Skigebiet Pontresina-Languard
Das Anfängerskigebiet Languard liegt mitten in Pontresina, am oberen Dorfrand. Pontresina ist der einzige Ort der sich im Val Bernina befindet. Über den gleichnamigen Pass ist das Engadin mit dem Puschlav (Poschiavo) verbunden. Das Gemeindegebiet ist von Berggipfeln mit über 3.500 m Höhe umgeben, einschließlich des einzigen Viertausenders der Ostalpen, des Piz Bernina. Verschiedene Förderbänder, ein Seillift und ein Schlepplift befördern die Wintersportler im Skigebiet Languard. Die ortsansässige Skischule hilft Anfängern und Kinder das Skifahren und Snowboarden zu erlernen. Im Sommer kann man mit der Kurven-Sesselbahn hinauf zur Alp Languard schweben. Die Pisten von der Alp Languard sind nicht mehr in Betrieb. Es befindet sich gleich ein Parkplatz direkt bei der Talstation, aber auch hier sehr teuer. Für eine Verpflegung oder den ÖV ist das Dorfzentrum nicht weit entfernt. Herzige Pisten mit niedlichen Pistentafeln schlängeln sich links und rechts des Schleppliftes hinunter. Jede Piste ist nach einem Tier benannt, es gibt insgesamt deren 4 Pisten sowie einem Snowpark mit Crosspiste. Sehr zu empfehlen für Familien mit kleinen Kindern, da habe ich sogar auch als Erwachsener Spass an den niedlichen Pistentierchen und Crossabfahrt. Der Schlepplift San Spiert-Clüx von Bartholet macht auf nur 320 Metern Länge eine Höhendifferenz von 80 Metern. Störend ist hier die langsame Fahrt, denn die verschiedenen kurzen Pisten sind doch recht abwechslungsreich und mit einer schönen Aussicht über Pontresina und die Hochebene Richtung Corviglia. Mit der kurzen Länge ist natürlich verständlich, dass ein erfahrener Skifahrer hier nach 1 bis 2 Stunden genug hat. Da ist schade, dass die Sesselbahn nicht mehr Winterbetrieb hat.
Kurz zur Geschichte
Im Dezember 1945 wurden in Pontresina zwei Teilstrecken von sogenannten Kombiliften des Herstellers Sameli-Huber gebaut. Im Winter als Schlepplifte brachten diese Bahnen eine Belebung des Kurortes Pontresina als Wintersportplatz. Anfangs der 1990er Jahre entstand ein Bedarf auf Ersatz. Um zusätzliche Waldrodungen zu vermeiden, wurde die Sesselbahn auf gleicher Trasse erstellt und mit einer Kurve in der Mitte versehen. Die neue Bergstation wurde im Vergleich mit der Bergstation des alten Kombiliftes weiter oberhalb auf der Alp Languard erstellt. Für diese Trassenführung wurde das System einer fixen Doppelsesselbahn mit einer Parallelkurve mit BACO-Umlenkscheibe gewählt. Auch nach der Eröffnung der Doppelsesselbahn blieb die erste kurze Teilstrecke des Kombiliftes als Schlepplift San Spiert – Clüx weiterhin in Betrieb. Die Sesselbahn ist seit einigen Jahren nur noch im Sommer in Betrieb. Obwohl die Betriebsbewilligung für die Sesselbahn Alp Languard bis 2035 gilt, wurde bei der Aktionärsversammlung im Jahr 2021 beschlossen, sich schon jetzt mit der Erneuerung der Bahn zu befassen. Der Gemeindevorstand sprach sich gegen eine Sanierung der bestehenden Sesselbahn und für einen Anlagen-Neubau aus. Ausschlaggebend dafür ist, dass die Bahn mit ihrer Kurve eine erhebliche technische Schwachstelle mit Gefahrenpotenzial hat. Es sind bereits zweimal massive Schäden aufgetreten. Die Kosten der inzwischen europaweit einzigen Seilbahn mit BACO-Ablenkscheibe sind hoch. Die Alp Languard AG gibt nun eine Studie für einen Bahn-Neubau in Auftrag. Eine gerade Trasse als Verbindung beider jetzigen Sesselbahnstationen kommt jedenfalls kaum in Frage, weil da neben zusätzlichen Waldrodungen auch die Begräbniskirche mit Friedhof St. Maria aus dem 11. Jahrhundert im Wege steht.
Öffnungszeiten:
14.12.24 - 23.03.25 / 9.30-16.00 Uhr
Tageskarten Preise:
- 1 Tag kostet CHF 36.50
- 1/2 Tag kostet CHF 30.- (9:30 – 13:00 o. 11:45 – 16:00)
Das Skigebiet ist im Skigebietspass der Region Oberengadin (sleep+ski) enthalten.
Pistenplan:
Besuch am 21.01.25
Die momentan aussergewöhnlich dürftige Schneelage im Engadin lässt uns bei der Anfahrt zweifeln, ob hier an diesem schönen Südwesthang noch das weisse Gold vorhanden ist. Davor waren wir an den hochalpinen Hängen der fast 3'000 Gipfeln im Gebiet Diavolezza-Lagalb. Auf dem Rückweg liegt es somit nahe dem kleinen Gebiet Languard einen Besuch abzustatten. Schneekanonen habe ich allerdings keine gesehen, somit entweder schon abgebaut oder die geringere Steilheit mit Muldenlage hat den Schnee gerettet. Ein paar Kids kamen am Nachmittag nach der Schule noch auf die Piste, ansonsten waren nur zwei Familien und eine Frau die unermüdlich die Murmeltier-Piste hinunterfuhr im Gebiet anzutreffen. Das Wetter war phänomenal und dank westlicher Ausrichtung Sonnenschein bis Betriebsschluss um 16:00.
Fazit:
Für ein zwei Stunden ganz Nett, als Gebiet um das Skifahren zu lernen ist es natürlich perfekt. Von den Verhältnissen her war es auf jeden Fall super und beim Wetter konnten wir uns auch nicht beklagen.
Track:
Pontresina-Languard | niedliches Gebiet | 21.01.25
- Schneegott
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Pontresina-Languard | niedliches Gebiet | 21.01.25
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Re: Pontresina-Languard | niedliches Gebiet | 21.01.25
Das dürfte eine Weise Entscheidung sein. Sofern tatsächlich eine neue Trasse gewählt werden soll, scheint es nicht unrealistisch, dass eine zehnjährige Diskussion erforderlich wird.Schneegott hat geschrieben: 07.02.2025, 17:08... Obwohl die Betriebsbewilligung für die Sesselbahn Alp Languard bis 2035 gilt, wurde bei der Aktionärsversammlung im Jahr 2021 beschlossen, sich schon jetzt mit der Erneuerung der Bahn zu befassen.
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Re: Pontresina-Languard | niedliches Gebiet | 21.01.25
Ist Winterbetrieb nach einem Neubau wieder ein Thema? Das würde Pontresina als Winterdestination schon aufwerten. Und Gästebetten gibt es ja viele da, ich kann mir fast nicht vorstellen dass man da nicht kostendeckend arbeiten kann.
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Re: Pontresina-Languard | niedliches Gebiet | 21.01.25
Das ist noch nicht ganz klar, aber eher unwahrscheinlich. Die Pisten waren eher anspruchsvoll und nicht als Familiengebiet geeignet, es müsste noch einiges mehr investiert werden.Matterhorn hat geschrieben: 23.03.2026, 11:25 Ist Winterbetrieb nach einem Neubau wieder ein Thema? Das würde Pontresina als Winterdestination schon aufwerten. Und Gästebetten gibt es ja viele da, ich kann mir fast nicht vorstellen dass man da nicht kostendeckend arbeiten kann.
