Die kleine Rundtour vor der Babypause beendete ich gestern dann mit einem Skitag in Davos.
Los ging es mit dem Teilskigebiet Parsenn. Obwohl ich um kurz vor 08:00 Uhr schon da war, musste ich eine Bahn abwarten. Da sie aber verfrüht öffneten, bedeutete dies aber eine Bergfahrt um 08:10 Uhr und damit 5 Minuten vor dem offiziellen Start – die Einschränkung ist also mehr als verkraftbar
Oben präsentierten sich die Pisten in einem traumhaften Zustand. Im Vergleich zu Ischgl und dem Engadin waren die Pisten wesentlich pulvriger, was nicht nur daran lag, dass über Nacht teilweise nachbeschneit wurde, sondern auch daran, dass der Zustand von Grund auf besser ist.
Verwunderlicherweise sorgte die stellenweise erfolgte Nachbeschneiung nicht für Haufen. Der Maschinenpulver verteilte sich einfach schön über die Piste und es blieb sehr gut zu fahren.
Vor allem Rapid und Totalp waren somit megamäßig gut. Furka fiel im Vergleich etwas ab, war in der Früh aber immer noch gut.
Bis zum Mittag hielten die Pisten auf Parsenn ohne Einschränkungen.
Der Andrand war hier natürlich groß. Nennenswerte Liftwartezeiten waren nicht zu verzeichnen, jedoch war es auf den wenigen Pisten sehr voll.
Das skifahrerische Niveau auf Parsenn war ziemlich gut. Einerseits ja schön, andererseits finde ich es bei vollen Pisten wesentlich angenehmer, mit schlechteren Skifahrern quasi nur „stehenden Hindernissen“ ausweichen zu müssen, als sich mit vielen anderen guten Skifahrern, die ebenfalls einen hohen Platzbedarf haben, die Piste zu teilen. Aber das sind eher Luxusprobleme
Der Wechsel gegen Mittag zum Jakobshorn brachte aber dann leider eine krasse Verschlechterung mit sich. Am Jakobshorn sind die Verhältnisse frappant schlechter, als in den anderen besuchten Gebieten. Keine Piste konnte dort überzeugen. Sicherlich liegt das auch an der Uhrzeit, aber auch die Basis muss hier viel schlechter sein, als anderswo.
Die Pisten waren entweder abgefahren, schmal und voll oder knollig, schmal und voll. Dazu waren hier im Gegensatz zu Parsenn sehr viele schwächere Skifahrer unterwegs.
Mühsam ist hier auch, dass Bräma noch nicht läuft und man so mit der überforderten 2. Sektion weiter muss. Glücklicherweise waren es bei mir aber nur zwei Bahnen Wartezeit.
Generell ist auffällig, dass Davos bislang eher ein sehr mickriges Vorsaison-Programm bietet, das insbesondere im Vergleich mit verschiedenen Vorjahren eher schwach ist. Sicherlich waren die Bedingungen alles andere als optimal, aber eine Verbindung zur Gotschnabahn oder die Wasserscheide-Abfahrt bis Kreuzweg auf Parsenn oder zumindest der Bräma-Ziehweg am Jakobshorn wären m.E. im Rahmen des Möglichen gewesen.
Gefallen:
Nicht gefallen:
Daher: (Angesichts der frappierenden Unterschiede zwischen Parsenn und Jakobshorn muss ich zwei Wertungen machen)
Parsenn:
Jakobshorn:
Bilder:
Der morgendliche Blick aus dem Rapid-Sessel ist vielversprechend
Und der Ausblick von der Rapid-Bergstation ins Dorftäli ist es um so mehr. Die Piste war ein absoluter Traum
Bis zum Höhenweg war die Abfahrt mehr als perfekt
Blick ins schattige Hauptertäli
Pistenstart Totalpbahn
Auch die Totalp-Abfahrt war sehr gut und machte, trotz des Flachstücks, sehr viel Spaß
Blick zur Parsennhütte. Auch hier auf der Abfahrt war die Präparation pefekt
Blick aus dem Furka-Zipper
Die Furka-Abfahrt fällt im Vergleich zu den anderen beiden Abfahrten im Parsenn-Gebiet zwar etwas ab, was aber dennoch in der Früh sehr gut
Blick zur Parsennhütte
Am Weissfluhgipfel fehlt leider noch viel Schnee
Nun der Wechsel zum Jakobshorn, der sich leider nicht lohnte
Gratzufahrt zur Gipfelabfahrt
Blick in Richtung Güggel- und Jatzhütte
Die Gipfelabfahrt fand ich an sich noch die beste Abfahrt hier. Die Abfahrt war zwar sehr hart, aber mit guten Kanten gut zu fahren. Viele andere Skifahrer sind hier aber auch einfach nur abgerutscht...
Der Auslauf der Gipfelabfahrt war dann an dieser Stelle noch sehr gut
Zu unterst war die Piste dann aber eine Mischung aus abgerutscht sein und knollig sein.
Auch Usser Isch konnte nicht überzeugen
Der schöne Hang hier war leider recht knollig
Die Pisten am Calvadeler-Bubble waren leider auch noch allesamt recht schmal und knollig
Auch aus der 6KSB/B sieht man hier sehr gut die sehr geringe Naturschneelage
Ausblick Güggel
Abfahrt am Calvadeler-Bubble
Ischalp
Fazit:
Wenn wir mal vom Jakobshorn absehen war das gestern auch wieder ein hervorragender Tag auf Parsenn. Der Schnee und die Pisten sind dort gerade einfach hervorragend gut, sodass ich mich selbst zu der Aussage hinreißen lasse, dass das dort gebotene besser war, als im Engadin. Leider ist das Angebot dort halt noch sehr überschaubar, sodass es recht schnell recht voll wird. Lieber gehe ich aber mit den tollen Erinnerungen an den tollen Schnee in die "Babypause".
