Mein letzter Besuch am Hohenbogen bei Neukirchen liegt mittlerweile bestimmt fast 15 Jahre zurück. An diesem Abend sollte es nun mal wieder so weit sein. Bei meiner Ankunft kurz nach 18 Uhr setzte unerwartet starker Schneefall ein.
Geöffnet waren am Abend die Hohenbogenbahn und der Schlepplift am Brünnlhang. Das Internet verkündete zudem die Pisten 1, 4, 6, 9 und 10 als geöffnet. Die geöffnete Piste links vom Brünnlhanglift taucht weder auf dem Pistenplan noch auf der Webseite namentlich auf. Zur geöffneten Abfahrt „Wartnerwege“ kommen ich noch später.
Für faire 23€ holte ich mir eine 2h-Karte. Angesichts des eisigen Windes wollte ich nicht länger fahren. Das Parken ist kostenlos und die Pisten waren frisch präpariert.
Die DSB ist mittlerweile über 50 Jahre alt und hat eine geringe Förderleistung von gut 700 Personen pro Stunde. Entsprechend kreativ ist die Warteschlange organisiert. Wie im Freizeitpark geht es bei Tag mehrmals vor und zurück, bis man zum Einstieg kommt.
Kurz nach 18:30 schwebte ich gemütlich der Bergstation entgegen. Mit fast 1,4km und einem Höhenunterschied von beinahe 400 Metern rekordverdächtig für die Region.
Nach einigen Minuten wird die Mittelstation erreicht. Im Sommer startet hier eine uralte Muldenrodelbahn. Rechts die geschlossene Piste Nußberglstein und links die offene 9, Dowiashöhe.
Nach der Mittelstation öffnet sich der Blick in die geschlossene Ecksteinabfahrt. Bei meinem letzten Besuch vor vielen Jahr war sie geöffnet. Die Piste hat ebenfalls Flutlicht und Beschneimöglichkeiten.
Weiter oben trifft man auf die geschlossene Querung vom Sonnenhang mit der „oberen“ und „mittleren Liftschneise“, die ebenfalls beide mangels Schnees nicht befahrbar sind.
Blick in die geöffnet FIS-Strecke
Das Doppelmayr-Sesselmodell „Plastik-Gartenmöbel“ wurde um erstaunlich warme Isomatten ergänzt.
Der Fluter oben links markiert die Bergstation.
Oben angekommen bläst ein eisiger Wind.
Obwohl gut Andrang herrschte, blieben trotzdem immer wieder Sessel leer, da manche Probleme beim Einsteigen hatten.
Am Gipfel gibt’s ein kleines Gasthaus.
Nach einer schön angelegten Pistenkombination mit vielen Kurven und wechselndem Gefälle kommt die Mittelstation in Sicht.
Danach geht es weiter über die Dowiashöhe zur Talstation.
Mittlerweile war gut Betrieb. Bei diesem Andrang braucht man ca. 25 Minute für ein Runde (10 Minuten warten, 12 Minuten Auffahrt und einige wenige Minuten für die Abfahrt).
Bei der nächsten Abfahrt wechselte ich zum Schlepplift, da dort deutlich weniger Andrang herrschte.
Der Schneefall hatte nach einer guten Stunde fast komplett nachgelassen.
Auf der linken Seite vom Schlepplift gibt es noch eine namenlose, aber komplett beschneite und beleuchtete Abfahrt. Hier ging’s richtig gut.
Insgesamt war die Schneeauflage auf den geöffneten Pisten ausreichend. Gelegentlich kam etwas Gras durch, wenn man zu sehr den Wurfbereich der Schneekanonen verließ.
Richtig ärgerlich war jedoch diese Stelle. Der Sonnenhang geht nach links weiter und geradeaus geht es in den Wartnerweg. Die Piste ist offiziell geöffnet und beleuchtet. Leider gab’s keinerlei Hinweis, dass die Abfahrt nicht beschneit ist und so krachte es nach keinen 100 Metern mehrmals ordentlich unter den Skiern und ich stand auf einem geschotterten Forstweg mit einer Naturschneeauflage von 1cm. Normalerweise beschwere ich mich nicht, aber so eine Piste offiziell zu öffnen und dazu KEINEN Hinweis auf die fehlende Schneeunterlage aufzustellen, finde ich absolut frech für Ortsunkundige. Ich habe dann abgeschnallt und wieder hochgetragen.
So sah der Belag des bereits älteren Skies aus. Statt weniger oberflächlicher Kratzer fehlt zum Teil Belag. Zum Glück hat’s die Kante nicht rausgerissen. Das wird dann zukünftig mein Steinski…
Hohenbogen, 3.1.26, Retro im Woid bei Nacht
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Hohenbogen, 3.1.26, Retro im Woid bei Nacht
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Re: Hohenbogen, 3.1.26, Retro im Woid bei Nacht
Das Gebiet hätte so viel Potential. Aber auch hier hat man in den damals "goldenen" Jahren gepennt...
Dein Ski schaut ja echt übel aus, insbesondere auch in der Nacht gefährlich so was zu öffnen...
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Re: Hohenbogen, 3.1.26, Retro im Woid bei Nacht
Volle Zustimmung. Aus vielen der größeren Skihänge hätte man sehr sehr viel rausholen können. Leider blieb die Erweiterung so gut wie überall aus. Das ist allerdings schon fast symptomatisch für die Region. Es gibt zwar einige Leuchttürme im Tourismus, egal ob Hotellerie oder Freizeitanlagen, aber viele sind leider noch immer bei "Pension Erna" aus den 70er hängengeblieben, teilweise sogar ganze "Städte" wie Zwiesel, die in den letzten 25 Jahren regelrecht abgestürzt sind.
Mal schauen, was ich mit dem Ski anstelle. Vielleicht lässt er sich nochmal grob flicken.
Mal schauen, was ich mit dem Ski anstelle. Vielleicht lässt er sich nochmal grob flicken.
