Gespräch mit Mike Goar über die Europa-Expansion im Blick:
https://www.blick.ch/wirtschaft/anderma ... 28761.html
Eine Zusammenfassung:
Expansion und Investitionen in Europa
Vail Resorts verfolgt das Ziel, in Europa ein Netzwerk von Skigebieten aufzubauen, jedoch mit Bedacht: „Wir übernehmen keine Destination, nur um zu wachsen“, betont Goar. Nach der Schweiz sollen auch in Italien, Frankreich und Österreich weitere Skigebiete hinzukommen.
Um die Attraktivität der bestehenden Gebiete zu steigern, investiert Vail Resorts massiv:
Andermatt: 50 Millionen Franken bis Ende des Jahres für Bahnen, Beschneiung und Gastronomie, weitere 60 Millionen in den kommenden Jahren.
Crans-Montana: 30 Millionen Franken für Modernisierung.
Das Unternehmen möchte damit auch potenzielle neue Partner überzeugen, dass eine Übernahme durch Vail Resorts einen positiven Effekt auf die Destinationen hat.
Entwicklung der Gästezahlen
Offizielle Zahlen zu den Besucherströmen veröffentlicht Vail Resorts nicht. Laut Seilbahnen Schweiz legten die Skier-Days (Tageseintritte) in Crans-Montana nach der Übernahme leicht auf 536'000 zu. In Andermatt-Sedrun sollen sie in den letzten zwei Jahren gesunken sein, wobei interne Quellen von rund 500'000 Skier-Days sprechen.
Strategie für den Epic Pass und neue Partnerschaften
Der Epic Pass, ein Skipass für mehrere Destinationen weltweit, ermöglicht aktuell den Zugang zu sechs europäischen Partner-Skigebieten, darunter Les 3 Vallées (Frankreich), Skirama Dolomiti (Italien) und Arlberg (Österreich). Allerdings ist die Nutzung in Europa auf wenige Tage pro Destination begrenzt.
Trotz des wachsenden Interesses in Europa gibt es derzeit keinen eigenständigen Epic Pass für den europäischen Markt. Der Hauptgrund: Das Angebot sei noch nicht breit genug. Gleichzeitig verzeichnete Vail Resorts im letzten Winter erstmals einen Rückgang der Epic-Pass-Verkäufe auf 2,3 Millionen. Zudem verlor die Aktie in den letzten zwölf Monaten 28 % an Wert, was den Druck auf eine erfolgreiche Expansion in Europa erhöht.
Jüngst konnte Vail die Partnerschaft mit Verbier 4 Vallées ausbauen, wodurch Epic-Pass-Inhaber dort im kommenden Winter bessere Zugangsbedingungen erhalten. Goar sieht die Zukunft in Multi-Resort-Pässen, lehnt jedoch dynamische Preismodelle ab: „Die Gäste sollen genau wissen, wie viel ein Skitag kostet.“
Persönlicher Einsatz von Mike Goar
Goar besucht regelmäßig Skigebiete, um mögliche Übernahmen oder Kooperationen auszuloten. In Crans-Montana verhandelte er erfolgreich mit dem früheren Besitzer, dem tschechischen Milliardär Radovan Vítek. Er fordert auch seine Angestellten auf, selbst Ski zu fahren, um das Produkt besser zu verstehen.
Trotz seines Alters denkt Goar nicht an den Ruhestand. Sein Haus in Utah muss warten – er sieht seine Aufgabe in Europa als noch lange nicht abgeschlossen. In dieser Saison plant er rund 60 Skitage, trotz zahlreicher Videocalls mit der Firmenzentrale in Colorado und Geschäftsreisen.
Blick in die Zukunft
Goar ist skeptisch gegenüber Prognosen, wonach ein Skitag in der Schweiz in zehn Jahren 200 bis 300 Franken kosten könnte. Er glaubt nicht, dass es zu solchen Preissteigerungen kommen wird.
Mit einer klaren Strategie, hohen Investitionen und neuen Partnerschaften möchte Vail Resorts Europa als Wachstumsmarkt erschließen – mit Andermatt als weltweit wichtigstem Projekt.
2025/26: 10x Jakobshorn, 9x Parsenn, 6x Madrisa, 4x Sellaronda, 3x Andermatt, Arosa Lenzerheide, Rinerhorn, 2x Frutt, Pany, 1x Zermatt, Stilfser Joch, Landgraaf, Saas-Fee, Hintertux, Pitztaler, Titlis, Sölden, Glacier 3000, Gemsstock, Ostschweiz, Ischgl, Seiser Alm, Hasliberg, Kt. Schwyz, Mörlialp, Axalp, Gadmnen, Sternenberg, Grüsch, Val d'Anniviers, Anzère, Ovronnaz, Marécottes, Ghöch, Marbach, Sörenberg, Jura, Disentis, Fideris, San Bernardino, Splügen, Feldis, St. Antönien, Fribourg, Bergün, Alvaneu, Tenna, Minschuns, Oberengadin, Corvatsch, Malbun, Klewenalp, Belalp, Bürchen, Grächen, Leukerbad, Obersaxen, Laax
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