Skifahren in Frankreich | 17.-23.03.2026

WackelPudding
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Re: Skifahren in Frankreich | 17.-23.03.2026

Beitrag von WackelPudding »

23.03.2026 Areches:

Zum Abschluss des Frankreich-Trips ging es noch einmal in ein kleines Skigebiet. Die Wahl fiel auf Areches oberhalb von Beaufort, wo ich vorab eine Tageskarte für unglaublich günstige 29€ erworb.

Ich hatte am Abreisetag nur wenige Stunden Zeit, da die Rückfahrt nach Badisch Sibirien sich aus dieser Gegend doch sehr zieht und ich dann auch mal wieder Frau und Kind sehen wollte.

Das Skigebiet Areches besteht aus zwei Sektoren, die jeweils über eine längere Zubringer-KSB erschlossen sind. Oben gibt es dann jeweils eine SB und mehrere KSSL. Die beiden Sektoren sind durch eine EUB verbunden.

Wahrscheinlich mangels Rentabilität war die KSB Grand Mont ab Areches geschlossen. Der Einstieg erfolgt somit ausschließlich über Le Planay.

Da die KSB Piapolay etwa 5min zu früh öffnete, startete ich meinen Skitag mit dem Les Arolles-Sektor und wechselte später dann in den Le Cuvy-Sektor.

Es war herrlich wenig los und die Pisten waren oberhalb von ca, 1.500m herrlich pulvrig und dort auch durchaus sehr gut präpariert. Die Pisten waren dort zwar noch etwas für meinen Geschmack zu weich, aber da sehr wenig los war, störte das wenig. Unterhalb von 1.500m waren die Pisten frühjahrstypisch hart-eisig und nur mäßig präpariert.

Da, wie gesagt, so herrlich wenig los war, war das ein grandioser Ski-Vormittag. Ich hätte gut und gerne auch länger fahren können, aber es musste dann auch mal wieder heim gehen.

Gefallen:
:D Sehr gutes Wetter
:D Tolle Landschaft
:D Gute Pistenpräparation in den Höhenlage
:D Herrlich pulvrige Bedingungen
:D Sehr wenig los

Nicht gefallen:
:-( Nichts

Daher: :D :D :D :D :D von :D :D :D :D :D

Bilder:
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Talstationsbereich Le Planay am Morgen. Völlig untypisch für alles, was ich bislang erlebt hatte in Frankreich, öffnete die KSB Piapolay ca. 5min früher als angeschlagen (eigentlich 09:00 Uhr)
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Blick auf die schöne direkte Talabfahrt bei der ersten Bergfahrt
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An der Bergstation wartete dann ein herrlicher Pistenteppich
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Auf geht’s!
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Im oberen Teil des Teilskigebiets war leider nur die 4SB Combettes geöffnet. Der KSSL Grande Combe, der eigentlich für die Pisten völlig ausreichend wäre, ist nur Mi, Sa und So geöffnet.
Die 4SB ist recht lang, war aber einigermaßen zügig unterwegs
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Ausblick Bergstation Combettes mit dem Häuschen des Pistendiensts
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Dann ging es nach und nach auf die super genialen Abfahrt im Bereich des KSSL Grande Combe. Hier z.B. die Belle Etoille. Die hier ganz rechte Piste Legette war für Training gesperrt
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Oberster Teil der Grande Combe-Piste
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First Line auf der Marie Bochet
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Über die geniale Pas des Vaches-Piste ging es dann wieder ins Tal
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Wenn man unten die blaue Variante nimmt, kommt man am Trochet-Übungslift vorbei
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Über die Les Bois-EUB ging es dann in den Le Cuvy-Sektor
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Hier muss man zunächst die lange und lahme Bonnetes Rouges-SB nehmen
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Oben gibt es dann aber herrliche Pisten an 2 KSSL und einem Tellerlift. Hier z.B. die Grangettes-Abfahrt
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Blick in den tollen Schneekessel aus dem KSSL Grangettes
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Unterer Teil der Perdix-Abfahrt
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Die Pisten, so wie hier z.B. die Combe Chasseurs waren zwar recht weich. Aufgrund des nicht vorhandenen Andrangs war das aber absolut unkritisch und im Gegenteil somit eher herrlich pulvrig
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Wie man auch gut erkennen kann, war die Präparation in den Höhenskigebieten wirklich sehr gut
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Nun ging es weiter zum KSSL Rognoux
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Vor allem die dortige Piste Bonne Combe ist sehr cool, da sie toll hintenrum durch die atemberaubende Landschaft führt
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Zu Letzt ging es dann auch noch auf den höchsten Punkt des Skigebiets auf ca. 2.300m mit dem Forclaz-Tellerlift. Schon eher kurios, dass hier kein KSSL steht, sondern ein Tellerlift
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Auch hier war die Piste Forclaz sehr gut. An diesem Lift war aber auch am "meisten" los.
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Leider war es aber rasch Zeit, die Talabfahrt anzutreten. Hier der oberste Teil der Bonnets Rouges an der gleichnamigen 4SB
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Nach einem etwas flachen Start gibt es aber auf dieser Abfahrt - je näher man Le Cuvy kommt - auch einige sehr tolle Carvinghänge
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Die Talabfahrt Combe de Perche nach Le Planay war auch oben sehr gut. Unten heraus wurde sie dann frühjahrstypisch sehr hart und doch recht lieblos präpariert.

Fazit:
Was für ein genialer Abschluss eines guten Skitrips. Leider "musste" ich schon um 11:30 Uhr Schluss machen. Das Skigebiet Areches taugt aber supergut für ein paar Stunden. Die Pistenpflege war im Vergleich zu den anderen französischen Gebieten, die ich besucht habe, supergut. Es war herrlich leer und die Pisten sind toll in eine grandiose Landschaft eingebettet. Beim Schreiben dieses Berichts komme ich schon wieder ins Schwärmen. Daher machen wir es kurz: Es war genial!

Ein Gesamtfazit zum Frankreich-Trip folgt separat, vsl. morgen.
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Re: Skifahren in Frankreich | 17.-23.03.2026

Beitrag von WackelPudding »

Fazit:

So, nun ist noch Zeit für das versprochene Fazit.

Ich hatte ja zu Beginn ein paar Punkte schon genannt, die ich so aus Frankreich-Außenstehender erwartet habe. Ich werde mich an dieser Liste wieder etwas entlanghangeln.

Große bis sehr große Skigebiete:
Ja, absolut.
Die Dimensionen von Tignes / Val d'Isere und La Plagne sind gigantisch. Hier kommt immer gleich ein Gefühl der Weite auf; herrlich!
Auch La Roisere / La Thuile war ein sehr tolles und großes Skigebiet.
Les Arcs fand ich eher etwas arg kompakt.
Le Grand Bornand und Areches waren natürlich eher von der kleineren Sorte, aber das war ja ohnehin klar, da sie "nur" als Transit-Skigebiete dienten.

Veraltete Liftanlagen; größtenteils Poma-Schrott:
Teilweise
Eigentlich sind die Lifte überwiegend kuppelbar und recht schnell unterwegs. Außerdem sind die meisten Anlagen sehr kapazitätsstark, was aber m.E. eher ein Problem darstellt, da es m.E. eher recht wenige und auch nur recht schmale Pisten je Lift gibt, sodass die Pisten, trotz viel Leerstand in den Stationen, teilweise rasch hoffnungslos überfüllt waren. Generell scheint das Lift-Piste-Verhältnis als schlecht. Besonders unausgewogen scheint aber das Kapazität an Betten in Bezug auf die Kapazität der Skigebiete zu sein. In der Hochsaison, wenn die Stationen und die umliegenden Orte voll gebucht sind, muss es beim Andrang wohl wie in chinesischen Schwimmbädern aussehen.

Auch erfreulich ist, dass die Lifte ganz überwiegend (K)SBen sind und keine EUBen sind. Hauben gibt es kaum, aber das hat mich nicht gestört, auch nicht am "Schlechtwettertag" Sonntag.
Leider sind aber die meisten Anlagen von Poma, sodass man doch - egal ob die Anlage alt oder neu ist - gravierende Qualitätseinbußen im Vergleich zu anderen Herstellern wie Doppelmayr oder Leitner hat. Das finde ich lästig, aber kein Weltuntergang.
Ein paar veraltete Ecken mit uralt SB oder KSSL an neuralgischen Punkten gibt es aber dennoch weiterhin. Das war aber weniger dramatisch und häufig, als erwartet.

Mäßige Pistenpräparation:
Ja, das trifft definitiv zu. Pistenpräparation, v.a. gute Pistenpräparation, ist Glückssache. Viele Pisten sind gar nicht oder nur unregelmäßig präpariert. Hier meine ich jetzt nicht nur die schwarzen Pisten, die oftmals, aber nicht immer (z.B. Tignes / Val d'Isere), generell nicht präpariert sind. Auch zahlreiche rote oder blaue Pisten waren "naturbelassen" oder nicht frisch präpariert. Sehr ärgerlich und unverständlich.
Wenn man die normalen Tageskartenpreise (>70€) in den Großgebieten Tignes / Val d'Isere, Les Arcs oder La Plagne bedenkt, ist das m.E. doch schon relativ frech, nicht täglich frisch zu präparieren.
Dort wo frisch präpariert war, war die Qualität der Präparation aber meist auch nicht sonderlich gut. Hier besteht ggü. anderen Ländern deutlicher Rückstand.

Tolle Landschaft:
Uneingeschränkt ja: Die Landschaft war genial!

Neues "Skipublikum"; Franzosen sieht man in DACH (außnahme Romandie) ja eigentlich selten Skifahren
Hier war ich eigentlich sehr positiv überrascht. Man sagt ja hierzulande Franzosen keine übertriebene Freundlichkeit nach und auch bei meinem Paris-Besuch empfand ich die Leute sehr distanziert, teilweise auch hochnäsig-arrogant. Hier beim Skifahren kann ich das so nicht bestätigen. Die Liftler waren immer freundlich und die anderen Skifahrer verhielten sich sehr anständig. Da sind meine eigenen Landsleute oftmals viel schlimmer und v.a. unfreundlicher.
Auffällig war aber z.B., dass es ein Ding der Unmöglichkeit in Frankreich zu sein scheint, FBM vollständig zu füllen und man gerne im Einstiegs- und Ausstiegsbereich direkt an ungünstigster Stelle stehen bleibt und den Betrieb blockiert.

"Kuriose" Architektur am Berg:
Die funktionalen Zweckbauten haben mich weniger gestört, als gedacht. Tignes oder Les Arcs sind ja wahrlich keine Schönheiten, aber wie gesagt, störte mich dort der Anblick nicht. La Plagne fand ich wirklich sehr hässlich, sodass ich mich hier schon ab und an fragen musste, ob das so wirklich sein musste. Alle anderen Skiorte waren m.E. durchaus hübsch.

Komme ich wieder?
Ja.
Frankreich lohnt sich m.E. zum Skifahren durchaus. Alle Skigebiete - mit Ausnahme von Les Arcs - waren überzeugend, egal ob groß oder klein. Les Arcs enttäuschte sehr und lohnt m.E. übnerhaupt nicht. Viel zu eng, viel zu voll, viel zu bäh. Der Rest war aber dafür sehr gut und steht auf der Liste für Skigebiete, die ich wieder besuchen muss und auch der Blick auf die Landkarte offenbart noch viele große oder kleine Skigebiete in Frankreich, die sehr interessant aussehen.

Das Preis-Leistungsverhältnis ist außerdem, gerade im Vergleich zu Österreich, m.E. sehr gut. Die Tagesskipässe erhält man teilweise direkt sehr günstig, teilweise muss man Umwege über Angebote wie Ski a la Carte nehmen. Im Vergleich zu österreichischen Destinationen ist man hier aber sehr günstig unterwegs und erhält auch eine vergleichbar gute Leistung. Die Skigebiete in AT sind ebenso oftmals überfüllt, wie jene in Frankreich. Italien ist tendenziell deutlich teurer, in den Großskigebieten erhält man aber insbesondere beim Liftmaterial und bei der Pistenpflege auch eine deutlich bessere Leistung. Die Schweiz ist in Wahrheit ja nicht so teuer ist, wie oftmals behauptet wird, sodass der Vergleich Frankreich / Schweiz eher unentschieden ausgeht. Frankreich ist zwar schon noch etwas günstiger, dafür erhält man aber in der Schweiz deutlich leerere Skigebiete, die aber weitaus kleiner sind, als jene in Frankreich.
Insgesamt steht also Frankreich im internationalen Vergleich gut da.

Der Fokus auf Selbstversorgerurlaub in Appartements trifft auch sehr meine bevorzugte Urlaubsform. Hotels mit Luxus und Wellness suche ich nicht und habe ich somit nicht vermisst. Es ist aber offensichtlich, dass dieses Segment in Frankreich nur wenig ausgeprägt ist.

Es war summa summarum ein toller Skitrip mit fantastischen Schneeverhältnissen und überwiegend gutem Wetter.

Ich danke euch allen für eure Rückmeldungen, Kommentare und Danksagungen!
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Re: Skifahren in Frankreich | 17.-23.03.2026

Beitrag von trainrunner »

Vielen Dank für die super Berichterstattung und das ausführliche Fazit.
da es m.E. eher recht wenige und auch nur recht schmale Pisten je Lift gibt
Hier kann ich dir nicht zustimmen. Ich habe mittlerweile 89 Skigebiete besucht in Frankreich und kenne kein anderes Land, in dem es im Schnitt pro Lift mehr markierte Abfahrten gibt als in Frankreich...
Leider sind aber die meisten Anlagen von Poma, sodass man doch - egal ob die Anlage alt oder neu ist - gravierende Qualitätseinbußen im Vergleich zu anderen Herstellern wie Doppelmayr oder Leitner hat.
Auch diese Aussage sehe ich etwas anders. Ich finde die kuppelbaren Sesselbahnen und EUB's von Poma immer sehr gelungen, mit schönen Holzverkleidungen der Stationen und bequemen FMB's. Und die fixen Pomalifte sind nicht langsamer als fixe SB's von Doppelmayr...
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Re: Skifahren in Frankreich | 17.-23.03.2026

Beitrag von WackelPudding »

trainrunner hat geschrieben: 25.03.2026, 22:09 Vielen Dank für die super Berichterstattung und das ausführliche Fazit.

Gerne
trainrunner hat geschrieben: 25.03.2026, 22:09
da es m.E. eher recht wenige und auch nur recht schmale Pisten je Lift gibt
Hier kann ich dir nicht zustimmen. Ich habe mittlerweile 89 Skigebiete besucht in Frankreich und kenne kein anderes Land, in dem es im Schnitt pro Lift mehr markierte Abfahrten gibt als in Frankreich...
Ich habe natürlich deutlich weniger Skigebiete in Frankreich besucht, als du. Aber in den von mir besuchten Gebieten war das Verhältnis, sagen wir es mal so, eher überschaubar. Natürlich kann ich nicht ausschließen, dass es anderswo besser ist.
Auch ist es ja ein Unterscheid ist, ob eine Piste markiert oder präpariert ist ;-)
trainrunner hat geschrieben: 25.03.2026, 22:09
Leider sind aber die meisten Anlagen von Poma, sodass man doch - egal ob die Anlage alt oder neu ist - gravierende Qualitätseinbußen im Vergleich zu anderen Herstellern wie Doppelmayr oder Leitner hat.
Auch diese Aussage sehe ich etwas anders. Ich finde die kuppelbaren Sesselbahnen und EUB's von Poma immer sehr gelungen, mit schönen Holzverkleidungen der Stationen und bequemen FMB's. Und die fixen Pomalifte sind nicht langsamer als fixe SB's von Doppelmayr...
Da hast du offenbar kürzere Unterschenkel ;-)
Solange ich bei Poma kein Fuß auf die Fußrasten bekomme, bleibt der Hersteller für mich Schrott; mal ganz abgesehen vom "lommelichen" und "maladen" Gesamteindruck des Herstellers (Klappern, große Abstände, wo jedes Kind seitlich locker durchfallen kann, Einstiegstüren bei Sesselbahnen ohne Widerstand, etc.). Die Optik der Stationen ist für mich recht irrelevant, aber eigentlich fällt mir Poma da immer mit unschön verrottetem Holz auf. DM oder Leitner haben da m.E. viel schönere, langlebigere und zeitlosere Standardstationen. Aber da sind Geschmäcker logischerweise verschieden und es ist doch ohnehin viel wichtiger, dass ein Lift wieder möglichst schnell den Berg hinauf führt, als von welchem Hersteller er ist.
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Re: Skifahren in Frankreich | 17.-23.03.2026

Beitrag von trainrunner »

Da hast du offenbar kürzere Unterschenkel ;-)
Solange ich bei Poma kein Fuß auf die Fußrasten bekomme, bleibt der Hersteller für mich Schrott
Im Gegenteil🤣 Das Problem, dass ich meine Skis nicht auf den Fusstaster bringe habe ich mit meiner Grösse (193cm) bei ca. 30% von allen Sesselbahnen🙈 Meistens solche von Leitner, aber halt auch viele von Poma, die ja häufig die selben sind, da sie ja zu Leitner gehören... Aber bei den KSB's von Poma habe ich dieses Problem fast nie, nur immer bei den Fixen...
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Re: Skifahren in Frankreich | 17.-23.03.2026

Beitrag von WackelPudding »

trainrunner hat geschrieben: 25.03.2026, 22:57
Da hast du offenbar kürzere Unterschenkel ;-)
Solange ich bei Poma kein Fuß auf die Fußrasten bekomme, bleibt der Hersteller für mich Schrott
Im Gegenteil🤣 Das Problem, dass ich meine Skis nicht auf den Fusstaster bringe habe ich mit meiner Grösse (193cm) bei ca. 30% von allen Sesselbahnen🙈 Meistens solche von Leitner, aber halt auch viele von Poma, die ja häufig die selben sind, da sie ja zu Leitner gehören... Aber bei den KSB's von Poma habe ich dieses Problem fast nie, nur immer bei den Fixen...
Ja, bei alten Leitner-Sesseln klappt das bei mir auch nie. Bei Neuen ist es i.d.R. kein Problem mehr. BMF klappt manchmal, aber eher in weniger als 50% der Fälle.
Girak ist auch ganz scheußlich in dieser Angelegenheit, aber das ist ja eine aussterbende Spezies.
DM passt eigentlich immer, auch bei ganz alten Anlagen.
Aber wir schweifen ab ;-)
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Re: Skifahren in Frankreich | 17.-23.03.2026

Beitrag von monoman »

Vielen Dank für deinen sehr interessanten und ausführlichen Bericht. Ich teile deine Einschätzungen weitgehend.
Les Arcs gefällt mir landschaftlich sehr gut. Das Problem dort ist, dass in den letzten 25 Jahren sehr viele Unterkünfte und Apartments neu gebaut wurden (Arc 1950, Vallandry, Arc 1800 Chantel und auch in Les Arcs 1600), sodass gewisse Pisten im Skigebiet sehr überfüllt sind.
Die von dir beschriebene Kompaktheit (was ja eigentlich ein Vorteil wäre) wird somit in der Hauptsaison zu einem Nachteil. La Plagne ist da viel weitläufiger, wo man immer eine ruhige Ecke findet.
Da ich hauptsächlich im Gelände und auf schwarzen Pisten unterwegs bin, bin ich von der Überfüllung gewisser blauer und roter Pisten natürlich weniger betroffen.
Dieses Jahr bin ich seit Langem wieder einmal in Les Trois Vallées, in Méribel-Mottaret, wo ich mich aktuell befinde. Vom Füllgrad her sehe ich keinen grossen Unterschied zu Paradiski, ausser in Val Thorens, wo rund um den Ort ein extremes Gewusel herrscht.
Vom Publikum her ist es sehr angenehm: hauptsächlich Franzosen und Briten. Spanisch habe ich auch viel gehört. Val Thorens und Orelle sind fest in osteuropäischer Hand.
Von der Grösse der 3V bin ich aktuell allerdings etwas überfordert. Es gibt so viele interessante und schöne Ecken, dass eine Woche kaum ausreicht, um alles wirklich zu erkunden.
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Re: Skifahren in Frankreich | 17.-23.03.2026

Beitrag von julizzi »

WackelPudding hat geschrieben: 19.03.2026, 18:32 Generell hat mir der italienische Skigebietsteil viel mehr gefallen. Tolles Panorama findet man zwar beiderseits der Grenze, aber die Pisten waren in Italien um Welten besser. Zudem war dort auch wesentlich weniger los. In La Rosiere musste man teilweise signifikant warten. In Italien war dies (fast) nie der Fall.
Ich hab es in La Rosière bei meinem Besuch genau anders wahrgenommen :lol: Frankreich war gut und leer und Italien eher voll und kürzere, schmalere Pisten.
Da ist es glaube ich wirklich sehr abhängig vom Besuchstag, was für eine Erfahrung man dort macht.

Mit der Pistenpräparation in Les Arcs hab ich ähnliche Erfahrungen gemacht, ich war selten in einem Gebiet wo die Pisten teils so schlecht und lieblos präpariert wurden. In La Plagne fande ich das deutlich besser, dennoch hatte ich auch Spaß in Les Arcs. Kann deine Kritik mit den vielen Kreuzungen aber auch sehr gut verstehen.
Ansonsten habe ich in Frankreich eigentlich gute Erfahrung mit der Präparierung gemacht, also in den 3 Vallées sind die Pisten immer top.
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Re: Skifahren in Frankreich | 17.-23.03.2026

Beitrag von julizzi »

WackelPudding hat geschrieben: 25.03.2026, 21:34 "Kuriose" Architektur am Berg:
Die funktionalen Zweckbauten haben mich weniger gestört, als gedacht. Tignes oder Les Arcs sind ja wahrlich keine Schönheiten, aber wie gesagt, störte mich dort der Anblick nicht. La Plagne fand ich wirklich sehr hässlich, sodass ich mich hier schon ab und an fragen musste, ob das so wirklich sein musste. Alle anderen Skiorte waren m.E. durchaus hübsch.
Wie du bereits angesprochen ist es halt als Tourist extrem komfortabel in solch einer Unterkunft zu wohnen. Supermarkt und Restaurants sind oft im gleichen Haus oder nur wenige Meter entfernt sowie Ski in&out überall. Auch was die Flächen Nutzung angeht ist dieses Modell für die Umwelt wahrscheinlich deutlich besser, da in Österreich und der Schweiz einfach viel mehr Flächen versiegelt sind. Zudem kann so auch Preis günstiges Skifahren angeboten werden.
Blendet man die Subjektivität ästhetischen Empfindens aus, muss man feststellen, dass hier wie auch in Val Thorens mit einem sehr geringen räumlichen Fußabdruck sehr viel Wirtschaftskraft entstanden ist, Auf zusammen neunzig Hektar stehen in Les Menuires und Val Thorens 53.000 Betten. Zum Vergleich: In Grindelwald in der Schweiz verteilen sich nur 8000 Betten auf mehr als 500 Hektar, eine um den Faktor 37 höhere Fläche pro Bett. Die Bauweise der Croisette mindert nicht nur die Versiegelung des Bodens, sie ist auch enorm funktional. Die Macher des Plan Neige dachten die Stationen konsequent von den Skifahrern her. Ganz gleich, ob zur Piste, zum Bäcker, ins Sportgeschäft, in die Bar oder zum Lebensmittelladen: Die Wege sind kurz, und sic verlaufen innerhalb der Gebäude.
Früher hab ich auch über diese Bauten gelacht aber es ist eigentlich nur Gewöhnungssache. Weil wer sagt das Skigebietsorte so aussehen müssen wie in Österreich? Wir weil wir damit aufgewachsen sind?

Ansonsten ist der größte Vorteil der Skigebiete in der Tarentaise, was glaube ich in Zukunft noch ein wichtiger Faktor sein wird. Ich würde meine Hand nicht ins Feuer legen, dass man in 50 Jahren noch genauso in Kitzbühel, am Wilden Kaiser usw. genauso Skifahrern kann, in der Tarentaise bestimmt.
Auch Energie wird hier oben weniger benötigt als in den klassischen Skiorten. Die Höhenlage sorgt dafür, dass die Skipisten in Les Menuires und Val Thorens fast ausnahmslos mit Naturschnee funktionieren, und für die wenigen beschneiter Abfahrten benötigt man der wegen niedrigeren Temperaturen weniger Strom als weiter unten. Der Anteil beschneiter Pisten liegt in ganz Frankreich bei nur 35 Prozent, in Österreich sind es 70, in Südtirol mehr als 90 Prozent. Zwar wusste man beim Aufstellen des Plan Neige noch nichts vom Klimawandel. Die einfache Formel, dass in größerer Höhe verlässlicher Schnee liegt, mehr Schnee eine längere Saison sowie ein qualitativ besseres Erlebnis bedeutet und das alles zusammen eine bessere Wirtschaftlichkeit verspricht, kannte man aber sehr wohl.
(Beide Zitate aus der FAZ)

Und ich bin auch eher groß gewachsen, hab daher bei alten Leitner und Poma Bahnen das gleiche Problem. Bei den meisten und vor allem bei den neuen Poma Anlagen bekomme ich meine Füße aber eigentlich immer auf die Fußraster. (Ich bin 190cm)
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Re: Skifahren in Frankreich | 17.-23.03.2026

Beitrag von WackelPudding »

Natürlich sind die Stationen rein objektiv betrachtet extrem praktisch und haben viele Vorteile.

Mit meinem verkehrsplanerischen Hintergrund sehe ich die hohe "Bevölkerungsdichte" da in vielerlei durchaus aus Vorteil (Flächenverbrauch, Nahversorgung, ÖV, etc.).

Dennoch würde ich persönlich nie in einem solchen Wohnblock dauerhaft leben wollen, sondern ich bin froh über unser Einfamilienhäuschen, wohlwissend, dass das aus ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten eigentlich die deutlich schlechtere Wahl ist. Da schlägt dann halt doch die Autonomie eines jeden Menschen zu, die dazu neigt, für sich persönlich möglichst viel Platz zu haben.

Für einen Skiurlaub ist das Konzept aber in der Tat wirklich recht komfortabel, auch wenn es nicht sonderlich hübsch ist.

Ich wollte mit den Punkten keinesfalls sagen, dass das französische Konzept besser oder schlechter ist, als anderswo. Mit DACH-Hintergrund sind diese Stationen halt einfach ungewohnt. Und abgesehen von La Plagne habe ich mich auch wirklich nicht dran gestört und die Bausünden in La Plagne kann man m.E. mit der Zeit dann auch gut ausblenden.
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Re: Skifahren in Frankreich | 17.-23.03.2026

Beitrag von monoman »

Ich liebe die Architektur in La Plagne und Les Arcs. Bei Schlechtwetter habe ich schon Stunden damit verbracht, alle Ecken und Winkel dieser riesigen Gebäude zu erkunden, und habe dabei immer wieder Neues entdeckt. Zusätzlich sind die einzelnen Gebäude oft untereinander mit Seilbahnen, Liften, Brücken und kleinen Standseilbahnen verbunden, was die Sache noch interessanter macht. Le Corbier ist ein weiteres Extrembeispiel mit Hochhäusern, die Namen wie „Zodiak“, „Vostok“, „Baikonour“ oder „Cosmos“ tragen – wie cool ist das denn? Leider war ich dort noch nie.

https://www.skipass.com/news/plagne-arc ... 60ans.html
https://en.lesarcs.com/discover-les-arc ... chitecture
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