Nachdem es mir direkt an der Sellaronda doch zu voll war (außerhalb der Sellaronda ist es aber ok) wählte ich heute eine "Flucht" in den Süden, wo drei Skigebiete auf dem Programm standen, die ich bislang noch nicht besucht habe, nämlich Catinaccio (Rosengarten), Carezza und Latemar.
Die Hoffnungen wurden erfüllt und ich hatte in den drei Skigebieten, trotz wechselhaften Wetters, einen tollen Skitag. Der Andrang war moderat. Nur im Skicenter Latemar konnte man spüren, dass am Vormittag doch einiges los gewesen sein muss. Am Nachmittag waren die Leute - die offenbar aus zahlreichen Bussen kamen, die am Parkplatz in Pampeago standen - auf den Hütten.
Wie bereits geschrieben, war das Wetter wechselhaft. Es gab häufig Wolken, aber auch zahlreiche sonnige Phasen. Am Nachmittag gab es auch kurzzeitig mal einen Regen-, bzw. Schneeschauer, der kurz für schlechte Sichtverhältnisse sorgte. Im Großen und Ganzen war das heute aber sicher kein Schlechtwettertag, sondern völlig in Ordnung.
Ich schreibe die Pros und Contras zu den Gebieten jeweils separat und vergebe die Bewertung auch separat, da die Ausgangsverhältnisse doch nicht immer vergleichbar sind.
Catinaccio: 08:30 Uhr bis 09:50 Uhr
Los geht es heute pünktlich zu Betriebsbeginn mit der Pendelbahn in Vich, die ein kleines, aber äußerst feines Skigebiet erschließt. Die sehr positiven Berichte hier aus dem Forum kann ich voll und ganz bestätigen. Vor allem die Pisten Alberto Tomba, dessen rote Parallelpiste sowie die Thöni sind große Klasse und manch anderes Skigebiet würde sich wünschen, wenn man auch nur annähernd so gute Pisten hat.
Die Präparation war Weltklasse und der Andrang war gering bis nicht vorhanden. Es war mega gut, zumal das Wetter während meines Aufenthalts auch zuverlässig gut war.
Gefallen:
Nicht gefallen:
Nichts
Daher:
Bilder:
In der Talstation in Vich sieht man nicht viel von Winter. Das Schneeband der Thöni-Abfahrt ist aber noch gut beieinander
Silhouette an der Bergstation der Pendelbahn
Die rote Abfahrt von der Pendelbahn war schon ein toller Vorgeschmack auf das, was noch so kommen wird
Die Alberto Tomba-Abfahrt ist eine tolle Piste. Sie ist zwar kurz, aber schön steil, hervorragend präpariert und durch eine schnelle KSB erschlossen.
Unterer Teil der Alberto Tomba-Piste
Die Abfahrt am Vajolet 2 lohnt nicht
Die Abfahrt zum Vajolet 1 ist aber an sich durch die engen Kurven ganz witzig. Leider führt die Piste nicht bis zur Talstation, sodass man ein paar wenige Schritte gehen muss
Start der tollen Thöni-Abfahrt
Die Thöni-Abfahrt ist zwar schon deutlich weicher, als die übrigen Pisten im Gebiet, aber sie ist dennoch kompakt und gut zu fahren
Thöni-Abfahrt
Carezza 10:05 Uhr - 12:05 Uhr
Die nächste Station war Carezza am Karerpass.
Das Skigebiet hat verschiedene sehr schöne Hänge, die aber leider nur durch langweilige Verbindungen verbunden sind. Insbesondere an den König Laurin-Gondelbahnen hat es mir aber sehr, sehr gut gefallen und auch an den KSB/Ben war es sehr gut.
Los war auch hier sehr wenig. Lediglich an den Übungsliften übten zahlreiche Anfänger. Die interessanten Pisten waren aber leer und auch an den Anlagen musste man nie auch nur ansatzweise warten. Das Fahrbetriebsmittel hatte ich immer für mich alleine.
Das Wetter blieb auch in diesem Skigebiet ganzzeitig gut.
Gefallen:
Nicht gefallen:
Daher:
Bilder:
An der Talstation Pra di Tori erwische ich auf dem mickrigen Parkplatz gerade so noch einen Platz. Danach geht es gleich mit der KSB hoch
Der Hang an dieser Sesselbahn macht Spaß, ist aber im Vergleich zum Catinaccio-Skigebiet etwas knolliger
Leider sind die guten Hänge des Skigebiets nur über langweilige Verbindungen, so wie hier entlang der Hubertus-Gondelbahn, verbunden
Am Paolina-Sessel gibt es dann aber wieder sehr schöne Pisten
Insbesondere der Hang oberhalb der Mittelstation (nur Ausstieg) hat es mir angetan. Er war kaum befahren.
Dann folgt aber wieder die nächste langweilige Verbindung mit dem Tschein-Sessel
Das Ziel der vorgenannten Sesselbahn ist der Laurin-Sektor
Die Laurin-Gondelbahnen erschließen sehr schöne Abfahrten
Gerade die obere Sektion erschließt tolle, schwarze Pisten, die leicht angefirnt und somit herrlich zu fahren zu waren.
Die neue Gondelbahn hatte heute keinen Durchfahrbetrieb. Die untere Sektion hatte auch deutlich mehr Gondeln am Seil, als die Obere. Ist das hier üblich?
Die 20 war wahnsinnig gut und auch die Tiefblicke ins frühlingshafte Tal haben mir sehr gefallen
Genialer Pistenzustand um 11:00 Uhr mit Blick zum Rosengarten (jetzt darf ich den ja so nennen
Unterer Teil der 20
Auch die Pisten an der unteren Sektion der neuen Laurin-Gondelbahn waren noch sehr gut in Schuss
Die Talabfahrt nach Welschnofen hingegen ist äußerst langweilig
Müsste auf der 22 gewesen sein
Abfahrt am Tschein-Sessel
Kurz vor meiner Abfahrt in diesem Skigebiet trübt es sich etwas ein.
Latemar 12:35 Uhr - 16:50 Uhr
Die letzte Station für heute war das Skigebiet Latemar, welches gleichzeitig auch das Größte der drei besuchten Gebiete ist. Ich habe hier daher auch etwas mehr Zeit eingeplant, was auch so in Ordnung war, auch wenn man noch etwas Zeit hätte rausquetschen können können und ggf. die Alpe Cermis oder Alpe Luisa hätte zusätzlich mitnehmen können.
Man merkte hier den Pisten an, dass am Vormittag doch einiges Betrieb gewesen sein muss. Am Parkplatz Pampeago standen einige Busse. Die Pisten waren daher im Gegensatz zu den anderen Pisten etwas zerfahren, was aber keinesfalls kritisch war. Große Haufen waren nicht anzutreffen.
Während meines Besuchs war es aber generell auch hier sehr leer und gut zu fahren.
Leider verschlechterte sich das Wetter und stellenweise schneite, bzw. regnete es sogar leicht. Kurzzeitig waren die Sichtverhältnisse auch mal schlecht.
Gefallen:
Nicht gefallen:
Daher:
Bilder:
Zunächst machte ich hier eine Fahrt auf der schwarzen Piste am Passo Feudo-Lift im Anschluss an die Gondelbahn aus Predazzo
Das Wetter trübte sich leider ein, aber in der Ferne ergaben sich schöne Wolken- und Lichtspiele
Blick in den namensgebenden Latemar-Sektor mit dem Zanggen im Hintergrund
Der Tresca-Sessel erschließt schöne und für dieses Skigebiet noch recht unzerfahrene Pisten
Blick vis-a-vis aus der dortigen schwarzen Abfahrt
Pisten unterhalb Latemar
Schwarze Abfahrt unterhalb Latemar
Während ich am Zanggen fahre, trübt es kurzzeitig ein
Die Abfahrt am dortigen Tellerlift war dann doch etwas gestochere
Auf den tieferen Pisten mit Waldanteil war es aber weiterhin gut, wie z.B. hier auf der 21
Die direkte Abfahrt an der Pala di Santa-Sesselbahn war schon sehr zerfahren und machte bei der eingeschränkten Bodensicht keinen Spaß
Talstationen im Bereich Absam
Oberer Trassenteil der Sesselbahn Absam - Mayerl
Die Pisten an dieser Sesselbahn waren alle ausnahmslos gut
Die Abfahrten hier waren nicht all zu sehr zerfahren und von oben bis unten leer
Es ist suuuper gut hier
Die Verbindung in Richtung Obereggen stellt die ultra-kurze Laner-Kombibahn her. Selbstredend nehme ich den Sessel
Auf der Talabfahrt nach Obereggen, die nicht besonders spannend ist
Blick von der anderen Talabfahrtsvariante, auf der es auch Nachtski gibt, auf Obereggen
Auch am Oberholz-Sessel findet man eine herrliche Piste vor. Es ist richtig, richtig gut hier und das Wetter bessert sich auch wieder
Langsam mache ich mich wieder auf den Rückweg in Richtung Predazzo. Schade, denn im Bereich Obereggen ist es wesentlich besser, als rund um Pampeago, bzw. Predazzo
Am Nachmittag war es dann sehr leer im Skigebiet
Latemar
Fazit:
Die "weite" Fahrt über das Grödner- und Sellajoch in den Süden haben sich mehr als gelohnt. Trotz des durchwachsenen Wetters war das heute ein herrlicher Skitag. Vor allem das sehr kleine Skigebiet Catinaccio war super gut, aber auch die anderen beiden Skigebiete waren die Reise wert, auch wenn natürlich über den Tag hinweg die Pistenqualität abnahm, was aber im Frühjahr bei so hohen Temperaturen ja völlig normal ist.
