skifuzziWi hat geschrieben: 22.04.2025, 08:45
Bei Istanbul geht es mir wie bei Budapest
Eigentlich würde ich es sehr gerne ansehen und kennenlernen, aber da ich gegen die Herrscher dort bin, unterstütze ich die Wirtschaft nicht mit meinem Geld.
Leider wird die Liste solcher Länder immer länger
Ich kann dich voll verstehen, aber wenn ich alle Länder meiden würde, wo ich mit dem Regime bzw. seinen Handlungen nicht einverstanden bin, wäre meine Reiseliste ziemlich kurz. Wäre ich ganz konsequent, müsste ich an erster Stelle eigentlich Österreich wegen der rechtswidrigen Grenzkontrollen meiden, aber meine Lust am Skifahren ist dann doch grösser (es gibt auch Forumler, ich habe es vergessen ob hier oder drüben im Alpinforum, die gewisse Urlaubsorte meiden weil die FPÖ dort überdurchschnittlich gut abgeschnitten hat ... meinetwegen). BTW, nach Ungarn kann ich wenigstens ungehindert reisen, hat auch was ... an den unsympatischen illiberalen russenfreundlichen Typ in Budapest versuche ich eben nicht zu denken

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B2T, ein paar Fotos aus Istanbul habe ich noch parat. Zuerst diejenigen, die einen Bezug zu irgendwelchen Bahnen haben. Diese moderne unterirdische STSB verbindet die Strassenbahnstation Kabataş, praktisch auf Meereshöhe gelegen, mit dem wesentlich höheren Taksim - Platz inkl. U - Bahn Station:
Mit der Fähre über den Bosporus:
Nostalgische Strassenbahn in Kadiköy auf der asischen Seite des Bosporus:
BTW, sehr sympatischer Stadtviertel, gefunden habe ich ihn eher durch Zufall. Erst nachdem ich nach Hause gekommen bin, habe ich folgendes gelesen: '
Kadıköy (...) is the liberal cultural centre of the Anatolian side of Istanbul. (...) Since 1989, the local electorate have voted for social democratic candidates to be chosen mayors (...) Kadıköy ranks 1st place on the Human Development Index scale, among all the other districts of Turkey'. Ich wusste es nicht, aber mir kam es dort auf den ersten Blick viel sympatischer, liberaler, europäischer vor als z. B. in der Altstadt. Keine Touristenscharen, keine lärmenden Strassenverkäufer, kaum Kopftücher bei Frauen, junge Männer mit langen Haaren (in etwa Stundenten/ Künstler - look) die durchaus im Stande sind lautlos und alleine durch die Fussgängerzone zu gehen. In der Altstadt habe ich in den vorhergehenden 3 Tagen schon Angst bekommen, dass es in Istanbul ein Gesetz gibt, dass junge Männer u. 30 unbedingt in Gruppen von mindestens 3 herumlaufen müssen, nach Möglichkeit in Lederjacken und mit Fußballfrisuren, und einer davon halblaut irgendwas vor sich hinjodeln muss ...

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Ein paar sympatische Cafés ind Imbisse, mit moderaten Preisen und leiser internationaler Musik, ganz ohne Türk - Pop - Dauerbeschallung:
B2T: Zugang und Station der neuen U - Bahn zum Flughafen:
Mit den Hauptattraktionen will ich nicht langweilen, natürlich habe ich ein paar davon besucht, u. A. die Blaue Moschee:
Deutscher Brunnen:
Hagia Sophia:
Zysternen:
Topkapi:
Anekdote zum Nachdenken: während der Besichtigung des Harems hat uns der sehr sympatische und perfekt Englisch sprechende Guide viel Interessantes aus dem Leben der Sultane erzählt, und am Ende etwas nachdenklich hinzugefügt:
And now, after 100 years, we again have a sultan. Daraufhin einer der amerikanischen Touristen aus der Gruppe:
We too 
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Irgendwo auf dem Weg vom Taksim - Platz zum Meer habe ich auf weniger als 1 km eine Moschee, eine griechisch - ortodoxe Kirche sowie die grösste katholische Kirche Istanbuls besucht. Vor den beiden letztgenannten stand übrigens eine Polizeistreife, das macht einen schon bedenklich:
Weisse Streifen auf der Strasse bedeuten wohl sowas wie freier Parkplatz? Neben der Kulinarik noch eine weitere Eigenschaft, die man sich mit den ungeliebten Nachbarn auf der anderen Seite der Ägäis teilt, aus Griechenland habe ich ziemlich viele fast identische Bilder

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Schaut nicht nur gut aus, es war auch gut:
Und das in bester Gesellschaft:
Ganz am Ende wieder was seilbahnbezogenes: solche Aufkleber, wie man sie in Istanbuls Strassen- und U-Bahnen findet, würde ich mir in Seilbahnkabinen im Alpenraum wünschen. Und zwar immer, wenn ich als 7. in eine 8EUB einsteige (oder eben als 9. in eine 10EUB), wo schon 6 Personen so sitzen dass sie die ganze Sitzbank besetzen und dem 'Eindringling' zuerst einen bösen Blick schenken (was - drängt - sich - doch - der - Typ - in -
unsere - Kabine), und dann doch ein wenig zusammmenrücken, aber so dass man immer noch keinen Viertel der Bank für sich bekommt:
