1924 entstand in Oberwiesenthal eine damals sogenannte Seilschwebebahn auf den Fichtelberg. Wirklich ersetzt wurde sie nie, es hängt allerdings schon die dritte Kabinengeneration am Seil, die Stützen wurden in den 80ern ersetzt etc., bis heute sind allerdings auch Teile von 1924 vorhanden. Die Fichtelberg-Schwebebahn ist damit bis heute eine seilbahnhistorisch bedeutsame Anlage. Spannend ist auch ihre Trassierung, denn in der unteren Streckenhälfte besitzt die Bahn nur eine Ausfahrtsstütze, während in der oberen Hälfte 3 Streckenstützen und eine Einfahrtsstütze stehen. Trotz ihrer für Pendelbahnen kurzen Strecke kommt sie damit auf stattliche 5 Stützen.
Insgesamt ist die Fichtelberg-Schwebebahn somit trotz ihrer Veränderungen bis in die 80er-Jahre eine seilbahnhistorisch bedeutende Bahn und der Fahrgast erlebt eine schöne, nostalgische Fahrt.
Bilder:
#1- Blick auf die Kabine 2 und das mit etwas über 500m längste Spannfeld der Bahn.
#2- Zoom zum oberen Streckenteil, die Bahn wird den Großteil der Strecke durch eine kuppelbare Vierersesselbahn des Herstellers Girak-Garaventa gedoppelt.
#3- Das Innere der Talstation. Die Bahn macht auf mich einen sehr gut gepflegten Eindruck.
#4- Kabine 1 kommt angefahren!
#5- Kabine 1 von innen. Die Kabinen sind hier für 44+1 Personen ausgelegt, waren aber bei meinen Fahrten nur hab befüllt. Angenehmerweise sind die Scheiben hier kaum zerkratzt.
#6- Stütze 6 und Abspanneinrichtung für das Zugseil.
#7- Nun geht es aber los.
#8- Nach 100-200m ist dann auch die Talstation der Sesselbahn erreicht. Sie fuhr geschätzt 2-3 m/s schnell, die da 5m/s schnelle Pendelbahn (Maximum wären 7m/s) überholte die Sesselbahn schon mit einem guten Geschwindigkeitsunterschied.
#9- Das weitere Spannfeld.
#10- Fast genau bei Stütze 2 treffen sich dann die Kabinen.
#11- Weiter oben wird die Strecke dann flacher und der Bodenabstand kleiner.
#12- Blick auf das Laufwerk in der Bergstation.
#13- Der Himmelsleiterlift im Sommerschlaf.
#14- Die Einfahrtsstütze, sehr untypisch für Pendelbahnen.
#15- Alte und neue Aufstiegshilfe vs. Panorama.
#16- Zoom zum Keilberg. Das muss zusammen mit dem Fichtelberg im Winter gerade für ein Mittelgebirge ein spannendes Skigebiet sein!
#17- Nun geht es aber wieder runter!
#18- Im obersten Teil steht noch mit einem kurzen Schlepplift die dritte parallele Anlage, diese fährt aber nur im Winter.
#19- Hier ist die Sesselbahn ähnlich hoch trassiert wie die Pendelbahn. Die Sesselbahn ist eine von wenigen MCS-Sesselbahnen in Deutschland, vielleicht sogar die Einzige. Schade, dass das System so schnell ausgestorben ist, hätte Potential gehabt.
#20- Kreuzungspunktsstütze 2.
#21- Aus der Pendelbahn hat man auch einen guten Blick auf die Skisprungschanzen.
#22- Wie es mir scheint, wird unten eine neue Sommerrodelbahn gebaut.
#23- Unten angekommen fiel der Blick auf die Ausfahrtsstütze.
#24- Zum Schluss guckte ich mir noch einmal Kabine 1 an.
Die Fichtelbergschwebebahn wird dieses Jahr 100 Jahre alt. Zwar bei Weitem nicht original, dennoch ist die Bahn ein schöner Oldtimer und wird es auch hoffentlich noch lange bleiben!