Wir sind jetzt wieder zu Hause. Ich sammle die letzten Infos, damit auch andere später noch etwas davon haben.
Bzgl. Restaurants:
In der "Pizzeria" im 1. Stick kann man auch billiger essen. Ich hatte am Mittwoch bspw. eine Gullaschsuppe, die wirklich groß genug war und viel Fleisch hatte. Für nur 8,50€. Das reicht vollkommen aus. Die Pizzen sind so gross, dass man locker zu zweit sich eine teilen kann. Die Calzone sieht beeindruckend aus und ist auch sehr gut gefüllt. Mein Sohn war begeistert
Wenn man nicht in den ersten Stock zu der Pizzeria geht, kann man auch im EG günstiger essen. Dort gibt es aber ein anderes Menü.
Noch ein Bild von den Räumlichkeiten in der Pizzeria im 1. Stock
Wir fanden die Pizzeria als Dreh und Angelpunkt für Mittags strategisch am besten. Vormittags auf der schweizer Seite in der Sonne fahren, dann ab ca. 11 Uhr, sobald die Sonne über die Gipfel kommt (Anfang Januar), auf die Ischgl Seite und dort in der Sonne fahren.
Ich hätte gerne noch mehr Restaurants ausprobiert, aber die Zeit war zu knapp, nur um dort nur zum Essen hinzufahren.
Bzgl. Skigebiet:
Ich war von dem Stand der Technik (Liftanlagen) und der täglichen Pistenpräparation unter solchen schwierigen Schneeverhältnissen echt beeindruckt. Man muss im Hinterkopf haben, dass es seit 2 Monaten keinen nennenswerten Schneefall mehr gab und die Woche davor Hauptsaison Weihnachtsurlauber war. Danach sind normalerweise die Pisten hinüber.
Aber Dank der zahlreichen Schneelanzen, ständig minus 15 bis minus 20 Grad und anscheinend einem erfahrenen Pistenteam. waren die Pistenverhältnisse dafür sensationell gut.
Das Skigebiet Ischgl selber empfand jch als sehr vielfältig, aber auch sehr anspruchsvoll. Das ist mir vor 20 Jahren nicht so aufgefallen. Mit kleinen Kindern/ Skianfängern würde ich nicht nach Ischgl fahren. Gut für Fortgeschrittene.
Was in Ischgl blau ist, ist in vielen anderen Gebieten schon rot, was in Ischgl rot ist, ist bei anderen oft schon schwarz. Bei den schwarzen Pisten geht es oft teilweise so steil runter, dass bspw. in Montafon dies sofort eine "black scorpion" Piste wäre. Ich rede hier nicht nur von der langen Wand mit 70% Gefälle Selbst bei einer roten Talabfahrt war auf einmal ein Hang mit 57% Gefälle. Man konnte diesen umfahren, aber trotzdem sollte man das wissen.
Für Fortgeschrittene ist das sehr positiv. Eine riesige Auswahl an Pisten mit Anspruch. Für Anfänger aber eher abschreckend.
Ich habe nur Buckelpisten vermisst. Vielleicht hat man das bei den jetzigen schlechten Schneeverhältnissen Anfang Januar absichtlich unterbunden. Gibt es in Ischgl im Februar/März Buckelpisten?
In Summe also alles sehr positiv. Nur bei einer Dache muss ich leider meckern:
Pistenplan & Kennzeichnung von Pisten & Liften.
Keine Ahnung wer dafür verantwortlich ist, aber er scheint nie selber die Pisten abgefahren zu sein, geschweige denn nachgedacht zu haben, wann wo eine Kennzeichnung vor Ort sinnvoll ist, wie groß ein Schild sein sollte etc. pp. Auch bei den Liften.
Wenn man soviele Besucher täglich hat, muss man sicherstellen, dass die Masse ohne Irrtümer rechtzeitig vorher weiß, wo man abbiegen muss, welchen Lift man nehmen muss. Am Eingang des Liftes ist das zu spät, wenn man dafür wieder hochsteigen muss und alle anderen blockiert. Unnötige Staus und Unfallgefahren.
Auch auf dem Pistenplan ist nicht konsequent die Pfeilrichtung eingezeichnet. Mal gibt es einen Pfeil, mal nicht. Diese Anfängerfehler der Beschilderung stehen im krassen Gegensatz zu der professionellen Pistenpräparation und Lifttechnik. Man könnte das so leicht besser machen.
Ich habe auf der Piste und in Restaurants die Besucher, die vorher nie in Ischgl waren nur fluchen hören. Warum vergrault man sich die zahlende Kundschaft mit solchen einfachen Dingen?
Würde ich wieder nach Ischgl fahren? Ganz klar ja!