Hohenbogen, 3.1.26, Retro im Woid bei Nacht

Antworten
fl0
Beiträge: 35
Registriert: 22.12.2025, 09:39
Skitage 20/21: 0
Skitage 21/22: 0
Skitage 22/23: 0
Skitage 23/24: 0
Fahrertyp: Alpinski
Wohnort: Bayern
Land: Deutschland
Hat sich bedankt: 44 Mal
Danksagung erhalten: 182 Mal

Hohenbogen, 3.1.26, Retro im Woid bei Nacht

Beitrag von fl0 »

Mein letzter Besuch am Hohenbogen bei Neukirchen liegt mittlerweile bestimmt fast 15 Jahre zurück. An diesem Abend sollte es nun mal wieder so weit sein. Bei meiner Ankunft kurz nach 18 Uhr setzte unerwartet starker Schneefall ein.
01.jpg

Geöffnet waren am Abend die Hohenbogenbahn und der Schlepplift am Brünnlhang. Das Internet verkündete zudem die Pisten 1, 4, 6, 9 und 10 als geöffnet. Die geöffnete Piste links vom Brünnlhanglift taucht weder auf dem Pistenplan noch auf der Webseite namentlich auf. Zur geöffneten Abfahrt „Wartnerwege“ kommen ich noch später.
00.jpg
Für faire 23€ holte ich mir eine 2h-Karte. Angesichts des eisigen Windes wollte ich nicht länger fahren. Das Parken ist kostenlos und die Pisten waren frisch präpariert.
02.jpg
Die DSB ist mittlerweile über 50 Jahre alt und hat eine geringe Förderleistung von gut 700 Personen pro Stunde. Entsprechend kreativ ist die Warteschlange organisiert. Wie im Freizeitpark geht es bei Tag mehrmals vor und zurück, bis man zum Einstieg kommt.
03.jpg
Kurz nach 18:30 schwebte ich gemütlich der Bergstation entgegen. Mit fast 1,4km und einem Höhenunterschied von beinahe 400 Metern rekordverdächtig für die Region.
04.jpg
Nach einigen Minuten wird die Mittelstation erreicht. Im Sommer startet hier eine uralte Muldenrodelbahn. Rechts die geschlossene Piste Nußberglstein und links die offene 9, Dowiashöhe.
05.jpg
Nach der Mittelstation öffnet sich der Blick in die geschlossene Ecksteinabfahrt. Bei meinem letzten Besuch vor vielen Jahr war sie geöffnet. Die Piste hat ebenfalls Flutlicht und Beschneimöglichkeiten.
06.jpg
Weiter oben trifft man auf die geschlossene Querung vom Sonnenhang mit der „oberen“ und „mittleren Liftschneise“, die ebenfalls beide mangels Schnees nicht befahrbar sind.
07.jpg
Blick in die geöffnet FIS-Strecke
08.jpg
Das Doppelmayr-Sesselmodell „Plastik-Gartenmöbel“ wurde um erstaunlich warme Isomatten ergänzt.
09.jpg
Der Fluter oben links markiert die Bergstation.
10.jpg
Oben angekommen bläst ein eisiger Wind.
11.jpg
Obwohl gut Andrang herrschte, blieben trotzdem immer wieder Sessel leer, da manche Probleme beim Einsteigen hatten.
12.jpg
Am Gipfel gibt’s ein kleines Gasthaus.
12a.jpg
Nach einer schön angelegten Pistenkombination mit vielen Kurven und wechselndem Gefälle kommt die Mittelstation in Sicht.
13.jpg
14.jpg
15.jpg
Danach geht es weiter über die Dowiashöhe zur Talstation.
16.jpg
Mittlerweile war gut Betrieb. Bei diesem Andrang braucht man ca. 25 Minute für ein Runde (10 Minuten warten, 12 Minuten Auffahrt und einige wenige Minuten für die Abfahrt).
17.jpg
Bei der nächsten Abfahrt wechselte ich zum Schlepplift, da dort deutlich weniger Andrang herrschte.
18.jpg
19.jpg
20.jpg
Der Schneefall hatte nach einer guten Stunde fast komplett nachgelassen.
Auf der linken Seite vom Schlepplift gibt es noch eine namenlose, aber komplett beschneite und beleuchtete Abfahrt. Hier ging’s richtig gut.
21.jpg

Insgesamt war die Schneeauflage auf den geöffneten Pisten ausreichend. Gelegentlich kam etwas Gras durch, wenn man zu sehr den Wurfbereich der Schneekanonen verließ.
22.jpg
Richtig ärgerlich war jedoch diese Stelle. Der Sonnenhang geht nach links weiter und geradeaus geht es in den Wartnerweg. Die Piste ist offiziell geöffnet und beleuchtet. Leider gab’s keinerlei Hinweis, dass die Abfahrt nicht beschneit ist und so krachte es nach keinen 100 Metern mehrmals ordentlich unter den Skiern und ich stand auf einem geschotterten Forstweg mit einer Naturschneeauflage von 1cm. Normalerweise beschwere ich mich nicht, aber so eine Piste offiziell zu öffnen und dazu KEINEN Hinweis auf die fehlende Schneeunterlage aufzustellen, finde ich absolut frech für Ortsunkundige. Ich habe dann abgeschnallt und wieder hochgetragen.
23.jpg
So sah der Belag des bereits älteren Skies aus. Statt weniger oberflächlicher Kratzer fehlt zum Teil Belag. Zum Glück hat’s die Kante nicht rausgerissen. Das wird dann zukünftig mein Steinski…
24.jpg
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor fl0 für den Beitrag (Insgesamt 11):
Bastichristopher91DiggaTwiggamafikSSnowboard-TobihitparadeDedesemaicedteahighlanderAndreHSchneegott
Snowboard-Tobi
Beiträge: 320
Registriert: 12.04.2024, 12:12
Skitage 20/21: 35
Skitage 21/22: 20
Skitage 22/23: 20
Skitage 23/24: 33
Fahrertyp: Snowboard
Wohnort: Regensburg
Land: Deutschland
Hat sich bedankt: 387 Mal
Danksagung erhalten: 1984 Mal

Re: Hohenbogen, 3.1.26, Retro im Woid bei Nacht

Beitrag von Snowboard-Tobi »

Das Gebiet hätte so viel Potential. Aber auch hier hat man in den damals "goldenen" Jahren gepennt...
Dein Ski schaut ja echt übel aus, insbesondere auch in der Nacht gefährlich so was zu öffnen...
fl0
Beiträge: 35
Registriert: 22.12.2025, 09:39
Skitage 20/21: 0
Skitage 21/22: 0
Skitage 22/23: 0
Skitage 23/24: 0
Fahrertyp: Alpinski
Wohnort: Bayern
Land: Deutschland
Hat sich bedankt: 44 Mal
Danksagung erhalten: 182 Mal

Re: Hohenbogen, 3.1.26, Retro im Woid bei Nacht

Beitrag von fl0 »

Volle Zustimmung. Aus vielen der größeren Skihänge hätte man sehr sehr viel rausholen können. Leider blieb die Erweiterung so gut wie überall aus. Das ist allerdings schon fast symptomatisch für die Region. Es gibt zwar einige Leuchttürme im Tourismus, egal ob Hotellerie oder Freizeitanlagen, aber viele sind leider noch immer bei "Pension Erna" aus den 70er hängengeblieben, teilweise sogar ganze "Städte" wie Zwiesel, die in den letzten 25 Jahren regelrecht abgestürzt sind.

Mal schauen, was ich mit dem Ski anstelle. Vielleicht lässt er sich nochmal grob flicken.
Antworten