Nach den einigermaßen ergiebigen Schneefällen der letzten Tage war für heute ein Schönwettertag angekündigt, den es zu nutzen galt, auch wenn dies sehr viele andere Leute auch so gesehen haben. Zwischen ca. 10:00 Uhr und 13:00 Uhr war es insbesondere zwischen Dieni und Andermatt, aber auch am Gemsstock, gerammelt voll. Die Massen waren nicht einmal die Powderhunter, sondern insbeondere zwischen Dieni und Andermatt auch sehr viele Anfänger, die kaum einen Schwung fahren konnten. Völlig verwunderlich, diese Massen an einem Donnerstag außerhalb der wirklichen Ferienzeit anzutreffen - aber gut, etwas Winter fürs Auge tut auch so gut.
Gefahren bin ich heute von Disentis über Sedrun und Dieni nach Andermatt, dort zum Gemsstock und wieder zurück bis Dieni und von dort mit der MGB wieder nach Disentis.
Ich schreibe nachfolgend zu den einzelnen Teilgebieten immer ein paar mehr Details, sodass diese an Ort und Stelle stehen.
Gefallen:
Nicht gefallen:
Daher: Ich tue mir mit der Einordnung schwer:
Bilder:
Disentis:
Die Bahn um 08:15 Uhr ab Disentis konnte heute nicht alle Fahrgäste aufnehmen. Es blieben Personen zurück. Das habe ich in Disentis auch noch nie erlebt. Zum Glück erwischte ich einen Platz in der ersten Bahn.
Oben haben die Bergbahnen Disentis einen herrlichen Pistenteppich gezaubert. Entgegen der Angaben im interaktiven Pistenplan online und an der Talstation war auch der SL Pez Ault geöffnet. Die 3SB ist in der "Nebensaison" unter der Woche planmäßig geschlossen.
Die Abfahrten waren gar nicht so weich wie befürchtet. Es machte wirklich Spaß am Morgen!
Morgendlicher Blick aus dem Gendusas-Sessel
Die erste Abfahrt auf der zugehörigen Abfahrt war klasse und gar nicht mal so weich wie befürchtet
Eine Etage höher am Lai Alv-Sessel
Wider Erwarten war auch Pez Ault offen
Unterer Pistenteil
Die Zufahrt Dadens war quasi noch unbefahren
SL Dadens war mal ausnahmsweise in seiner normalen Länge offen
Ausblick Bergstation Dadens
Der an sich schöne Pistenteppich am Cuolm Da Vi war etwas weicher, aber dennoch sehr gut zu fahren
Um 09:30 Uhr nahm ich ab Cuolm da Vi die Pendelbahn hinab nach Sedrun. Die Talroute wäre wohl knapp gegangen. Da ich die aber noch nie gefahren bin, war mir das zu heiß.
Da Pendelbahn und MGB nicht gut abgestimmt sind, gabs an den Anfängerliften noch eine Fahrt
Der Sportzug war heute mal ausnahmsweise auf die Minute pünktlich
Sedrun – Andermatt:
Ausnahmsweise pünktlich kam der Skizug der MGB um 10:00 Uhr in Dieni an. Es zeigte sich vor Ort gleich, dass es hier sehr viel voller sein würde, als in Disentis. Die Pisten rund um Milez waren mit Anfängern, die sich trotz eigentlich herrlicher Bedingungen sichtlich schwer taten, geflutet. Das machte hier kein Spaß, sodass es rasch weiter ging. Bis zum Schneehüenerstock war aber keine Entspannung möglich. Die 30 war ein Graus. Schon früh stark verbuckelt und überfüllt. Entweder hat man hier nicht oder sehr schlecht präpariert. In Richtung Nätschen würde es dann aber hinsichtlich Andrang tatsächlich besser. Die schwarzen Pisten waren aber auch schon schwer in Mitleidenschaft gezogen und machten wenig Spaß
Blick aus dem Milez-Sessel
Abfahrt unterhalb Milez. Das Bild täuscht. Es war furchtbar voll auf der Piste
Ausblick von der Bergstation des Mulinatsch-Flyers
Piste 10
Blick vis-a-vis
Die Abfahrt ins Val Val war schon ziemlich zerfahren und machte nur wenig Spaß
Auch am Oberalp-Flyer täuscht das Bild etwas. Die Piste war - vor allem im Bergstationsbereich - völlig überfüllt und rasch hinüber
Schlecht war auch die eigentliche Paradeabfahrt des Skigebiets, die 30. Sie war - auch wenn hier das Bild mal wieder täuscht - übervölkert und stark zerfahren. Ich gehe davon aus, dass die Abfahrt auch entweder nicht oder wenn dann nur schlecht präpariert wurde
Schade, dass die 30 bereits um 11:00 Uhr so furchtbar war
Blick auf den Oberalppass
Schön, wenngleich sehr kurz, war die Abfahrt zur Mittelstation am Schneehüenerstock
Piste-/Liftkreuzung Schneehüenerstock-Flyer
Auch die schwarze 28 zum Schneehüenerstock-Flyer mochte nicht überzeugen
Selbiges gilt für die 17a zum Lutersee-Flyer
Bergstationsbereich Lutersee-Flyer
Am Vormittag war die Rennpiste Unterstafel wie so häufig für Training gesperrt. Schade, aber verständlich, denn irgendwo muss das ja stattfinden
Pistenstart am Gütsch in Richtung Schneehüenerstock
Während die Massen zum Schneehüenerstock pendelten waren die Abfahrten am Gütsch-Flyer leer und sehr gut
Pistenstart am Gütsch in Richtung Nätschen
Auch hier war die Abfahrt im oberen Teil, trotz dessen, dass sie schon ziemlich verfahren war, sehr gut zu fahren. Die Wege untenraus oberhalb von Nätschen sind halt nervig
Nätschen
Talstationsbereich Andermatt
Gemsstock:
Mit dem Ortsbus um 12:10 Uhr wechselte ich zum Gemsstock. Im Tal wischte ich gerade noch in die abfahrbereite Kabine. Hier kamen aber auch bei weitem nicht alle Fahrgäste mit. An der oberen Sektion betrug die Wartezeit drei Kabinen. Mehr als eine Kabine Wartezeit hatte ich hier, auch in den Weihnachtsferien, noch nie erlebt. Krass, was hier heute los war. Es wurden daher auch nur zwei Fahrten am Gipfel, auch wenn die Pisten dort, so wie fast überall in diesem Teilgebiet herrlich pulvrig waren. Die Schneequalität war deutlich besser, als zwischen Dieni und Andermatt und etwas besser, als in Disentis.
Der Ausblick vom Gemsstock in Richtung Süden war heute etwas eingetrübt, da das schlechte Wetter weiterhin dort rum hängt
Der Gletscherteil der Sonnenpiste ist wegen des Gletscherschwunds nur noch mit einem Gegenanstieg befahrbar. Angesichts des langsamen Schnees heute war hier Skating angesagt
Ansonsten war der Schneezustand auf der Sonnenpiste bombastisch gut. Schade, dass wegen den langen Wartezeiten keine Wiederholungen drin waren
Auch die Gletscherabfahrt war gut, wenngleich ich die Sonnenpiste etwas besser fand
Blick aus dem Gutschen-Flyer
Blick von dessen Bergstation in Richtung Furkapass
Auch die Abfahrten am Gurschen-Flyer waren sehr gut und sehr pulvrig. Das machte wirklich Spaß!
Auch die Talabfahrt, die ich zwischendrin mal machte, war gut
Talabfahrt im Bereich der Verzweigung zur Talstation (links) und Brücke (rechts)
Sehr cool war auch mal wieder die Lara Gut Piste
Lutersee wieder gut, auch wenn ich die schon besser erlebt habe
Unterer Teil der Lutersee-Abfahrt
Etwas Winterstimmung auf der Talabfahrt nach Andermatt
Andermatt – Sedrun:
Den 14:17 Uhr-Ortsbus an der Brücke verpasste ich knapp. Da keine Grund zur Eile bestand wartete ich auf den Folgebus um 14:24 Uhr. Schade haben die Andermatter das Betriebsprogramm der Busse umgestellt. Die Brücke wird nur noch von zwei Linien bedient. Damit sind es nur noch 4 statt 6 Fahrten pro Stunde in Richtung Bahnhof.
In meiner Richtung war wenig los. Die Massen kamen aus Disentis oder Sedrun nach Andermatt zurück. So konnte man schön fahren.
Die Rennpiste war nun frei und immer noch in einem sehr guten Zustand, sodass sich hier ein paar Wiederholungen anboten
Dito
Zufahrt Lutersee-Flyer
Pistenstart vom Lutersee-Flyer in Richtung Schneehüenerstock. In diese Richtung war echt sehr wenig los, während an der Pistenkreuzung weiter unten die Massen zurück nach Andermatt wollten
Zufahrt Schneehüenerstock-Flyer
Am Nachmittag war die 30 dann gesperrt und wurde von der Pistenwacht bewacht. "Schwarz fahren" war somit also keine Option
Daher ging es wieder über die noch recht gute Abfahrt zur Mittelstation der EUB und von dort per Gondel zum Oberalppass
Die schwarze Calmut-Abfahrt war zum Betriebsende nicht mehr in einem guten Zustand, was aber ja natürlich zu erwarten war
Schwieriger als der schwarze Abfahrtsteil war aber der rote, untere Abfahrtsteil, da hier viele Skifahrer hinzu kamen, die mit den Verhältnissen überfordert waren
Surselva-Blick, wo es schon wieder sehr grün ist, im Vergleich zu heute Morgen
Die gute Abfahrt am Tegia-Gronda-Lift nahm ich natürlich auch noch mit
Blick auf Milez
Im oberen Teil war die Talabfahrt nach Dieni sogar noch sehr gut
Im letzten Teil war sie aber eine Katastrophe mit hohen Sulzbuckeln, die nun wieder harschig wurden
Um 16:10 Uhr ging es mit dem für MGB-Vrehältnisse quasi "pünktlichen" Zug zurück nach Acla, wo ich mein Auto am Morgen bereits gratis geparkt habe. Dieni wurde mit +2 verlassen und Acla mit +4 erreicht. Grund für die Verspätung waren Fahrgäste.
Die neuen Triebzüge sind schick und eine klare Verbesserung zu den alten Lok-Wagen-Zügen.
Fazit:
Irgendwie war das ein toller Tag, aber gleichzeitig auch nicht. Schön war es, mal wieder etwas Winter zu spüren. Schade war, dass so viel los war. Toll waren die perfekten Pisten in Disentis am Morgen und der Pulvertraum am Gemstock. Nervig waren die vielen Anfänger. Dieses Pro und Contra könnte ich noch fortführen. Fazit bleibt also gut und schlecht zugleich
