Vor vielen Jahren besaß ich ein oder zwei Saisons den Magicpass und tingelte damals schon viele Skigebiete ab. Da mir das Wallis landschaftlich super gefiel, wollte ich es endlich mal wieder besuchen. Da ich diese Saison an keinen Saisonpass gebunden bin, bin ich also völlig flexibel, sodass ich nun vier Skitage im Wallis verbringen werde. Den Auftakt machte ich mit dem Skigebiet Crans-Montana, zu dem ich, trotz des bereits erfolgten Besuchs vor vielen Jahren, keine klare Einschätzung mehr im Kopf hatte, ob es mir gefiel, oder nicht.
In Crans-Montana waren die meisten Pisten im Kerngebiet geöffnet. Plaine Morte, oberer Teil Toula und Zabone waren wegen Lawinengefahr gesperrt. Die ausgehängten Bilder über die potentiellen Gefahrenstellen waren eindrücklich.
Es waren aber auch einige Abfahrten wegen ?Schneemangel? gesperrt. So z.B. der untere Teil der 4 (trotz vorhandener Beschneiung und fertig herumliegender Kunstschneehaufen), die Bouby Rombaldi sowie sämtliche Pisten in Richtung Aminona. Die Talabfahrt dorthin probierte ich dennoch. Sie war problemlos möglich.
Die Pisten waren in der Früh sehr hart und gefroren und angesichts der Temperaturen der Vortage auch nur sehr mäßig präpariert. Die meisten Pisten wurden schnell weich und auf den meist frequentierten Abschnitten bildeten sich auch Haufen. Meist blieb es aber haufenfrei. Am Bellalui blieben die Pisten ganztägig eisig hart.
Am Nachmittag, als sich der Sonnenstand dann änderte, wurden viele Pisten harschig, war gar nicht angenehm zu fahren war.
Ein schönes Firnfenster erwischte ich leider nie.
Erstaunt war ich, wie viel an einem Donnerstag in der Nebensaison los war. Es war heute zwar natürlich auch nicht richtig voll, aber gerade bis kurz nach dem Mittag musste man häufiger ein paar FBM abwarten. Auf der 4A war es, da der untere Teil der 4 unverständlicherweise geschlossen war, unangenehm voll. Das skifahrerische Niveau war auffallend schlecht. Die meisten Gäste sprachen französisch, es waren aber auch viele Osteuropäer da.
Gefallen:
Nicht gefallen:
Daher:
Bilder:
Pistenstart an der Station Violettes. Die Fahrt durch die Felsen hindurch ist sehr cool
Blick vom gleichen Standort zum Cabane de bois-Sessel
Wie man auf dem Bild vielleicht ein bisschen erahnen kann, waren die Pisten sehr hart. Dass die Präparation bei den schwierigen Bedingungen nur mäßig war ist verzeihbar.
Man hätte sehr gute Kanten gebraucht. Mein Service wäre aber mal wieder überfällig
Talabfahrt kurz oberhalb der Talstation Barzettes. Eigentlich wollte ich ja zum Nationale-Sessel. Ich hielt mich aber zu weit rechts und kam daher noch einmal im Tal raus, was natürlich nicht schlimm war
Auf der Piste Le Geiger
Die schwarze Gina (16) war in der Früh auch noch sehr hart und ruppig. Dies besserte sich aber im Tagesverlauf
Ausblick an der CAS-Hütte vorbei
Die Pisten am Nationale-Sessel waren durchaus ganz gut. Am Nachmittag in den Bereichen von Kreuzungen und steileren Stücken war die Piste dann jedoch sehr verbuckelt
Nationale
An der Violettes-EUB waren erfreulicherweise zahlreiche Varianten gepistet. Sehr gut, denn so konnte man dem Gewusel und dem sich rasch verschlechternden Pistenzustand auf der Hauptabfahrt entgehen.
Ausblick Cry d'Er
Die Verdets (4c) entlang des KSSL war schön zu fahren. Unverständlich fand ich jedoch, dass die 4 nur im oberen Teil geöffnet war. Am unteren Teil lagen diverse Kunstschneehaufen zur Verteilung bereit. Leider hat man dies offenbar noch nicht für nötig gehalten...
Cry d'Er
Talabfahrt Richtung Crans
Flache Abfahrt entlang des Chetseron-Tellerlifts
Heute konnte ich auch die schwarze Chetseron-Abfahrt nach Crans hinunter fahren. Bei meinem letzten Besuch war dies nicht möglich. Eine wirklich sehr gute Abfahrt, sodass ich diese wiederholte
Chetseron-Abfahrt weiter unten
Der Tellerlift Chetseron wurde auch mal gefahren
Blick zur Talstation Bellalui. Hier blieben die Pisten den ganzen Tag eisig hart und im obersten Hangteil auch leicht pulvrig
Der Zabona-KSSL war heute wegen Lawinengefahr geschlossen
Die Bellalui-Abfahrt war auch gegen 12:30 Uhr noch auf der sehr harten Seite
Dafür war die schwarze Nationale 2 schön weich und noch wenig zerfahren
Blick zum Toula-Sessel, der bis zur Mittelstation geöffnet war. Bei der Bergstation würden aber eh "nur" Routen starten
Die schwarze Derupe-Abfahrt am Toula-Sessel war sehr gut, wurde später dann aber rasch harschig
Die Toula Noire war auch in Ordnung, kam aber an die anderen Abfahrten am Toula-Sessel nicht ganz ran
Richtig gut, ehe sie dann harschig wurde, fand ich die Toula Rouge
Breiter Anfängerhang, der sich gut fahren ließ, an der Sesselbahn Tsa.
Schade, dass man den Zubringer aus Aminona geschliffen hat, denn so kann dieser Bereich seine Geltung eigentlich nicht entfalten
Ausblick Bergstation Tsa
Pistenstart der La Tsa. Der nicht vollständige KSSL trägt irgendwie zu einem traurigen Bild dieses eigentlich sehr schönen Skigebietssektors bei.
Auch am Nachmittag wurde es am Bellalui nicht wirklich weicher
Nachmittagsstimmung am Tsa-Sessel. Der Mitarbeiter, der den Abzweig zur mittlerweile geschlossenen Tsa-Sesselbahn überwachte ließ mich in Richtung Aminona problemlos passieren
Start der Talabfahrt in Richtung Aminona. Leider gibt es - abgesehen vom kostenlosen Ortsbus nach Montana - keine Rückbringermöglichkeit, sobald man den Abzweig zu einem Skiweg nach Barzettes passiert hat
Die geschlossene Piste war hervorragend ausgesteckt, sodass es keine Wegfindungsschwierigkeiten geben konnte
Mutmaßlich wegen dieses letzten Pistenstücks ist die Abfahrt offiziell geschlossen, was ja auch ok ist. In diesem Bereich würde es auf der eigentlichen Piste links ja nicht weiter gehen. Der Streifen rechts auf der Straße ist aber bis zum eigentlichen Pistenende durchgehend.
Es war somit wieder eine gute Entscheidung in Aminona (kostenlos) zu parken und morgens den Bus nach Barzettes zu nehmen, als dort für 2CHF/h die Parkgarage zu nutzen.
Fazit:
Das Wetter war schön und die Tiefblicke ins Rhonetal waren toll. Dass die Skibedingungen zur Zeit aufgrund der sehr hohen Temperaturen nur mäßig sind können wir alle nicht beeinflussen. So war es in Summe doch ein recht passabler Tag, auch wenn Crans-Montana wahrscheinlich nicht mein Lieblingsskigebiet werden wird.
