Berge oder mehr, Whistler dehnt sich mit über 200km Piste über gerade einmal zwei Berge aus, in Schladming lacht man dadrüber…

Zudem hat man in NA die berüchtigte Pistenpolizei „Ski Patrol“, die Leuten, welche Rücksichtslos unterwegs sind, auch gerne mal den Ski Pass wegnehmen. So etwas hat es in Europa nicht, nur in Italien soll es angeblich Carabinieri auf der Piste geben, wobei ich selber das nicht bestätigen kann. Diese Ski Patrol hat aber auch gleichzeitig die Rolle einer Bergwacht und versorgt/transportiert Verletzte von der Piste.
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Re: Unterschiede Skigebiete zwischen USA und Europa

Beitrag von ski-chrigel »

Das mit der Ski-Patrol ist in Italien gleich. Die Carabinieri (oder je nach Provinz die Polizia) sind gleichzeitig auch die Bergwacht oder wie man in der Schweiz sagt Pistenpatrouilleure. Ihre Hauptaufgabe sind Rettungseinsätze, Pistenmarkierungen und dergleichen. Da sie aber den Status einer Polizei haben, verfügen sie auch über staatliche Rechte.
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sheridan
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Re: Unterschiede Skigebiete zwischen USA und Europa

Beitrag von sheridan »

rxphl hat geschrieben: 12.03.2024, 15:24 In den USA (und auch Kanada) gehört „Der Berg“ fast immer einem einzigen Unternehmen.
Das Land "gehört" meistens dem Forest Service, der dann ein Land Lease an den Skigebietsbetreiber vergibt.
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Re: Unterschiede Skigebiete zwischen USA und Europa

Beitrag von Theo »

Wie ist das mit der Versicherung unter Punkt 4 zu verstehen? Sind in Nordamerika gewisse Dinge im Skipass automatisch mitversichert?
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Re: Unterschiede Skigebiete zwischen USA und Europa

Beitrag von Greithner »

Ben hat geschrieben: 12.03.2024, 13:05
However, in October nothing is possible in Europe below the treeline, while in NA several ski areas tend to start their season around that time. Possibly due to higher precipitation and flexible contracts / labour market.
In Europe it isn't possible. Kitzbühel had it tried some years but got extremely bad press from the green guys/politicians and climate savers. So they stepped back and open now later or when snow is falling and than suddenly they shut up, rough said.

Next thing is in Austria it is mostly prohibited to turn on the snowmaker before first of november. Kitzbühel recycled the snow from last season.
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Re: Unterschiede Skigebiete zwischen USA und Europa

Beitrag von hch »

rxphl hat geschrieben: 12.03.2024, 15:24 Des Weiteren fällt mir bei einem Blick auf Pistenpläne oder Satellitenbilder von Nordamerikanischen Resorts auf, wie unterschiedlich das Erschliessungskonzept vom „Mountain“ im Gegensatz zum Rest der Welt ist. Es ist nicht unüblich, dass ein einziger Sessellift zehn oder fünfzehn Wiederholungsabfahrten, alle parallel zueinander in Waldschneisen, bedient. Dies führt allgemein zu deutlich kompakteren Skigebieten, die aber den kompletten Berg zerstören, da alle 80 Meter die nächste Piste auf einen wartet. Grossskigebiete in den USA und Kanada spannen Sich selten über zwei Berge oder mehr, Whistler dehnt sich mit über 200km Piste über gerade einmal zwei Berge aus, in Schladming lacht man dadrüber…
Wie definierst du in dem Kontext "Berge"? WB ist doch recht ausgedehnt wobei auch deutlich kleinerer Gebiete über mehre (Neben)-Gipfel verteilt sind. Und Pistenkm bzw Meilen misst man in Nordamerika eigentlich eh nie, sondern Fläche des Skigebiets weil ja alles inbound patrouilliert wird. Dadurch sieht auch alles viel dichter aus weil ja jede kleine Schneise oder lichter Wald als "Run" zählt und einen Namen hat.
rxphl hat geschrieben: 12.03.2024, 15:24 Zudem hat man in NA die berüchtigte Pistenpolizei „Ski Patrol“, die Leuten, welche Rücksichtslos unterwegs sind, auch gerne mal den Ski Pass wegnehmen. So etwas hat es in Europa nicht, nur in Italien soll es angeblich Carabinieri auf der Piste geben, wobei ich selber das nicht bestätigen kann. Diese Ski Patrol hat aber auch gleichzeitig die Rolle einer Bergwacht und versorgt/transportiert Verletzte von der Piste.
ski-chrigel hat geschrieben: 12.03.2024, 17:00 Das mit der Ski-Patrol ist in Italien gleich. Die Carabinieri (oder je nach Provinz die Polizia) sind gleichzeitig auch die Bergwacht oder wie man in der Schweiz sagt Pistenpatrouilleure. Ihre Hauptaufgabe sind Rettungseinsätze, Pistenmarkierungen und dergleichen. Da sie aber den Status einer Polizei haben, verfügen sie auch über staatliche Rechte.
Die Skipatrol ist keine Polizei und hat keinerlei hoheitlichen Aufgaben! Das ist einfach die Pistenrettung/Pistendienst/Lawinenkommision. Die Fallen nur durch ihre roten Jacken und ihren Korpsgeist mehr auf. Und "gerne mal den Skipass" wegnehmen kommt zwar in Skifilmen und der Folklore vor, passiert aber in der Realität ähnlich selten wie bei uns, und da vor allem bei jungen männlichen Wesen mit zu hohen Testosteron und/oder Alkoholwerten.
sheridan hat geschrieben: 12.03.2024, 18:26
rxphl hat geschrieben: 12.03.2024, 15:24 In den USA (und auch Kanada) gehört „Der Berg“ fast immer einem einzigen Unternehmen.
Das Land "gehört" meistens dem Forest Service, der dann ein Land Lease an den Skigebietsbetreiber vergibt.
Jein. Der Forest Service ist im Westen der größte Grundeigentümer. Dadurch gibt es natürlich viele leases von ihm vor allem in den Rockies. Die meisten Skigebiete liegen aber auf privatem Land das entweder dem Betreiber gehört oder für die dieser die Nutzungsrechte hat und eine Mischung mit teilweise öffentlichem und teilweise privatem Land gibt es natürlich auch. Also nicht groß anders als bei uns.
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Re: Unterschiede Skigebiete zwischen USA und Europa

Beitrag von rxphl »

Whistler war was das angeht vielleicht ein blödes Beispiel von mir. Aspek ist da mit drei seiner vier gebiete wahrscheinlich anschaulicher. Man hat mit Aspen Mountain, Highlands und Buttermilk drei einzelne, nicht miteinander verbundene „Berge“. Die drei Gebiete, welche von der Fläche und von der Anzahl der Aufstiegsanlagen hierzulande als durchschnittlich gross, aber für viele Leute nach einem (halben) Tag langweilige Skigebiete abgestempelt werden würde, hat auf der anderen Seite des Teichs in den Fällen von Aspen Mountain und Highlands 104 bzw. 134 Pistenkilometer, wobei vor allem letztere Zahl mit Vorsicht zu betrachten ist, da mal mindestens ein Drittel der Pisten in der „Highlands Bowl“ sind, wo man nur mit dem Raupenfahrzeug hin gelangt. Nichtsdestotrotz wären diese Konstellation hier in Europa unvorstellbar und alle vier Aspener Resorts wären seit Jahren per Seilbahn und Piste miteinander verbunden. Andererseits würde man auf einen kleinen Berg wie dort nie im Leben über 100km Pisten unterbringen.

Letztendlich glaube ich, dass in den USA eine komplett andere Skikultur herrscht im Vergleich zu Europa. Vor allem Tiefschnee fahren ist komplett normal und unpräparierte „Runs“ sind selten von steilen, präparierten Pisten zu unterscheiden. Ein „Powderday“ scheint, wenn man Aussagen von Freunden und Bekannten sowie dem Internet glaubt, das höchste der Gefühle für die meisten erfahrenen Fahrer zu sein, während man sich hier eher über Kaiserwetter und perfekt Präparierte und harte Pisten freut. Natürlich fahren auch hier viele Tiefschnee, aber ich denke, es ist klar, worauf ich hinaus will. Und dieser Kulturelle Unterschied geht entsprechend bei der oft vehementen Abneigung gegenüber Schliessbügeln, selbst bei kuppelbaren Anlagen weiter, um ein weiteres Beispiel zu liefern
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Re: Unterschiede Skigebiete zwischen USA und Europa

Beitrag von téléski »

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