Wanderwochenende in Davos - 11/12.10.2025
Verfasst: 19.10.2025, 18:27
Der Wetterbericht versprach für das Wochenende bestes Wetter in den Bergen, während im Mittelland der Hochnebel dominieren sollte. So entschieden wir uns fürs Wochenende zum wandern in die Berge zu fahren, wobei die Wahl schliesslich auf Davos fiel. Angereist sind wir am Freitag Abend mit dem ÖV, sodass wir am Samstag in der Früh auf die Wanderung aufbrechen konnten.
11.10.2025 - Dukanfurgga mal anders
Am Samstag wollen wir vom Bahnhof Davos Wiesen via Jenisberger Alm hoch zur Muchetta wandern. Von dort wollen wir dann via Büelenhorn weiter nach Monstein. Die geplante Runde ist doch ziemlich lang, weshalb wir bereits um 7:10 mit dem Bus nach Davos Platz und von dort weiter mit der RhB nach Davos Wiesen fahren. So kommen wir um 7:50 in Davos Wiesen an. Noch ist es schattig und frisch im Tal, die Bergspitzen liegen jedoch bereits in der Sonne. So beginnen wir mit dem Aufstieg hoch zum Jenisberg. Die Fahrstrasse lässt sich durch diverse Abkürzungen zu grossen Teilen umgehen. Das ist nicht nur deutlich schöner zu gehen, sondern auch schneller. So erreichen wir bald Jenisberg. Dort sehe ich etwas versteckt in einer Baustelle ein Hinweisschild, dass der Weg von der Jenisberger Alm zur Muchetta wegen Unwetterschäden gesperrt sei. Den entsprechenden Wegabschnitt habe ich als sehr schmal und teilweise ausgesetzt in Erinnerung. So entscheiden wir uns eine Alternative zu suchen und erstmals Richtung Monstein weiterzuwandern. Das ganze ist aber schon nicht ideal gelöst:
- Die Platzierung des Hinweisschildes an der Abzweigung Richtung Monstein ist zwar grundsätzlich gut gemeint. Da jedoch genau dort gebaut wird und teilweise ein Bagger steht, ist das doch nicht wirklich ideal. Falls unter der Woche gearbeitet wird, ist die Wahrscheinlichkeit sehr gross das Schild zu übersehen.
- Online wird nirgends auf die Sperrung hingewiesen, weder auf Swisstopo noch auf der Webseite von Davos. Weshalb man das im Jahr 2025 in einer Tourismusregion wie Davos immer noch nicht auf die Reihe kriegt, ist mir schon schleierhaft (wenn das auch andernorts oft auch nicht besser ist).
Nun kann man aber nichts dran ändern, weshalb wir mangels Alternative zuerst mal weiter dem schattigen Hang entlang in Richtung Monstein wandern. Etwas vor dem Dorf von Monstein zweigen wir rechts ab und wandern in Richtung Unteralp. Hier kommen wir dann auch erstmals an die Sonne. Angekommen auf der Unteralp stellt sich die Frage wie weiter. Grundsätzlich bestehen mehrere Optionen. Einerseits könnten wir von hier aufs Büelenhorn aufsteigen, müssten dann aber über denselben Weg wieder zurück nach Monstein. So richtig überzeugt uns diese Variante deshalb nicht. Ansonsten könnten wir auch weiter dem Hang entlang in Richtung Rinerhorn. Eigentlich würden wir aber das schöne Wetter und die für die Jahreszeit relativ warmen Temperaturen gerne nutzen, um in etwas höhere Lagen vorzudringen. Schliesslich liegt auch die landschaftlich schöne Dukanfurgga nicht weit von hier. Blöd nur, dass man dazu den Umweg via Oberalp und Fanezfurgga machen muss und es leider keinen direkten Weg via Mäschenboden und Lengfurgga gibt. Da wir ja bereits vom Bahnhof Wiesen bis hierher gewandert sind, würde sich das dann doch sehr in die Länge ziehen. Beim Studium der Karte fällt mir aber auf, dass das Tal vom Mäschenboden hoch zur Lengfurgga gar nicht allzu anspruchsvoll ist, und es sogar teilweise Wegspuren gibt. So entscheiden wir den weglosen Aufstieg durch dieses Tal zu versuchen. So biegen wir beim Mäschenboden vom Weg ab. Zuerst queren wir die Alp. Etwas oberhalb der Alp treffen wir auf grossen Schuttkegel unterhalb des Gipshorns: Das Material ist dabei sehr lose und somit nicht wirklich angenehm zum gehen. Deshalb queren wir kurz nach der Stelle auf dem Bild den Fluss und umgehen den Schuttkegel auf der linken Flussseite. Bald darauf erreichen wir eine ziemlich steile und teilweise felsige Geländestufe. Dort überqueren wir den Fluss nochmals um auf die auf der Karte eingezeichnete Wegspur zu kommen. Die Wegspur ist dann überraschen gut zu sehen und führt uns ohne Schwierigkeiten über die Geländestufe nach oben. Mittlerweise ist es bereits gegen 12:30. So entscheiden wir uns an dieser Stelle eine Mittagspause einzulegen. Danach geht es frisch gestärkt weiter in Richtung Lengfurgga. Die verbleibenden rund 300 Höhenmeter sind dann relativ leicht zu gehen und führen über Wiesen und kleinere Geröll-Felder. Etwas unterhalb der Lengfurgga können wir eine Gruppe von 10-15 Gämsen beobachten. Schon faszinierend, wie mühelos die Tiere sich durch das felsige und abschüssige Gelände bewegen. Leider ist die Distanz für mein Smartphone aber zu gross, sodass kein brauchbares Foto entsteht. Angekommen auf der Lengfurgga steige ich noch etwas in Richtung Chrummhüreli bis zum Pt. 2662 auf, wo die Rundumsicht doch nochmals deutlich besser ist. Danach geht es nach einer kurzen Pause weiter über den offiziellen Wanderweg zur nahe gelegenen Dukanfurgga. Von der Dukanfurgga steigen wir schliesslich durch das landschaftlich sehr reizvolle Dukantal nach Sertig ab. Im Gegensatz zur anderen Seite des Passes liegt hier doch immer wieder etwas Schnee. Zum gehen ist das aber absolut unproblematisch, dafür hat die teils schneebedeckte Landschaft ihren speziellen Reiz. Als wir aus dem Dukantal kommen, werden wir von eine wunderschöne herbstlichen Färbung der Lärchen in Sertig überrascht. Das hätte ich so nicht erwartet, sind doch die meisten Lärchen in dieser Höhenlage noch deutlich grüner. Leider liegt das Tal bereits im Schatten, die gelben Lärchen sind aber dennoch sehr schön. Wir haben noch viel Zeit, da der nächste Bus in Sertig Sand erst in 40 Minuten fährt. So geniessen wir noch etwas die Lärchen hier hinten. Danach gehen wir noch das letzte Stück bis zur Bushaltestelle. Mit der Zeit wird es im schattigen Tal dann doch relativ frisch. So sind wir dann ganz froh, als das Postauto kommt. Mit dem Postauto geht es dann zurück nach Davos.
Fazit: Der Tag verlief zwar nicht wie ursprünglich geplant, die Runde war dann aber doch sehr schön. Die Landschaft rund um die Dukanfurgga ist einfach immer wieder ein Ausflug wert. Der weglose Aufstieg zur Lengfurgga war dank der Orientierung anhand der Wegspuren problemlos zu gehen und als Abwechslung auch ganz spassig. Ich würde sagen, wir haben das Beste aus der Situation gemacht und so den ausserordentlich schönen Tag in vollen Zügen geniessen können.
Zum Schluss noch der Track der Wanderung:
Edit: GPX-Track ergänzt.
11.10.2025 - Dukanfurgga mal anders
Am Samstag wollen wir vom Bahnhof Davos Wiesen via Jenisberger Alm hoch zur Muchetta wandern. Von dort wollen wir dann via Büelenhorn weiter nach Monstein. Die geplante Runde ist doch ziemlich lang, weshalb wir bereits um 7:10 mit dem Bus nach Davos Platz und von dort weiter mit der RhB nach Davos Wiesen fahren. So kommen wir um 7:50 in Davos Wiesen an. Noch ist es schattig und frisch im Tal, die Bergspitzen liegen jedoch bereits in der Sonne. So beginnen wir mit dem Aufstieg hoch zum Jenisberg. Die Fahrstrasse lässt sich durch diverse Abkürzungen zu grossen Teilen umgehen. Das ist nicht nur deutlich schöner zu gehen, sondern auch schneller. So erreichen wir bald Jenisberg. Dort sehe ich etwas versteckt in einer Baustelle ein Hinweisschild, dass der Weg von der Jenisberger Alm zur Muchetta wegen Unwetterschäden gesperrt sei. Den entsprechenden Wegabschnitt habe ich als sehr schmal und teilweise ausgesetzt in Erinnerung. So entscheiden wir uns eine Alternative zu suchen und erstmals Richtung Monstein weiterzuwandern. Das ganze ist aber schon nicht ideal gelöst:
- Die Platzierung des Hinweisschildes an der Abzweigung Richtung Monstein ist zwar grundsätzlich gut gemeint. Da jedoch genau dort gebaut wird und teilweise ein Bagger steht, ist das doch nicht wirklich ideal. Falls unter der Woche gearbeitet wird, ist die Wahrscheinlichkeit sehr gross das Schild zu übersehen.
- Online wird nirgends auf die Sperrung hingewiesen, weder auf Swisstopo noch auf der Webseite von Davos. Weshalb man das im Jahr 2025 in einer Tourismusregion wie Davos immer noch nicht auf die Reihe kriegt, ist mir schon schleierhaft (wenn das auch andernorts oft auch nicht besser ist).
Nun kann man aber nichts dran ändern, weshalb wir mangels Alternative zuerst mal weiter dem schattigen Hang entlang in Richtung Monstein wandern. Etwas vor dem Dorf von Monstein zweigen wir rechts ab und wandern in Richtung Unteralp. Hier kommen wir dann auch erstmals an die Sonne. Angekommen auf der Unteralp stellt sich die Frage wie weiter. Grundsätzlich bestehen mehrere Optionen. Einerseits könnten wir von hier aufs Büelenhorn aufsteigen, müssten dann aber über denselben Weg wieder zurück nach Monstein. So richtig überzeugt uns diese Variante deshalb nicht. Ansonsten könnten wir auch weiter dem Hang entlang in Richtung Rinerhorn. Eigentlich würden wir aber das schöne Wetter und die für die Jahreszeit relativ warmen Temperaturen gerne nutzen, um in etwas höhere Lagen vorzudringen. Schliesslich liegt auch die landschaftlich schöne Dukanfurgga nicht weit von hier. Blöd nur, dass man dazu den Umweg via Oberalp und Fanezfurgga machen muss und es leider keinen direkten Weg via Mäschenboden und Lengfurgga gibt. Da wir ja bereits vom Bahnhof Wiesen bis hierher gewandert sind, würde sich das dann doch sehr in die Länge ziehen. Beim Studium der Karte fällt mir aber auf, dass das Tal vom Mäschenboden hoch zur Lengfurgga gar nicht allzu anspruchsvoll ist, und es sogar teilweise Wegspuren gibt. So entscheiden wir den weglosen Aufstieg durch dieses Tal zu versuchen. So biegen wir beim Mäschenboden vom Weg ab. Zuerst queren wir die Alp. Etwas oberhalb der Alp treffen wir auf grossen Schuttkegel unterhalb des Gipshorns: Das Material ist dabei sehr lose und somit nicht wirklich angenehm zum gehen. Deshalb queren wir kurz nach der Stelle auf dem Bild den Fluss und umgehen den Schuttkegel auf der linken Flussseite. Bald darauf erreichen wir eine ziemlich steile und teilweise felsige Geländestufe. Dort überqueren wir den Fluss nochmals um auf die auf der Karte eingezeichnete Wegspur zu kommen. Die Wegspur ist dann überraschen gut zu sehen und führt uns ohne Schwierigkeiten über die Geländestufe nach oben. Mittlerweise ist es bereits gegen 12:30. So entscheiden wir uns an dieser Stelle eine Mittagspause einzulegen. Danach geht es frisch gestärkt weiter in Richtung Lengfurgga. Die verbleibenden rund 300 Höhenmeter sind dann relativ leicht zu gehen und führen über Wiesen und kleinere Geröll-Felder. Etwas unterhalb der Lengfurgga können wir eine Gruppe von 10-15 Gämsen beobachten. Schon faszinierend, wie mühelos die Tiere sich durch das felsige und abschüssige Gelände bewegen. Leider ist die Distanz für mein Smartphone aber zu gross, sodass kein brauchbares Foto entsteht. Angekommen auf der Lengfurgga steige ich noch etwas in Richtung Chrummhüreli bis zum Pt. 2662 auf, wo die Rundumsicht doch nochmals deutlich besser ist. Danach geht es nach einer kurzen Pause weiter über den offiziellen Wanderweg zur nahe gelegenen Dukanfurgga. Von der Dukanfurgga steigen wir schliesslich durch das landschaftlich sehr reizvolle Dukantal nach Sertig ab. Im Gegensatz zur anderen Seite des Passes liegt hier doch immer wieder etwas Schnee. Zum gehen ist das aber absolut unproblematisch, dafür hat die teils schneebedeckte Landschaft ihren speziellen Reiz. Als wir aus dem Dukantal kommen, werden wir von eine wunderschöne herbstlichen Färbung der Lärchen in Sertig überrascht. Das hätte ich so nicht erwartet, sind doch die meisten Lärchen in dieser Höhenlage noch deutlich grüner. Leider liegt das Tal bereits im Schatten, die gelben Lärchen sind aber dennoch sehr schön. Wir haben noch viel Zeit, da der nächste Bus in Sertig Sand erst in 40 Minuten fährt. So geniessen wir noch etwas die Lärchen hier hinten. Danach gehen wir noch das letzte Stück bis zur Bushaltestelle. Mit der Zeit wird es im schattigen Tal dann doch relativ frisch. So sind wir dann ganz froh, als das Postauto kommt. Mit dem Postauto geht es dann zurück nach Davos.
Fazit: Der Tag verlief zwar nicht wie ursprünglich geplant, die Runde war dann aber doch sehr schön. Die Landschaft rund um die Dukanfurgga ist einfach immer wieder ein Ausflug wert. Der weglose Aufstieg zur Lengfurgga war dank der Orientierung anhand der Wegspuren problemlos zu gehen und als Abwechslung auch ganz spassig. Ich würde sagen, wir haben das Beste aus der Situation gemacht und so den ausserordentlich schönen Tag in vollen Zügen geniessen können.
Zum Schluss noch der Track der Wanderung:
Edit: GPX-Track ergänzt.