Bereits zum dritten mal wird ein Hotel in Kolfuschg der Ausgangspunkt für unsere Touren sein.
So ging es bereits am Freitag Abend fertig gepackt in die fränkische Bierhauptstadt. Für den Samstag waren eigentlich zwei Klettersteige am Rofan geplant. Allerdings machte uns ein hartnäckiges Tief an der Alpennordseite einen Strich durch die Rechnung.
Somit planten wir kurzerhand um und schauten uns anstatt der Tiroler Wildtiere die Münchner Zootiere an
Ich traute meinen Augen nicht, versuchte meine Freundin im morgentlichen Trott etwas zu beschleunigen (mehr oder weniger erfolgreich) und schon ging es los in Richtung Brenner.
Nur knappe 90min später konnten wir im Pustertal das erste Frühstück in der Sonne genießen
Frisch gestärkt fuhren wir weiter bis zum Furkelpass.
Dort parkten wir das Auto und hatten auch schon den ersten Blick auf unser Tagesziel. Hier betreten wir den Naturpark Fanes-Sennes-Prags Der Aufstieg bis zum Steig bedarf einer Stunde und ca. 500hm. Die Ferrata selbst wurde erst vor wenigen Jahren angelegt und befindet sich in exzellentem Zustand. Der Weg ist zum Teil recht luftig angelegt, jedoch nie schwerer als C/D. Mit herrlichen Tiefblicken ins Pustertal und Antholzer Tal. Über insgesamt 3 Abschnitte sind wir ca. 2h unterwegs. Auf den Kronplatz schaut man nunmehr von oben herab. Am Ende darf der Eintrag in das Steigbuch nicht fehlen. Nach dem Ausstieg sind es noch lockere 15 Gehminuten zum Gipfel. Von hier hat man einen 360° Blick vom Hauptkamm, über die Sextener Dolomiten, Sellastock bis hin zum Peitlerkofel Danach erfolgte der Abstieg über den Normalweg bis zur Ücia Pico Pre (sehr zu empfehlen) und nach einer weiteren Stunde Autofahrt kommen wir in unserer Unterkunft in Colfoso an. Am Hauptkamm hat man ganztags die dunkle Scchlechtwetterfront beobachten können.
Die Wettergarantie von Südtirol hat wieder einmal voll zugeschlagen und wir beenden zufrieden den ersten Tag.
21.07. Les Cordes Klettersteig und Tour ins blaue Meer
Noch am Vorabend meldete Bergfex für den kommenden Tag ganztags Regenschauer und Nebel. Somit hatten wir eigentlich eine Wandertour in Talnähe geplant
Jedoch wurden wir am Morgen schon mit Sonnenstrahlen geweckt Die Prognose hatte sich nun auch gebessert, jedoch war weiterhin Schauerrisiko gegeben. Deshalb entschieden wir uns für einen Steig in geringerer Höhe mit schneller Abstiegsmöglichkeit.
Die Wahl fiel auf den Les Cordes Klettersteig oberhalb der Gardenaccia Bergstation.
Für die Anreise wählten wir heute unsere E-Bikes Die letzten Meter Zufahrt verlaufen über die Piste. An der dunklen Wand kann man schon den Steigverlauf erahnen. Wir parken unsere Bikes beim freundlichen Liftwart an der Bergstation und sind nach 15min am Einstieg Der Steig selbst ist abgesehen von der Einstiegswand nicht wirklich schwierig und ideal für einen halben Tag.
Während der Aufstieges hat man immer einen tollen Blick zum Heiligkreuzkofel. Nach einer Stunde erreichen wir auch schon die Gardenaccia-Hütte für eine kurze Rast. Der Abstieg erfolgt über den Normalweg durch eine kleine Scharte. Da es erst kurz nach 12 war, entschieden wir uns, über den Flowtrail abzufahren und unsere Tour gegenüber in Richtung Piz la Ila ins blaue Meer zu verlängern. Zunächst entlang der roten Gran Risa und dann über die blaue Umfahrung geht es bis zur La Fraina Talstation. Von dort weiter bis zu gleichnamiger Hütte Über verschiedene Wege geht es zurück nach Corvara. Wenn auch das Wetter heute gut gehalten hat, sind die Temperaturen eher weniger sommerlich gewesen. Im Pool war es zum Glück wärmer
22.07. Col dei Bos und Fusetti-Klettersteig
Da die Wetterprognose heute wesentlich besser ist, soll es eine Etage höher gehen. Nach der baustellenbedingt sehr zeitraubenden Fahrt auf den Falzarego-Pass (1h) starten wir zunächst zum Col dei Bos Wir erreichen den Einstieg nach ca 30min.
Leider steigen vor uns einige unerfahrene Amerikaner in den Steig ein, welche die Unternehmung zunächst stark ausbremsen.
Wenn man solchen "Alpinisten" zuschaut, weiß man auch, warum die Anzahl der Bergrettungen so rasant ansteigt....
Glücklicherweise können wir die Truppe an der ersten leichteren Stelle überholen und haben für den restlichen Aufstieg freies Feld.
Der Steig selbst ist sportlich angelegt und am Falzarego Pass in einer gewaltigen Umgebung eingebettet. Auch dieser Steig liegt nach knapp 2h hinter uns. Am Gipfelplateu eröffnet sich der Blick zu 5 Torri, Averau und den Ampezzaner Dolomiten. Über allem die Tofana di Rozes Am Rückweg geht es zunächst in Richtung Val Travenanzes. Eine unglaubliche Szenerie in diesem Hochtal. Beim Abstieg über das Geröllfeld hat man nochmal einen guten Blick auf die gesamte Steiganlage Nach einer kurzen Mittagspause am Pass soll es nun ans zweite Tagesziel gehen.
Die Via Ferrata Fusetti am Hexenstein. Hierzu parken wir an der Festung Tre Sassi und wählen für den Zustieg den Weg durch den Goiginger Stollen
Immer wieder erscheckend eindrücklich, unter welchen Bedingungen die Truppen hier im ersten WK stationiert waren Am Ende des Tunnels öffnet sich der Blick zur Falzarego Südrampe Auf der Rückseite des Hexensteins laufen wir zum Einstieg. Overtoursim
Der Steig selbst überzeugt nicht, aber das Panorama hinüber zur Marmolada umso mehr.
Oben angekommen entscheiden wir uns gegen einen Aufstieg zum Gipfel des Hexensteins, da es bereits 17Uhr ist wir uns auch Retour wieder an der Baustelle am Valparola-Pass anstellen müssen.
Somit geht es zurück ans Auto und direkt ans Hotel.
to be continued...
