Letztes Jahr holte Nemo sensationell den Eurovision Song Contest zurück nach Hause (der erste Song Contest fand 1956 in der Schweiz in Lugano statt). Leider wurde es nichts mit einem Heimspiel in Zürich, immerhin findet er in der Deutschschweiz statt, und zwar in Basel. Somit hat der Song Contest in allen 3 grossen Sprachregionen der Schweiz (1989 in Lausanne) stattgefunden.
Die Shows werde ich mir gemütlich zuhause anschauen, heute ist ja um 21 Uhr das erste Halbfinale.
Ich mache heute einen kurzen Ausflug nach Basel umd ein bisschen Eurovisions-Luft zu schnuppern.
Punkz 16:23 fährt der Zug in Dieikon ab, die Reise nach Basel wird 61 Minuten dauern.
Auf die Minute genau komme ich an, beim Bahnhof nur ein Infostand:
Ich gehe zu Fuss zur Steinenvorstadt, wo die Eurovision Street beginnt:
Der Lageplan:
Die Eurovision Street ist nix spezielles, scheint wie immer zu sein.
Auf dem Barfüsserplatz befindet sich der Eurovision Square mit einer grossen Bühne und ein paar Ess-Ständen:
Natürlich gibt es einen Merch-Stand:
Ich nehme das Tram zur Eurovision-Village bei der Messe:
Die Rheinbrücke ist festlich im Eurovision-Thema geschmückt:
Beim Eurovision Village kommt schon mehr Stimmung auf:
Neben all den Ständen der verschiedenen Werbepartnern gibt es extra für und Alpinfans einen Stand:
Mit Fake Gondel:
Und Fake Fahrt aufs Jungfraujoch:
Draussen ist auch das Schweizer Fernsehen/Radio anwesend:
Die Wettsteinbrücke ist auch geschmückt:
Auch der Bahnhof mit grossem ESC Logo: (danke für den Hinweis, Chrigel, natürlich meinte ich das ESC-Logo und nicht SBB-Logo )
Auf geht's nach Hause, das Halbfinale gemütlich in der Stube geniessen.
Ich finde, es ist jetzt nicht so, dass ganz Basel im Eurovisions-Fieber ist. Das wäre wohl einiges gigantischer in Zürich gewesen. Schade, dass da einige Politiker das erfolgreich verhindert haben, weil wir waren in der Pole-Position.
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Danke dir, obwohl ich ja in der Gegend wohne und viel in Basel bin, hatte ich nicht vor (keine Zeit) an den ESC zu gehen. Da ists natürlich super, bei den Alpinfans kurz reinzuschauen, um sich ein Bild zu machen und sich bestärken nicht zu gehen Als Zentralschweiz-verankerte-Familie habe ich einen neutraleren Blick auf den Basel/Zürich-Disput und wäre ebenfalls dafür gewesen den ESC lieber in Zürich zu machen. Hätte auch wesentlich besser gepasst von der Kultur der Stadt her.
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Also an einem SBB-Bahnhof ist ein grosses SBB-Logo ziemlich normal
Ich finde Basel als Austragungsort eigentlich nicht falsch. Die Stadt passt irgendwie gut zum ESC-Image und die Positionierung im Dreiländereck ist auch internationaler. Und Zürich versäuft eh schon im Verkehrschaos. Basel kann ich besser meiden
Mich persönlich dünkt Hazel Brugger eine Fehlbesetzung. Und froh bin ich, dass Belgien rausflog. Doch das beste am ganzen war natürlich der Einspieler Polens. Wieviel Geld ist da von Laax nach Basel geflossen?
Eine Wette/Umfrage auf den Sieger wäre hier noch spannend.
Ich schaue da schon länger höchstens den Schnelldurchlauf und die Punktevergabe, um mich über die üblichen regionalen Sympathien oder Antipathien zu amüsieren
Edit: Und wetten würde ich nur auf den letzten Platz
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ski-chrigel hat geschrieben: 14.05.2025, 16:23
Doch das beste am ganzen war natürlich der Einspieler Polens. Wieviel Geld ist da von Laax nach Basel geflossen?
Graubünden war in den Einspielern ja generell recht stark vertreten. Vermutlich die Entschädigung dafür, dass Gian und Giachen leider nicht teilnehmen durften. Mein Highlight war aber das holländische Slimane-Double, das auf der Strecke Chur-Arosa in den Zug gestiegen ist und plötzlich am Albula-Viadukt vorbeifuhr.
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seilreiter hat geschrieben: 15.05.2025, 10:30
Glaub ich auch. Unser Song scheint zum einschalen zu sein
Ja aber er hebt sich von der grossen Masse ab. Kommt auf die Zuschauer drauf an. Für mich war es schön nach den immer wieder generischen Liedern der anderen Ländern das Stück der Schweiz zuhören. Mit guter Stimme und anderem Klang.
enviadi hat geschrieben: 14.05.2025, 23:13
Mein Highlight war aber das holländische Slimane-Double, das auf der Strecke Chur-Arosa in den Zug gestiegen ist und plötzlich am Albula-Viadukt vorbeifuhr.
Das hat ausser Du wohl niemand gemerkt. Aber wieso macht man sich die Mühe, die Aufnahme in Peist (Zug nach Chur) zu machen, um den Rest dann bei Filisur abzudrehen?
seilreiter hat geschrieben: 15.05.2025, 10:30
Glaub ich auch. Unser Song scheint zum einschalen zu sein
Der wird aber ziemlich hoch gehandelt und allzu schlecht finde ich ihn auch nicht.
Mein Favorit bleibt aber bis jetzt Österreich.
Und natürlich gefallen uns die Isländer und der Norweger nicht per se aus musikalischen Gründen auch. Dir?
ski-chrigel hat geschrieben: 15.05.2025, 19:19
]
Der wird aber ziemlich hoch gehandelt und allzu schlecht finde ich ihn auch nicht.
Mein Favorit bleibt aber bis jetzt Österreich.
Und natürlich gefallen uns die Isländer und der Norweger nicht per se aus musikalischen Gründen auch. Dir?
weiss nicht, nie gesehen.
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ski-chrigel hat geschrieben: 15.05.2025, 22:18
@enviadi: Hast Du den heutigen „Bschiss“ beim Rugisbalm-Bähnli auch bemerkt?
Jup. Sie fuhr mit der zweiten Sektion. Dafür hätte sie aber an der Talstation nicht telefonieren müssen, weil die Bahn von dort bedient wird. Oder war noch etwas anderes, was ich übersehen habe?
Es ist übrigens kein Geld geflossen bei der Auswahl der Postkarten-Drehorte des diesjährigen Song Contests:
Eine Zusammenfassung des Artikels im Bündner Tagblatt:
Der Eurovision Song Contest ist weit mehr als ein Musikwettbewerb – für das Gastgeberland ist er eine einzigartige Möglichkeit, sich einem internationalen Millionenpublikum zu präsentieren. In diesem Jahr findet der ESC in Basel statt, nachdem der Künstler Nemo aus Biel im Vorjahr den Wettbewerb für die Schweiz gewonnen hatte. Neben musikalischen Darbietungen bietet der Event auch reichlich Raum für kulturelle und landschaftliche Inszenierungen – und Graubünden profitiert davon in besonderem Mass.
Im Rahmen der Liveshows – dazu zählen zwei Halbfinals sowie das grosse Finale – werden sogenannte „Postkarten“ gezeigt. Dabei handelt es sich um kurze Videosequenzen, die die Künstlerinnen und Künstler vor ihren Auftritten vorstellen und sie mit einem bestimmten Ort in der Schweiz verknüpfen. Diese Clips zeigen vielfältige Regionen, kulturelle Besonderheiten und beeindruckende Naturaufnahmen – und dienen dem Ziel, ein modernes und vielfältiges Bild der Schweiz zu vermitteln.
Graubünden besonders stark vertreten
Während sich insgesamt nur 16 von 26 Kantonen über eine solche Postkarten-Präsentation freuen dürfen, gehört Graubünden zu den wenigen Regionen, die mehrfach auftauchen. Gleich vier Beiträge des ESC führen das Publikum in den Kanton im Südosten der Schweiz – eine seltene Gelegenheit, die Bündner Tourismusakteure begeistert aufgenommen haben.
So wurde etwa der slowenische Künstler Klemen Slakonja auf der Alp Raguta bei Feldis in Szene gesetzt – ein Ort, der vielen bisher unbekannt gewesen sein dürfte. Auch die polnische Sängerin Justyna Steczkowska war in Graubünden unterwegs: Ihr Postkarten-Beitrag zeigt sie auf dem Crap Sogn Gion im Skigebiet Laax beim Schneeschaufeln. Claude Kiambe aus den Niederlanden durfte ein besonderes Erlebnis geniessen: Er fuhr im historischen Gourmino-Speisewagen der Rhätischen Bahn über das berühmte Landwasserviadukt. Und schliesslich besuchte der serbische Sänger Stefan Zdravkovic alias Princ im zweiten Halbfinale die Lenzerheide, wo er den traditionellen Chalandamarz hautnah miterlebte – ein kultureller Brauch, der tief in der rätoromanischen Tradition verwurzelt ist.
Auswahl der Orte: Zwischen Vielfalt und Sichtbarkeit
Die Auswahl, welche Orte in den Postkarten gezeigt werden, erfolgte durch ein Redaktionsteam im Auftrag des Schweizer Fernsehens. Ziel war es laut der ESC-Medienstelle, die Schweiz in ihrer gesamten kulturellen und landschaftlichen Breite zu zeigen. Dabei wurde sowohl auf bekannte Reiseziele als auch auf weniger bekannte, überraschende Facetten geachtet. Basel ist als Gastgeberstadt am häufigsten vertreten, was naheliegend ist. Doch dass Graubünden gleichauf mit dem Tessin viermal präsentiert wird, zeigt, wie stark der Kanton im Gesamtbild des Events vertreten ist. Andere touristisch bedeutende Regionen wie Bern, Wallis oder Zürich sind weniger häufig zu sehen. Einige Kantone – darunter Glarus, Uri, Schwyz, Obwalden oder auch Zug – gingen komplett leer aus.
Laut Carla Peterhans von der ESC-Medienstelle wurden bei der Auswahl inhaltliche Aspekte höher gewichtet als logistische Überlegungen. Es sei darum gegangen, verschiedene Perspektiven zu zeigen – von urban bis ländlich, von kulturell bedeutsam bis landschaftlich spektakulär. Selbst wenn einzelne Kantone mehrfach vorkommen, sollen deren Beiträge jeweils unterschiedliche Themen beleuchten.
Regionale Unterstützung bei der Umsetzung
Die Produktion der Postkarten erfolgte im Auftrag des Schweizer Fernsehens SRF, in enger Zusammenarbeit mit Tourismusorganisationen und lokalen Partnern. So wurde die Weisse Arena Gruppe, zu der auch das Skigebiet Laax gehört, direkt von Schweiz Tourismus kontaktiert, um den Dreh mit der polnischen Künstlerin zu ermöglichen. Die Dreharbeiten auf dem Crap Sogn Gion fanden bereits im vergangenen Winter statt. Martina Calonder, Mediensprecherin der Gruppe, freut sich über die internationale Sichtbarkeit: „Wir haben den Ort natürlich gerne zur Verfügung gestellt – solche Aufnahmen sind eine grossartige Gelegenheit, Laax einem weltweiten Publikum zu zeigen.“
Auch Graubünden Ferien war an mehreren Beiträgen beteiligt. Nadja Cantieni von der Kommunikationsabteilung erklärt, dass die anfragende Produktionsfirma bereits mit konkreten Ideen auf sie zugekommen sei. Die Künstlerinnen und Künstler hätten sogar einige Zeit in der Region verbracht, was den Produktionen eine gewisse Authentizität verleiht. Cantieni zeigt sich erfreut über die wiederholte Präsenz Graubündens: „So können wir zeigen, wie vielseitig unser Kanton ist.“ Besonders gefreut habe sie, dass mit dem Chalandamarz auch ein Stück Bündner Brauchtum Eingang in die Clips gefunden habe – eine schöne Ergänzung zu den bekannten touristischen Highlights.
Werbung zum Nulltarif – mit Herzblut produziert
Ein besonders erfreulicher Aspekt: Die Beteiligung am ESC bedeutete für die präsentierten Destinationen keine finanziellen Verpflichtungen. Im Gegenteil – in manchen Fällen gab es sogar eine kleine Vergütung. So berichtet Thomas Bitter vom Vorstand der IG Raguta, dass die Produktionsfirma für die Nutzung des Natureisfelds auf der Alp Raguta eine Gebühr bezahlt habe. Auch er freut sich über die grosse mediale Aufmerksamkeit, auch wenn unklar ist, ob dies langfristige Auswirkungen auf den Bekanntheitsgrad der Alp haben wird. Für Bitter ist das ohnehin zweitrangig: „Wir machen alles auf der Alp Raguta mit Herzblut und für die Sache – nicht aus kommerziellen Gründen.“
Ein internationales Publikum mit Potenzial
Für Graubünden und die beteiligten Orte ist der ESC nicht nur ein Aushängeschild, sondern auch eine wertvolle Werbeplattform. Rund 150 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer weltweit verfolgen den Event – eine enorme Reichweite, die klassische Tourismuswerbung kaum erreichen kann. Besonders positiv: Das ESC-Publikum ist extrem durchmischt. Es reicht von Kindern über junge Erwachsene bis hin zu älteren Menschen – eine Vielfalt, die kaum ein anderes Medienformat bietet. Nadja Cantieni von Graubünden Ferien hofft, dass viele Menschen durch die Beiträge inspiriert werden, Graubünden selbst zu entdecken.
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Falls jemand diese Woche noch nach Basel fahren sollte, dann unbedingt den "Konkurs de l'Eurochanson" mitnehmen. Diese Kult-Veranstaltung fand zwischen 1999 und 2006 hier in Basel statt. Am altehrwürdigen Spalenberg wird derzeit in einer Galerie daran mit Erinnerungsstücken, Devotionalien und Gadgets erinnert. Zur Info: Basels eigener Retro-ESC - vor 25 Jahren haben bunte Vögel aus der Basler Musikszene einen Amateur-ESC veranstaltet.
Die Gesangswettbewerbe wurden zu schrägen Chanson-Kurztrips durch Europa. Mit Publikum, Jury und improvisierten Live-Schaltungen auf Grossleinwand in andere Länder (die Korrespondenten waren jeweils in einem kleinen Abstellraum am jeweiligen Veranstaltungsort;-) Kurz: es war eine Riesengaudi - nie peinlich.
Ich war damals mehrmals an dieser ESC-Hommage und auch -Persiflage mit dabei. Das Ganze war sehr professionell gemacht - und die Beiträge waren teilweise hochstehend. Es gibt auch Videos von damals, muss mal schauen, ob ich da noch einen Link finde.
Mehr dazu gibt es hier nachzulesen und zu betrachten:
ski-chrigel hat geschrieben: 16.05.2025, 01:34
Die Bergstation war plötzlich an der Bannalp.
Stimmt, jetzt wo du es sagst fällt es mir auch auf. Man sieht sogar den Schlepplift im Hintergrund. Hab ich live tatsächlich nicht bemerkt. Vermutlich weil ich mich leicht darüber amüsiert habe, wie sich der ARD-Kommentator beim Wort "Buiräbähnli" fast das Leben genommen hat. (Ok, man muss ihm fairerweise zugute halten, dass der Nidwaldner Dialekt auch nicht der einfachste für den Einstieg ist. )
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