Angesichts der heutigen Wettervorhersage steuerte ich heute kein größeres Skigebiet an. Zu groß wäre die Gefahr, ziemlich viel Geld für einen nicht allzu prickelnden Skitag zahlen zu müssen. Da kamen die beiden Kleinstskigebiete am Heinzenberg oberhalb von Thusis gerade recht. Aus meinen Besuchen vor zwei Saisons wusste ich bereits, dass man es dort gut aushalten kann und auch preislich sind beide Skigebiete mehr als fair unterwegs.
Details zu den beiden Skigebieten schreibe ich an Ort und stelle. Hier folgen nur ein paar grobe Rahmendaten.
Das Wetter war heute sehr wechselhaft, wurde aber im Laufe des Tages immer besser. Während der Morgen noch sehr trüb war und die Bodensicht auch oft schlecht war, hatte ich zum Betriebsschluss fast strahlend blauen Himmel.
Los war, wie erwartet sehr wenig. In Sarn würde ich sogar soweit gehen, dass ich sagen würde, es war einsam im Skigebiet. Die Bergbahnen stellten auch von 11:50 Uhr bis 12:50 Uhr den SL ungeplant für Mittagspause ab, weil zu diesem Zeitpunkt wohl nur noch drei Skifahrer am SL unterwegs waren. An der DSB waren es ein paar mehr, da hier auch wenige Fußgänger und Rodler hinzu kamen.
In Tschappina war es wegen ein paar Skilagergruppen etwas voller.
Über Nacht hat es rund 2cm Neuschnee gegeben. Auf den sehr gut präparierten Pisten ließ sich dieser gut fahren. Leider waren auch heute einige Abfahrtsvarianten in beiden Skigebieten nicht mehr frisch präpariert worden. Natürlich ist das schade, aber bei dem geringen Andrang durchaus verständlich.
Gefallen:
Nicht gefallen:
Daher:
Bilder:
Sarn-Heinzenberg:
In Sarn ist das Ticketsystem immer noch sehr oldschool mit den Pappkarten, die eigentlich nie jemand sehen will. Wenn man es drauf anlegen würde, könnte man hier problemlos umsonst fahren. Das will man aber natürlich nicht, da die Bergbahnen dort wirklich einen guten Job machen und jede Unterstützung verdient haben.
Ich kaufte mir eine Tageskarte für sehr günstige CHF 36, wovon man CHF 10 wieder zurück bekommt, wenn man die Karte bis 12:15 Uhr an der Talstation wieder abgibt.
Die DSB startete heute bereits gegen 08:45 Uhr. Der SL war zu diesem Zeitpunkt noch nicht bereit, sodass ich zuerst eine Wiederholung an der DSB machte. Erst dann wurde der SL auch offiziell geöffnet. Skipapi habe ich hier offenbar nur ganz knapp verpasst. Schade, dass wir nicht wussten, dass wir beide im gleichen Skigebiet unterwegs sind.
In der Früh war in Sarn noch etwas Betrieb aufgrund von Grundschülern oder Kindergartenkindern, die in großer Zahl dort unterwegs waren. Diese Gruppe war aber auch rasch wieder weg, sodass es sehr bald sehr leer wurde im Skigebiet. Die außerplanmäßige Mittagspause am SL von 11:50 Uhr bis 12:50 Uhr konnte ich daher nachvollziehen und störte mich ja nicht, da das ohnehin meine Wechselzeit gewesen wäre.
Die Pisten waren alle gut präpariert, außer die unbeschneite rote Talabfahrt und die ganz linke Abfahrt am SL (von unten gesehen), die nicht nach Parsiras führt. Diese beiden Abfahrten waren nicht frisch gepistet.
Da der SL noch nicht parat war ging es über die unbeschneite rote Talabfahrt hinunter. Diese Abfahrt war nicht frisch präpariert, aber dennoch gut zu fahren. Die beiden unbeschneiten Talabfahrtsvarianten waren bei meinen bisherigen Besuchen jeweils schneemangelbedingt geschlossen.
Bei den schönen Abfahrten oben am SL fehlte durch die nebelartige Bewölkung leider oftmals die Bodensicht, die bei den welligen Pisten durchaus essentiell ist.
Meistens ging es aber trotz eingeschränkter Sicht ganz gut. Whiteout gab es nur selten
Gut war die blaue unbeschneite Talabfahrt. Die Bäume hielten den Nebel etwas fern
Und auch die beschneite Talabfahrt konnte man sehr gut fahren
Auf der beschneiten Talabfahrt kurz vor der Talstation. Wie man sieht war der Parkplatz auch alles andere als voll
Und auch oben am Berg lichteten sich die Wolken nun etwas, was gleich zu viel mehr Skispaß führte
Da nix los war, wurden die Pisten auch gar nicht zerfahren. Die geringe Neuschneeauflage war daher traumhaft. Nur so taugt Neuschnee war; nicht zu viel und es darf nix los sein
Blick nach oben entlang des SL, der zahlreiche Pistenvarianten erschließt
Die Pisten am Heinzenberg sind in beiden Skigebieten recht wellig. Trotz dessen findet man - ausreichende Sichtverhältnisse vorausgesetzt - immer eine runde Spur zum dort runter fahren
Tschappina-Heinzenberg
In der Zeit von ca. 12:00 Uhr bis 12:30 Uhr wechselte ich dann ins Skigebiet Tschappina, wo ich dann über Oberurmein ins Skigebiet einstieg. Die Nachmittagskarte, gültig ab 12:00 Uhr, kostet hier ebenfalls faire CHF 29. Einen gemeinsamen Skipass gibt es m.W.n. leider nicht.
In Tschappina war in Summe mehr los, als in Sarn. Dennoch war es natürlich sehr leer. Insbesondere Skilagergruppen fuhren am Doppelskilift, wovon aber mangels Andrang natürlich nur eine Anlage lief.
Ansonsten waren die Bedingungen sehr ähnlich, wie in Sarn. Auch hier waren ein paar Pisten nicht frisch gemacht, nämlich die Blaue am SL Oberurmein, die Verbindung Rascheins - Tschappina sowie ein Teilabschnitt einer Piste am Doppelskilift. Auch dies war absolut nicht tragisch.
Auffällig war jedoch die schlechte Qualität des Maschinenschnees, die durch die Nachbeschneiung insbesondere auf der linken Seite des Doppelschlepplift entstanden ist. Eigentlich wären die Schneibedingungen zur Zeit ja gut. Ich kann es mir nur mit einem Einstellungsfehler erklären, weswegen dort Beton produziert worden ist.
Schade ist in beiden Gebieten der frühe Betriebsschluss zu der kuriosen Uhrzeit 15:50 Uhr. Gerade heute mit der Wetterbesserung wäre ich gerne länger gefahren.
Die blaue Abfahrt am SL Oberurmein - Rascheins war leider nicht frisch gemacht worden, was aber nicht schlimm war, denn sie ging dennoch gut zu fahren
Weiter unten auf der Abfahrt. Abseits des SL Obergmeind - Lüschgrat war es sehr, sehr leer
Kurz oberhalb von Oberurmein. Im Rheintal hielt sich der Nebel hartnäckig
Die Rote am SL Oberurmein war frisch gemacht und war m.E. neben der von unten aus gesehen rechten Abfahrt am Doppelschlepplift die beste Abfahrt in diesem Skigebiet.
Die Abfahrt von Rascheins nach Obertschappina war ebenfalls nicht frisch präpariert. Da ich hier um 13:15 Uhr erst die vierte Spur zog kann ich diese Sparmaßnahme aber durchaus verstehen
Auch die Abfahrt von Obergmeind nach Obertschappina war sehr gut, jedoch wurde diese Abfahrt öfters von Nebelbänken "heimgesucht"
Oben am Lüschgrat klarte es dann ab ca. 13:45 Uhr langsam auf
Im oberen Bereich waren auch die von unten gesehen linken Pisten am Doppel-SL sehr gut. Leider war die Nachbeschneiung im unteren Abfahrtsteil in Form von Betonschnee vonstatten gegangen, was doch für große zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte, um nicht stecken zu bleiben
Am Doppel-SL waren auch ein paar Skilager-Gruppen unterwegs, sodass man hier regelmäßig anderen Menschen begegnete.
Die von unten gesehen rechten Abfahrten am Doppel-SL waren von oben bis unten top, da hier nicht nachbeschneit wurde
Je später es wurde, desto besser wurde das Wetter und desto cooler wurde die Stimmung mit Sonne und Wolken oben am Lüschgrat
Aber auch in Richtung Oberurmein wurde es spürbar besser
Die Wetterbesserung sorgte natürlich dann noch einmal dafür, dass der Pistenspaß noch einmal zulegte
Blick aus dem Doppel-SL, wo mangels Andrang nur die rechte Anlage lief
Dito
Leider verzogen sich die Wolken aber nicht vollends, sodass immer mal mit einer Phase der schlechteren Sicht zu rechnen war
Blick auf Obergmeind
Da hier aber ja schon um 15:50 Uhr Betriebsschluss ist ging es leider schon recht früh dann wieder ins Tal nach Oberurmein
Fazit:
Die beiden Kleinstskigebiete am Heinzenberg sind schon schöne Kleinode. Selbst mir, der eigentlich ja eher auf große Skigebiete steht, macht es hier immer wieder sehr viel Spaß. Meist ist hier gut präpariert und wenig los, so wie auch heute. Schade war, dass das Wetter in der Früh noch sehr durchwachsen war. Die Wetterbesserung entschädigte aber.
