04.12.2025 Sellaronda grün + Buffaure + Heiligkreuzkofel + Edelweißtal:
Heute ging es auch an der Sellaronda los. Ich war mir bis am Morgen nicht sicher, wo ich einsteigen sollte. Unterkunftsbedingt wäre die neue 3S in Campitello fußläufig erreichbar, doch diese wurde nicht rechtzeitig fertig und lässt noch bis kurz vor Weihnachten auf sich warten. An sich war es dann ja egal, ob ich nach Osten (Canazei) oder nach Südwesten (Pozza) fahre. Da Buffaure Betrieb meldete, entschied ich mich dafür, diese Teilgebiet dann gleich mitzunehmen und dort einzusteigen. Letztendlich war dies aber ein Fehler. Dazu später mehr.
Wie so häufig am ersten Betriebstag waren die Pisten mehrheitlich noch sehr hart und eher unruhig und neigten dazu, knollig zu werden. Das sollte sich aber die kommenden Tage in der Regel abstellen. Die geöffneten Pisten waren aber dennoch überwiegend in einem sehr guten Zustand und machten viel Spaß. Der Spaß wurde zusätzlich dadurch verstärkt, dass recht wenig los war. Ich würde sogar soweit gehen und behaupten, dass ich die Sellaronda so leer noch nie gesehen habe. Das war sehr angenehm. Selbst auf Sellaronda-Pisten blieben stellenweise die Rillen bis zum Abend bestehen. Liftwartezeiten gab es selbstredend keine, außer an der Funifor Alba - Belvedere. Die Wartezeit hier kam aber auch nur mangels Servicegedanken der Bergbahnbediensteten zu Stande. Am Morgen (gegen 09:00 Uhr) wartete ich in Alba geschlagene 20min (!) auf die Abfahrt, bis die Gondel endlich mal voll war. Sowas ist, finde ich, eine Frechheit. Bei der Rückfahrt wurde zum Glück nach Ankunft der Gondel nur 5min gewartet, ehe es dann sehr leer wieder ins Tal ging.
Ärgerlich war heute auch mal wieder der miserable interaktive Pistenplan von Dolomiti Superski, der von Falschmeldungen nur so tropft. Neben dem, dass er eigentlich weder am Handy in der App, noch im Web vernünftig bedienbar und auf dem ersten Blick rein gar nichts erkennbar ist, störten mich heute die vielen Falschmeldungen sehr.
Ich wäre z.B. nie in Pozza eingestiegen, wenn ich gewusst hätte, dass im Sektor von Pozza bis Alba alle Talabfahrten zu sind. Bei der Talabfahrt nach Alba habe ich mich offenbar vertan und ein grünes Häckchen für die Bahn fälschlicherweise auf die Piste gedacht, aber in Pozza war und ist definitiv die rote Talabfahrt als offen eingetragen. Sie ist es nicht. Nur die paar lahmen Pisten am Berg in diesen Sektor lohnen nicht. Bei richtiger Informationslage hätte ich diesen Bereich also ausgelassen.
Weitere Fehlinfos sind z.B., dass die schwarzen Abfahrten am Piz Sella geöffnet sind - sie sind es nicht, dass die schwarzen Abfahrten am Dantercepies geöffnet sind - sie sind es nicht, dass die Abfahrt am Sponata-Sessel geschlossen ist - sie ist natürlich offen, etc.
Das muss doch ein Premium-Skigebietsverbund wie Dolomiti Superski hinbekommen, hier korrekt zu informieren.
Es ist ja kein Thema, dass eine Abfahrt am ersten Betriebstag nicht offen ist, aber das gehört einfach korrekt kommuniziert. Das ist doch nicht so schwer...
Einzig der Kronplatz hat ja auch einen interaktiven Pistenplan von intermaps. Da hat man ja gleich alle Infos auf einen Blick.
Aber genug gemeckert, Spaß hat es ja trotzdem gemacht.
Das Wetter war überwiegend bewölkt mit einigen sonnigeren Phasen. Die Bodensicht war gut und der Wind war nur leicht spürbar. Gefühlt war es kälter als an den Vortagen, wobei dies wahrscheinlich gar nicht stimmt.
Gefallen:

Sehr weitläufiges Skigebiet

Tolle Dolomiten-Landschaft

Recht wenig los
Nicht gefallen:

Miserable Informationspolitik

Hart-knollige Pisten, wie es an einem ersten Betriebstag nunmal so üblich ist
Daher:

von
Bilder:
Morgendlicher Ausblick von der Buffaure-Bergstation. Über die Absperrungen zur Talabfahrt machte ich mir hier noch keine Gedanken. Ich ging davon aus, sie müssten noch nachpräparieren oder Pistenmarkierungen ausbringen
Ich machte mich auf den Weg in Richtung Sellaronda. Hier am Pala del Geiger
Blick aus der langen Orsa Maggiore-Sesselbahn
Von deren Bergstation kommt man nun in den Ciampac-Sektor
Blick zur Bergstation Ciampac. Hier der nächste "Schock", der aber auf eigener Dummheit beruhte: Hier keine Talabfahrt nach Alba. Also ging es mit der Gondel ins Tal. Auf der Talabfahrt wird mit Winde gearbeitet. Ein ignorieren der Sperrung ist also keine Option.
Nach unsäglich langer Wartezeit in Alba ging es dann auch irgendwann mal weiter. Die Laune war doch recht auf dem Tiefpunkt...
Pistenstart Belvedere, nachdem ich endlich dort ankommen durfte und sich ausreichend viele Mitfahrer gefunden hatten...
Im Belvedere-Sektor war sehr wenig los. Herrlich!
Und die Pisten hier erst: Erstklassig, so wie die am Sass Bece, die den ganzen Tag so blieb, dank der nicht fertig gewordenen Lezuo-EUB.
Weil ja schon gestern Abend von einem verspäteten Betriebsbeginn der Lezuo-EUB geschrieben wurde, traute ich mich nicht auf die orangene Runde, da ich ein tiefes Misstrauen hege, wenn Italiener Behördenkram erledigen müssen. Das kann nämlich nur schiefgehen. So entschied ich mich für die grüne Runde, die problemlos befahrbar war.
Die Lezuo-Abfahrt war ohne Erschließungsanlage natürlich herrlich leer, nur etwas arg hart
Schnell erreichte ich so Arabba, wo es mit dem Carpazza-Sessel noch zur Ronda zusätzlich hoch ging
Oberer Trassenteil des Carpazza-Sessels. Schattig ist es hier...
Da das Funifor hier bis Anfang Februar noch in Reparatur ist, ist hier "nur" die Europabahn auf
Die Abfahrt über deren Mittelstation ins Tal war hart, aber dennoch herrlich
Schlusshang auf Arabba. Hier war es schon leicht knollig
Arabba von seiner Sonnenseite
Weiter ging es auf der grünen Runde in Richtung Plan Boe
Campolongo-Pass
Der gleichnamige Sessel fuhr, wie alle seine Pendants in Alta Badia, heute sehr lahm.
Die Abfahrt an der Boe-Gondel war größtenteils herrlich. Die wenigen unruhigeren Stücke störten kaum
Weiter unten auf der gleichen Abfahrt
Da ich noch in Richtung Heiligkreuzkofel wollte, musste ich aufgrund der aktuellen Situation durchs blaue Meer dorthin. Der Weg ab dem Campolongo-Pass geht, wenn ich die Informationen von Dolomiti Superski richtig deute ab morgen.
Die Braia Fraida-Sesselbahn mit ihrer einseitigen Mittelstation ist kurios
Weiter geht es durchs blaue Meer in Richtung La Fraina-Sessel
Die Abfahrt am Piz Sorega machte Spaß
Die anschließende Abfahrt zum Bamby-Sessel war arg hart und unruhig
Die Gran Risa war dafür wieder sehr gut
Weiter unten auf der Gran Risa
Die Zaun-Schikane in La Villa umging ich mit ein paar Skatingschwüngen
Blick zur Sponata-Sesselbahn
Die dortige Abfahrt ist im interaktiven Pistenplan von Dolomiti Superski als geschlossen gemeldet. Logischerweise war sie aber offen und in sehr gutem Zustand.
Talstationsbereich in Badia mit der neuen Gondel
Ich nahm in diesem Sektor auch noch die zweite Sektion mit und fuhr die an sich schöne, aber dennoch irgendwie auch langweilige Abfahrt gerne
Bergstation der neuen Gondelbahn. Die Bahn ist gut geworden.
Im oberen Teil war hier nur die Umfahrung als Piste offen
Dennoch war die Piste an der neuen Gondel erstklassig. Vermutlich war es die beste Abfahrt des Tages, sodass sie natürlich wiederholt wurde.
Zurück in La Villa
Durchs blaue Meer ging es dann wieder Richtung Corvara
Braia Fraia nun anders herum bis zur Mittelstation
Abfahrt nach Corvara
Schöner Ausblick von der Bergstation des Forcelles-Sessel
Pistenstart ebendort. Schöne Landschaft hier. Der neue Sessel ist wie quasi wie der Alte, nur dass er jetzt halt 6 Sitzplätze hat.
Im Edelweißtal
Am Col Pradat war insbesondere die zweite schwarze Piste genial. Die erste schwarze Piste (von hier gesehen links) war knolliger
Talabfahrt Colfosco
So leer ist hier nie
Immer wieder ergeben sich schöne Ausblicke zum Sellastock und Langkofel
Die Abfahrt zum Val Setus-Sessel war verheerend schlecht. Viele Steine, viel Gras und unruhig ohne Ende. Es hatte den Eindruck, sie hatten vergessen, dass das eine wichtige Verbindungspiste ist und dann die Beschneiungsanlage erst heute Nacht eingeschaltet und mit Müh und Not irgendwas zusammengekratzt. Wie kann das in den Dolomiten passieren?
Am Dantercepies ist entgegen dem interaktiven Pistenplan auch "nur" die rote Abfahrt geöffnet. Diese ist zwar sehr gut gewesen, aber die schwarzen Abfahrten, die hier rechts weggehen würden, habe ich schon vermisst
Unterhalb der EUB
Auf der leeren Waldabfahrt konnte man es hier gut laufen lassen
Blick in Richtung Sellapass
Der Tragödienhang unterhalb der DSB am Ciamponi war heute keiner. Er war sehr hart, aber gut fahrbar
Am Piz Sella sind die als offen markierten schwarzen Pisten ebenfalls nicht offen. Man muss außen herum.
Am Comici-Sessel
Blick auf Plan de Gralba
Und stets grüßt der Langkofel
An der Bergstation der Piz Setur-Gondel
Obere Sektion der Piz Setur-Gondel
Der Gran Paradiso-Sessel ist noch ohne eigene Abfahrt nur als Verbindungslift offen
Durchs "Steinerne Meer"
Am Sellapass-Resort
Man muss halt oft hinschauen
Seitenblick Sasso Levante
Auch am Col Rodella war es so leer wie nie
Rückblick dorthin, wo ich herkam
Auch diese Abfahrt nach Pian da Frataces war noch quasi unzerfahren. Das gibt es so selten.
Pian da Frataces
Auf der Belvedere-Seite ist es weder voller, noch sind die Pisten schlechter geworden. Toll!
Dank dieser neuen Bahn, die wohl nicht abgenommen werden konnte oder wollte, blieb es im Belvedere-Sektor herrlich leer. So hat das auch etwas gutes.
Unverspurte und perfekte Abfahrt am Sass Bece um 15:10 Uhr. Wunderbar!
Blick zur Talstation des Kristiania-Sessels
Talblick aus dem Funifor nach Canazei
Um ca. 15:45 Uhr herrschte völlige Leere am Ciampac
Talstation Roseal - Giumeta
Orsa Maggiore
Schöne Stimmung bei der Abfahrt vom Col de Valvacin
Da die Talabfahrt weiter gesperrt war und ich hier zu dieser Uhrzeit und unbekannten Präparierungszustand nichts riskieren wollte, ging es, bevor ich schweren Herzens das dritte Mal mit einer Gondel heute ins Tal fuhr noch auf die durchaus schöne Piste zur Buffaure di sotto-Sesselbahn.
Obwohl die Bahn dort bis 16:30 laufen sollte, waren die Liftler schon um 16:15 Uhr sehr eifrig dabei, alle zu verscheuchen. Da sie bereits um 16:15 Uhr alle Drehkreuze abdeckten, legte ich es nicht auf weitere Fahrten an, denn in dem Loch da unten wollte ich nicht verenden
Fazit:
Es war ein sehr schönes Gefühl, endlich wieder in einem wirklichen Großskigebiet Runden drehen zu können. Dafür sind die Dolomiten einfach perfekt. Die Bedingungen waren für einen ersten Betriebstag sehr gut, wenngleich die Pisten - wie erwartet - doch teilweise unruhig und hart und stellenweise knollig waren.
Ärgern tue ich mich immer noch darüber, unnötig von Pozza ins Gebiet gegondelt zu sein. Bei korrekter Informationslage wäre ich natürlich niemals drei Mal mit Gondeln ins Tal gefahren. Alles, was Dolomiti Superski rund um Lift- und Pisteninfos anbietet ist halt einfach grottig. Dafür "Setzen, Sechs!"
Ich bin gespannt, ob sie die Lezuo-EUB noch hinbekommen, denn sonst wird das dann demnächst blöd für die Bergbahnen.
Auch namhafte Hersteller haben also bei Standard-Anlagen so ihre Probleme, gell seilreiter
