Bayrischer Wald (außer Arber) 2024/25

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Bayrischer Wald (außer Arber) 2024/25

Beitrag von SkiPenguin »

Ich eröffne mal einen Thread für alles im Bayerwald, was nicht der Arber ist. Ich war heute um St. Englmar herum unterwegs. Lest nun einen Bericht mit dem Titel "Ein Schuss in den Ofen"

Für den letzten Tag der Weihnachtsferien hatte ich lange überlegt, wie das Programm aussehen sollte. Egal wo - Skifahren sollte es sein. Nachdem jedoch der weite Weg von Regensburg in die Alpen angesichts des Föhnsturms ausschied und ich angesichts mehrerer Schreckensmeldungen hinsichtlich des Ansturms auf den großen Arber und das Skizentrum Mitterdorf auch von diesen Ideen Abstand nehmen musste, entstand am Sonntag der Plan zum Besuch des nahegelegenen St. Englmar. Der Skilift Grün-Maibrunn war seit dem 04.01. in Betrieb und ist als Seba-Doppelschlepper mit 830 Metern Länge durchaus interessant. Auch der Predigtstuhl verkündete die Öffnung der Hauptanlage am 06.01. Zuletzt war auch der aktuell in Betrieb befindliche Kapellenberglift, bei dem es ein Stundenticket für gerade einmal 5 Euro zu erstehen gibt, ein mögliches Ziel für eine kleine Schleppliftsafari.

Dass ich diese Planung von Sonntag 22 Uhr acht Stunden später nicht nochmals über die Homepages verifizierte, erwies sich als kapitaler Fehler. Gut gelaunt komme ich aus dem nebligen Flachland in den Bayerischen Wald gefahren. Das Wetter ist viel besser als vorausgesagt und über weite Strecken strahlt sogar die Sonne. Was bereits vorher klar war: Warm sollte es werden. Während die Temperatur in Regensburg um den Gefrierpunkt lag, war es um St. Englmar zwischen 5 und 10 Grad wärmer je nach Sonneneinstrahlung.

Angekommen am Skilift Grün-Maibrunn jedoch das böse Erwachen. Ich blickte auf den Hang und dieser erwies seinem Namen alle Ehre: Grün. Unvorstellbar wie hier am Tag vorher angeblich noch Skibetrieb angeboten werden konnte. Ich prüfe den Schneebericht der Gemeinde und dieser bestätigt: Auch der Kapellenlift ist heute geschlossen. Ich mache dennoch einen kurzen Abstecher, um mir das Gelände einmal anzusehen. An sich gefällt mir, was ich sehe. Ein kultiger Portalstützen-Lift mit angeschlossenem Kinderland und erstaunlich großer Beschneiungs-Infrastruktur. Sicher keine Herausforderung, aber für Kids und Familien bestimmt eine tolle Sache.
Es grünt in Maibrunn.
Es grünt in Maibrunn.
Der Kapellenberg-Lift. Rechts davon befindet sich ein Rodelhügel und das Kinderland.
Der Kapellenberg-Lift. Rechts davon befindet sich ein Rodelhügel und das Kinderland.
"Nicht die gute Laune verlieren", denke ich mir, auch wenn die Hauptgründe für meinen Besuch nun weggefallen sind. Den Predigtstuhl habe ich bereits zwei Mal besucht. Ein Mal im Flutlichtbetrieb und ein Mal bei Komplettöffnung inkl. Herzerllift und Markbuchen-Anlagen. Die Bedingungen dort waren beide Male hervorragend für Mittelgebirgs-Verhältnisse. Um kurz vor 9 ist der Parkplatz fast leer. Ich laufe kurz zur Piste, die von unten nicht so schlecht aussieht und frage einen Skifahrer, wie es denn gehe. Dieser Antwortet "Geht scho gut." So ganz ohne Skisport wollte ich die Rückreise dann doch nicht antreten, mache mich fertig und kaufe ein Ticket.
Der Auslauf bzw. Weg zum Einstieg. Eine Symbiose aus Wiesenski, Mattenrutschen und Schneeresten.
Der Auslauf bzw. Weg zum Einstieg. Eine Symbiose aus Wiesenski, Mattenrutschen und Schneeresten.
Bereits bei der Auffahrt merke ich, dass die Ansprüche des befragten Skifahrers offenbar deutlich von den meinigen abweichen und spätestens nach der kleinen Geländekante am Schlusshang sehe ich dann das Elend in seiner ganzen Pracht. Ich begebe mich auf die ersten Abfahrten:
Das Hauptproblem neben fehlender Unterlage: Tiefe Rillen, vereiste Raupenspuren und große Löcher bis herunter zur Grasnabe.
Das Hauptproblem neben fehlender Unterlage: Tiefe Rillen, vereiste Raupenspuren und große Löcher bis herunter zur Grasnabe.
Oben ist die Schneelage am schlechtesten. Hier mussten große braun-grüne Stellen umfahren werden.
Oben ist die Schneelage am schlechtesten. Hier mussten große braun-grüne Stellen umfahren werden.
Der Mittelteil. Auch hier zwischen Rillen und Löchern einige Stellen mit Feindkontakt.
Der Mittelteil. Auch hier zwischen Rillen und Löchern einige Stellen mit Feindkontakt.
Der etwas steilere Schlusshang war etwas besser, da weniger Unebenheiten und verglichen zum Rest der besten Unterlage.
Der etwas steilere Schlusshang war etwas besser, da weniger Unebenheiten und verglichen zum Rest der besten Unterlage.
Die in Abfahrtsrichtung rechte Piste war - ebenso wie alle weiteren Hänge - noch geschlossen. Die Raupenspuren verraten Einiges. Im Hintergrund zu erkennen: Der nahezu leere Speicherteich.
Die in Abfahrtsrichtung rechte Piste war - ebenso wie alle weiteren Hänge - noch geschlossen. Die Raupenspuren verraten Einiges. Im Hintergrund zu erkennen: Der nahezu leere Speicherteich.
Dem geübten (Carving-) Skifahrer macht das heute nur wenig Spaß. Außer mir sind handgezählt noch drei weitere gute Skifahrer vor Ort. Die restlichen sind Eltern mit Ihren Kindern und Anfänger aller Altersklassen. Viele haben große Schwierigkeiten mit den Zuständen, verlieren aber offensichtlich nicht die gute Laune. Zudem füllt sich das Gebiet rasch und es entsteht eine kleine Schlange am Lift.

Nach ca. einer Stunde verändert sich die Piste wetter- und andrangsbedingt. Aufgefirnter Schnee lässt zumindest die gröbsten Löcher kleiner werden, wodurch die Schwünge im oberen Teilabschnitt leichter werden. Der untere Teil jedoch wird sehr schnell bremsig und ich möchte nicht wissen, welche Tragödien sich hier gegen Ende des Skitags abspielen werden. Ich mache lediglich zehn Fahrten, eine kleine Pause auf dem Panorama-Bänkchen am Predigtstuhl-Gipfel und quittiere dann meinen Dienst, ohne das 2-Stunden-Ticket vollständig genutzt zu haben. Die Verletzungsgefahr ist zu hoch, der Spaßfaktor zu gering und den Skiurlaub in Innsbruck in einer Woche möchte ich auch nicht aufs Spiel setzen.
Auf dem Weg zum Parkplatz ein Blick zum Lift Markbuchen 1, der tatsächlich bis gestern auch noch in Betrieb war. Wie in Grün-Maibrunn: Schwierig vorstellbar.
Auf dem Weg zum Parkplatz ein Blick zum Lift Markbuchen 1, der tatsächlich bis gestern auch noch in Betrieb war. Wie in Grün-Maibrunn: Schwierig vorstellbar.
Die letzte Challenge des Tages: Der komplette Parkplatz ist mit einer dicken Eisschicht überzogen. Einige Gäste stürzen bereits, bevor sie erstmals die Ski an den Füßen haben.
Die letzte Challenge des Tages: Der komplette Parkplatz ist mit einer dicken Eisschicht überzogen. Einige Gäste stürzen bereits, bevor sie erstmals die Ski an den Füßen haben.
Und so trete ich den Heimweg an. Es kann eben nicht immer nur die Traumtage geben. So ist das mit dem Outdoor-Sport. Ich habe nun gelernt, auch bei dem Schmieden von Plänen am späten Vorabend nochmals am Skitag selbst die Verhältnisse zu prüfen und hoffe, dass ich irgendwann doch noch zu meiner Schlepplift-Safari in St. Englmar komme... vielleicht ja sogar mit dem Programmpunkt Pröller. :D
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Re: Bayrischer Wald (außer Arber) 2024/25

Beitrag von Snowboard-Tobi »

Am Predigtstuhl hat man gestern bei Regen und Plusgraden im dichten Nebel erst angefangen den wenig produzierten Maschinenschnee zu verteilen. Dass das nix werden kann sieht man an deinen Bildern. Dass man nicht mal den Liftzugang herrichten konnte zeugt schon von großer Eile. Bis gestern rutschten die Skikurse noch in Markbuchen rum, man konnte dem Schnee beim Schmelzen zusehen. Wahrscheinlich hat man notgedrungen den Doppelschlepper noch schnell hergerichtet um die Skikurse heute bedienen zu können.
Obwohl man eine wahnsinnig schlagkräftige Beschneiungsanlage am Predigtstuhl hat, schafft man es selbst mit dieser nicht mehr am 06. Januar was vernünftiges anbieten zu können. Bzgl. Wintersport spielt nur noch der Arber eine Rolle.
Die Entscheidung des früheren Betreibers der Predigtstuhllifte diese vor 8 Jahren zu einem sehr guten Preis zu verkaufen, war nur richtig.
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Re: Bayrischer Wald (außer Arber) 2024/25

Beitrag von SkiPenguin »

Also zur Ehrrettung der Betreiber: Wenn ich mir die vergangenen drei Winter ansehe, so gab es dort immer die besten Verhältnisse in der direkten Umgebung und man hatte vor allem das Gefühl, dass man dort in Sachen Präparation und Beschneiung sein Handwerk versteht.

Dass es heute so übel war, ist lediglich damit zu erklären, dass man mit aller Gewalt versuchen wollte/ musste, den Lift zu öffnen und dass die Beweggründe kaufmännischer Natur sind. Qualität geschweige denn die Sicherheit der Gäste spielten dabei offenbar nur eine untergeordnete Rolle. Wer sich den Abend vertreiben möchte, kann gerne versuchen ein Bild der Webcam auf Bergfex von heute zu finden, auf dem kein gestürzter Gast auf dem Schlusshang liegt.

Was mich jedoch am meisten ärgert am heutigen Tag, sind zwei Dinge:
  • 1. Die Leute (ja, auch ich) kamen in Scharen, zahlten und belohnten damit diese Öffnungspolitik.
  • 2. Auf der Homepage steht heute Abend, dass der Hauptlift auch weiter geöffnet bleibt.
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Re: Bayrischer Wald (außer Arber) 2024/25

Beitrag von Snowboard-Tobi »

Nach dem Skiunfall meiner Freundin vergangenes Wochenende in der Skiwelt (Morgen findet bereits die OP statt), ging es heute nur schnell in der Heimat in das Pröller-Skidreieck in Sankt Englmar. Ich bin zwei mal mit dem Splitboard hoch und habe in der Tourengeher-Kasse den Betrag einer Halbtagskarte hinterlassen, da ich mir der Betreiber mittlerweile schon Leid tut. Ich weiß nicht wieviel Saisonen ohne Weihnachtsgeschäft und wahrscheinlich wieder ohne Faschingsgeschäft mittlerweile vergangen sind.
Das Schneemanagment ist immer schwierig und sie machen seit Jahren doch immer etliche Fehler. Sie schieben immer in die Breite anstatt die Piste nur in halber Breite und dafür ausreichend zu versorgen.
Los war leider sehr wenig.
Zuvor bin ich noch am Doppelschlepper Grün-Maibrunn vorbei gefahren. Name ist Programm:
20250223_112855.jpg
Nun aber zum Pröller:
Der längste Lift, der Nordhang ist bereits seit vielen Jahren abgebaut.
20250223_123823_001.jpg
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20250223_123659.jpg
20250223_113137.jpg
20250223_113231.jpg
Die Schneelage am langen Bogen ist auch eher mau:
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20250223_115916.jpg
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20250223_122203.jpg
20250223_122507.jpg
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20250223_125734.jpg
20250223_131332.jpg
20250223_120606.jpg
Sollte sich am Wetter nichts ändern, wirds für die Faschingsferien schlecht aussehen.
In der Regionalzeitung beklagte sich der Betreiber über so geringe Besucherzahlen diese Saison. Die Piste ging eigentlich ganz gut.

Ab übernächste Woche geht meine Saison in Tirol wieder weiter. Hoffentlich ist dann schon weniger los.
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Re: Bayrischer Wald (außer Arber) 2024/25

Beitrag von ZONK »

Das wären noch Zeiten in den 80ern und 90ern,wo im faz Schneebericht freitags regelmäßig immer Schneehöhen von 150 cm bis 300cm aus dem bayrischen Wald gemeldet wurden.
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Re: Bayrischer Wald (außer Arber) 2024/25

Beitrag von SkiPenguin »

Ich war gestern ab Betriebsstart für zwei Stunden am Riedlberg. Es folgt ein bisschen (unbezahlte) Werbung, denn bei einer alles in allem eher enttäuschenden Saison im Bayerischen Wald war es die positive Überraschung des Winters.

Die Bedingungen waren frühlingshaft. Bereits bei meiner Ankunft zeigte das Thermometer 10 Grad an. Als ich um 12:00 Uhr abreiste, waren es gar 16 Grad. Meine Erwartungshaltung war daher nicht besonders hoch, als ich mit den Skiern auf der Schulter die knapp 300 Meter vom Parkplatz am Hotel vorbei zum Lift marschiere. Angekommen an der Talstation bekomme ich mein 2-Stunden-Ticket ganz oldschool als handbeschriftete Laminatkarte am Arm befestigt:
Da geht dem Mittelgebirgs-Skifahrer das Herz auf!
Da geht dem Mittelgebirgs-Skifahrer das Herz auf!
Die Anlage von Doppelmayer ist knapp 600 Meter lang und gehört zum angrenzenden Wellnesshotel. Anfang der 10er-Jahre hat man den Lift modernisiert und um ca. 100 Meter nach unten verlängert, weshalb er im unteren Bereich T-Stützen und im oberen Bereich Portalstützen besitzt. Im selben Zuge hat man eine ziemlich schlagkräftige Beschneiungsanlage von Technoalpin samt großem Speicherteich errichtet, die alle Pisten abdeckt. Konkret gibt es drei davon: Ein Anfängergelände abseits der Hauptanlage wird von einem Seillift erschlossen. Die Außenrum-Abfahrt ist eine blaue Piste mit relativ gleichmäßigem Gefälle. Die rote Hauptabfahrt am Lift beginnt oben etwas flacher, besitzt in der Mitte einen Steilhang und läuft dann unten flach aus. Beide Pisten am Hauptlift besitzen zudem eine Flutlichtanlage.

Und warum nun die Ankündigung als Werbung? Ganz einfach: Während ich im Bayerischen Wald in diesem Winter viel Elend sehen musste, waren die Pisten trotz der Bedingungen in hervorragendem Zustand. Selbstverständlich waren sie zu Betriebsbeginn hart, aber nach wenigen Fahrten firnte es bereits leicht auf und somit boten sich absolute Racing-Bedingungen. Nur ganz vereinzelt schimmerte das Grün im oberen Bereich hindurch, aber das war mehr als verschmerzbar. Die Pisten waren tadellos präpariert. Kein Vergleich zu den Zuständen rund um Englmar, am Geißkopf oder am Hohenbogen in diesem Winter.
Die rote Piste mit dem flacheren oberen Hangteil.
Die rote Piste mit dem flacheren oberen Hangteil.
Der Steilhang: Mit dem Schwung aus dem oberen Drittel ein Mordsspaß.
Der Steilhang: Mit dem Schwung aus dem oberen Drittel ein Mordsspaß.
Das Anfängergelände. Im Hintergrund der Schneiteich.
Das Anfängergelände. Im Hintergrund der Schneiteich.
Die Waldabfahrt mit ihrem kontinuierlichen Gefälle.
Die Waldabfahrt mit ihrem kontinuierlichen Gefälle.
Wie auf den Bildern zu erkennen: Der Andrang war sehr gering. Zu Beginn fuhren außer mir noch zwei Einheimische. Später waren maximal 30 Personen am Lift. Das begünstigte sicherlich die Pistenbedingungen, denn erst zum Ablauf meiner 2-Stunden-Karte hin bildeten sich die ersten bremsigen Sulz-Stellen. Ansonsten wurde es mir durch die beiden sehr unterschiedlichen Abfahrten nicht langweilig. Auch wenn die Piste wohl noch einige Tage durchhalten würde, erzählte mir ein Angestellter, dass heute der letzte Betriebstag sei, denn ein Weiterbetrieb würde sich angesichts des Aufwands und der Nachfrage nicht mehr lohnen.

Vor meiner letzten Abfahrt kam ich mit dem Liftler an der Bergstation eine knappe Viertelstunde ins Gespräch und wir sprachen ein bisschen zum Zustand der Kleinskigebiete im Bayerischen Wald allgemein. Seine Aussagen waren sehr interessant und decken sich mit dem, was mir insbesondere in diesem Winter aufgefallen ist: Der Arber stelle keine Konkurrenz dar, denn seine Stellung sei allein aufgrund der Infrastruktur eine besondere. Allein Mitterdorf sei mit dem Arber vergleichbar, sollte die Modernisierung wirklich so kommen, wie angekündigt. Ansonsten sei der Riedlberg eines von vielen Kleinskigebieten. Mit diesen würde man sich vergleichen. Man habe die beste Wintersaison der Geschichte gehabt, was vor allem daran liege, dass andere Standorte schwächeln. Am Eck-Riedelstein hat man sich 2021 zur Stilllegung der Beschneiungsanlage entschieden und heuer nicht einen Tag geöffnet. An Geißkopf, Pröller, Predigtstuhl und weiteren Destinationen gäbe es zahlreiche Qualitäts- und Infrastrukturprobleme und andere wiederum haben ganz geschlossen wie am Kalteck. Davon profitiere man. Nicht ohne Stolz erzählte er mir, dass man als einziges Kleinskigebiet im Bayerischen Wald abseits von Arber und Mitterdorf durchgehenden Skibetrieb von Dezember bis Anfang März habe anbieten können. Trotzdem gelte man noch als Geheimtipp und das dürfe gerne so bleiben. "Auf Zustände wie am Arber hom mir da heroben koa Lust", sagte er und lachte :lol:

Ich beende diesen Post mit einer ganz klaren Empfehlung, sich dieses Skigebiet im kommenden Winter mal anzusehen. Ich werde nächste Saison definitiv wiederkommen.
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Re: Bayrischer Wald (außer Arber) 2024/25

Beitrag von Snowboard-Tobi »

SkiPenguin hat geschrieben: 10.03.2025, 14:39 Ich war gestern ab Betriebsstart für zwei Stunden am Riedlberg. Es folgt ein bisschen (unbezahlte) Werbung, denn bei einer alles in allem eher enttäuschenden Saison im Bayerischen Wald war es die positive Überraschung des Winters.
An Geißkopf, Pröller, Predigtstuhl und weiteren Destinationen gäbe es zahlreiche Qualitäts- und Infrastrukturprobleme und andere wiederum haben ganz geschlossen wie am Kalteck. Davon profitiere man. Nicht ohne Stolz erzählte er mir, dass man als einziges Kleinskigebiet im Bayerischen Wald abseits von Arber und Mitterdorf durchgehenden Skibetrieb von Dezember bis Anfang März habe anbieten können. Trotzdem gelte man noch als Geheimtipp und das dürfe gerne so bleiben. "Auf Zustände wie am Arber hom mir da heroben koa Lust", sagte er und lachte :lol:
Danke für den Bericht über diesen Lift über den man wenig hört. Ich war vor Jahren im Rahmen meiner damaligen Tätigkeit vor Ort und haben uns die Beschneiungsanlage angesehen. Die ist wirklich stark aufgestellt. Insgesamt ist dort alles top in Schuss. Selten so einen gepflegten Lift und einen 200er Pistenbully in dem Zustand gesehen.
Fahr mal im Sommer hin und schau dir die beiden Hänge an:
Was dort tatsächlich ein Gamechanger in Vergleich zur Konkurrenz ist: Beide Hänge sind modelliert und wurden großzügig mit der Schubraupe gerade gerichtet, da ist kein einziges Loch drinnen. Da geht kein Zentimeter Maschinenschnee verloren.
Fahr mal im Sommer an Predigtstuhl oder Pröller und geh den Hang rauf. Dort sind Löcher und Unebenheiten ohne Ende drinnen. Viel Schnee geht dort einfach regelrecht verloren.
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