9.6.2025 Per Mountainbike von Küblis nach Chur

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Dave
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9.6.2025 Per Mountainbike von Küblis nach Chur

Beitrag von Dave »

Auch diese Woche ging es für mich wieder aufs Bike. Die Wahl fiel diesmal auf den Durannapass zwischen Küblis und Langwies. Es stellte sich jedoch die Frage wie weiter ab Langwies. Eine Abfahrt auf der Hauptstrasse nach Chur war keine Option. Eine Möglichkeit wäre es durch den Wald nach Tschiertschen zu fahren. Möglich, aber wohl nicht sonderlich spannend. Dann stiess ich aber auf eine andere Option: Die Fahrt über den Durannapass liesse sich wunderbar mit einem Aufstieg nach Arosa und der Traverse via Ochsenalm nach Tschiertschen verbinden. Und falls die Kräfte und Zeit es zulassen wäre sogar im Anschluss ein Aufstieg zum Churer Joch denkbar. So entscheide ich mich für diese Variante.

In Anbetracht der doch eher langen Strecke entscheide ich mich für einen frühen Start. Der Wecker klingelt um 5:20, um Punkt 6:00 fahre ich los und erwische so locker aber ohne grosse Reserven den Zug um 6:21 ab Thalwil.
Morgenstimmung auf dem Weg zum Bahnhof. Noch ist der Himmel relativ stark durch hochnebelartige Bewölkung bedeckt, gemäss Wetterbericht sollte sich diese aber rasch auflösen.
Morgenstimmung auf dem Weg zum Bahnhof. Noch ist der Himmel relativ stark durch hochnebelartige Bewölkung bedeckt, gemäss Wetterbericht sollte sich diese aber rasch auflösen.
Um 7:38 komme ich in Landquart an und steige in die RhB um. Hier fühle ich mich für einen Moment in den Winter zurückversetzt. Die letzten Fahrten mit der RhB waren alle nach bzw. von Davos/Klosters zum Skifahren. Nur ist der Zug im Sommer deutlich leerer :D. Um 8:10 treffe ich schliesslich in Küblis ein.
In Küblis angekommen können die Muskeln auf der kurzen Fahrt zum Dorfplatz aufgewärmt werden.
Hier endet im Winter die Parsenn-Abfahrt nach Küblis. Letzten Winter aufgrund Schneemangel ja kaum je geöffnet, ich hatte aber das Glück sie im schneereichen Dezember 2023 fahren zu können.
Hier endet im Winter die Parsenn-Abfahrt nach Küblis. Letzten Winter aufgrund Schneemangel ja kaum je geöffnet, ich hatte aber das Glück sie im schneereichen Dezember 2023 fahren zu können.
Danach geht es hoch in Richtung Conters. Die Parsenn-Abfahrt verläuft hier sofern ich mich richtig erinnere teilweise direkt neben der Strasse. Kaum fahre ich los, beginnt sich die Sonne zu zeigen. Ich starte mit langem Trikot und Beinlingen. Bald beginne ich jedoch zu schwitzen sodass ich mich in Conters gezwungen sehe auf Kurzarm und kurze Beine umzustellen.
Kurz oberhalb Conters, Blick zurück zum Dorf und dem Älpetlispitz dahinter
Kurz oberhalb Conters, Blick zurück zum Dorf und dem Älpetlispitz dahinter
Hier fällt mir zum ersten mal auf, dass es heute ausgesprochen diesig ist. Später lese ich im Blog von MeteoSchweiz, dass es sich dabei um Rauchpartikel aus Waldbränden in Kanada handelt, welche über den Atlantik bis nach Europa verfrachtet wurden. Schon krass, ich hätte mir nicht vorstellen können, dass sich das hier bei uns so massiv bemerkbar macht. Hier auf dem Bild sieht das noch relativ harmlos aus, die massiv eingeschränkte Fernsicht ist dann aber auf den weiteren Bildern teilweise eindrücklich zu sehen.

Bis zur Alp Untersäss mache ich nur einen Zwischenhalt irgendwo im Wald um den Rücken kurz durchstrecken zu können. Dementsprechend gibt es von diesem Abschnitt keine Fotos. Die Kunst des Fotografierens während der (langsamen) fahrt auf Skiern beherrsche ich zwar mittlerweile, auf dem Bike klappt das aber leider noch nicht. :lol:
Kurz unterhalb der Alp Untersäss
Kurz unterhalb der Alp Untersäss
Zoom zur Mittelstation der Schieferbahn und dem Casanna dahinter.
Zoom zur Mittelstation der Schieferbahn und dem Casanna dahinter.
Blick übers Prättigau in Richtung österreichische Grenze.
Blick übers Prättigau in Richtung österreichische Grenze.
Der Aufstieg bis zur Alp Untersäss ist äusserst angenehm zu fahren. Es geht zuerst relativ lang über Asphalt und dann über Schotter bei relativ konstanten knappen 10% nach oben. Bei der Alp Untersäss wird der Weg dann etwas steiler, ist jedoch nach wie vor gut fahrbar. So ist dann auch die Alp Obersäss bald erreicht.
Alp Obersäss.
Alp Obersäss.
Zoom zum Weissfluh-Gipfel
Zoom zum Weissfluh-Gipfel
Von der Alp Obersäss sind es nur noch wenige Höhenmeter zum Durannapass. Der Weg ist aber sehr schlammig und somit durchaus anspruchsvoll zu fahren.
Geschafft.
Geschafft.
Das Bike wurde auf dem letzten Abschnitt durch den Schlamm auch ordentlich eingesaut. Es sollte aber nicht die letzte "Schlammkur" des Tages sein.
Das Bike wurde auf dem letzten Abschnitt durch den Schlamm auch ordentlich eingesaut. Es sollte aber nicht die letzte "Schlammkur" des Tages sein.
Direkt beim Durannapass liegt der Grünsee. Hier entschliesse ich mich eine verfrühte Mittagspause einzulegen, um den Körper für die kommenden Aufstiege etwas zu regenerieren und mit frischer Energie zu versorgen. Bis hier hoch waren es immerhin gute 1300 Höhenmeter.
Mittagspause am Grünsee
Mittagspause am Grünsee
Nach der Pause geht es weiter in Richtung Langwies. Die Abfahrt beginnt auf einem Trail, der dann bald in eine Alpstrasse übergeht.
Nette Landschaft hier.
Nette Landschaft hier.
Dito. Hier macht sich die starke Sichteinschränkung deutlich bemerkbar. Das Weisshorn im Hintergrund ist nur knapp 12 km Luftlinie entfernt, jedoch ist kaum mehr als eine Silhouette erkennbar.
Dito. Hier macht sich die starke Sichteinschränkung deutlich bemerkbar. Das Weisshorn im Hintergrund ist nur knapp 12 km Luftlinie entfernt, jedoch ist kaum mehr als eine Silhouette erkennbar.
Zoom zur Parsennfurka
Zoom zur Parsennfurka
Angekommen auf der hübschen Alpsiedlung Strassberg.
Angekommen auf der hübschen Alpsiedlung Strassberg.
Ab Strassberg geht der Weg in eine Asphaltstrasse über. Vorerst muss ich mangels Alternative der Strasse folgen. Nach einem guten Kilometer kann ich jedoch links in einen Wanderweg abbiegen, welcher durch ein landschaftlich reizvolles Tal führt.
Endlich gescheite Weidezäune-Durchgänge. Solche hätte ich mir letzte Woche in Lungern auch gewünscht. Die Bündner sind in Sachen Mountainbike dem grossen Teil der restlichen Schweiz schon meilenweit voraus.
Endlich gescheite Weidezäune-Durchgänge. Solche hätte ich mir letzte Woche in Lungern auch gewünscht. Die Bündner sind in Sachen Mountainbike dem grossen Teil der restlichen Schweiz schon meilenweit voraus.
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Angekommen in Langwies
Angekommen in Langwies
Den Trail am Bach entlang kann ich wirklich empfehlen. Keine Ahnung warum einen die offizielle MTB-Route nicht hier durch schickt, sondern stur der Asphalt-Strasse folgt. Der Trail ist sowohl landschaftlich als auch fahrtechnisch die deutlich interessantere Option, zumal sich die fahrtechnischen Schwierigkeiten bis auf ein paar schmale und leicht ausgesetzte Passagen stark in Grenzen halten.
In Langwies angekommen muss ich auf die andere Talseite wechseln. Während die RhB hier mühelos über den imposanten Langwieser-Viadukt fahren kann, muss ich runter bis an den Fluss und auf der anderen Seite wieder steil hinauf.
Bei Ankunft auf der anderen Talseite kommt gerade die Bahn vorbei.
Bei Ankunft auf der anderen Talseite kommt gerade die Bahn vorbei.
Und fährt über den Langwieser Viadukt
Und fährt über den Langwieser Viadukt
Weiter geht es über den Rad- und Fussweg hoch nach Arosa. Der Aufstieg ist dabei äusserst ungleichmässig. Teilweise geht es praktisch eben dahin, dann gibt es wieder Rampen mit bis zu 15% Steigung. Entsprechend anstrengend ist dieser Abschnitt zu fahren.
Stausee Isel
Stausee Isel
Angekommen in Arosa am Obersee.
Angekommen in Arosa am Obersee.
Von Arosa möchte ich hoch zum Prätschli. Nach knapp 100 Höhenmeter steht jedoch ein Schlild, dass die Strasse aufgrund von Bauarbeiten gesperrt sei. Das hätte man auch weiter unten anschreiben können, zumal es sich hier um eine ausgeschilderte Mountainbike-Route handelt. Da ich keine Lust habe wieder zurück zum Obersee zu fahren und heute sowieso nicht gearbeitet wird, wage ich das Schild zu ignorieren und etwas weiter zu fahren. Am Beginn der Baustelle zweigt dann ein Weg rechts ab, welcher zum Hotel Maran führt. Auf diesem kann ich dann die weitere Baustelle elegant umfahren ohne an Höhe zu verlieren.
Wie es scheint, wird hier an der Beschneiung der Talabfahrt gearbeitet.
Wie es scheint, wird hier an der Beschneiung der Talabfahrt gearbeitet.
Beim Hotel Maran angekommen geht es weiter in Richtung Prätschalp.
Unterwegs zur Prätschalp, Blick zurück in Richtung Arosa.
Unterwegs zur Prätschalp, Blick zurück in Richtung Arosa.
Angekommen bei der Prätschalp. Leider ist auch hier der Ausblick durch die Rauchpartikel eingeschränkt. Der Berg in der Mitte mit den Schneefeldern ist der Weissfluh. Links davon liegt der Durannapass, auf welchem ich noch vor rund 2.5 Stunden war.
Angekommen bei der Prätschalp. Leider ist auch hier der Ausblick durch die Rauchpartikel eingeschränkt. Der Berg in der Mitte mit den Schneefeldern ist der Weissfluh. Links davon liegt der Durannapass, auf welchem ich noch vor rund 2.5 Stunden war.
Blick nach rechts in Richtung Tiejer Flua
Blick nach rechts in Richtung Tiejer Flua
Auf der Prätschalp angekommen lege ich eine kurze Pause ein und esse eine Kleinigkeit. Dann folge ich weiter der Kiesstrasse, welche schön angelegt dem Hang folgend via Ochsenalp in Richtung Tschiertschen führt.
Unterwegs zur Ochsenalp
Unterwegs zur Ochsenalp
Kurz vor der Ochsenalp, Blick durchs Schanfigg in Richtung Chur. Die dahinterliegenden Berge (Calanda, Ringelspitz etc.) sind heute leider nicht zu sehen.
Kurz vor der Ochsenalp, Blick durchs Schanfigg in Richtung Chur. Die dahinterliegenden Berge (Calanda, Ringelspitz etc.) sind heute leider nicht zu sehen.
Doch auch die Landschaft in unmittelbarer Wegnähe vermag zu überzeugen.
Doch auch die Landschaft in unmittelbarer Wegnähe vermag zu überzeugen.
Irgendwann geht der Weg wieder in eine breitere Kiesstrasse über, bevor ich dann oberhalb von Tschiertschen auf eine Asphaltstrasse treffe. Hier stellt sich die Frage wie weiter. Der Aufstieg zum Churer Joch würde mich schon reizen. Es ist mittlerweise kurz nach 15:30 Uhr, in Chur möchte ich spätestens den Zug um 18:11 erwischen. Zeitlich sollte sich das also ausgehen. Die Beine sind zwar schon etwas müde, die Kraft sollte aber für die verbleibenden 500 Höhenmeter noch reichen. So entscheide ich mich den Aufstieg in Angriff zu nehmen. Dabei entscheide ich mich für den direkten Aufstieg zur Talstation der Sesselbahn "Hüenerchöpf". Der Aufstieg über die Asphaltstrasse via Restaurant Furggli wäre zwar flacher, um diese Strasse zu erreichen müsste ich aber zusätzliche 60 Höhenmeter abfahren und wieder aufsteigen.
Aufstieg oberhalb Tschiertschen mit Weisshorn im Hintergrund.
Aufstieg oberhalb Tschiertschen mit Weisshorn im Hintergrund.
Bald geht die Asphalt-Strasse jedoch in eine Schotterstrasse über und wird deutlich steiler. Steigungen von 20% und mehr sind hier keine Seltenheit. Mit frischen Beinen wäre das relativ problemlos zu fahren, mittlerweile schwinden die Kräfte nach weit über 2000 Höhenmeter aber merklich und der steile Aufstieg fällt mir doch schwer. Irgendwann komme ich ins straucheln und muss anhalten. Da ein Anfahren aufgrund der Steilheit nicht möglich ist, muss das Bike einige Meter geschoben werden, bis es wieder etwas flacher wird. Zum Glück ist kurz darauf ist die Talstation der Sesselbahn Hüenerchöpf erreicht, von wo die Asphaltstrasse nicht mehr weit entfernt ist.
Talstation der Sesselbahn Hüenerchöpf.
Talstation der Sesselbahn Hüenerchöpf.
Blick auf die Trassee.
Blick auf die Trassee.
Danach folgt nochmals eine kurze, äusserst steile Rampe bis ich wieder die Alsphaltstrasse erreiche. Auf dieser geht es dann nach oben zur Talstation des Skilifts Gürgaletsch. Zwar ist die Steigung deutlich moderater als zuvor, die Höhenmeter werden nun aber zunehmend zäh zu fahren.
Skilift Gürgaletsch
Skilift Gürgaletsch
Der Lift ist ordentlich steil
Der Lift ist ordentlich steil
Von hier sind es nur noch wenige Höhenmeter bis zu den Hüenerchöpf, wo der Anstieg vorerst endet.
Angekommen bei den Hüenerchöpf, Blick Richtung Chur. Der Calanda ist nach wie vor kaum zu sehen.
Angekommen bei den Hüenerchöpf, Blick Richtung Chur. Der Calanda ist nach wie vor kaum zu sehen.
Bergstation der Sesselbahn Hüenerchöpf mit Weisshorn dahinter.
Bergstation der Sesselbahn Hüenerchöpf mit Weisshorn dahinter.
Blick hinüber zum Churer Joch, dem letzten Etappenziel der heutigen Runde.
Blick hinüber zum Churer Joch, dem letzten Etappenziel der heutigen Runde.
Bei den Hüenerchöpf geht die Strasse in einen Trail über. Zuerst geht es bergab und dann auf der anderen Seite wieder hoch zum Churer Joch. Der Trail ist mit einigen Steinen und wurzeln bergauf durchaus anspruchsvoll zu fahren und erfordert einiges an Kraft und Konzentration. Da bei mir mittlerweile beides nicht mehr wirklich gegeben ist, kapituliere ich bald und schiebe das Bike über einen grossen Teil der fehlenden 80 Höhenmeter.
Trail zum Churer Joch, hier noch gut zu fahren.
Trail zum Churer Joch, hier noch gut zu fahren.
Angekommen auf dem Churer Joch, Blick rüber in Richtung Stätzerhorn.
Angekommen auf dem Churer Joch, Blick rüber in Richtung Stätzerhorn.
Blick zurück zu den Hüenerchöpf und dem Gürgaletsch.
Blick zurück zu den Hüenerchöpf und dem Gürgaletsch.
Den Aufstieg ganz hoch zum Aussichtspunkt spare ich mir, man sieht ja ohnehin fast nichts. Stattdessen begebe ich mich auf die Abfahrt. Dabei lasse ich den direkten Trail in Richtung Passugg rechts liegen. Gemäss Internet-Recherche soll dieser ziemlich anspruchsvoll und steil sein. Dazu bin ich jedoch zu erschöpft (und somit unkonzentriert) und es fehlt mir die Zeit (es ist bereits 16:50, womit der anvisierte Zug in 1h20 ab Chur fährt). Stattessen fahre ich auf der Strasse runter.
Abfahrt auf der Strasse, vorerst in Richtung Parpan.
Abfahrt auf der Strasse, vorerst in Richtung Parpan.
Dito
Dito
Zoom zum Rothorn.
Zoom zum Rothorn.
Der Pradaschier, wo Ski-Chrigel am Tag zuvor war, ist hingegen im Dunst kaum zu erkennen.
Der Pradaschier, wo Ski-Chrigel am Tag zuvor war, ist hingegen im Dunst kaum zu erkennen.
Beim Oberberg zweige ich rechts ab. Nach einigen Kehren auf einer Kiesstrasse erreiche ich schliesslich einen Trail nach Passugg. Dieser ist dann doch auch relativ anspruchsvoll mit vielen Wurzeln und einigen losen Steinen, welche mir zwei Mal beinahe zum Verhängnis werden.
Trail nach Passugg, nicht ohne.
Trail nach Passugg, nicht ohne.
In Passugg angekommen folge ich weiter der Mountainbike Route, welche mich über Trails runter an die Plessur führt. Dort geht es dann noch der Strasse entlang zum Bahnhof Chur, wo ich gegen 17:50 erschöpft aber äusserst zufrieden eintreffe.

Fazit:
Eine absolute Traumtour, in der man diverse bekannte Regionen des Bündnerlandes durchquert. Die Strecke ist sehr abwechslungsreich, Abschnitte über und unter der Waldgrenze sowie diverse Untergründe (Asphalt, Kiesstrassen, Trails) wechseln sich ab. Einzig die stark eingeschränkte Fernsicht trübt den Gesamteindruck des Tages leicht. Dennoch war es einfach ein Spitzentag. So wie ich sie gefahren bin, ist die Tour aber äusserst lang und anstrengend und stellt auch für mich einen neuen persönlichen Rekord bezüglich Höhenmetern an einem Tag dar. Es gibt aber diverse Möglichkeiten die Runde zu kürzen oder nur einzelne Abschnitte zu fahren. Schliesslich ist es als Mountainbiker einfach ein Traum in Graubünden unterwegs zu sein. Die Infrastruktur (Beschilderung, Wiedezaun-Durchgänge etc.) kommt andernorts in der Schweiz bei weitem nich an jene in Graubünden ran.

Zum Schluss noch die Eckdaten:
- Strecke: 68.7 km
- Aufstieg: 2680 m (+300 m zum Bahnhof und zurück)
Die 3000 Höhenmetermarke habe ich so gemäss GPS-Tracking um 20 m knapp verfehlt :lol: . Gemäss Schweiz-Mobil beim Planen der Tour sollen es gut 100 Höhenmeter mehr sein. Keine Ahnung wer schliesslich recht hat, spielt am Ende aber auch keine Rolle.
- Fahrzeit: 6h 20min
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Re: 9.6.2025 Per Mountainbike von Küblis nach Chur

Beitrag von sheridan »

Die Brücke in Küblis kommt mir vom Winter bekannt vor 😀 letztes Bild hier: https://alpinfans.com/viewtopic.php?p=30851#p30851

Hitparade meinte aber, dass das offizielle Ende eine Brücke weiter wäre ..
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Re: 9.6.2025 Per Mountainbike von Küblis nach Chur

Beitrag von hitparade »

Danke für den ausführlichen Bericht. Wäre wohl für mich nur mit E-Bike machbar :D
sheridan hat geschrieben: 10.06.2025, 22:57 Hitparade meinte aber, dass das offizielle Ende eine Brücke weiter wäre ..
Das offizielle Ende ist hier zu sehen im letzten Bild:
https://alpinfans.com/viewtopic.php?p=30825#p30825
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Re: 9.6.2025 Per Mountainbike von Küblis nach Chur

Beitrag von ski-chrigel »

hitparade hat geschrieben: 11.06.2025, 07:20 Danke für den ausführlichen Bericht. Wäre wohl für mich nur mit E-Bike machbar :D
Für mich vermutlich nicht mal so, weil ich auf den schmalen Trail-Abschnitten überfordert wäre.

Toller Bericht, war spannend zu lesen.
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Re: 9.6.2025 Per Mountainbike von Küblis nach Chur

Beitrag von Gara »

Wow, das ist wirklich eine tolle Tour.

Ich bin letzten Sommer von Arosa zum Hörnli hoch gefahren. Dort ist es am Schluss auch sehr steil, wie in Tschiertschen. Anschliessend bin ich zum Urdenfürggli, bis zum Heimberg runtergefahren und oberhalb von Churwalden rüber in den Fanüllatobel. Ich nehme an, dass das der Trail ist, wo du zuerst durch wolltest. Es ist tatsächlich anspruchsvoll und man muss zwischendurch absteigen...
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Re: 9.6.2025 Per Mountainbike von Küblis nach Chur

Beitrag von TiPi »

hitparade hat geschrieben: 11.06.2025, 07:20 Danke für den ausführlichen Bericht. Wäre wohl für mich nur mit E-Bike machbar :D
Für mich definitiv auch nur mit E-Bike machbar. Die Trails bergauf sollen ja auch Spaß machen ;)
Kannst Du die Schwierigkeitsgrade mal klassifizieren? S0 - S2 sind kein Thema, danach wird es tricky.
Glück Auf!
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Re: 9.6.2025 Per Mountainbike von Küblis nach Chur

Beitrag von Dave »

hitparade hat geschrieben: 11.06.2025, 07:20 Das offizielle Ende ist hier zu sehen im letzten Bild:
https://alpinfans.com/viewtopic.php?p=30825#p30825
Da bin ich wohl damals im Dezember 2023 auch falsch abgebogen (oder einfach den erstbesten Spuren gefolgt :lol:). Ich bin damals nämlich bei der Brücke vom Foto in meinem Bericht (beim Coop) gelandet.
Gara hat geschrieben: 11.06.2025, 14:31 Wow, das ist wirklich eine tolle Tour.

Ich bin letzten Sommer von Arosa zum Hörnli hoch gefahren. Dort ist es am Schluss auch sehr steil, wie in Tschiertschen. Anschliessend bin ich zum Urdenfürggli, bis zum Heimberg runtergefahren und oberhalb von Churwalden rüber in den Fanüllatobel. Ich nehme an, dass das der Trail ist, wo du zuerst durch wolltest. Es ist tatsächlich anspruchsvoll und man muss zwischendurch absteigen...
Tönt auch nach einer sehr tollen Tour, welche du letzten Sommer gemacht hast.
Ich bin effektiv den Fanüllatobel Trail gefahren. Ich fand den auch genügend anspruchsvoll und musste dort auch 1-2 absteigen. Der andere Trail, welchen ich in Erwägung gezogen habe startet direkt beim Churer Joch und führt via Runcalier in Richtung Passugg. Der muss wohl nochmals deutlich anspruchsvoller sein und wird auch "Ruedi Supersteep" genannt, das sagt auch schon einiges aus.
TiPi hat geschrieben: 11.06.2025, 14:55
Für mich definitiv auch nur mit E-Bike machbar. Die Trails bergauf sollen ja auch Spaß machen ;)
Kannst Du die Schwierigkeitsgrade mal klassifizieren? S0 - S2 sind kein Thema, danach wird es tricky.
Bei mir wird es über S2 auch sehr schwierig bzw. für mich meist nicht fahrbar. Somit sollte alles, was für mich fahrbar ist, auch für dich machbar sein. Ich würde die Schwierigkeite in etwa wie folgt einschätzen:
- Trails rund um den Durannapass: S1
- Trail von Strassberg nach Langwies: S1 - S2
- Taverse von der Prätschalp via Ochsenalp in Richtung Tschiertschen: S0
- Trail zwischen Hüenerchöpf und Churer Joch: S1 - S2, bergauf aber ohne E-Bike aber nicht ganz ohne.
- Fanüllatobel-Trail: S2 (ev. tendieren einige wenige Stellen in Richtung S3)
- Trail ab Passugg in Richtung Chur: S2, eine einzige Stelle (ca. 5 m lang) würde ich hier aber als S4 sehen, da muss man dan halt das Bike kurz schieben bzw. runter tragen.
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