03.12.2023 | Davos | Winterwunderland

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WackelPudding
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03.12.2023 | Davos | Winterwunderland

Beitrag von WackelPudding »

03.12.2023 Davos Parsenn + Jakobshorn:

Nach zwei (wetterbedingt) recht schlechten Tagen ging es heute nach Davos. Angesichts des Rückreisechaos hätte ich mir das frühere Aufstehen auch sparen können und gleich im Engadin bleiben können. Dort wäre es vermutlich ruhiger gewesen, wobei es in Davos jetzt auch nicht voller war, als an einem normalen Tag in Österreich.

Nachdem es am Samstag verbreitet bis ins Tal ca. 50cm geschneit hat und Kaiserwetter angesagt war standen die Chancen auf einen guten Skitag ohnehin nicht all zu gut, sodass ich mit wenig Erwartungen an den Tag heran ging. Die ersten Abfahrten des Tages waren auf den furchtbar weichen Pisten aber ok. Später wurden alle Abfahrten aber schnell zerfahren, was durch die Unmengen an Menschen begünstigt wurde.

Die Winterstimmung war aber dennoch herrlich. Alle Bäume und die komplette Landschaft waren tief verschneit und auch einen komplett verschneiten Blick ins Prättigau ist ja auch alles andere als die Regel. Alle Menschen, inklusive natürlich auch mir, freuten sich über den Schnee, auch wenn ich natürlich dabei bleibe, dass für das Pistenskifahren Neuschnee das Dümmste ist, was man bekommen kann - getreu meinem Motto, dass es immer schneien darf, aber spätestens zwei Tage vor meinem Aufenthalt aufhören muss ;-)

Im Skigebiet Parsenn waren bis auf Schwarzseealp, Seetäli und Gipfel Nord sowie die Talabfahrten Besenbinder und Davos und Schifer I alle relevanten Dinge geöffnet, wenngleich je Lift i.d.R. nur eine Piste zur Verfügung stand. Durch die vielen Leute war es auf den Pisten ab ca. 09:30 Uhr dann sehr voll. Teilweise fand ich dies unangenehm. Auch an den Liften bildeten sich große Trauben. Warten musste man aber eigentlich nie länger als 3 Minuten.

Am Jakobshorn war es dann deutlich leerer. Liftwartezeiten gab es nicht. Die Pisten waren aber angesichts der Uhrzeit natürlich auch schon zerfahren, aber i.d.R. noch recht gut fahrbar. Da hatte ich am späten Vormittag schon schlimmere Pisten auf der Parsenn angetroffen (z.B. am Furka-Zipper).

Gefallen:
:D Tolle Winterstimmung
:D Verhältnismäßig großes Pistenangebot
:D Kaiserwetter
:D Schöne Landschaft

Nicht gefallen:
:-( Extrem viel los
:-( Daher überfüllte Pisten
:-( Neuschnee-Pistenverhältnisse

Daher: :D :D :D von :D :D :D :D :D (wobei da angesichts der tollen Winterstimmung schon etwas Wohlwollen dabei ist)

Bilder:

Parsenn:


Die Gotschnabahn muss ab ca. 07:50 Uhr durchgehend gefahren sein, sodass ich um 07:58 Uhr ohne Wartezeit direkt gen Berg konnte.
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Ausblick von der Gotschna-Bergstation ins Prättigau. Wann hat man das schonmal, dass man, egal wo man hin schaut, nirgendwo was grünes oder braunes sieht
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Die erste Abfahrt am Gruobenalpsessel auf der viel zu weichen Piste machte dennoch viel Spaß
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Blick aus dem Furka-Zipper. Zum Betriebsbeginn war es noch angenehm leer
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Oberer Trassenteil des Furka-Zippers
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Auch die erste Fahrt am Furka-Zipper war lässig, auch wenn hier die Präparation teilweise nicht so gut war
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Piste unterhalb der Parsennhütte
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Blick auf die Parsennhütte. So leer blieb es dort leider nicht lange
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Rapid war wie immer sehr schön zu fahren. Am Rapid-Sessel war aber angesichts der wetterbedingt geschlossenen 2. Sektion der Standseilbahn bereits früh stoßweise viel los
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Blick auf den Höhenweg
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Hauptertäli war erst gegen 11 Uhr parat
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Dann ging es eine Runde gemütlich ins Meierhoftäli. Leider ist der Besenbinder noch nicht auf. Schnee sollte es aber für eine Öffnung nun haben
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Blick von der überfüllten Totalppiste auf die Parsennhütte
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Casanna
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Gruobenalp-Abfahrt, die im oberen Teil recht leer blieb.
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Abfahrt am SL Kreuzweg mit winterlichen Blick ins Prättigau
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Die Abfahrt an der Schiferbahn machte Spaß. Nur ganz kurz vor Obersäss war es durch frische Beschneiung ungemütlicher. Bei der ersten Runde konnte ich noch fast durchgehen. Bei der zweiten Runde stand die Traube weit hinter die Treppe zurück, was auch an der mangelnden Befüllung der Kabinen lag. An den Sesseln machten die Leute freiwillig die Plätze voll.
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Auch Gipfel Ost war sehr gut und noch kaum befahren. Offenbar fuhren fast ausschließlich Off-Piste-Fahrer dort hinauf
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Blick von der Ostabfahrt zum Weissfluhjoch
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Abfahrt an der Wasserscheide, die angesichts des langsamen Neuschnees nur knapp ohne schieben ging
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Blick in Richtung Mähder
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Die direkte Abfahrt am SL Mähder war grauenhaft. Viel zu weich und aufgefahren. Das machte hier keinen Spaß
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Die Talabfahrt nach Klosters war schön zu fahren, aber leider auch sehr voll - insbesondere auf dem unteren, schmalen Pistenteil
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Weiter unten auf der Talabfahrt auf Höhe des noch geschlossenen Abzweigs zur Schiferbahn
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Die wunderbare Winterlandschaft glich den Füllegrad der Piste positiv wieder aus. Auch gegen Mittag fuhr die Gotschnabahn noch ohne Unterbrechung.
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Die direkte Abfahrt von der Gotschna-Bergstation zum SL Mähder war aber dafür große Klasse. Guter und relativ kompakter Schnee und dazu dieses Panorama - geil!
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Auch die Talabfahrt nach Wolfgang war sehr schön winterlich, wenn auch skitechnisch nicht sonderlich interessant
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Eigentlich hätte ich knapp den 12:46 Uhr-Zug nach Davos Platz erreicht. Leider zählte hier die Verspätung immer weiter hoch, sodass ich doch kurzfristig auf den 12:55 Uhr-Ortsbus auswich, mit dem sich die Fahrt bis zum Postplatz jedoch schon sehr zieht.

Jakobshorn:

Da ich die 13:20 Uhr - Bahn knapp verpasste ging es dann erst um 13:30 Uhr hinauf aufs Jakobshorn. Dort ist alles, bis auf Bräma rot/schwarz geöffnet. Die Gipfelabfahrt ist im Steilhang nicht präpariert. Da ich Neuschnee nicht mag, ließ ich diese Abfahrt daher aus.

Ansonsten war die "Leere" im Vergleich zu Parsenn sehr wohltuend, sodass ich bis Betriebsschluss am Jakobshorn verblieb, auch wenn das Jakobshorn an sich nicht so mein Lieblingsberg ist.
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Blick von Jakobshorn-Gipfel in Richtung Jatzhütte
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Die Abfahrt zum Jatz-Quattro war auch im steileren Stück trotz des weichen Schnees noch passabel zu fahren
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Die Abfahrt zum Clavadeler-Bubble war - wie so oft - nicht mehr gut
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Ausblick von der Bergstation Clavadeler-Bubble
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Blick zur Talstation Usser Isch, wo es dann wieder besser war
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Ischalp
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Ausblick vom Brämabüel, von wo nur die Traverse geöffnet war
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"Äußere" Abfahrt am Usser Isch. Hier ging es sehr gut zu fahren
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Ausblick von der Bergstation Usser Isch. Die Piste sieht hier schlimmer aus, als sie war
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Auch die "Mittlere" am Usser Isch ging noch gut
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Genauso wie die "Direkte"
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Die schwarze 7 war schon eine ziemliche Buckelpiste
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Blick aus dem Clavadeler-Bubble bei der Bergfahrt
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Nach Betriebsschluss am Berg ging es dann bei schöner Abendstimmung über die alte, langweilige Talabfahrt wieder ins Tal. Ich freue mich auf die neue anspruchsvolle Abfahrt
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In Davos ist es dann schon recht dunkel und es wird im Bereich der Bünda-Lifte noch kräftig beschneit.

Um 16:26 Uhr nahm ich dann die dieses Mal pünktliche RhB nach Klosters durch den schönen Winterwald. Herrlich.

Ich habe ja schon viel Stau im Prättigau erlebt, aber durchgehender Stau von Klosters bis Landquart war dann schon neu. Zeitverlust bestimmt 30 Minuten. Aber was solls ;-)

Fazit:
Wie erwartet war das gestern kein herausragender Tag. Der viele Neuschnee sorgt für ein tolles Winterwunderland, wie man es die letzte Saison nie gesehen hat und durch die sehr niedrigen Temperaturen blieb der Schnee auch pulvrig, aber durch die Menschenmassen und die weichen Pisten ließen die Pisten rasch nach. Nach den beiden Schlechtwettertagen genoss ich den gestrigen Tag dennoch, auch wenn (hoffentlich) noch bessere Skitage kommen werden. Noch liegt die Latte recht niedrig.
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