Getreu dem Spruch: «Man soll aufhören wenn es am schönsten ist», war am vergangenen Sonntag der letzte Betriebstag der Skisaison am Wiriehorn. Da ich recht spät erst vom Betriebsende erfahren habe, und unbedingt unser geliebten
trainrunner noch dieser Saison besuchen wollte, steuerte ich Sonntagmorgen spontan aufs Diemtigtal zu. Auch
Graubündenfan war mit Freundin von der Partie, sowie noch weitere Kollegen.
Das Skigebiet erreicht man von der Autobahn erstaunlich schnell. Kaum endet die A6 bei Wimmis in die H11, biegt man auch schon ab und es geht über Oey-Diemtigen fix nach Zwischenflüh zur Talstation der Wiriehornbahnen. Obwohl ich auf dem Parkplatz auf der rechten Strassenseite an der Talstation vorbei parkierte, traf ich auf der anderen Parkplatz wenig später bereits
trainrunner und
Graubündenfan mit Anhang. Anschliessend ging es für uns zum Sessellift um in den Skitag zu starten.

- Am Morgen um 9:30 waren noch recht viele Leute, die hochfahren wollten. Zwar keine echte Wartezeiten, aber trotzdem auch am letzten Betriebstag noch recht was los.

- Auch oben tobte noch reger Betrieb. Beide Schlepplifte am Doppellift «Tubelfärrich» liefen und der rechte (bzw. linke auf dem Bild) hatte jeweils etwas weniger Leute. Richtig anstehen musste man aber nie, somit blieb es jeweils angenehm.

- Graubündenfan, seine Freundin und ich starteten am «Schwarzenberg». Morgens noch eine tolle feste Piste!

- Richtig gut gefallen mir sämtliche Pisten am «Tubelfärrich». Wir arbeiten uns alle Pistenvarianten einmal von links nach rechts durch.

- Einfach herrlich!

- Alp Schwarzenberg

- Irgendwann lockt auch mal die Talabfahrt, die am Vormittag noch erstaunlich gut zu fahren war. Man beachte, dass sie bis 984 m runter geht!

- Einige Zeit später fahren wir sie mit trainrunner dazu, noch einmal.
Während wir kreuz und quer durchs Skigebiet fahren, werden bereits die Pistenmarkierungen eingesammelt. Verständlich, dass man das Saisonpersonal bis zum Schluss optimal nutzen möchte. Die Pisten waren aber bis zum Schluss noch gut zu erkennen, auch ohne Markierungspfosten.

- Ressort «Allmiried», hier hatte man in den 70ern noch grosse Pläne mit dem Skigebiet!

- Ein wehmutigen Blick rüber zum «Homad», mit gute Erinnerungen an 03.03.2022, als ich den Lift dort noch fahren durfte. Hoffentlich wird sie irgendwann wieder ihre Runden drehen! Spannend war ebenfalls zu erfahren, dass der Homad mal als 1. Sektion für eine weitere Verbindung aufs 'richtige' Wiriehorn gedacht war. Die 2. Sektion wurde bekanntlich nie gebaut.
Gemeinsam essen wir alle im Berhotel Wiriehorn Nüegg. Beim feinen Currywurst wurde auch nicht zu spärlich mit dem Fleisch umgegangen, wodurch man eine ordentliche Portion erhielt. Sowas ist nicht mehr selbstverständlich diese Tage. Nach dem Mittagessen verabschiedete sich
Graubündenfan mit Anhang, und ich fuhr mit
trainrunner und ein weiteres Kollegenpärchen weiter durchs Skigebiet.

- Bergstation der 6-KSB «Riedli - Nüegg» aus 2007

- Die Schneekanonnen haben ihre Dienste dieses Jahr gut geleistet!

- Bis zur allerletzten Fahrt um 16:00 Uhr fahre ich noch am «Tubelfärrich». Die Pisten sind inzwischen sehr weich, oder frieren langsam wieder an, machen aber weiterhin noch viel Spass!

- Die letzte Talabfahrt um kurz vor 17:00 Uhr war dann eine echte Sulzschlacht.
Fazit
Das man ein ganzen Skitag auch locker ohne Langeweile in ein kleines Skigebiet rumkriegen kann, bezeugt das Wiriehorn. Die zahlreiche Varianten am Tubelfärrich, sowie eine lässige Talabfahrt und gute Verpflegung, bieten ein rundum solides Angebot. Das man nach einige Wochen mit Sonne und hohe Temperaturen es irgendwann nicht mehr besser machen kann, und etwas früher als ursprünglich geplant aufhört, ist gut nachzuvollziehen. Das Saisonfinale ist dafür mehr als gelungen und dafür fanden auch erstaunlich viele noch den Weg ins Diemtigtal. Natürlich hat das schöne Wetter auch dabei geholfen, obwohl den Saharastaub doch manche Weitsichten ein wenig getrübt hat.
Freuen wir uns auf ein baldigen Bike-Betriebsstart fürs Wiriehorn, und ich persönlich, auf viele weitere Skitage in dieser Saison. Während es am Wiriehorn nun Schluss ist, hat für mich gerade erst die schönste Zeit der Saison angefangen!
Vielen Dank auch an dieser Stelle nochmal an
trainrunner, und höchste Respekt für deine Leistung, die du für deine erste Saison gegeben hast!

- Wegen Stau auf der A1 zwischen Bern und Härkingen, fahre ich ab Rubigen querfeld rein über Worb und Huttwil nach Hause. Gefühlt eine kleine Weltreise, aber besser als im Stau rumstehen.