Station 2 der Ostertour war heute Davos. Hier herrscht in den Teilskigebieten Parsenn und Jakobshorn quasi noch Vollbetrieb. Schön, dass sie das auch so spät in der Saison noch durchziehen - aber es lohnt sich ja auch, denn die Schneelage am Berg ist nach wie vor und trotz der hohen Temperaturen sehr üppig.
Generell herrschen in beiden Skigebieten noch sehr gute Bedingungen.
Die Pisten auf Parsenn waren am Morgen teils pulvrig, teils frühlingshaft hart, wurden dann aber rasch weicher. Überwiegend hielten sich die Pisten trotz der Wärme und des am Vormittag nicht ganz geringen Andrangs recht gut. Haufenbildung gab es, mit Ausnahme der nicht mehr gepisteten Teilabschnitte der Gipfel Ost, Talabfahrt Klosters, Talabfahrt Diretissima und Talabfahrt Besenbinder, nicht. Meistens konnte man sehr schön durch den Sulz kurven.
Auch am Jakobshorn waren die Verhältnisse am Nachmittag noch überraschend gut. Vor allem die schwarze Bräma-Abfahrt war noch in einem richtig guten Zustand. Stellenweise wurde der Schnee auch heute wieder etwas bremsig, aber nicht so schlimm wie gestern in Laax, was aber ja logisch ist, da es heute keinen Neuschnee gab.
Auf Parsenn war der Skischulrun wegen einem - von außen betrachtet - etwas seltsamen Skilehrerevent gesperrt. Seltsam war auch, dass die Piste gesperrt war, aber kein Kurs ausgesteckt wurde. Am Jakobshorn war die Gipfelabfahrt sowie in Fortsetzung ein Teil der Usser Isch-Pisten wegen den schweizerischen und liechtensteinerischen Meisterschaften gesperrt.
Hinsichtlich des Andrangs kann ich berichten, dass es am Vormittag doch wieder etwas Betrieb hatte. Es war keinesfalls wirklich leer, aber genauso wenig nennenswert voll. Am Nachmittag wurde es dann - wie so oft im Frühling - nahezu gespenstisch leer.
Der "Trubel" auf Parsenn konzentrierte sich aber fast ausschließlich auf die Rapid-Abfahrt (Skilehrerevent). Die übrigen Skigebietssektoren, vor allem je weiter man Richtung Klosters kam, blieben leer.
Das Wetter war auch heute wieder sehr schön. Nahezu ganztägig schien unter leichtem Föhneinfluss die Sonne. Erst gegen 16:00 Uhr zogen harmlose Wolken auf.
Gefallen:
Nicht gefallen:
Daher:
Bilder:
Parsenn:
Aufgrund des Andrangs passe ich nicht mehr in die 08:15 Uhr-Bahn ab Davos Dorf. Da die SSBen aber durchgehend fahren, hält sich die Wartezeit und der Zeitverlust in Grenzen.
Wie immer erwartet einen am Weissfluhjoch ein toller Ausblick und eine gute Piste in Richtung Höhenweg. Die Abfahrt war im oberen Teil herrlich und wurde dann unten raus (unkritisch) hart und etwas ruppig
Blick auf die Station Höhenweg. Da der Rapid-Sessel nur mit wenigen Fahrbetriebsmitteln bestückt wurde, musste man hier ab und an kurz warten.
Blick aus dem Rapid-Sessel zum Weissfluhjoch
Blick über den SL Hauptertäli in Richtung Arosa
Pisten unterhalb des Weissfluhjochs
Die Piste ins Meierhoftäli war gut und wurde nur wenig frequentiert
Auch die Abfahrt am Totalpsessel ging am Morgen gut, wurde aber natürlich deutlich stärker zerfahren. Hinsichtlich der Pistenbreite haben sie schon etwas zurückgefahren
Blick zur Parsennhütte
Blick aus dem Furka-Zipper auf Höhe der Parsennhütte
Pistenstart am Furka-Zipper. Die Abfahrt war ebenfalls gut
Blick auf die Parsennhütte
Am SL Seetäli war es oben noch sehr ruppig. Unten raus wurde es dort besser, da weicher
Bergstationsareal Gotschna
Abfahrt am SL Mähder. Je weiter man von Davos weg kam, desto leerer wurde es
Abfahrt in Richtung Schwarzseealp mit Blick zum Davosersee
Blick von der Verbindung Gotschna - Schifer ins Prättigau. Hier grünt es schon sehr
Oberer Teil der Talabfahrt nach Klosters
Weiter unten auf der Talabfahrt wurde es dann gespenstisch leer
Ab etwa dieser Stelle wurde die Klosterer Talabfahrt nicht mehr präpariert. Die Hitze setzt dem Schneestreifen schon merklich zu, auch wenn er noch dick ist
Nur auf den letzten Metern der Talabfahrt muss man etwas auf Bodenkontakte aufpassen
Wieder oben am Berg ist zumindest optisch wieder Winter
An der Gruobenalp war es heute ungewohnt leer
Die Abfahrt am SL Kreuzweg war auch gegen 11:00 Uhr noch ziemlich hart
Die Abfahrt in Richtung Obersäss ließ sich wahnsinnig gut fahren!
Blick zur Mittelstation Obersäss. Es wäre schade und m.E. ein Fehler, wenn eine Ersatzanlage der Schiferbahn ohne Mittelstation ausgeführt werden würde, denn das würde ja durchaus Flexibilität in der Vor- und Nachsaison nehmen
Heute war aber die Abfahrt auch unterhalb der Mittelstation ungewohnt gut in Schuss und nur wenig zerfahren
Via Schiferbahn und Gipfelbahn ging es dann auf den Weissfluhgipfel. Das gegondle zeiht sich natürlich immer etwas. Die Gipfelbahn fuhr aufgrund des recht großen Andrangs durchgehend und war stets auch voll.
Die Gipfel Nord war stellenweise noch pulvrig und somit herrlich zu fahren. Schade, dass es hier keine direktere Wiederholungsmöglichkeit gibt
Weiter unten auf der herrlichen Gipfel Nord
Die Gipfel Ost machte den Eindruck, als ob sie nicht überall frisch präpariert worden wäre
Blick von der Gipfel Ost zum Weissfluhjoch
Hauptertäli
Abfahrt Wasserscheide. Man kam heute problemlos ohne schieben durch
Via Besenbinder ging es dann zum Wolfgangpass. Der obere, offenbar frisch präparierte Teil, war gut
Weiter unten wurde es dann aber doch etwas mühsam. Ich nehme an, dass hier nicht mehr präpariert wurde. Schade. Die Abfahrt war aber dennoch in Summe gut befahrbar und man muss ja auch durchaus froh sein, dass eine unbeschneite Talabfahrt Anfang April noch so gut geht
Mit der RhB um 13:20 Uhr ging es dann von Davos Wolfgang nach Davos Platz. Es wäre ein großer Fehler, wenn die RhB bei der Gültigkeit der Skipässe rausfällt, denn so werden diverse Skigebietswechsel - die sich in Davos stets anbieten - unnötig erschwert. Ggf. muss ich hier auch mal noch eine Mail an die Bergbahnen senden, um darin darum zu bitten, die bisherige sehr gute Regelung fortzuführen.
Jakobshorn:
Am Jakobshorn ging es dann auf den Brämabüel, von wo man schön auf das nicht all zu schöne Davos hinabsehen kann
Überraschenderweise war die schwarze Bräma-Abfahrt noch in einem ungewohnt guten Zustand und kaum zerfahren. Hier gab es um ca. 14:00 Uhr sogar am Rand noch frische Präparationsspuren
Blick vom Brämabüel zum Jakobshorn, wo die schwarze Gipfelabfahrt leider wegen den schweizerischen, bzw. liechtensteinerischen Meisterschaften gesperrt war
Auf der recht selten geöffneten 2 am Bräma-Jet. Die Abfahrt hier war doch recht klebrig
Weiter unten auf der roten Bräma-Abfahrt. Die Abfahrt war zwar nicht schlecht, aber deutlich schlechter als die schwarze Variante
Ischalp
Blick zur Talstation Usser Isch, wo auch der Zielbereich der Rennstrecke ist
Blick aus dem Usser Isch-Sessel. Leider war heute wegen der Rennen nur eine direkte Piste geöffnet
Ausblick Bergstation Usser Isch
Die direkte Usser Isch-Abfahrt überzeugte mich heute ungewohnterweise nicht so recht
Die schwarze 7 war heute besser
Pisten oberhalb der Bergstation der 2KSB
Trasse des Clavadeler-Bubble
Schöner Seitenblick aus eben dieser Sesselbahn
Ausblick Bergstation Clavadeler-Bubble
Die Abfahrt zum Jatz Quattro war heute auch wieder sehr gut und vor allem sehr leer
Blick von der Jatzhütte in Richtung Jakobshorn
Selbst die Abfahrt am Clavadeler-Bubble war heute gar nicht so schlecht wie üblich. Scheinbar war am Jakobshorn weniger los, als auf Parsenn
Zum Betriebsschluss ging es dann über die neue schwarze Talabfahrt ins Tal
Auch wenn der hiesige Pistenzustand an sich noch für die Uhrzeit in Ordnung war, war es hier schon strenger zu fahren, als oben am Berg
Die Abfahrt wird unten heraus immer steiler
Der ultra-steile Schlusshang konnte nicht mehr hergerichtet werden. Hier gab es ein paar Haufen und auch etwas Dreck auf der Piste. Grundsätzlich war das aber noch gut händelbar. Zum Glück verfehlte mich der Skitrainer, der mit völlig überhöhter Geschwindigkeit in den Hang einfuhr und in Folge dessen stürzte knapp. Ihm ist auch nichts passiert.
Ein letzter Blick auf Davos.
Fazit:
In Summe war das heute ein guter Tag, auch wenn - warum auch immer - keine Topwertung drin ist, denn eigentlich spräche hier heute alles dafür. Im Vergleich zu Laax ist die Pistenqualität absolut vergleichbar, das Angebot ist zu einem signifikant geringerem Preis aber ungemein größer.
Summa summarum kann man aber mit Fug und Recht behaupten, dass Davos aus den warmen Temperaturen wirklich viel herausgeholt hat und die gute Schneelage am Berg weiterhin gut ausnutzt. Schade, dass Madrisa und Rinerhorn geschlossen sind, denn Schnee hätte es ja genug, nur der Andrang würde wohl kein wirtschaftlicher Betrieb mehr zulassen.
