Samnaun Ischgl, 10.2.25 - 13.2.25

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easyrider
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Samnaun Ischgl, 10.2.25 - 13.2.25

Beitrag von easyrider »

Lenzerheide - da bin ich oft. ich liebe dieses Gebiet. Mit all seinen Vor- und Nachteilen. Aber ein bisschen Abwechslung darf sein. Aus diesem Grund verbringen meine Freundin und ich jeden Winter einige Tage in einer anderen Destination. Nicht selten in Samnaun. In diesem Jahr hat es uns wieder für vier Nächte hierher verschlagen. Nach dem heutigen Tag kann ich sagen: Ich bin offenbar polyamor unterwegs. Denn auch dieses Gebiet liebe ich! Einen Einfluss an diesem Umstand hat sicherlich meine Vergangenheit, die ich hier erleben durfte (Skischule und so).

Samnaun Ischgl, 10.2.25
Die aktuellen Bedingungen würde ich als gut bis sehr gut bezeichnen. Vor allem, wenn man bedenkt, dass Hauptsaison ist und die Temperaturen eher einen Ticken zu hoch sind für die Jahreszeit. Trotzdem halten die Pisten überraschend gut, sind selten sulzig oder (stark) verbuckelt. Die meisten Pisten sind geöffnet und weisen eine gute Schneestärke auf. An einigen Stellen hat es Steine/Kies. Das war aber schon massiv schlechter und Feindkontakt lässt sich meistens vermeiden.

Aufgrund eines ausgedehnten Frühstücks, das im Hotel ab 07:30 Uhr eingenommen werden kann, schafften wir es am Morgen "erst" auf die dritte Gondel. Direkt neben dem Hotel gelangt man auf die Piste zur Pendelbahn:
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Um 08:40 Uhr standen wir auf dem Alp Trider Sattel. Viel früher hätte ich auch nicht oben sein müssen, denn die anderen Bahnen starten bekanntermassen erst gegen 08:45 Uhr. Der heutige Tag stellte diesbezüglich keine Ausnahme dar. Mit Glück (und vielleicht etwas Erfahrung) stellten wir uns zum richtigen Zeitpunkt vor die Schranken des Flimsattel-Lifts und gelangten nach zwei Minuten Warten auf den ersten Sessel. Genial!
Jackpot: Den ersten Sessel erwischt.
Jackpot: Den ersten Sessel erwischt.
Die folgende Abfahrt war wenig überraschend grandios!
Die folgende Abfahrt war wenig überraschend grandios!
Als nächstes folgte ein Abstecher in den Sektor Alp Bella und Grivalea. Pistentechnisch finde ich diesen Bereich ok, mehr nicht. Landschaftlich hingegen gefällt es mir in dieser Ecke sehr gut!
Von der Bergstation Visnitz Richtung Alp Bella ergeben sich immer wieder schöne Tiefblicke. Die Kombination mit dem Nebel finde ich besonders ansprechend.
Von der Bergstation Visnitz Richtung Alp Bella ergeben sich immer wieder schöne Tiefblicke. Die Kombination mit dem Nebel finde ich besonders ansprechend.
Piste am Grivalea. Einmal reicht. Vor einigen Jahren durfte ich einen Abend in einem Pisten Bully mitfahren. Damals präparierte der Fahrer, zufälligerweise der Chef Fahrer,  unter anderem diese Abfahrt.
Piste am Grivalea. Einmal reicht. Vor einigen Jahren durfte ich einen Abend in einem Pisten Bully mitfahren. Damals präparierte der Fahrer, zufälligerweise der Chef Fahrer, unter anderem diese Abfahrt.
Muller. Ich kann wohl an zwei Händen abzählen, wie oft ich die direkte Piste gefahren bin. Schade eigentlich. Denn sie macht Spass, ist leider jedoch sehr kurz. Für eine rote Abfahrt ist sie relativ steil.
Muller. Ich kann wohl an zwei Händen abzählen, wie oft ich die direkte Piste gefahren bin. Schade eigentlich. Denn sie macht Spass, ist leider jedoch sehr kurz. Für eine rote Abfahrt ist sie relativ steil.
68b. Toll an diesem Gebiet finde ich, dass man lange auf frisch präparierten Pisten fahren kann. Man muss lediglich der Masse ein bisschen voraus sein. Dies ist auf der Lenzerheide zum Beispiel nicht möglich.
68b. Toll an diesem Gebiet finde ich, dass man lange auf frisch präparierten Pisten fahren kann. Man muss lediglich der Masse ein bisschen voraus sein. Dies ist auf der Lenzerheide zum Beispiel nicht möglich.
Via Greitspitze ging es Richtung Idalp. Die 13 war, wie meistens, ein Geheimtipp: leer, pulverig, nicht zerfahren:
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Vor dem Mittag fuhren wir über die 1 zur Prdoramabahn, spassige Sache. Im Anschluss gab es zwei Wiederholungen durch das Velliltal. In erster Linie der schönen Landschaft wegen. Auf der Piste hatte es mir zu viele Leute, die für ihre Verhältnisse oft zu schnell fuhren. Sicherlich ein Negativpunkt dieses Gebiets: Das skifahrerische Niveau im Allgemeinen, verbunden mit einem gesunden Mass an Selbstüberschätzung. Die Kombination endet oft in brenzligen Situationen. Aus diesem Grund heisst es hier umso mehr: Augen auf beim Fahren!
IMG_7314.jpeg
Bereits um 11:15 Uhr sassen wir im Pardatschgrat-Restaurant für ein Z'Mittag. Wie immer kehrten wir früh ein, da es um diese Uhrzeit noch sehr leer ist in den Restis. Ein weiterer Vorteil ist, dass wir so jeweils um etwa 12:00 Uhr wieder auf der Piste sind und folglich wenig bevölkerte Abfahrten vorfinden, da dann die meisten die Verpflegungsstätten aufsuchen.
Ein weiterer Garant für Leere: Die 5a. Top.
Ein weiterer Garant für Leere: Die 5a. Top.
Am Vellil verteilt es sich im oberen Bereich sehr gut.
Am Vellil verteilt es sich im oberen Bereich sehr gut.
Im Anschluss gab es Wiederholungen an der langen und schwarzen Wand, wobei letztere genial war! Über Thaya - Hällspitz - Gampen - Palinkopf ging es schliesslich um kurz vor 15 Uhr auf die Talabfahrt, welche überraschend toll war: leer, wenig Haufen, eher hart, schnell. Tipptopp.
IMG_7319.jpeg
Fazit: Wetter besser als prognostiziert, geringer Andrang an den Liften (nie mehr als einige Sessel gewartet), auf den Pisten sehr überschaubare Menschenmengen (mit vielen leeren und einigen vollen Abfahrten), griffige und wenig zerfahrene Pisten.
Zuletzt geändert von easyrider am 11.02.2025, 08:05, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Samnaun Ischgl, 10.2.25 - 13.2.25

Beitrag von mafikS »

polyamor - das liegt in Bezug auf Skigebiete hier bei den alpinfans im Trend
;) Ob das auch in Bezug auf die Freundin gemeint.... gehört nicht hierher... :lol:
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Samnaun Ischgl, 11.2.25 - 12.2.25

Beitrag von easyrider »

Samnaun Ischgl, 11. und 12.2.2025

Die Folgetage waren ähnlich wie der 11.2.25, wettertechnisch aber schlechter. Ebenfalls wählte ich am Dienstag und Mittwoch eine weniger gute Route durch das Gebiet, weswegen wir uns häufig im Gewusel wiederfanden. Mehrere Male überstieg der Füllungsgrad der Pisten meinen diesbezüglichen Toleranzbereich deutlich. Einige Pisten und Bereiche sind chronisch überfüllt, so zum Beispiel direkt an der Idalp/Alp Trida, die 10, 11 23 oder 62. Das weiss ich und diese Engstellen lassen sich eigentlich gut umfahren. Etwas überrascht war ich aber, wie voll die 40 am Gampen frühmorgens oder immer wieder die 7 im Velliltal waren. Das hatte ich so nicht mehr im Kopf.

Crazy ist auch, wie oft man extrem knapp überholt wird. Zwei Beispiele:
  • Ich fahre etwa zwei Meter vom Pistenrand entfernt parallel zu diesem in gleichmässigen, engen Kurven die Piste runter. Und zack, plötzlich kommt jemand von hinten und drängt sich zwischen mir und dem Pistenrand hindurch. Just in dem Moment, als ich die Kurve in Richtung Rand ansetze.
  • Meine Freundin und ich fahren mit ungefähr vier Meter seitlichem Abstand die Piste herunter, machen beide einen Bogen (auf uns zu), der Abstand verringert sich auf circa 2m. Zeitgleich fährt einer zwischen uns durch.
Mit solchen Situationen muss man eigentlich immer rechnen und ist uns auch mehrmals passiert. Weiter hat es entgegen meinem ersten Eindruck vom 10.2.25 doch auf einigen Pisten Steine und Kiesel, die man nicht immer umfahren kann. An allen drei Tagen schafften wir es lustigerweise am Flimsattel auf den ersten Sessel. Wir mussten dazu nie mehr als zwei Minuten warten.

Fotos machte ich nur wenige, hier eine kleine Auswahl:
Bus-Exkurs: Auf dem Skibus fährt ein Mercedes Citaro der ersten Generation. Mit Baujahr 2006 ist das eines der ältesten Postautos schweizweit, das noch täglich im Einsatz steht.
Bus-Exkurs: Auf dem Skibus fährt ein Mercedes Citaro der ersten Generation. Mit Baujahr 2006 ist das eines der ältesten Postautos schweizweit, das noch täglich im Einsatz steht.
Rillen fahren: Mit etwas Strategie lässt sich wirklich lange auf frischen Pisten fahren. Meine Freundin war begeistert! Und auch mir macht das grossen Spass. Wie hier zum Beispiel um 10:41 Uhr auf einer Variante der 32.
Rillen fahren: Mit etwas Strategie lässt sich wirklich lange auf frischen Pisten fahren. Meine Freundin war begeistert! Und auch mir macht das grossen Spass. Wie hier zum Beispiel um 10:41 Uhr auf einer Variante der 32.
Komisch: Die 23 relativ leer. Ganz ungewohnt.
Komisch: Die 23 relativ leer. Ganz ungewohnt.
Die Talabfahrt Nummer 3 haben wir mehrere Male gemacht. Bevor alle da runterjagen (wies ist das hier am Nachmittag?) macht die Piste Spass und ist sehr leer.
Die Talabfahrt Nummer 3 haben wir mehrere Male gemacht. Bevor alle da runterjagen (wies ist das hier am Nachmittag?) macht die Piste Spass und ist sehr leer.
Die 4 am Vellikeck ist eher schwach befahren. Aber auch nicht nur! Mehrere Male, als wir auf dem Sessel hochfuhren, wuselte es hier richtig stark.
Die 4 am Vellikeck ist eher schwach befahren. Aber auch nicht nur! Mehrere Male, als wir auf dem Sessel hochfuhren, wuselte es hier richtig stark.
Das Bild täuscht: Die 11 ist beliebt ;-)
Das Bild täuscht: Die 11 ist beliebt ;-)
An dieser Stelle verabschiedete sich am Dienstag leider ein Teil meiner Snowboardbindung, weshalb wir den Tag etwas frühzeitig beenden mussten.
An dieser Stelle verabschiedete sich am Dienstag leider ein Teil meiner Snowboardbindung, weshalb wir den Tag etwas frühzeitig beenden mussten.
Da ich mich mit einer wichtigen Schraube weniger in der Bindung nicht mehr Richtung Zeblas-Talabfahrt traute, nahmen wir die Laret-Abfahrt, die um 14:45 Uhr noch tipptopp war. Nur im letzten, schmalen Teil wurde der Schnee klebrig und pampig.
Da ich mich mit einer wichtigen Schraube weniger in der Bindung nicht mehr Richtung Zeblas-Talabfahrt traute, nahmen wir die Laret-Abfahrt, die um 14:45 Uhr noch tipptopp war. Nur im letzten, schmalen Teil wurde der Schnee klebrig und pampig.
In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch schneite es ein bisschen. Daher war die erste Abfahrt am Flimsattel genial schön. Interessanterweise hielt sich die Buckelbildung im Verlauf des restlichen Tages stark in Grenzen.
In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch schneite es ein bisschen. Daher war die erste Abfahrt am Flimsattel genial schön. Interessanterweise hielt sich die Buckelbildung im Verlauf des restlichen Tages stark in Grenzen.
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Seit mindestens sieben Jahren fuhr ich wieder einmal am Musella. In erster Linie aus nostalgischen Gründen: Viele Trainings und Shows verbrachte ich an diesem Hang bzw. im Zielbereich. Die Nightshow gibt es nicht einmal mehr.
Seit mindestens sieben Jahren fuhr ich wieder einmal am Musella. In erster Linie aus nostalgischen Gründen: Viele Trainings und Shows verbrachte ich an diesem Hang bzw. im Zielbereich. Die Nightshow gibt es nicht einmal mehr.
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