Ursprünglich wollte ich nicht nach Flaine fahren – zumindest nach der Geschichte meiner Frau. Aber einerseits wäre es eine gute Gelegenheit für sie, in Bewegung zu bleiben, und andererseits wären die Kinder in den Ferien zu Hause völlig gelangweilt gewesen. Noch schlimmer: Ich konnte nichts mehr stornieren. Für die Unterkunft, die Skipässe und den Skikurs war es bereits zu spät.
Dummerweise hatte ich vergessen, mir ein Attest vom Arzt zu besorgen. Und noch dazu fiel mir erst später ein, dass ich beim Kauf der Skipässe auch eine Stornoversicherung abgeschlossen hatte. Schließlich habe ich die MRT-Ergebnisse mitgenommen und den Arzt (oder Krankenpfleger? Arztassistent? k.a.) im Flaine Medical Center gebeten, eine Bestätigung für den Skipass meiner Frau auszustellen – was zum Glück geklappt hat.
Ehrlich gesagt finde ich Flaine das hässlichste Skigebiet der Alpen – zumindest von allen, die ich bisher besucht habe. Trotzdem ist es wirklich praktisch. Und wenn man weiß, wie, wann und wo, kann man dort richtig gut Ski fahren.
Aus meiner Erfahrung sollte man auf der rechten Seite des Skigebiets starten (so wie es auf der Pistenkarte dargestellt ist).
Am besten nimmt man um 09:00 Uhr die erste Gondel von Aup de Véran und fährt anschließend schnell über die Piste Diablotin nach unten, um direkt wieder mit der Gondel nach oben zu fahren. Danach geht es mit dem Lindars Nord ganz nach oben. Von dort aus sind die roten Pisten Fred und Lapiaz ideal, mit Richtung Lapiaz-Schlepplift. Danach fährt man erneut ins Tal und nimmt den Sessellift Tête des Verds.
Mit diesem Lift gelangt man wieder nach oben und kann dann den Diamant Noir-Sessellift nutzen, um fast bis zum höchsten Punkt des Skigebiets zu kommen – ohne die lange Warteschlange an der Grandes Platières-Gondel. Anschließend geht es über die rote Piste Faust bis zum Désert Blanc-Sessellift. Von dort fährt man wieder nach oben und dann über die blauen Pisten Richtung Flaine Forêt, um mit dem Grand Vans-Lift weiter nach oben zu gelangen.
Bis zu diesem Zeitpunkt sind die großen Massen noch nicht in Flaine angekommen, und die Pisten sind vergleichsweise leer. Von dort kann man dann Richtung Les Carroz oder Samoëns fahren – genau zu dem Zeitpunkt, wenn die meisten von dort aus nach Flaine unterwegs sind.
Nachmittags, wenn alle aus Flaine zurück in ihre Dörfer wollen, ist es die beste Zeit, um wieder nach Flaine zurückzukehren. Da ich meine Kinder vom Skikurs abholen musste, konnte ich nicht bis Samoëns fahren. Aber bis zu diesem Zeitpunkt war ich fast alleine auf den Pisten. Die meisten meiner Fotos stammen aus diesem Zeitraum, etwa zwischen 08:50 Uhr und 10:30 Uhr.
Flaine – 1. bis 8. März: nicht schön, aber praktisch.
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Flaine – 1. bis 8. März: nicht schön, aber praktisch.
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Heimat ist wo das Herz ist
Nur ein Snowboarder kennt dieses Feeling. Und wenn du es einmal selbst gefühlt hast, ist es unmöglich, nicht mehr zu wollen. Es macht so süchtig, dass es eigentlich illegal sein sollte, aber das ist es nicht und deshalb machen sie so gute Snowboards, dass du nach dem Fahren darauf alles verkaufen und in die Berge ziehen willst, weil ein Mann ein Gleichgewicht in seinem Leben haben muss, und dieses Gleichgewicht sollte 80% Snowboarden und 20% Arbeit sein.
Es sei denn natürlich, es schneit sehr stark, in diesem Fall ist es 100% Einsatz - jeder sagt, wenn du erfolgreich sein willst, musst du dich einsetzen - für den Spaß am Fahren mit deinen Brüdern.
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Re: Flaine – 1. bis 8. März: nicht schön, aber praktisch.
Mehr Bilder habe ich leider nicht.
Was mich jedoch erstaunt hat: Es waren fast kaum Deutsche vor Ort. Dafür gab es genug Schweizer, Belgier, zahlreiche Holländer und natürlich Franzosen sowie Briten. Das durchschnittliche Skifahrniveau lag auf einer Skala von 0 bis 10 gefühlt maximal bei 5.
Wir haben in den letzten vier Jahren unsere Winterurlaube (Weihnachten, Silvester, Fasching und Ostern) in Frankreich verbracht. Aber noch nie – weder in Frankreich noch in Österreich oder Italien – habe ich so viele Einsätze der Bergrettung gesehen. Jeden Tag habe ich mindestens drei bis vier Einsätze selbst mitbekommen, vermutlich gab es noch deutlich mehr. Zudem habe ich auffallend viele Menschen mit Krücken oder Schulterorthesen gesehen.
Was mich jedoch erstaunt hat: Es waren fast kaum Deutsche vor Ort. Dafür gab es genug Schweizer, Belgier, zahlreiche Holländer und natürlich Franzosen sowie Briten. Das durchschnittliche Skifahrniveau lag auf einer Skala von 0 bis 10 gefühlt maximal bei 5.
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