Bikeferien in Olang (Pustertal) - 13.9. - 27.9.25

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Dave
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Bikeferien in Olang (Pustertal) - 13.9. - 27.9.25

Beitrag von Dave »

Vorwort
Schon das 3. Jahr in Folge verbringe ich 2 Wochen mit meinem Vater im Pustertal im Südtitol. Dabei sind wir jeweils in einer sehr hübschen Ferienwohnung mit äusserst freundlicher und zuvorkommenden Vermieterin in Olang am Fusse des Kronplatztes stationniert. Die Tage verbringen wir primär auf dem Mountainbike (ich mit Bio-Bike, mein Vater mit E-Bike), ab und zu legen wir aber auch einen Bike-Freien Tag ein.

13.9.25 - Anreise
Los geht es am Samstag Morgen mit dem Auto aus dem Raum Zürich ins Südtirol. Wir entscheiden uns dabei für die etwas längere, aber wohl schönere Strecke via Davos - Flüelapass - Ofenpass und Vinschgau. Fotos habe ich leider keine gemacht, da wir bis auf einen kurzen Halt zum Mittagessen in Zernez praktisch ohne Halt durchgefahren sind. Die Landschaft ist aber insbesondere im Nationalpark zwischen Zernez und dem Ofenpass jedes Mal aufs Neue überwältigend. Die anschliessende Fahrt durchs Vinschgau ist dann jeweis ziemlich zäh. Einerseits zieht sich die Strecke ordentlich in die Länge, andererseits stockt der Verkehr mangels Umfahrungen der Dörfer immer wieder. Ab Meran geht es dann dank Autostrasse, Autobahn und gut ausgebauter Strasse im Pustertal wieder deutlich besser voran. Da wir (inklusive Einkauf Bruneck) erst gegen 17:30 Uhr ankommen, machen wir nicht mehr allzu viel.

14.9. - Gsiesertal und Ratsberg
Der Sonntag beginnt mit Regen. Das stört mich aber gar nicht allzusehr. So kann ich nach der strengen Arbeitswoche und der langen Anreise am Vortag ohne schlechtes Gewissen ausschlafen :D. Im Verlauf des Vormittags bessert sich das Wetter aber zunehmend. So fahren wir nach dem Mittag los. Zuerst geht es dem Radweg folgend nach Welsberg und von dort ins Gsiesertal.
Unterwegs im Gsiesertal bei Durnwald
Unterwegs im Gsiesertal bei Durnwald
Aus Westen wird das Wetter immer besser.
Aus Westen wird das Wetter immer besser.
Im Gsiesertal fahren wir bis nach Oberplanken und zweigen dort in ein Kiessträsschen hoch in Richtung Ratsberg ab. Dabei fahren wir jedoch nicht direkt auf den Ratsberg, sondern umrunden ihn erstmals auf der Ostseite. Angekommrn auf der Südseite des Ratsberg gelangen wir zu diesem traumhaft schönen Aussichtspunkt:
Sextner Dolomiten, im Tal unten Toblach und Wahlen.
Sextner Dolomiten, im Tal unten Toblach und Wahlen.
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Sogar der Monte Cristallo bei Cortina ist in der Ferne zu sehen.
Sogar der Monte Cristallo bei Cortina ist in der Ferne zu sehen.
Danach fahren wir auf der Südseite hoch zu den Ratsberger Wiesen. Landschaftlich einfach eine Wucht:
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Von den Ratsberger Wiesen geht es dem Berghang entlang wieder zurück nach Welsberg, stehts begleitet vom Dolomiten-Panorama
Höhlensteintal mit Toblacher See
Höhlensteintal mit Toblacher See
Oberhalb von Niederdorf. Auch hier ist der Ausblick traumhaft schön.
Oberhalb von Niederdorf. Auch hier ist der Ausblick traumhaft schön.
Pragser Tal
Pragser Tal
Skigebiet von Sexten im Zoom
Skigebiet von Sexten im Zoom
Kronplatz
Kronplatz
Das Wetter zeigt sich mittlerweile von der besten Seite.
Das Wetter zeigt sich mittlerweile von der besten Seite.
Von Welsberg geht es schliesslich zurück über den Radweg nach Olang.

Eckdaten der Runde:
- Strecke: 51.8 km
- Aufstieg: 1180 m
- Fahrzeit: 3h 20 min
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Re: Bikeferien in Olang (Pustertal) - 13.9. - 27.9.25

Beitrag von Dave »

15.9.25 - Plätzwiese

Am zweiten Tag nehmen wir die Runde zur Plätzwiese in Angriff. Dabei fahren wir am Morgen mit dem Zug nach Toblach, da sich die Runde sonst schon stark in die Länge zieht. Die Fahrradmitnahme im Zug ist grunsätzlich problemlos. Einzig die dafür vorgesehenen Abteile sind etwas unpraktisch, da das Bike in den Mittelgang ragt, egal wie man es platziert. Dafür können die Abteile falls nicht für Fahrräder benötigt als ganz normale 4er Abteile genutz werden.

Ab Toblach fahren wir durch das landschaftlich äusserst schöne Höhlensteintal hinauf bis nach Schluderbach. Der Radweg ist hier teilweise auf der Trasse der ehemaligen Dolomitenbahn angelegt und entsprechend angenehm zu fahren.
Toblacher See
Toblacher See
Angelangt beim Drei-Zinnen-Blick
Angelangt beim Drei-Zinnen-Blick
Drei Zinnen im Zoom
Drei Zinnen im Zoom
Dürrensee mit dem Monte Cristallo dahinter
Dürrensee mit dem Monte Cristallo dahinter
In Schluderbach beginnt der Aufstieg hoch zur Plätzwiese. Dieser ist dank moderater Steigung angenehm zu fahren und mit knapp 600 Höhenmetern auch nicht übermässig lang.
Wenig unterhalb der Plätzwiese, Blick zum Monte Cristallo. Hier legen wir dann auch eine Mittagspause ein.
Wenig unterhalb der Plätzwiese, Blick zum Monte Cristallo. Hier legen wir dann auch eine Mittagspause ein.
Angekommen auf der Plätzwiese.
Angekommen auf der Plätzwiese.
Auf der Plätzwiese angelangt, fahren wir weiter hoch zum Strudelkopf. Der Weg ist zwar teilweise ordentlich steil und anspruchsvoll, jedoch bis ganz hoch fahrbar. Einzig die sehr vielen Wanderer sind etwas lästig, mit einer entsprechend rücksichtsvollen Fahrweise geht es aber ganz gut.
Angekommen auf dem Strudelkopf, Blick zurück in Richtung Plätzwiese mit der Hohen Gaisl dahinter.
Angekommen auf dem Strudelkopf, Blick zurück in Richtung Plätzwiese mit der Hohen Gaisl dahinter.
Blick zu den Drei Zinnen und den Sextner Dolomiten
Blick zu den Drei Zinnen und den Sextner Dolomiten
Drei Zinnen im Zoom
Drei Zinnen im Zoom
Cristallo-Gruppe
Cristallo-Gruppe
Blick durchs Höhlensteintal in Richtung Toblach.
Blick durchs Höhlensteintal in Richtung Toblach.
Nachdem wir den Ausblick genossen haben, fahren wir wieder runter zur Plätzwiese. Dort angekommen fahren wir bis zum Hotel Plätzwiese.
Wieder zurück auf der Plätzwiese
Wieder zurück auf der Plätzwiese
Beim Hotel entscheiden wir uns spontan dazu links abzubiegen. Der Weg führt uns nach kurzem Auf und Ab zur Stolla Alm, wo wir auf einen Kuchen einkehren.
Malerisch gelegene Stolla Alm
Malerisch gelegene Stolla Alm
Nach der Stätkung rollen wir runter nach Brückele. Von dort geht es schliesslich via Prags und Welsberg zurück nach Olang.
Unterwegs unterhalb der Stolla Alm
Unterwegs unterhalb der Stolla Alm
Angekommen in Brückele, Blick hoch in die Pragser Dolomiten
Angekommen in Brückele, Blick hoch in die Pragser Dolomiten
Eckdaten:
- Strecke: 57.6 km
- Aufstieg: 1270 m
- Fahrzeit: 4h 10 min
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Re: Bikeferien in Olang (Pustertal) - 13.9. - 27.9.25

Beitrag von Dave »

16.9.25 - Pragser Wildsee

Der Tag beginnt mit vielen Wolken. Bald zieht auch ein Regenschauer vorbei. So verbringen wir den Vormittag in der Ferienwohnung. Als sich nach dem Mittag die Sonne mehr und mehr zeigt, setzten wir uns aufs Bike. Ziel ist dabei der Pragser Wildsee.

Anstatt den direkten Weg zu nehmen, fahren wir aber zuerst rüber nach Niederrasen und von dort hoch nach Unterrain oberhalb von Taisten. Dort hat man einen herrlichen Ausblick über das Pustertal zum Kronplatz und zu den Dolomiten.
Unterwegs nach Unterrain, Blick über Olang zum Kronplatz und den ersten Ausläufern der Dolomiten
Unterwegs nach Unterrain, Blick über Olang zum Kronplatz und den ersten Ausläufern der Dolomiten
Blick ins Pustertal mit Welsberg und den Sextner Dolomiten im Hintergrund.
Blick ins Pustertal mit Welsberg und den Sextner Dolomiten im Hintergrund.
Danach fahren wir via Taisten wieder hinunter ins Tal nach Welsberg, wo wir die Talseite wechseln. Nun geht es über den Radweg hoch nach Schmieden im Pragser Tal. Dort endet der Radweg leider, sodass die verbleibende Strecke zum Pragser Wildsee zumindest abschnittsweise auf der viel befahrenen Strasse zurückgelegt werden muss. Immerhin kann man zwischendurch immer wieder auf Kiesstrassen im Wald ausweichen.
Unterwegs bei Schmieden, im Hintergrund der Dürrstein
Unterwegs bei Schmieden, im Hintergrund der Dürrstein
Der Pragser Wildsee an sich ist bildhübsch, leider aber auch sehr touristisch. Mit dem Parkplatz und der Bushaltestelle praktisch direkt am Seeufer jedoch auch nicht sonderlich verwunderlich. Dennoch lohnt sich meiner Meinung nach ein Ausflug hier hin allemal, zumindest bei Anreise mit dem Rad. Mit dem Auto oder Bus ist es zumindest in der Hochsaison aufgrund der Reservationspflicht (welche verständlicherweise vor einigen Jahren eingeführt wurde) dann doch etwas umständlicher.
Pragser Wildsee
Pragser Wildsee
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Vom Pragser Wildsee geht es wieder runter nach Schmieden und von dort über den Radweg via Welsberg zurück nach Olang. Auf dem Rückweg ziehen bedrohliche dunkle Wolken auf, der Regrn zieht dann aber schliesslich südlich vorbei, sodass wir trocken zurückkommen.
Ortseingang von Oberolang. Mittlerweile sind dunkle Wolken aufgezogen.
Ortseingang von Oberolang. Mittlerweile sind dunkle Wolken aufgezogen.
Eckdaten:
- Strecke: 48.6 km
- Aufstieg: 1010 m
- Fahrzeit: 3h 10 min
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Dave
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Re: Bikeferien in Olang (Pustertal) - 13.9. - 27.9.25

Beitrag von Dave »

17.9.25 - Innerfeldtal

Der heutige Tag beginnt bewölkt. Regen ist aber keiner angesagt. Da für die kommenden 4 Tage aber bestes Spätsommerwetter angesagt ist, möchten wir die Beine etwas schonen und deshalb eine kürzere Runde machen. So starten wir erst nach dem Mittag. Zuerst fahren wir mit dem Auto nach Innichen, wo es am Ortseingang zu meiner Verwunderung einen grossen, kostenlosen Parkplatz gibt. In der Schweiz ist das an einem solch touristischen Ort kaum mehr denkbar.

Vom Parkplatz geht es mit den Bikes weiter. Zuerst folgen wir dem Radweg nach Sexten bis zur Abzweigung ins Innerfeldtal. Von dort fahren wir über die für PKWs gesperrten Strasse (dafür gibt es einen Shuttlebus) hoch ins Tal. Die Landschaft ist dabei mit lichten Nadelwäldern und den darüber thronenden Dolomiten wunderschön.
Unterwegs ins Innerfeldtal.
Unterwegs ins Innerfeldtal.
Etwas weiter oben zeigt sich die Sonne immer häufiger
Etwas weiter oben zeigt sich die Sonne immer häufiger
Die Landschaft hier ist einfach phänomenal
Die Landschaft hier ist einfach phänomenal
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Der Aufstieg ist nicht allzu lang, sodass wir trotz der vielen Foto-Stopps bald die Hochebene und kurz darauf die Dreischusterhütte erreichen. Ab hier ist der weitere Weg leider mit einem Radfahr-Verbot belegt. So stellen wir die Räder ab und erkunden das Hochtal zu Fuss. Der Abstecher zu Fuss ist aber absolut lohnenswert, da die Landschaft hier einfach atemberaubend schön ist. Zudem ist es verglichen mit anderen Orten in den Dolomiten ziemlich leer, sodass wir nur eine Handvoll anderer Leute antreffen.
Angekommen bei der Dreischusterhütte, wo es auch diese kleine Kapelle gibt.
Angekommen bei der Dreischusterhütte, wo es auch diese kleine Kapelle gibt.
Bereits etwas weiter hinten im Tal. Die Landschaft ist einfach genial.
Bereits etwas weiter hinten im Tal. Die Landschaft ist einfach genial.
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Nachdem wir die Landschaft ausgiebig genossen haben, setzen wir uns wieder auf die Bikes. Teilweise über die Strasse teilweise über einfache Trails und später dann über den Radweg geht es wieder zurück zum Auto nach Innichen.
Ein letzter Blick zurück auf die Hochebene, bevor es wieder runter in Richtung Innichen geht.
Ein letzter Blick zurück auf die Hochebene, bevor es wieder runter in Richtung Innichen geht.
Technisch einfacher, aber landschaftlich reizvoller Trail auf den Weg nach unten
Technisch einfacher, aber landschaftlich reizvoller Trail auf den Weg nach unten
Das Innerfeldtal war mir bisher völlig unbekannt, hat mich heute aber mit der traumhaftschönen Landschaft vollends überzeugt. Zudem ist es hier zwar nicht leer, jedoch deutlich weniger voll als an den typischen Hotspots (Fischleintal, Plätzwiese, Pragser Wildsee, Drei Zinnen etc.), was den das Erlebnis nochmals erheblich verbessert.

Zum Schluss noch die Eckdaten:
Strecke: 20.2 km
Aufstieg: ca. 500 m
Fahrzeit: 1h 30 min
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Re: Bikeferien in Olang (Pustertal) - 13.9. - 27.9.25

Beitrag von icedtea »

Das war ja heute in der Tat ein "Recreation-Day"😉👍.
Insgesamt bin ich jedoch weiterhin fasziniert ob deiner Leistungsfähigkeit, auch wenn du natürlich auch im Höchstleistungsalter bist ☝️
Viel Spaß weiterhin; alles auch schön zu lesen und anzuschauen 😎
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Re: Bikeferien in Olang (Pustertal) - 13.9. - 27.9.25

Beitrag von Thueringer.Wald »

Vielen Dank für die ausgiebigen Berichte.
Wir selbst sind in Anfang Oktober für eine Woche mit den Bikes in Toblach.
Die Tour auf den Ratsberg habe ich direkt als Idee abgespeichert :)

Als "Königsetappe" haben wir eine Tour zu den Fanes geplant:
https://www.komoot.com/de-de/tour/22626 ... Zq&ref=wtd
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Re: Bikeferien in Olang (Pustertal) - 13.9. - 27.9.25

Beitrag von Dave »

Thueringer.Wald hat geschrieben: 18.09.2025, 09:52 Vielen Dank für die ausgiebigen Berichte.
Wir selbst sind in Anfang Oktober für eine Woche mit den Bikes in Toblach.
Die Tour auf den Ratsberg habe ich direkt als Idee abgespeichert :)

Als "Königsetappe" haben wir eine Tour zu den Fanes geplant:
https://www.komoot.com/de-de/tour/22626 ... Zq&ref=wtd
Es freut mich, dass meine Touren zumindest teilweise als Inspiration dienen.

Wie es der Zufall will, sind wir heute eine Runde im Gebiet Fanes-Sennes gefahren, jedoch als Rundtour ab Pederü (https://www.komoot.com/de-de/tour/25842 ... j6&ref=wtd). Der zugehörige Bericht folgt noch.

Die Kombination mit dem Kronplatz sieht aber auch ganz interessant aus. Zwei Punkte fallen mir aber spontan zu der von dir geplanten Runde ein:
- Der Aufstieg von Pederü zur Schutzhütte Fodara Vedla ist (wie von Komoot bereits bemerkt) ausgesprochen steil. Über weite Teile geht es da mit über 20% nach oben, in der Spitze sind es wohl über 30%. Das ist mit eines der steilsten Bergsträsschen die ich je gesehen habe. Falls ihr mit E-Bikes unterwegs seid, sollte der Aufstieg machbar sein, mit Bio-Bike würde ich aber eher davon abraten. Eine etwas weniger steile (wenn aber auch nicht flache) Alternative wäre es ab Pederü über das Tal daneben via Fanes-Hütte zu fahren (so ähnlich wie wir heute). Das hat landschaftlich auch Einiges zu bieten und ist meiner Meinung nach genau so schön wie der von euch vorgesehene Weg, ist wohl aber einige Kilometer weiter.
- Wenn ihr auf der Fodara Vedla Hütte seid, lohnt sich der Umweg über die Sennes Alm bzw. Sennes Hütte. Dort ist die Aussicht nochmals um einiges schöner da deutlich weniger durch Wald und umliegende Hügel eingeschränkt. Der Umweg bedingt jedoch ca. 150 zusätzliche Höhenmeter.
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Re: Bikeferien in Olang (Pustertal) - 13.9. - 27.9.25

Beitrag von Thueringer.Wald »

Wir sind mit dem E--Bike unterwegs, also sollte es machbar sein. Da wir auf den Kronplatz mit der Seilbahn nach oben wollen, sollten die Akkus auch noch nicht allzu stark strapaziert sein ;)
Nichtsdestotrotz könnten wir ja dann je nach Wetter und Kondition in Pederü entscheiden, in welche Richtung es geht. Auf jeden Fall vielen Dank für den Tipp!
Dave
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Re: Bikeferien in Olang (Pustertal) - 13.9. - 27.9.25

Beitrag von Dave »

18.9.25 - Fanes-Sennes

Für den Tag ist ungetrübter Sonnenschein angesagt. So geht es auf eine der Prachtstouren der Region, nämlich jene zur Fanes und Sennes Alm. Als Startpunkt dient dabei das Berghaus Pederü bei St. Vigil, welches wir mit dem Auto erreichen.

In Pederü angekommen, nehmen wir den Aufstieg in Richtung Fanes Hütte in Angriff. Der Aufstieg ist durchaus steil, sodass ich trotz der frischen Temperaturen bald ins Schwitzen komme. Die einmalige Landschaft lässt einen jedoch gut über die Anstrengungen des Aufstiegs hinwegsehen, und läd immer wieder zu einem Foto-Stopp ein.
Kurz nach dem Start in Pederü. Bereits beim Berghaus Pederü befindet man sich in mitten der steil abfallenden Felswände der Dolomiten.
Kurz nach dem Start in Pederü. Bereits beim Berghaus Pederü befindet man sich in mitten der steil abfallenden Felswände der Dolomiten.
Die erste Geländestufe ist überwunden, Blick zurück nach Pederü
Die erste Geländestufe ist überwunden, Blick zurück nach Pederü
Zwischen Pederü und der Fanes Hütte durchquert man diese maletische Hochebene.
Zwischen Pederü und der Fanes Hütte durchquert man diese maletische Hochebene.
Dito, Blick in die andere Richtung
Dito, Blick in die andere Richtung
Lago Piciodel
Lago Piciodel
Weiterer Aufstieg in Richtung Fanes Hütte. Landschaftlich einfach traumhaft schön.
Weiterer Aufstieg in Richtung Fanes Hütte. Landschaftlich einfach traumhaft schön.
Angelangt bei der Fanes Hütte, Blick in Richtung Almsiedlung und Lavarella Hütte.
Angelangt bei der Fanes Hütte, Blick in Richtung Almsiedlung und Lavarella Hütte.
Bei der Faneshütte angelangt, geht es weiter hoch zum Limosee. Insbesonere die letzten Meter sind nochmals sehr steil, dann ist aber der Pass erreicht und somit der erste Aufstieg des Tages geschafft.
Angelangt auf der Passhöhe beim Limosee. Blick zurück in Richtung Fanes Hütte
Angelangt auf der Passhöhe beim Limosee. Blick zurück in Richtung Fanes Hütte
Blick in Richtung Zehner und Neuner
Blick in Richtung Zehner und Neuner
Limosee
Limosee
Nachdem wir etwas die Ausicht genossen haben, geht es auf der Rückseite runter zur Grossfanesalm.
Unterwegs in Richtung Grossfanesalm können wir ein erstes Mal ein Blick ins Tal Richting Cortina werfen, wo es später runter gehen soll.
Unterwegs in Richtung Grossfanesalm können wir ein erstes Mal ein Blick ins Tal Richting Cortina werfen, wo es später runter gehen soll.
Angekommen bei der Grossfanesalm. Blick in Richtung Col de Locia, welcher rüber nach Armentarola im Gadertal führt
Angekommen bei der Grossfanesalm. Blick in Richtung Col de Locia, welcher rüber nach Armentarola im Gadertal führt
Über dem Pass ist knapp die Spitze der Marmolada zu sehen.
Über dem Pass ist knapp die Spitze der Marmolada zu sehen.
Grossfanesalm
Grossfanesalm
Bei der Grossfanesalm angelangt, biegen wir links ab und fahren durch das landschaftlich sehr reizvolle Tal in Richtung Cortina, wobei wir unterwegs eine Mittagspause einlegen.
Unterwegs im Tal Richtung Cortina mit den Imposanten Felswänden des Col Bechei
Unterwegs im Tal Richtung Cortina mit den Imposanten Felswänden des Col Bechei
Nach einiger Zeit erreichen wir die Fanes Wasserfälle. Der Aussichtspunkt dort bietet einen schönen Ausblick über das Tal sowie in die beeindruckende Schlucht.
Aussichtspunkt bei den Fanes Wasserfällen
Aussichtspunkt bei den Fanes Wasserfällen
Interessante deutsche Übersetzung, inbesondere wenn man bedenkt, dass nur wenige Kilometer nördlich in Toblach Deutsch gesprochen wird.
Interessante deutsche Übersetzung, inbesondere wenn man bedenkt, dass nur wenige Kilometer nördlich in Toblach Deutsch gesprochen wird.
Kurz darauf ist der Talboden erreicht. Zuerst folgen wir noch etwas dem Fluss, bevor wir links abbiegen und in den zweiten Anstieg des Tages hoch zur Sennes-Hütte starten.
Angekommen im Talboden
Angekommen im Talboden
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Auch auf dem Aufstieg zur Sennes Alm ergeben sich immer wieder schöne Ausblicke
Auch auf dem Aufstieg zur Sennes Alm ergeben sich immer wieder schöne Ausblicke
Blück über das Tal, wo wir zuvor noch unterwegs waren, zur Tofana.
Blück über das Tal, wo wir zuvor noch unterwegs waren, zur Tofana.
Etwas oberhalb des Rifugio Ra Stua erreichen wir eine Verzweigung. Die von der Kronplatz-Region vorgeschlagene Route führt hier geradeaus weiter auf direktem Weg zur Sennes Hütte. Die entsprechende Strasse ist jedoch extrem steil und weist viele lose Steine auf. Entsprechend ist der Aufstieg dort sehr anspruchsvoll und zwang uns bei unserer ersten Fahrt vor 2 Jahren mehrfach zum schieben. Aus diesem Grund entscheiden wir uns für den linken Weg. Dieser führt zur Schutzhütte Fodara Vedla. Auch dieser Weg ist durchaus steil, jedoch für mich vollständig fahrbar.
Oberhalb des Rifugio Ra Stua. Hier zweigen wir von der offiziellen Route ab.
Oberhalb des Rifugio Ra Stua. Hier zweigen wir von der offiziellen Route ab.
Auf dem Weg zur Schutzhütte Fodara Vedla, Blick rüber zur Hohen Gaisl
Auf dem Weg zur Schutzhütte Fodara Vedla, Blick rüber zur Hohen Gaisl
Angelangt bei der Schutzhütte Fodara Vedla
Angelangt bei der Schutzhütte Fodara Vedla
Angekommen bei der Schutzhütte Fodara Vedla nehmen wir noch die verbleibenden 150 Höhenmeter hoch zur Sennes Hütte in Angriff.
Angelangt beim Aussichtspunkt vor der Sennes Hütte.
Angelangt beim Aussichtspunkt vor der Sennes Hütte.
Dito, Blick in Richtung Cortina
Dito, Blick in Richtung Cortina
Monte Cristallo
Monte Cristallo
Hohe Gaisl
Hohe Gaisl
Bei der Sennes Hütte angelangt, entscheiden wir uns spontan noch zur Seekofel-Hütte hochzufahren. Im Gegensatz zu den anderen Aufstiegen des Tages ist diese Strasse relativ flach und somit auch mit müden Beinen noch sehr angenehm zu fahren. Von der Seekofelhütte steige ich schliesslich noch zu Fuss die fehlenden rund 50 Höhenmeter zur Ofenscharte auf, von wo der Ausblick nochmals ein Stück besser ist.
Phänomenale Aussicht von der Ofenscharte. Unten ist die Seekofelhütte zu sehen
Phänomenale Aussicht von der Ofenscharte. Unten ist die Seekofelhütte zu sehen
Dito, Blick in Richtung Fanesgruppe
Dito, Blick in Richtung Fanesgruppe
Von der Seekofelhütte geht es schliesslich via Sennes Hütte zurück nach Pederü. Der letzte Teil der Abfahrt hat es jedoch nochmals in sich, da die Strasse teilweise mit 30% und mehr nach unten führt. So eine steile Strasse habe ich kaum je an einem anderen Ort zu Gesicht bekommen.
Auf dem Rückweg zur Senneshütte, stehts begleitet vom eindrücklichen Panorama.
Auf dem Rückweg zur Senneshütte, stehts begleitet vom eindrücklichen Panorama.
Zurück bei der Sennes Hütte
Zurück bei der Sennes Hütte
Angekommen in Pederü
Angekommen in Pederü
Fazit:
Die Fanes-Sennes Runde ist zwar aufgrund der steilen Anstiege durchaus anstrengend, begeistert aber jedes Mal von neuem mit der einmalig schönen Landschaft. In Kombination mit dem perfekten Wetter und den sommerlichen Temperaturen an diesem Tag einfach eine absolute Traumtour. Sie zählt wohl zu den schönsten Mountainbike-Runden der Dolomiten und ist landschaftlich mit das Beste, was die Kronplatz-Region zu bieten hat.

Eckdaten:
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- Aufstieg: 1790 m
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Re: Bikeferien in Olang (Pustertal) - 13.9. - 27.9.25

Beitrag von icedtea »

Das ist wieder ein beachtliches "Träumchen", was du uns da präsentierst☝️👍
Wegen der Übersetzung: Während 80-90% der deutsch- und wahrscheinlich 100% der ladinischsprachigen Südtiroler leidlich bis gut italienisch sprechen, hat es leider bestimmt mehr als die Hälfte der italienisch-sprachigen Südtiroler nicht mit der deutschen Sprache. Über Trentino und Belluno etc. brauchen wir nicht zu reden😎
Da wird dann billige Internet-Übersetzung genutzt 🤦‍♂️ Da verstehe ich besser italienisch, als den Kauderwelsch 🤣
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Re: Bikeferien in Olang (Pustertal) - 13.9. - 27.9.25

Beitrag von Thueringer.Wald »

Mega Tour! Mal schauen, ob unser Plan in 2 Wochen dann auch so aufgeht ;)
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Re: Bikeferien in Olang (Pustertal) - 13.9. - 27.9.25

Beitrag von Dave »

icedtea hat geschrieben: 21.09.2025, 21:58 Das ist wieder ein beachtliches "Träumchen", was du uns da präsentierst☝️👍
Wegen der Übersetzung: Während 80-90% der deutsch- und wahrscheinlich 100% der ladinischsprachigen Südtiroler leidlich bis gut italienisch sprechen, hat es leider bestimmt mehr als die Hälfte der italienisch-sprachigen Südtiroler nicht mit der deutschen Sprache. Über Trentino und Belluno etc. brauchen wir nicht zu reden😎
Da wird dann billige Internet-Übersetzung genutzt 🤦‍♂️ Da verstehe ich besser italienisch, als den Kauderwelsch 🤣
Das Schild war in der Nähe von Cortina, sprich in der Provinz Belluno. Dass dort die meisten kein Deutsch sprechen ist mir klar. Trotzdem denke ich mir jeweils, dass es wohl so nahe an der Sprachgrenze sicherlich jemanden im Team/Bekanntenkreis geben müsste, der halbwegs gut Deutsch spricht und das kurz gegenchecken könnte, bevor man solch ein Kauderwelsch-Schild druckt. Ähnliches habe ich übrigens auch schon in der Schweiz im französischsprachigen Teil des Wallis gesehen, wo die Sprachgrenze ja ähnlich nahe liegt.
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Re: Bikeferien in Olang (Pustertal) - 13.9. - 27.9.25

Beitrag von Dave »

19.9.25 - Alta Badia

Auch für diesen Tag ist wieder Prachtswetter angesagt. Geplant ist eine Runde im oberen Gadertal, wohl besser bekannt unter dem ladinischen bzw. italienischen Namen Alta Badia.

Wir starten bei einem Parkplatz zwischen Abtei und Stern. Von dort fahren wir zuerst runter ins Dorf von Abtei zur Talstation der neuen Gondelbahn nach La Crusc. Dort startet der erste Aufstieg des Tages. Dieser führt uns zuerst nach Furnacia und dann hoch zu den Armentara-Wiesen.
Kurz nach dem Start des Aufstiegs am Dorfrand von Abtei
Kurz nach dem Start des Aufstiegs am Dorfrand von Abtei
Unterwegs nach Furnacia ergeben sich immer wieder solche Ausblicke in die Dolomiten
Unterwegs nach Furnacia ergeben sich immer wieder solche Ausblicke in die Dolomiten
Kurz vor Furnacia, Blick ins untere Gadertal. Im Hintergrund sind die Berge an der Grenze zu Österreich zu sehen. Müsste sich wohl um den Zillertaler Hauptkamm handeln.
Kurz vor Furnacia, Blick ins untere Gadertal. Im Hintergrund sind die Berge an der Grenze zu Österreich zu sehen. Müsste sich wohl um den Zillertaler Hauptkamm handeln.
Zillertaler Hauptkamm im Zoom
Zillertaler Hauptkamm im Zoom
Angekommen auf den Armentara-Wiesen. Darüber thront der Zehner und der Heiligkreuzkofel
Angekommen auf den Armentara-Wiesen. Darüber thront der Zehner und der Heiligkreuzkofel
Von den Armentara-Wiesen fahren wir über das teilweise steile Kiessträsschen weiter hoch in Richtung Heiligkreuz (auf ladinisch La Crusc). Kurz bevor wir die Kirche erreichen, legen wir eine Mittagspause auf einer Bank mit traumhafter Aussicht auf den Heiligkreuzkofel ein.
Aussicht während der Mittagspause, einfach wunderschön
Aussicht während der Mittagspause, einfach wunderschön
In die andere Richtung lassen sich von der Bank die Berge rund um die Sellagruppe erblicken
In die andere Richtung lassen sich von der Bank die Berge rund um die Sellagruppe erblicken
Auch die Marmolada ist zu sehen.
Auch die Marmolada ist zu sehen.
Nach dem Mittag nehmen wir noch die letzten Meter zum Heiligkreuz in Angriff. Rund um die Kirche Heiligkreuz ist doch ordentlich was los an diesem Tag. Bei dieser Aussicht und der guten Erreichbarkeit via Gondelbahn aber nicht weiter verwunderlich.
Angekommen bei der Kirche Heiligkreuz, Blick hoch zum Heiligkreuzkofel.
Angekommen bei der Kirche Heiligkreuz, Blick hoch zum Heiligkreuzkofel.
Blick in die andere Richtung zu Marmolada, Sellagruppe, Sassongher und co.
Blick in die andere Richtung zu Marmolada, Sellagruppe, Sassongher und co.
Nachdem wir etwas die Aussicht genossen haben, geht es weiter über den Weg Nr. 15 nach St. Kassian. Dieser ist im oberen Abschnitt durchaus anspruchsvoll. Der Weg verläuft hier praktisch auf konstanter Höhe. Deshalb gibt es immerwieder kurze trickreiche Uphillabschnitte über Felsen und Wurzelfelder. Ich komme bis auf 2-3 Ausnahmen ohne abzusteigen durch, mein Vater bekundet trotz E-Bike etwas mehr Mühe. Sobald es beginnt abwärts zu gehen, geht der Weg in eine Kiesstrasse über und ist somit (trotz teilweise grosser Steilheit) einfach zu fahren.
Unterwegs nach St. Kassian, Blick zum Piz Lavarela
Unterwegs nach St. Kassian, Blick zum Piz Lavarela
Etwas weiter unten, Blick rüber zum Piz La Ila und zum Sassongher
Etwas weiter unten, Blick rüber zum Piz La Ila und zum Sassongher
Angekommen in St. Kassian beginnt der zweite Aufstieg des Tages. Zuerst geht es hoch nach Armentarola. Für Mitte September ist es mittlerweile sehr warm (geschätzt gegen die 25°). In Kombination mit der prallen Sonne und der absoluten Windstille komme ich doch ordentlich ins Schwitzen. Es fühlt sich teilweise wie im Hochsommer an.
Angekommen in Armentarola mit dem imposanten Piz Lavarela und Piz Cunturines
Angekommen in Armentarola mit dem imposanten Piz Lavarela und Piz Cunturines
Kurz nach Armentarola, die Landschaft ist hier einfach überall äusserst schön.
Kurz nach Armentarola, die Landschaft ist hier einfach überall äusserst schön.
Angekommen in Armentarola, fahren wir auf der rechten Talseite hoch zum Störes, welcher sich etwas oberhalb der Seilbahnstation auf Pralongià befindet. Langsam beginnen sich die vielen Bike-Tage doch bemerkbar zu machen, hinzu kommen die sehr warmen, teilweise schon fast heissen Temperaturen. So bekunde ich beim Aufstieg doch etwas mehr Mühe als sonst üblich. Auf dem Störes angekommen entschädigt der 360° Rundumblick in die Dolomiten dann aber für die Mühen des Aufstiegs. Diverse bekannte Gipfel wie die Marmolada, der Piz Boè (höchster Punkt der Sellagruppe), der Sassongher, der Heiligkreuzkofel, der Lagazuoi oder die Tofana sind von hier aus zu sehen. In Richtung Norden reicht der Blick bis zum Zillertaler Hauptkamm.
Angekommen auf dem Störes. Blick rüber zur Sellagruppe
Angekommen auf dem Störes. Blick rüber zur Sellagruppe
Blick zur Marmolada
Blick zur Marmolada
Marmolada im Zoom
Marmolada im Zoom
Berggrat in Richtung Piz La Ila, dahinter der Sassongher
Berggrat in Richtung Piz La Ila, dahinter der Sassongher
Blick in die andere Richtung (Osten) zum Setsas
Blick in die andere Richtung (Osten) zum Setsas
Fanesgruppe. Im Hintergrund schaut noch die Spitze der Tofana hervor.
Fanesgruppe. Im Hintergrund schaut noch die Spitze der Tofana hervor.
Zoom zum Lagazuoi und der Tofana dahinter.
Zoom zum Lagazuoi und der Tofana dahinter.
Auch von hier ist der Zillertaler Hauptkamm zu sehen
Auch von hier ist der Zillertaler Hauptkamm zu sehen
Vom Störes folgen wir dem Berggrat bis zur Betgstation der "Braia Fraida", stets mit dem Dolomitenpanorama im Blick. Dort zweigen wir links ab und fahren runter nach Corvara. Schliesslich rollen wir über den Radweg gemütlich zurück nach Stern und zum Auto.
Unterwegs auf dem Bergkamm, stehts den Sassongher im Blick
Unterwegs auf dem Bergkamm, stehts den Sassongher im Blick
Angekommen in Corvara, Blick zum Sassongher
Angekommen in Corvara, Blick zum Sassongher
Somit geht ein weiterer Traumtag in den Dolomiten zu Ende.

Eckdaten:
- Strecke: 44.3 km
- Aufstieg: 1540 m
- Fahrzeit: 4 h
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Re: Bikeferien in Olang (Pustertal) - 13.9. - 27.9.25

Beitrag von Thueringer.Wald »

Wir haben im letzten Jahr die Tour ziemlich ähnlich gemacht
https://www.komoot.com/de-de/tour/17233 ... Wr&ref=wtd

Allerdings haben wir La Crusc1 als Unterstützung genutzt.
Zurück nach Corvara haben wir die beiden Trails ab Pralongia genutzt, welche sehr zu empfehlen sind.
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Re: Bikeferien in Olang (Pustertal) - 13.9. - 27.9.25

Beitrag von highlander »

Vielen Dank für diesen tollen Berichte aus dieser wunderbaren Gegend.

Ich bin dort öfters im Winter, dort am Parkplatz an der Straße bei Armenterola, befindet sich das für mich schönste Langlaufzentrum im Winter... :D

Je nach Schneelage haben sie dort mit Hilfe von Depotschnee Anfang Dezember die ersten Kilometer an Loipen gespurt...
die Länge ist oft abhängig wieviel Schnee sie an die Gran Risa für den Weltcup abgeben müssen...
Aber 3 Km war bisher das kürzeste bei ganz wenig Naturschnee..

Es ist ein Traum nicht nur mit dem Bike, sondern auch mit den Skating Skiern in dieser einmaligen Landschaft Sport treiben zu können... :D

Das Panorama ist einfach überwältigend...

Nachfolgend 2 Bilder bei weniger Schnee, und 2 Bilder bei mehr Schnee...
DSC_0253.JPG
DSC_0256.JPG
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Re: Bikeferien in Olang (Pustertal) - 13.9. - 27.9.25

Beitrag von Dave »

Thueringer.Wald hat geschrieben: 23.09.2025, 10:01 Wir haben im letzten Jahr die Tour ziemlich ähnlich gemacht
https://www.komoot.com/de-de/tour/17233 ... Wr&ref=wtd

Allerdings haben wir La Crusc1 als Unterstützung genutzt.
Zurück nach Corvara haben wir die beiden Trails ab Pralongia genutzt, welche sehr zu empfehlen sind.
Vielen Dank für den Tipp mit den Trails. Mein Vater ist mittlerweile eher zurückhaltend bezüglich Trails. Deshalb habe ich sie bei der spontanen Anpassung der Route am Vorabend aussen vor gelassen. Wie ich jetzt aber gesehen habe, sind die Trails wohl eher leicht zu fahren und wären somit auch für meinen Vater problemlos machbar gewesen. Sollten wir nächstes Jahr nochmals hier hin kommen, werden wir die beiden Trails wohl auch nutzen.
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Re: Bikeferien in Olang (Pustertal) - 13.9. - 27.9.25

Beitrag von Dave »

20.9.25 - Marchkinkele

Das gute Wetter bleibt uns noch etwas erhalten. So können wir an diesem Tag die nächste Prachtstour in Angriff nehmen. Ziel ist dieses Mal das Marchkinkele oberhalb von Toblach an der Grenze zu Österreich.

Am Morgen fahren wir mit den Auto nach Toblach, wo wir unsere Runde starten. Zuerst geht es über Wahlen hoch zur Silvesteralm. Morgens ist es in diesem schattigen Tal noch sehr frisch. Da es vorerst auch nur mit geringer Steigung nach oben geht, dauert es eine ganze Weile, bis es angenehm warm wird. Einmal an der Sonne und im Aufstieg angekommen, sind die Temperaturen dann aber wieder sommerlich warm.
Angekommen bei der Silvesteralm. Noch sind die Dolomiten nicht zu sehen, das Tal ist aber auch durchaus hübsch.
Angekommen bei der Silvesteralm. Noch sind die Dolomiten nicht zu sehen, das Tal ist aber auch durchaus hübsch.
Etwas oberhalb der Alm, Blick zurück auf das Silvestertal, durch welches wir zuvor hochgefahren sind. Im Hintergrund sind der Ratsberg sowie der Kronplatz zu sehen.
Etwas oberhalb der Alm, Blick zurück auf das Silvestertal, durch welches wir zuvor hochgefahren sind. Im Hintergrund sind der Ratsberg sowie der Kronplatz zu sehen.
Von der Silvesteralm geht es über die Militärstrasse weiter nach oben in Richtung Strickberg. Bald lichtet sich der Wald und gibt zum ersten Mal den Blick zu den Sextner Dolomiten frei:
20250920_103508.jpg
Bald darauf ist die Waldgrenze erreicht, sodass wir nun praktisch permanent das überwältigende Panorama geniessen können, welches mit jedem gewonnenen Höhenmeter immer besser wird.
Bereits einige Kehren weiter oben. Mittlerweile sind die Sextner Dolomiten in ihrer vollen Pracht zu sehen.
Bereits einige Kehren weiter oben. Mittlerweile sind die Sextner Dolomiten in ihrer vollen Pracht zu sehen.
Der Aufstieg zieht sich dann doch in die Länge. Ab Toblach sind immerhin rund 1300 Höhenmeter zu überwinden. Auch wenn ich bisher die vielen Höhenmeter der vergangenen Tage erstaunlich gut wegstecke, macht sich langsam doch eine gewisse Müdigkeit in den Beinen bemerkbar. So geht es langsam Kehre um Kehre nach oben, bis irgendwann wenig unterhalb des Strickbergs der Kulminationspunkt der Strasse erreicht ist. Hier deponieren wir die Bikes und steigen zu Fuss zum wenige Meter höher gelegenen Gipfel des Strickbergs auf. Dort legen wir eine Mittagspause ein und geniessen die Aussicht.
Angekommen am Kulminationspunkt der Strasse.
Angekommen am Kulminationspunkt der Strasse.
Dolomitenpanorama vom Strickberg
Dolomitenpanorama vom Strickberg
Innerfeldtal, wo wir 3 Tage zuvor waren. Darüber sind zwei der drei Zinnen sind zu sehen.
Innerfeldtal, wo wir 3 Tage zuvor waren. Darüber sind zwei der drei Zinnen sind zu sehen.
Fischleintal mit Zwölferkofel
Fischleintal mit Zwölferkofel
Blick Richtung Osten. Der weitere Verlauf der Militärstrasse bis kurz vor die österreichische Grenze ist gut zu erkennen.
Blick Richtung Osten. Der weitere Verlauf der Militärstrasse bis kurz vor die österreichische Grenze ist gut zu erkennen.
Blick nach Südwesten über das Pustertal
Blick nach Südwesten über das Pustertal
Blick nach Nordwesten. Im Hintergrund ist unter anderem die Riesenfernergruppe zu sehen.
Blick nach Nordwesten. Im Hintergrund ist unter anderem die Riesenfernergruppe zu sehen.
Nach dem Mittag fahren wir rüber zur Marchhütte. Von dort sind es noch wenige Meter zu Fuss hoch zum Marchkinkele auf der Grenze zu Österreich. Auch diesen Gipfel besteigen wir, um einen Blick auf die "Rückseite" nach Österreich werfen zu können.
Auch die Aussicht von der Marchhütte kann sich durchaus sehen lassen, auch wenn sie nicht ganz mit jener vom Strickberg mithalten kann.
Auch die Aussicht von der Marchhütte kann sich durchaus sehen lassen, auch wenn sie nicht ganz mit jener vom Strickberg mithalten kann.
Auf dem Marchkinkele, Blick nach Nordwesten ins österreichische Villgratental
Auf dem Marchkinkele, Blick nach Nordwesten ins österreichische Villgratental
Blick nach Nordosten ins Villgratental
Blick nach Nordosten ins Villgratental
Danach entschliessen wir uns dazu nach Sillian abzufahren. So folgen wir zuerst weiter der Militärstrasse, welche kurz vor der Grenze endet. Danach geht es auf einem kurzen Trail über die Grenze, bis wir in Österreich wieder auf eine Strasse treffen. Der gesamte Abschnitt ist traumhaft schön, da man permanent das Dolomitenpanorama geniessen kann.
Unterwegs gibt es ein paar kleine Seelein, welche sich prima als Fotomotiv eignen
Unterwegs gibt es ein paar kleine Seelein, welche sich prima als Fotomotiv eignen
Unterwegs auf dem Trail nahe der Grenze. Im Hintergrund ist die Bergstation der Sesselbahn Thurntaler im Skigebiet von Sillian zu erkennen.
Unterwegs auf dem Trail nahe der Grenze. Im Hintergrund ist die Bergstation der Sesselbahn Thurntaler im Skigebiet von Sillian zu erkennen.
Angekommen in Österreich. Auch hier ist das Panorama unglaublich schön.
Angekommen in Österreich. Auch hier ist das Panorama unglaublich schön.
Angelangt in Österreich wartet ein kurzer, aber steiler Gegenanstieg auf uns. Dann geht es über die Kiesstrasse zuerst zur Bergstation der Gondelbahn aus Sillian in Gadein und dann runter nach Sillian. Auch hier ist das Panorama (wenn nicht gerade durch den Wald verdeckt) traumhaft schön.
Blick über das Pustertal zu den Sextner Dolomiten
Blick über das Pustertal zu den Sextner Dolomiten
Auch sonst ist die Landschaft schön hier. Im Hintergrund ist das Winkeltal zu sehen.
Auch sonst ist die Landschaft schön hier. Im Hintergrund ist das Winkeltal zu sehen.
Blick Richtung Lienzer Dolomiten und Gailtal
Blick Richtung Lienzer Dolomiten und Gailtal
Angelangt in Sillian, fahren wir schliesslich dem Drau-Radweg folgend zurück nach Toblach. Das zieht sich dann doch nochmals ordentlich in die Länge. Immerhin sind hier noch über 17 km und über 100 Höhenmeter zu bewältigen.

Das war wieder ein sehr gelungener Tag. Der Strickberg mit seiner Militärstrasse und dem einmaligen Panorama ist einfach ein ideales Ziel für jeden Biker. Nicht umsonst führt auch der Stoneman dort hoch.

Eckdaten:
- Strecke: 54.9 km
- Aufstieg: 1580 m
- Fahrzeit: 4h 20 min
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Re: Bikeferien in Olang (Pustertal) - 13.9. - 27.9.25

Beitrag von Dave »

21.9.25 - Helm und Fischleintal

Auch der letzte Tag mit Kaiserwetter will ausgenutzt werden. Ziel ist an diesem Tag der Helm oberhalb von Sexten.

Wir starten beim Parkplatz an der Talstation in Vierschach. Von dort beginnen wir den langen und steilen Anstieg zur Gondelbahnbergstation. Anfangs geht es noch mit moderater Steigung los. Mit zunehmender Höhe werden aber die steilen Abschnitte immer häufiger und immer steiler. Rampen mit 15-20% sind keine Seltenheit. Oberhalb der Jägerhütte ist es dann für einen kurzen Abschnitt derart steil (>25 %), dass ich in Kombination mit dem stark ausgewaschenen Weg zum Schieben gezwungen werde. Immerhin hat man im oberen Teil immer wieder Ausblick auf die Sextner Dolomiten, was einen die Mühen des Aufstiegs doch etwas vergessen lässt.
Bereits ein gutes Stück ist hier geschafft. Blick über Sexten zur Rotwand, Fischleintal mit Zwölferkofel und Dreischusterspitze.
Bereits ein gutes Stück ist hier geschafft. Blick über Sexten zur Rotwand, Fischleintal mit Zwölferkofel und Dreischusterspitze.
Fischleintal im Zoom
Fischleintal im Zoom
Dreischusterspitze und Haunold
Dreischusterspitze und Haunold
Angekommen bei der Bergstation folgen wir weiterhin der Kiesstrasse, die Richtung Sillianer Hütte führt. Die ersten Meter verläuft die Strasse noch im Wald, bald ist aber die Baumgrenze erreicht, sodass man das Dolomitenpanorama uneingeschränkt geniessen kann.
Angekommen bei der Hahnspielhütte. Blick über Moos ins Fischleintal
Angekommen bei der Hahnspielhütte. Blick über Moos ins Fischleintal
Gleicher Standort, Blick zur Dreischusterspitze
Gleicher Standort, Blick zur Dreischusterspitze
Bereits etwas weiter oben, Blick zurück auf den Aufstiegsweg.
Bereits etwas weiter oben, Blick zurück auf den Aufstiegsweg.
Auf dem Bergkamm angelagnt, zweigen wir links ab. Dort wurde für den Umbau der Hütte auf den Helm neulich eine Schotterstrasse erstellt, welche bis auf den Gipfel des Helm führt. So ist nun der Weg bis (fast) ganz oben fahrbar. Einzig auf den letzten Metern wird die Strasse derart steil, dass ich das Schieben bevorzuge. Das Gipfelerlebnis ist hingegen dieses Jahr nicht ideal. Aufgrund der Baustelle ist praktisch der gesamte Gipfelbereich abgesperrt. Deshalb muss man etwas um den Gipfel herumgegen, um auf alle Seiten runtersehen zu können. Immerhin kann so aber dennoch das vollle Panorama genossen werden.
Angekommen auf dem Helm. Blich auf Moos und die Sextner Dolomiten.
Angekommen auf dem Helm. Blich auf Moos und die Sextner Dolomiten.
Blick zur Rotwand und Richtung Kreuzbergpass
Blick zur Rotwand und Richtung Kreuzbergpass
Südtiroler Teil des Pustertals
Südtiroler Teil des Pustertals
Osttiroler Teil des Pustertals
Osttiroler Teil des Pustertals
Blick rüber zum Marchkinkele, wo wir am Vortag waren.
Blick rüber zum Marchkinkele, wo wir am Vortag waren.
Marchkinkele im Zoom
Marchkinkele im Zoom
Gipfelhütte auf den Helm, an welcher aktuell gebaut wird.
Gipfelhütte auf den Helm, an welcher aktuell gebaut wird.
Während wir auf dem Helm das Panorama geniessen, bilden sich erste Quellwolken, hier rund um die Hochbrunnerschneid.
Während wir auf dem Helm das Panorama geniessen, bilden sich erste Quellwolken, hier rund um die Hochbrunnerschneid.
Nachdem wir die Aussicht in alle Richtungen ausgiebig genosden haben, legen wir unterhalb des Gipfels eine Mittagspause mit bestem Dolomitenpanorama ein. Danach fahren wir hoch zur Sillianer Hütte. Der Schlussanstieg dort hoch ist nochmals brutal steil, für mich aber gerade noch fahrbar.
Angekommen bei der Sillianer Hütte
Angekommen bei der Sillianer Hütte
In weiter Ferne ziehen im Westen dichtere Wolken auf. Wohl ein erster Vorbote des angekündeten Wetterumschwungs.
In weiter Ferne ziehen im Westen dichtere Wolken auf. Wohl ein erster Vorbote des angekündeten Wetterumschwungs.
Angekommen an der Sillianer Hütte fahre ich über den Trail weiter zu den Hollbrucker Seen. Mein Vater hingegen bevorzugt es via Kiesstrasse abzufahren und kehrt somit zur Bergstation der Gondelbahn zurück. Der Trail zu den Hollbrucker Seen ist grösstenteils gut fahrbar, einige Male muss ich jedoch absteigen und einige wenige Meter schieben.
Trail über den Bergkamm nach der Sillianer Hütte. Ein Traum für jeden Biker.
Trail über den Bergkamm nach der Sillianer Hütte. Ein Traum für jeden Biker.
Unterwegs hinter der Hornischegg. Der Trail ist hier mehrheitlich sehr gut fahrbar.
Unterwegs hinter der Hornischegg. Der Trail ist hier mehrheitlich sehr gut fahrbar.
Angekommen auf dem Sattel oberhalb der Hollbrucker Seen. Auch hier ist der Ausblick in die Sextner Dolomiten einfach fantastisch.
Angekommen auf dem Sattel oberhalb der Hollbrucker Seen. Auch hier ist der Ausblick in die Sextner Dolomiten einfach fantastisch.
Blick über den Kreuzbergpass. Im Hintergrund müsste wohl die Brentoni-Gruppe zu sehen sein.
Blick über den Kreuzbergpass. Im Hintergrund müsste wohl die Brentoni-Gruppe zu sehen sein.
Drei Zinnen im Zoom
Drei Zinnen im Zoom
Berge rund um die Hochbrunnerschneid
Berge rund um die Hochbrunnerschneid
Hollbrucker Seen, dahinter Sillian
Hollbrucker Seen, dahinter Sillian
Angekommen bei den Hollbrucker Seen zweige ich rechts ab und fahre über den Steig 133 runter zur Klammbachalm. Würde man hingegen weiter dem Berggrat folgen, so würde man als nächstes zur bekannten Demutpassage gelangen. Auf diese kann ich aber sehr gut verzichten, da wohl mit viel Schieben/Tragen verbunden. Doch auch der Steig 133 ist nicht ganz ohne. Etwas unterhalb des Berggrats ist der Weg stark ausgewaschen, sodass ich dort das Bike für einige Minuten runterschiebe. Bald gelangt man aber auf eine kleine Almstrasse, welche wiederum problemlos zu fahren ist.
Zoon hoch zur Demutpassage während der Abfahrt. Da kann ich gut darauf verzichten.
Zoon hoch zur Demutpassage während der Abfahrt. Da kann ich gut darauf verzichten.
Angekommen auf der Klammbachalm
Angekommen auf der Klammbachalm
Auch hier ist die Landschaft einfach wunderschön.
Auch hier ist die Landschaft einfach wunderschön.
20250921_134215.jpg
Abgekommen auf der Klammbachalm fahre ich weiter ab nach Moos, wo ich mich wieder mit meinem Vater treffe. Anschliessend fahren wir noch ins nahegelegene, malerische Fischleintal.
Unterwegs durch malerische Landschaften in Richtung Fischleintal
Unterwegs durch malerische Landschaften in Richtung Fischleintal
Angekommen beim Parkplatz im Fischleintal. Einfach traumhaft schön hier.
Angekommen beim Parkplatz im Fischleintal. Einfach traumhaft schön hier.
Dreischusterspitze
Dreischusterspitze
Einige Meter hinter der Talschlusshütte. Hier drehen wir um.
Einige Meter hinter der Talschlusshütte. Hier drehen wir um.
Von der Talschlusshütte fahren wir schliesslich über den Radweg via Moos, Sexten und Innichen zurück zum Auto in Vierschach. Im Gegensatz zum Tag davor geht es auf dem Rückweg aber grösstenteils bergab. Obwohl die Strecke bis zum Auto wiederum um die 17 km beträgt, ist die Rückfahrt so deutlich entspannter als am Tag davor.

So geht auch der letzte Schönwettertag zu Ende. Es war wiederum eine wunderschöne und sehr abwechslungsreiche Runde.

Eckdaten:
- Strecke: 48.4 km
- Aufstieg: 1660 m
- Fahrzeit: 4 h 30 min
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Re: Bikeferien in Olang (Pustertal) - 13.9. - 27.9.25

Beitrag von Dave »

22.9.25 - Kronplatz

Leider ist die Schönwetterperiode vorüber. So sind bereits am Morgen viele Wolken am Himmel. Noch ist es aber trocken und die Sonne drückt teilweise durch. So entscheiden wir uns den Vormittag für einen Ausflug zum Kronplatz zu nutzen.

Gegen 8:15 fahren wir in Olang los. Zuerst fahren wir hoch nach Gassl und von dort einige Kehren der Furkelpassstrasse entlang bis zum Hotel Hubertus hoch.
Angelangt beim Hotel Hubertus. Der Ausblick über Olang kann sich durchaus sehen lassen.
Angelangt beim Hotel Hubertus. Der Ausblick über Olang kann sich durchaus sehen lassen.
Riesenferner-Gruppe im Zoom
Riesenferner-Gruppe im Zoom
Beim Hotel angelangt, zweigen wir von der Passstrasse ab und fahren über ein kleines Asphaltsträsschen hoch zur Prackenhütte.
Auf dem Weg zur Prackenhütte, Blick ins Pustertal mit Olanger Stausee.
Auf dem Weg zur Prackenhütte, Blick ins Pustertal mit Olanger Stausee.
Über den Pragser Dolomiten bilden sich erste dunkle Wolken.
Über den Pragser Dolomiten bilden sich erste dunkle Wolken.
Bei der Prackenhütte steht ein Fahrverbot, welches explizit auch für Radfahrer gelten soll. Es folgt aber nicht etwa ein Trail oder schmales Weglein, sondern eine breite Kiesstrasse, welche bei Bauaktivitäten auf dem Kronplatz auch gerne mal mit dem LWK befahren wird. So ist das Fahrverbot für Radfahrer wenig verständlich :( . Zudem gibt es ab hier keinen alternativen Weg zum Kronplatz, für welchen wir nicht etliche Höhenmeter abfahren und später wieder aufsteigen müssten. So entscheiden wir uns trotz Verbot für eine Weiterfahrt. Kurz darauf sehen wir, dass zwei weitere Radfahrer am Verbotsschild vorbeifahren und kurz darauf nochmals zwei. An dieser Stelle ist das Verbot wohl praktisch nutzlos, das müsste wenn schon unten am Abzweig von der Passstrasse irgendwie gekennzeichet werden.

Wie auch immer, der Weg von der Prackenhütte hoch zur Mittelstation der Olang-Gondelbahn ist sehr steil und somit äusserst anstrengend zu fahren, insbesondere da die Beine von den langen Runden der Vortage doch etwas müde sind. So bin ich doch sehr froh, als wir an der Mittelstation angelangen. Noch fehlen aber rund 200 Höhenmeter. Auch diese sind nochmals sehr steil, jedoch immerhin mit flachen Zwischenstücken, in welchen ich etwas verschnaufen kann. Schliesslich erreichen wir gegen 10:30 den Kronplatz.
Geschafft.
Geschafft.
Bruneck und Ahrntal
Bruneck und Ahrntal
Blick nach Südwesten in die Dolomiten
Blick nach Südwesten in die Dolomiten
Blick nach Süden zum Piz da Peres und zur Fanes-Gruppe
Blick nach Süden zum Piz da Peres und zur Fanes-Gruppe
Blick nach Südosten zu den Pragser Dolomiten
Blick nach Südosten zu den Pragser Dolomiten
Nachden wir die Aussicht ausgiebig genossen haben, geht es über den Gassl-Trail wieder runter. Dieser ist bis auf einige wenige steile Anliegerkurven und einige doof konstruierte Weidezaun-Durchgänge relativ leicht zu fahren und so auch für meinen Vater gut machbar. Schliesslich kommen wir noch vor dem angekündigten Regen (welcher dann schliesslich aber grösstenteils ausbleibt) wieder in der Ferienwohnung an.

Fazit: Ideale Halbtagesrunde für diese unbeständige Wetterlage. Das Panorama vom Kronplatz ist auch bei durchzogenem Wetter durchaus nett.

Eckdaten:
- Strecke: 25.5 km
- Aufstieg: 1270 m
- Fahrzeit: 2 h 45 min
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Re: Bikeferien in Olang (Pustertal) - 13.9. - 27.9.25

Beitrag von Dave »

23.9.25 - Taistner Vorderalm und Durakopf

Auch an diesem Tag ist das Wetter eher durchzogen. Während der Tag zumindest noch teilweise sonnig beginnt, sollen bald die Wolken Überhand nehmen. Im Verlaufe des Nachmittags soll dann auch Regen dazukommen. So starten wir wiederum relativ früh gegen 8:30 in Richtung Durakopf oberhalb von Taisten.

Zuest fahren wir nach Niederrasen und von dort hoch in Richtung Unterrain oberhalb von Taisten. Diesen Abschnitt sind wir bereits die Woche davor einmal gefahren, die Aussicht in die Dolomiten ist jedoch nach wie vor schön.
Unterwegs in Richtung Unterrain, Blick über Olang zum Kronplatz. Noch ist das Wetter durchaus gut, wenn auch die Temperaturen eher frisch sind.
Unterwegs in Richtung Unterrain, Blick über Olang zum Kronplatz. Noch ist das Wetter durchaus gut, wenn auch die Temperaturen eher frisch sind.
Blick das Pustertal hoch zu den Sextner Dolomiten
Blick das Pustertal hoch zu den Sextner Dolomiten
Angekommen am Dorfrand von Taisten biegen wir links ab und fahren via Mudlerhof hoch zur Taistner Vorderalm. Der Aufstieg ist zwar nicht gerade kurz, bei moderater Steigung aber trotz müder Beine angenehm zu fahren.
Angelangt beim Mudlerhof, Blick rüber in die Pragser Dolomiten
Angelangt beim Mudlerhof, Blick rüber in die Pragser Dolomiten
Sowie in Richtung Sextner Dolomiten
Sowie in Richtung Sextner Dolomiten
Angekommen auf der Taistner Vorderalm.
Angekommen auf der Taistner Vorderalm.
Direkt bei der Alm ist die Aussicht aber noch eher bescheiden.
Direkt bei der Alm ist die Aussicht aber noch eher bescheiden.
Angelangt auf der Taistner Vorderalm fahren wir weiter in Richtung Durakopf. Der Weg wird aber bald äusserst steil. Irgendwie schaffe ich es dennoch den gesamten Abschnitt im Sattel zurückzulegen, die Beine müssen dabei aber ordentlich leiden. Am Ende des Steilstücks finden wir eine Sitzbank mit traumhafter Aussicht in die Dolomiten vor. So entschliessen wir uns hier eine Mittagspause einzulegen.
Versuch die Steilheit des Wegs oberhalb der Taistner Vorderalm fotografisch festzuhalten.
Versuch die Steilheit des Wegs oberhalb der Taistner Vorderalm fotografisch festzuhalten.
Angelangt bei der aussichtsreichen Sitzbank. Blick nach Olang mit Kronplatz sowie den ersten Bergen der Dolomiten. Mittlerweile ist eine dunkle Bewölkung aufgezogen.
Angelangt bei der aussichtsreichen Sitzbank. Blick nach Olang mit Kronplatz sowie den ersten Bergen der Dolomiten. Mittlerweile ist eine dunkle Bewölkung aufgezogen.
Peitlerkofel im Zoom. Dort scheint es bereits zu regnen.
Peitlerkofel im Zoom. Dort scheint es bereits zu regnen.
Auch die Sextner Dolomiten sind von hier aus zu sehen.
Auch die Sextner Dolomiten sind von hier aus zu sehen.
Sextner Dolomiten im Zoom
Sextner Dolomiten im Zoom
Während der Pause können wir in der Ferne erste Regenschauer beobachten. So beschliessen wir die Runde etwas abzukürzen und die angedachte Abfahrt via Taistner Hinteralm ins Antholzertal fallen zu lassen. Mein Vater kehrt auf einen Kaffee zur Vorderalm zurück, während ich zumindest noch zum Durakopf aufsteigen möchte. Bis zum Übergang in Richtung Hinteralm fahre ich mit den Bike, wobei es nun glücklicherweise nicht mehr so steil ist. Dort deponiere ich das Bike und steige die letzten rund 80 Höhenmeter zu Fuss auf.
Geschafft, angelangt auf dem Durakopf.
Geschafft, angelangt auf dem Durakopf.
Blick vom Durakopf in die Dolomiten.
Blick vom Durakopf in die Dolomiten.
Über der Plätzwiese geht gerade ein Schauer nieder.
Über der Plätzwiese geht gerade ein Schauer nieder.
Blick über den Berggrat Richtung Olang und Kronplatz
Blick über den Berggrat Richtung Olang und Kronplatz
Blick ins Antholzertal. Die Spitzen der Riesenfernergruppe befinden sich bereits in Wolken.
Blick ins Antholzertal. Die Spitzen der Riesenfernergruppe befinden sich bereits in Wolken.
Auf dem Abstieg vom Durakopf, Blick rüber zum Rudelhorn.
Auf dem Abstieg vom Durakopf, Blick rüber zum Rudelhorn.
Nachdem ich die Aussicht genossen habe, kehre ich wieder zurück zur Vorderalm, wo ich wieder meinen Vater treffe. Danach fahren wir ab zum Mudlerhof. Etwas unterhalb zweigen wir in den Steig Nr. 20 ab, welcher uns nach Niederrasen führt. Der Weg stellt sich dabei im mittleren Abschnitt als schwieriger heraus als gedacht. Anstelle dem von Komoot angezeigten kleinen Waldsträsschen besteht der Weg aus einem teilweise etwas ausgewaschenen Trail. Für mich zwar grösstenteils fahrbar, mein Vater zieht aber dann teilweise das Schieben vor. Glücklicherweise geht der Weg bald in eine Forststrasse über, sodass die verbleibende Abfahrt nach Niederrasen unproblematisch ist. Von dort ist es nicht mehr weit nach Olang. So schaffen wir es, noch vor dem Regen trocken in die Ferienwohnung zurückzukehren.

Fazit: Das Panorama vom Durakopf konnte durchaus überzeugen und ist bei gutem Wetter sicherlich immer wieder ein Ausflug wert. Auch bei meinem Besuch war die Aussicht durchaus nett, jedoch leider durch die vielen Wolken etwas getrübt. Für die vorausgesetzten Wetterbedingungen war es aber dennoch ein sehr gelungener Tag.

Eckdaten:
- Strecke: 37 km
- Aufstieg: 1450 m
- Fahrzeit: 3 h 30 min
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Dave
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Re: Bikeferien in Olang (Pustertal) - 13.9. - 27.9.25

Beitrag von Dave »

24.9.25 - Übers Würzjoch nach Brixen

Als wir am Morgen aufstehen, hängt der Nebel tief über dem Tal. Auch für den restlichen Tag ist eher bescheidenes Wetter angesagt, lediglich vormittags sollte es zwischenzeitlich etwas auflockern. So beschliessen wir den müden Beinen eine Pause zu gönnen und mit dem Auto nach Brixen zu fahren. Auf der Hinfahrt wollen wir dabei über das Würzjoch fahren, in der Hoffnung dass die Wolken etwas auflockern.

Unterwegs beginnt sich der Nebel tatsächlich etwas zu lockern, sodass wir bereits auf der Fahrt zum Würzjoch hoch die tolle Landschaft geniessen können. Auch auf dem Pass angekommen, sind die umliegenden Berge grösstenteils sichtbar.
Angekommen auf dem Würzjoch. Blick ins Gadertal mit der Fanes-Gruppe
Angekommen auf dem Würzjoch. Blick ins Gadertal mit der Fanes-Gruppe
Fanes-Gruppe im Zoom
Fanes-Gruppe im Zoom
Blick Richtung Eisacktal
Blick Richtung Eisacktal
20250924_102910.jpg
Einzig der Peitlerkofel möchte sich noch nicht zeigen. So gehen wir ins Gasthaus auf dem Würzjoch etwas trinken und warten die Wetterentwicklung ab. Tatsächlich lichtet sich nach kurzer Zeit der Nebel, sodass der Peitlerkofel sichtbar wird:
20250924_105555.jpg
Anschliessend fahren wir über die schmale aber landschaftlich wunderschöne Strasse auf der Rückseite des Würzjochs runter nach Brixen.
Dolomitenausblick auf dem Weg nach Brixen.
Dolomitenausblick auf dem Weg nach Brixen.
In Brixen angekommen, gehen wir mittagessen und bummeln anschliessend etwas durch die Stadt. Danach kehren wir wieder nach Olang zurück, diesmal über den deutlich schnelleren Weg via Pustertalstrasse.

25.9.2025 - Antholzersee

Auch der heutige Tag beginnt eher grau, bald beginnt es aber aufzureissen. Die Temperaturen sind in der Nacht aber deutlich gesunken, sodass auf dem Kronplatz sogar etwas Schnee gefallen ist. Am morgen sind es so gerade einmal noch 5° C, schon sehr grenzwertig fürs Fahrrad. Da sich das Wetter nach dem Mittag aber verschlechtern sollte, raffen wir uns doch noch auf und fahren gegen 9:30 mit den Bikes los zum Antholzersee.
Unterwegs im Antholzertal
Unterwegs im Antholzertal
Zoom zur frisch verschneiten Riesenfernergruppe. Da kommt sofort Vorfreude auf die Skisaison auf.
Zoom zur frisch verschneiten Riesenfernergruppe. Da kommt sofort Vorfreude auf die Skisaison auf.
Gezommter Blick zurück in Richtung Pragser Dolomiten, heute auch mit etwas Neuschnee.
Gezommter Blick zurück in Richtung Pragser Dolomiten, heute auch mit etwas Neuschnee.
Die Temperaturen sind bis dahin gut zu ertragen, es geht aber auch immer bergauf. Angekommen beim Antholzersee geniessen wir die wunderschöne blau-türkise Farbe des Wassers und die umliegende Landschaft.
Angelangt beim Antholzersee mit seiner wunderschönen blau-türkisen Farbe. Die Riesenfernergruppe darüber ist jedoch leider teilweise in Wolken.
Angelangt beim Antholzersee mit seiner wunderschönen blau-türkisen Farbe. Die Riesenfernergruppe darüber ist jedoch leider teilweise in Wolken.
Angelangt am Seeende, auch hier ist der See äusserst schön.
Angelangt am Seeende, auch hier ist der See äusserst schön.
Blick zurück über den See.
Blick zurück über den See.
Edelweisshütte mit Ohrenspitzen.
Edelweisshütte mit Ohrenspitzen.
Bei den Foto-Stopps am See wird es aber rasch sehr kalt, auch weil ich nicht sofort das nassgeschwitzte Trikot wechsle und mir eine warme Jacke überziehe. So enschliessen wir uns in der Huberalm einzukehren, etwas zu essen und uns etwas aufzuwärmen. Danach ist die Abfahrt nach Antholz zwar immer noch sehr frisch, aber gut auszuhalten. Ab Antholz wird es dann mit abnehmender Höhe und durchdrückender Sonne merklich wärmer, sodass die Fahrt zurück nach Olang wieder deutlich angenehmer ausfällt.

Fazit: Der Antholzersee ist einfach wunderschön, die Temperaturen waren heute aber schon eher grenzwertig fürs Radfahren (zumindest, wenn man etliche Höhenmeter hoch und vor allem wieder runter zurücklegt). Unter den gegebenen Voraussetzungen war es aber dennoch ein gelungener Tag.

Eckdaten:
- Strecke: 43.8 km
- Aufstieg: 800 m
- Fahrzeit: 2 h 45 min
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Re: Bikeferien in Olang (Pustertal) - 13.9. - 27.9.25

Beitrag von Dave »

26.9.2025 - Ratsberg

Der letzte Tag des Urlaubs ist wettertechnisch leider alles andere als optimal. Als wir am Morgen aufstehen, hängt der Nebel tief über dem Talgrund. So entschliessen wir etwas abzuwarten und das Wetter zu beobachten. Der Nebel hebt sich zwar etwas, die Berge bleiben aber in dichten Wolken und von der Sonne ist nichts zu sehen. Zudem beginnt es bald auch leicht zu regnen. Kurz vor dem Mittag raffen wir uns doch auf und fahren mit dem Auto auf dem Ratsberg oberhalb von Toblach, wo es ein Hotel mit durchaus empfehlenswertem Restaurant gibt. Zum Glück lichtet sich der Nebel etwas, sodass wir immerhin die Aussicht ins Tal geniessen können, auch wenn die Dolomiten in den Wolken verborgen bleiben. Auch das Essen ist sehr lecker, sodass sich der Ausflug insgesamt doch gelohnt hat.

Danach fahren wir noch etwas in Richtung Cortina, als es dann aber wieder zu regnen beginnt und der Nebel tief im Tal hängt drehen wir um und kehren zur Ferienwohnung zurück.

27.9.2025 - Rückreise
Heute stand dann noch die Rückreise an. Aufgrund des eher bescheidenen Wetters fahren wir dieses mal über Österreich. Dank dem grossen Autobahn- bzw. Schnellstrassenanteil geht es etwas zügiger voran als bei der Fahrt über die Pässe. Einzig die vielen Baustellen sowohl am Brenner als auch im Inntal sind etwas nervig. Insbesondere das tiefe Geschwindigkeitslimit von 60 km/h in den Baustellen ist für mich als Schweizer etwas befremdlich und erscheint teilweise schon fast etwas absurd (in der Schweiz gilt in Baustellen auf der Autobahn fast überall mindestens 80 km/h). Bei bei der x-ten Baustelle wird das dann auf Dauer doch etwas nervig. Um doch noch etwas Bergpanorama zu haben, einschliessen wir uns für die Fahrt über den Arlbergpass. Dies entpuppt sich dann aber als ziemlicher Reinfall. Während das Wetter in St. Anton noch durchaus freundlich ist, tauchen wir kurz vor St. Christoph in dichtesten Nebel ein. Dieser lichtet sich dann leider bis Langen nicht mehr. So sehen wir leider kaum etwas von dem umliegenden Bergen, da hätten wir gerade so gut durch den Tunnel fahren können. Immerhin die Maut haben wir uns so gespart :) .

Fazit
Die Dolomiten sind einfach ein wahnsinnig schönes Gebiet. Gerade die Region rund um das Pustertal eignet sich aufgrund der vielen Seitentäler und der vielen Alp- und Militärstrassen super für abwechslungsreiche Bike-Touren. Die meisten von uns gemachten Runden würde ich technisch als eher einfach einstufen, die Aufstiege haben es aber sowohl bezüglich Länge als auch bezüglich Steilheit teilweise doch in sich. Wenn man also entweder genügend fit ist, oder auf die Unterstützung des E-Bikes zurückgreifen kann, kann ich die Region vorbehaltslos für genussreiches Biken und Geniessen der Landschaft empfehlen. Bei entsprechender Routenwahl lassen sich sicherlich auch anspruchsvollere Trails einbauen, sodass auch etwas fahrtechnisch affinere Fahrer auf ihre Kosten kommen. Für Liebhaber von kilometerlangen, abgeschiedenen Trails ist die Region aber dennoch wohl nicht ideal, da gibt es wohl bessere Adressen in den Alpen.
Das Wetter hat beim diesjährigen Urlaub auch ganz gut mitgespielt. Insbesondere die vier Traum-Tage in der Mitte des Urlaubs stechen da natürlich heraus. Der praktisch wolkenlose Himmel und die fast schon hochsommerlichen Temperaturen waren einfach ein Traum und um diese Jahreszeit wohl alles andere als selbstverständlich. Aber auch an den anderen Tagen hat sich die Sonne immer wieder gezeigt und bis auf die letzten 3 Tage waren auch die Temperaturen sehr angenehm. Das kann um die Jahreszeit auch ganz anders sein. (Im vergangenen Jahr lagen beispielweise bei unserer Ankunft in Olang Mitte September auf dem Kronplatz 30 cm Neuschnee :roll:.) So sind wir schliesslich an insgesamt 11 von 13 Tagen mit dem Bike unterwegs gewesen und haben dabei knapp 480 km und rund 14'000 Höhenmeter zurückgelegt. Alles in Allem also ein sehr gelungener Urlaub.
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Re: Bikeferien in Olang (Pustertal) - 13.9. - 27.9.25

Beitrag von Thueringer.Wald »

Vielen Dank für die ausführlichen Berichte! 2 Touren habe ich aufgrund deiner Erfahrungen schon angepasst.
Für uns geht es ja ab Donnerstag auch eine Woche nach Toblach. Das Wetter scheint auch so zu werden, dass unsere geplanten Touren durchführbar sind :)
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Re: Bikeferien in Olang (Pustertal) - 13.9. - 27.9.25

Beitrag von Wetterstein »

Dave hat geschrieben: 27.09.2025, 19:06 .... Einzig die vielen Baustellen sowohl am Brenner als auch im Inntal sind etwas nervig. Insbesondere das tiefe Geschwindigkeitslimit von 60 km/h in den Baustellen ist für mich als Schweizer etwas befremdlich und erscheint teilweise schon fast etwas absurd (in der Schweiz gilt in Baustellen auf der Autobahn fast überall mindestens 80 km/h). Bei bei der x-ten Baustelle wird das dann auf Dauer doch etwas nervig....
Das ist offensichtlich so gewollt:
Die ewigen Baustellen auf der Brennerautobahn in Tirol nerven Autofahrer und Anrainer. Für die NEOS ist die „Blockadepolitik“ der ehemaligen Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne) wesentlicher Grund für Verzögerungen und Mehrkosten.
https://www.krone.at/3917460
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