Wer es noch nicht gemerkt hat; wir haben hier eine neue Partnerseite, die uns demnächst hoffentlich auch verlinkt; unsere Deals sind sozusagen auch Reziprok, aber anders als bei Donald Trump kostenfrei

Aber im Ernst:
Flörsheim-Wicker war einmal der Hotspot der klassischen Straußwirtschaft; Winzer, die einige Wochen im Jahr ihren Wein zu einfachen Speisen in rustikalem Ambiente ausgeschenkt haben, wie es Karl der Große im 8. Jahrhundert verkündet hat.
Schon als Kind war ich mit meinen Eltern oft dort; man hat dort für eine günstige Mark gut und reichlich Essen können; dazu in den 70ern und 80ern meist Wein, den man besser "schornelisiert" hat, wenn man ehrlich ist.
Heute sind die meisten Straußwirtschaften in Wicker nicht mehr existent oder bestenfalls in eine Gutsschänke umgewandelt. Neben einem Nebenerwerbswinzer, der einige Wochenenden im Jahr öffnet, gibt es aber noch eine Adresse, die wie ein gallisches Dorf die Fahne der Straußwirtschaften hochhält: Die Weinmanufaktur Venino von Alex Venino und Familie in der Vordergasse nahe der Kirche.
Bist du bei einer Radtour hungrig und durstig und hast nur noch € 25 im Säckel; diverse Schnitzel oder Rippchen mit Brot, zwei Wein oder Schorle und eine Flasche Wasser sind hier noch drinnen. Und die Weinqualität hat in den letzten Jahren wirklich zugelegt
Kein Wein hier kostet mehr als €9 und auch die "einfachen" Qualitäten bereiten schon Trinkspaß. Vor der Radtour heute kaufte

ich mir ein Probierpaket mit je zwei Flaschen der bereits verfügbaren 2024er Weine.
Jetzt vor dem Fernseher im Glas:
2024er Roter Riesling Trocken aus der Lage Kostheimer Reichestal (an der Grenze zu Hochheim) mit 12 Vol% zu € 7,50 die Flasche. Ein Neuzugang im Weingut.
Im Vergleich zum Weißen Riesling etwas zurückhaltender in der Säure und meist mit einem Hauch Rosenduft. So auch hier

Nicht umsonst ist diese, etwas magenschonende, Rebsorte momentan im Trend, den sie kombiniert unkomplizierte Trinkfreude mit einer gewissen Länge.
Das macht sehr viel Spaß, genau wie ein Besuch in der Straußwirtschaft, wo man traditionell auch schnell Anschluss an die Tischnachbarn findet.
Neu übrigens ab diesem Jahrgang die Zutaten- und Nährwertliste auf den Etiketten; gesetzlich jetzt vorgeschrieben
Nix drinnen, was weh tut, kann es auf Anfrage sogar erklären


Gehabt euch wohl und Grüße
p.s.
Ja, ein wenig Werbung ist das schon, aber da fließt in keine Richtung Geld, sondern höchstens Symphatie
