Heute nutzte ich zum ersten Mal in diesem Urlaub meine Unterkunft in Calfosch direkt aus und ging dort direkt auf die Piste. Das bringt morgens einfach immer etwas mehr Zeit, die man gemütlich beim Frühstücken verbringen kann. Auch nett, auch wenn natürlich Skifahren vor geht.
Der Plan für heute war die Sellaronda Grün + die Gardena-Ronda mit so vielen Abstechern wie möglich. In meiner Unterkunft sowie auf den Liften wurde oft die Marmolada als Tagesziel angegeben. Genau deshalb ging es für mich nicht dorthin.
Erschreckend war, wie viel rund um die Sellaronda immer noch los ist. Es ist absolut auf dem Niveau von der Adventszeit, wo es mich auch jedes Mal grauste, dort fahren zu müssen. Die Pisten an der Sellaronda litten sehr schnell und entwickelten sich zu großen Buchelpisten. Neben der Sellaronda war es aber sehr gut, sodass es mir sehr schwer fällt, den heutigen Tag so richtig einzuordnen. Liftwartezeiten hatte ich keine, dennoch störten die Massen auf der Sellaronda doch sehr.
Das Wetter war heute sehr schön. Die Sonne schien von früh bis spät und es gab nur vereinzelt ein paar harmlose Wolken. Die Temperaturen waren sehr hoch und betrugen im Tal ca. 15 Grad und am Berg knapp 10 Grad.
Gefallen:
Nicht gefallen:
Daher:
Bilder:
Los ging es heute am Morgen in Calfosch
Leider startete die dortige 8KSB wieder keine Sekunde früher als angeschlagen, obwohl sich schon eine kleine Traube am Einstieg bildete
Ausblick Bergstation Frara
Die Abfahrt zur 4SB Val Setus war tatsächlich gut. Sehr ärgerlich war, dass weder Val Setus, noch Cir bereit waren und ich dort jeweils ein paar Minuten warten musste, bis sich die Liftler bequemten, den Lift anzuschmeißen.
Schöner Ausblick von der Bergstation Dantercepies
Die dortige neue schwarze Abfahrt war wegen der schlechten Präparation und den vielen Schlägen keine Freude
Blick Ciampinoi Richtung Sochers. Hier war der Pistenzustand wieder besser
Die Saslong war zwar auch nicht sonderlich gut präpariert, ging aber dennoch recht gut zu fahren
Weiter unten auf der Saslong, die soweit Spaß machte
Nun der Sprung zum Col Raiser, wo es spürbar leerer war
Schöne rote Abfahrt an der kurzen DSB Cisles
Auf der sehr schönen schwarzen Abfahrt an der DSB Cisles konnte man schon in der Früh sehr schön im Sulz cruisen
Talabfahrt Col Raiser, ebenfalls gut
Blick aus dem Fermeda-Sessel
Die dortige Abfahrt war richtig gut, auch wenn sie im unteren, schmaleren Teil schon verbuckelt wurde
Unterer Pistenteil am Fermeda-Sessel, der langsam das Leiden begonn
Seceda
Ausblick Seceda
Pistenstart La Longia. Die Abfahrt überzeugte mich auch dieses Mal nicht. Sollte ich während dieses Aufenthalts noch einmal zur Seceda kommen, werde ich am Fermeda-Sessel kehrt machen.
La Longia
Über die mäßig gut beschilderten Rolltreppen und einen kurzen Fußweg durch St. Ulrich erreicht man problemlos die Zubringerbahn zur Seiser Alm
Pistenstart der Pilat, die wieder hinab nach St. Ulrich führt. Die Abfahrt gefällt mir an sich gut, auch wenn man merkt, dass man den Berg schon arg "überreden" musste, hier eine Abfahrt zuzulassen
Die Direttissima war in einem guten Zustand
Leider wird man auch hier zu einem sinnlosen Tellerlift gezwungen
Blick über die weeeeeite der Seiser Alm. Schon beeindruckend diese Weite, aber man sieht, es ist verdammt flach. Die Orientierung im Skigebiet fällt mir mangels Höhenunterschiede schwer
Abfahrt am Medzi-Sessel
In vielen Bereichen der Seiser Alm braucht man keinen Schwung zu setzen, denn dafür ist es zu flach
Unter dem Monte Piz 4er-Sessel
An der Kombibahn gibt es tatsächlich zwei "schwarze" Abfahrten
Danach geht es eher wieder im nordischen Stil weiter
Paradiso? Irgendwie sieht auf der Alm alles gleich aus
Aber landschaftlich ist es durchaus schon schön
Punta d'Ora
Immer wieder ergeben sich schöne Ausblicke
Immerhin kann man in diesem Bereich wieder einigermaßen normal Ski fahren
Die Abfahrt am Florian-Sessel hat mir durchaus gut gefallen
Weiter unten auf der Florian-Abfahrt
Auch auf der anderen Seite der Florian-Sesselbahn gibt es schöne Abfahrten
Um 13:00 Uhr nahm ich dann den Bus ab Saltira in den Monte Pano-Sektor. Die Matschstraße, die der Bus hier in ca. 15 Minuten befährt, ist ja schon maximal abenteuerlich. Aus deutscher Sicht unvorstellbar, dass eine Behörde eine Personenbeförderungen mit Omnibussen auf einer solch ungeeigneten "Straße" genehmigt. Auch wenn Südtirol ja eigentlich nicht Italien ist, kann ich hier nur "Italien halt" denken und mit den Schultern zucken.
Blick aus der Mont de Seura-Sesselbahn. Bei meiner ersten Fahrt hier tat es unterwegs einen riesen Schlag, den nicht zuordnen konnte. Am Berg ließ sich der Bügel nur noch sehr schwer öffnen und ich musste etwas unelegant aussteigen, da ich den Bügel stets hoch halten musste, um raus zu kommen. Offenbar war hier eine Feder gekracht. Nach einer kurzen Info an den Liftler wurde der betroffene Sessel umgehend außer Betrieb genommen und repariert
Pistenstart Mont de Seura
Grenzgenieale schwarze Abfahrt an der 4KSB Mont de Seura
Um 13:30 Uhr gab es hier noch zahlreiche frische Raupenspuren. So macht das Spaß!
Und auch auf der roten Abfahrt im Monte Pana-Sektor konnte man es krachen lassen
Nun das komplette Kontrastprogramm im Hauptgebiet auf der Piste von der Rückbringer DSB aus dem Monte Pana-Sektor in Richtung Plan de Gralba
Sellaronda-Piste kurz oberhalb Plan de Gralba. Viel los, hohe Sulzhaufen. Einfach bäh!
Auf der schwarzen Paprika war es dann schon wieder viel besser. Es ist schon auffällig, dass die Massen quasi ausschließlich den orangenen und grünen Schildern folgen und keinen Meter links oder rechts fahren
"Auslauf" der Paprika
Blick in Richtung Piz Sella mit seinen Pisten
Schöne Steinformationen auf dem Weg zum Sellapass
Sasso Levante
Ausblick Bergstation Sasso Levante
Der Langkofel ist immer schön anzuschauen
Am Nachmittag waren die Massen nahezu vollständig auf den Hütten, auf denen eher österreich-typisch leider auch sehr laute Musik lief
Die Abfahrt nach Pian Frataces kann man leider nicht umgehen und war grauenhaft
Ausblick Kriatiania
Blick aus der Sesselbahn zum Belvedere. Diese moderne Doppelmayr-Sesselbahn ist in Südtirol eine willkommene Ausnahme, da sonst fast alles von Leitner dominiert wird
Die Diego war auch nach 15:00 Uhr noch in Ordnung
Auch weiter unten war die Diego gut. Knifflig war nur das Schlussstück, wo die Bergbahnen mit ihren unzähligen Zäunen und Absperrungen die schlechten Pistenverhältnisse aber auch geradezu provozieren
Im Belvedere-Sektor waren die flachen Sellaronda-Pisten noch in einem guten Zustand
Sas Bece
Überraschenderweise war die Abfahrt am Lezuo-Sessel noch einigermaßen pulvrig. Generell hatte ich den Eindruck, dass auf der orangenen Sellaronda deutlich mehr Leute unterwegs waren
Nun schon im Teilgebiet von Arrabba. Hier der Blick von der Bergstation Alpenrose
Blick zur Talstation Carpazza
Die schwarzen Abfahrten dort waren insgesamt noch recht gut. Sellaronda-Effekt halt
Blick zur Talstation Carpazza
Blick auf Arabba
Den Übergang von Arabba zum Campolongo-Pass absolvierte ich auf dem direktesten Weg, da hier ohnehin alle Pisten völlig hinüber waren
Am Cherz machte ich dann aber noch eine sehr schöne und lohnende Zwischenfahrt
Während die Abfahrt am Cherz noch sehr gut war sieht man auf der gegenüberliegenden Seite am Costoratta-Sessel den sehr schlechten Pistenzustand. Die Sellaronda-Massen haben hier ganze Arbeit geleistet
Boe-Abfahrt im oberen Teil
Die Boe-Abfahrt war im oberen Teil noch in Ordnung zu fahren
Der untere Pistenteil war aber auch hier katastrophal. Hier der Blick auf Corvara
Übungssessel im Edelweißstal
Immer wieder schön ist der Ausblick am Nachmittag von der Bergstation Forcelles
Die Piste dort war aber nicht mehr so der Hit
Vor allem weiter unten wurde der Schnee schon wieder harschig und war furchtbar zu fahren
Schön hingegen war die Abfahrt vom Col Pradat, da hier noch die Sonne hin kam und die Piste daher noch sulzig und nicht harschig war.
Fazit:
Der Tag heute ist schwierig einzuordnen. Abseits der Sellaronda gibt es viel "Licht". Hier herrschen in aller Regel herrliche Verhältnisse und Leere vor. Die Sellaronda ist und bleibt einfach ein Krampf und schreckt mich Mal für Mal ab. Dort macht es einfach kaum bis wenig Spaß. Hier ist also viel "Schatten".
Nichts desto trotz möchte ich die positiven Seiten heute überwiegen lassen, die ich heute zu Hauf abseits der Ronda hatte.
Der Ausflug zur Seiser Alm war - wie erwartet - skitechnisch wenig spannend, aber dennoch landschaftlich lohnend, da man hier den Langkofel auch mal von der anderen Seite sieht und sich neue Perspektiven auftun.
Für die kommenden Tage macht die stete Überfüllung der Sellaronda die Qual der Wahl wieder schwieriger, da dann doch wieder einiges raus fällt.
