Rhein ins Vergnügen? 18.09-24.09.2022

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Chense
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Rhein ins Vergnügen? 18.09-24.09.2022

Beitrag von Chense »

Achtung auch hier handelt es sich um einen Reupload: Gewisse Verweise auf gewisse Foren die nicht Forum heissen aber viel "Schi" fahren und zeitliche Unzulänglichkeiten bitte ich zu entschuldigen

18.09.2022 - Seilbahnen in Bayern und Hintergrund - Die falsche Richtung?

Bevor ich beginne - Es wird ein recht texthaltiger Bericht, denn die Analogen Fotos habe ich auch nach 6 Monaten noch nicht entwickeln können und mit dem Handy damals eben recht wenig fotografiert ... Dennoch will ich euch die Reise nicht vorenthalten

Im Jahr 2022 war es nach 2 Jahren die es erschwert (aber doch möglich gemacht!) hatten eine unserer üblichen Touren zu machen wieder an der Zeit für eine solche. Irgendwann im Sommer fingen wir an zu planen und uns zu dritt auf eine Höllentour vorzubereiten. Gut ganz so war es doch nicht - Ich hatte da eine Idee liess sie von meinem lieben Bekannten etwas überarbeiten und dann planten wir loszufahren und holten noch einen dritten lieben Kollegen ins Boot - Er war dann auch so nett uns über viele viele Kilometer zu kutschieren. Aber wohin führte uns der Weg? Nun das erzähle ich euch noch aber ich starte erstmal mit der "Preview". Denn unser Fahrer machte sich erstmal auf einen sehr langen Weg nach Bayern um bei uns zu nächtigen und dann von dort aus mit mir einen ersten Tag in Bayern zu erleben bevor es auf die eigentliche Reise geht.

Und so sitzen wir dann recht früh in diesem Moment noch im Familienauto das uns zum ersten Ziel bringt bevor wir dann für den Rest der Reise Rollen tauschen

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^ Und dann finden wir uns um kurz vor 10 in Garmisch ein ^

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^ Die Wankbahn soll es sein - Die jetzige Anlage wurde 1981 als Nachfolger einer PB errichtet (auf verschwenkter Trasse ^

Ich kenne die Anlage schon gut und habe daher eher wenig fotografiert ... mein Begleiter wird aber möglicherweise hier noch etwas nachliefern

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^ Tja aber dann sind wir im Schnee ... und das ohne Ski? ^

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^ Wir gehen um die Station und schauen von Oben ... die Wankbahn ist wie man sieht eine 4EUB - Die 2 Sektionen sind recht unterschiedlich - 1100hm werden überwunden und das auf 3,1km, die erste Sektion die eben verschwenkt zur ehemaligen PB verläuft ist die deutlich längere und flachere ^

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^ Ich will natürlich eigentlich die Bahn ablichten aber drehe mich in die falsche Richtung ... geschweigen denn dass ich den Objektivdeckel nicht finde ^

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^ Nach dem Skifahren ... ähm ja ne Schnee schauen - schauen wir uns viel mehr interessantes an - In der Bergstation sind einige historische Bilder u.a. von der Pendelbahn und dem lange vergessenen Skibetrieb am Wank ausgestellt. Ich konnte leider dort nie Skifahren aber wenigstens habe ich die nicht weit entfernte tolle Kreuzeck-Bahn im Altzustand erlebt und der Wank ist für mich eine Kindheitserinnerung :) ^

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^ Aber die Zeit ist doch ein wenig knapp wir fahren also wieder talwärts ... im Tal ^

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^ Werden wir etwas komisch angeschaut weil wir die Technik interessant finden ... Komisch schon aber verständlich auch :) ^

Dann geht es weiter zu einer anderen Bahn die wir beide interessant finden ich aber schon sehr gut kenne daher wieder kaum Fotos ... normal macht man das nächste als Rundfahrt mit einer kürzlich erneuerten Bahn aber wir haben doch ned sooo viel Zeit

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^ Also geht es nach dem Parken ... leider müssen wir hier für Wank und Schanze jeweils eigens zahlen ... in Richtung Klamm ^

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^ Unser Ziel ist aber natürlich nicht die Klamm sondern die Graseckbahn ^

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^ Mein Begleiter ist mehr als begeistert - Ist aber auch kein Wunder. Die Bahn ist die letzte in Betrieb befindliche aus dem Hause Karl Peter und wurde 1953 eröffnet - Und die im Fels verankerte Stütze ist Kult ^

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^ Der Grossteil der Technik ist dabei noch wie früher erhalten ^

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^ Der Zweck ist die Erschliessung des "Forsthauses Graseck" das sich von einem schönen Ort zu dem da hinten entwickelt hat - Negativer Nebeneffekt ist, dass die Bahn erneuert werden soll ... aber soweit erfahren wir sind die Tücher noch nicht gar zu trocken ^

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^ Wir spazieren ein wenig rum und machen eine kleine Pause ... Zeit nochmal mein "Baby" abzulichten ... Ich hoffe die Bilder werde ich euch irgendwann bald mal nachreichen - Eine Minolta X700 aus den 80ern ist das die besonders gerne Schwarz-Weiss Filme isst :) ^

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^ Aber dann reissen wir uns von der angenehmen Sonne (plötzlich heisst es für mich T-Shirt statt Schnee) los und fahren ins Tal ^

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^ Da unterhalten wir uns noch kurz mit dem "Liftler" und schauen von aussen in den Antriebsraum ^

Zurück geht es nach Hause und dann eben zum Autowechsel ... und dann fahren wir weiter in den Westen ... dort werden wir morgen auf unseren Kollegen treffen der einmal quer durch die Prärie mit der Bahn anreisst

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^ Wir dagegen nehmen die Autobahn ^

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^ Da selbige unterwegs gesperrt ist nehmen wir eine Ausweichroute und ich sehe die erste "Notspur" ausserhalb der Alpen ... Ach es gibt doch woanders auch Berge? ;-) ^

Zwischendrin sind wir dann auch in der Zielstadt angekommen ... also bis ich mich total verhaspele und uns irgendwohin leite ... der Kollege ist inzwischen schon im Stadtverkehr angekommen ... aber wir schaffen es dann doch

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^ Und finden nach der Begrüssung etwas wo wir alle glücklich werden ^

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^ Recht bald (nach einer Currywurst) begeben wir uns aber ins Bett und ich sehe diese Interpretation österreichischer Geographie ^
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Chense
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Re: Rhein ins Vergnügen? 18.09-24.09.2022

Beitrag von Chense »

19.09.2022 - Stuttgart - Nussloch - Heidelberg - Ein bisschen Ischglfeeling?

An diesem Tag sollte es früh losgehen ... ohnehin hatte uns in unserem Hotel, das sich mitten in Stuttgart-Feuerbach befand und wohl eher ein Monteurshotel war (nicht dass es schlecht oder gar dreckig war aber es hatte einfach wenig Charme und war für das was ich sonst so auf den Reisen oft finde zu teuer ... das zog sich dann aber auch ein wenig durch) nicht allzuviel gehalten.

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^ Dementsprechend stehen wir nach dem Erwerb eines Tagestickets für Stuttgart auch schon um 20 nach 9 am ersten Ziel ^

Eigentlich wollten wir heute erstmal ein wenig Geld machen und dazu würde sich der "Erbschleicherexpress" - wie die Standseilbahn Stuttgart liebevoll genannt wird - ja wunderbar eignen ...

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^ Aber dann haben wir ein Problem ... die 1929 eröffnete Bahn fährt nicht und das obwohl sie gestern noch als offen gekennzeichnet war ... wir sind in die Jahresrevision gerutscht ^

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^ So bleibt uns dann nur um die Station zu schlendern ... Auch wenn ich das was ich von Stuttgart nun in 2 Besuchen gesehen habe mir nicht besonders gefiel ist die Bahn ein Grund wiederzukommen - Ist sie doch eine der wenigen noch nahezu im Originalzustand befindlichen Bahnen aus dieser Zeit in Deutschland ^

Warum eigentlich Erbschleicherexpress? Nun es geht von Heslach zum Waldfriedhof einst dem wichtigsten Friedhof der Stadt. Die in den ÖPNV integrierte Bahn ist heute zwar eher ein Touristenmagnet aber auch bei Stuttgart-Besuchern sehr beliebt die den P+R in Degerloch (Waldfriedhof) nutzen.

Erst ärgern wir uns schon ein wenig aber schlussendlich ist es gut denn unser Zeitplan ist auf Kante genäht um 12 wollen wir aus Stuttgart weg und wir haben ja noch etwas anderes vor ...

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^ Und zwar die zweite Bergbahn Stuttgarts - die Zacke (Zahnradbahn) - an deren Depot wir stehen ^

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^ Das Depot befindet sich auf dem Gelände des alten "Filder-Bahnhofes" dieser wurde mit der ZRB 1884 eingeweiht - Heute aber fährt man einige Meter weiter ab ^

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^ Und zwar am 2002 in Betrieb genommenen "Marienplatz" - Ein Kuriosum ist, dass die Anlage somit im Tal verlegt (und etwas verlängert) und auch am Berg 1994 um 200 Meter verlängert wurde ^

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^ Aufgrund technischer Probleme mit einer der Garnituren SSB ZT4 aus dem Jahre 1982 die in einer Kooperation von MAN und SLM hergestellt wurden geht es ein paar Minuten später los ^

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^ Wir können auch hier ein wenig dem Personal über die Schulter sehen das freut uns natürlich! ^

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^ Hier wird dann auch klar, dass die Anlage im ÖPNV betrieben wird und übrigens die einzige Zahnradbahn Deutschlands ist die nach BOStrab (Betriebsordnung Straßenbahnen) betrieben wird ^

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^ Kurze Zeit später finden wir uns dann auch schon im oberen Flachstück der auf 2,2km Strecke 210 hm überwindenden Zacke wieder ^

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^ Oben entscheiden wir uns dann weil wir durch den Ausfall der SSB etwas Zeit haben die Talfahrt per Pedes anzutreten von wo aus man sicher nett über Stuttgart schauen kann ^

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^ Und natürlich auch die Zahnradbahn im Straßenplenum in Vorbeifahrt mitbekommt ... einer meiner Begleiter und ich machen uns einen Spaß darauf diese Strecke zu einer totplanierten Abfahrt in den Alpen umzudefinieren ... der dritte ist dagegen weniger amused und konzentriert sich verständlicherweise auf das wichtige ^

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^ Worüber wir uns aber wundern ist die etwas komische "Pistenbeschilderung" ... ausserdem sind weder Fangnetze noch Beschneiung up to date ... muss wohl doch was anderes sein als ein Skigebiet - Trotzdem irgendwann machen wir uns den Spaß und fahren mit Ski hinauf (der Erbschleicherexpress wird übrigens sogar rege von Wintersportlern allerdings Schlittlern genutzt) ^

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^ Unten angekommen geht es dann am Depot vorbei und da erleben wir eine kleine positive Überraschung ... Die Zeit der alten Triebwagen ist nämlich gezählt (leider) - Aber dafür sehen wir einen der neuen Stadler herausspitzen ^

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^ Tja und dann sind wir um 11 wieder im Tal fahren zurück zur Unterkunft wo wir das Auto netterweise noch parken durften und machen uns weiter auf den Weg ^

Unser Weg führte uns nach Norden zu einer Seilbahn die wir leider nicht fahren konnten und die akut vom Abbruch bedroht ist ...

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^ Leimen ist eigentlich eher für unser aller "Bobele" bekannt ... dass dort aber auch eine gewaltige Materialseilbahn steht ist den wenigsten bekannt ... Beginnen wir aber in Nussloch bei der "Bergstation" - Diese ist nicht direkt zu erreichen, allerdings ist das Tor zum Firmengelände von Heidelberg-Cement offen, es gibt einen großen Parkplatz und keine Verbotsschilder also wagen wir uns so nah wie möglich ^

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^ Und schauen auf die Bahn - Dass diese quasi bereits in 3. Generation läuft und eine Teiloccasion ist wissen wenige. Denn 1907 wurde die Bahn schon in einem anderem Steinbruch von Heidelberg-Cement (damals Portland) verwendet und 1918 am neuen Standort in Betrieb genommen ^

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^ Wenn wir schon nicht ganz nah an die Seilbahn herankommen so durchs Gestrüpp wenigstens an die Verladestelle ^

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^ Diese ist heute verlassen ^

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^ Und so dreht sich auch das Förderband nicht ^

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^ Von der Verlade aus kann man auch Richtung des Parkplatzes blicken der wohl einst für ein Industriegebäude aus dem Zementbau errichtet wurde ^

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^ Wir laufen am Förderband entlang ... eine Kurvenstation da schau her ;-) ^

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^ Das Gelände wurde wohl auch als Ort für eine Theatervorführung genutzt ^

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^ Wir spielen unser ganz eigenes Theater ... "Warum liegt denn da Stroh?" "Und warum hast du ne Maske auf?" ... die Generation Golf weiss worauf wir anspielen ^

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^ Unser "Opa" fühlt sich dagegen ganz wie Don Quichote ^

Aber wir haben eigentlich wichtigeres zu tun ... ausserdem beginnt es wieder zu regnen - Und so folgen wir kreuz und quer durch Nussloch und Leimen

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^ Der Seilbahn was auch sonst ... über 5,5km erstreckt sich diese und es war sogar einmal geplant eine zweite Parallelanlage (auf Teilen der Strecke) zu errichten, da die originale zu schwach war ^

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^ Es geht einen langen Straßenzug entlang ^

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^ Und wir finden einen Parkplatz von dem aus wir ein wenig durch die Gegend gehen können unter anderem direkt zu einer Stütze ^

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^ Und natürlich zur Mittelstation - Diese wurde wie der Großteil der Anlage 1955 erneuert und weist eine 49° Kurve auf - Betrieben wurde diese übrigens genau wie die gesamte Anlage von Anfang an zum großen Teil automatisch (bis auf die Befüllung) ^

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^ Tja ... die Transportkapazität der Bahn hätte ja gepasst und so wähnen wir uns auf einmal auf einer Talabfahrt in Ischgl ;-) ^

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^ Genug des Spasses aber denn es geht ein bisschen durch Leimen ... die Bahn ist direkter als die Straße und führt teilweise mitten über Gärten hinweg ^

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^ Anderenorts würde man sich über so etwas beschweren ... ^

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^ In Leimen dagegen hängt man so an der Seilbahn, dass es eine Petition gegen die bald bevorstehende Stillegung gibt ... viel Glück liebe Leimener! ^

Wir aber müssen auch hier wieder Abschied nehmen ... denn noch 2 Etappen liegen vor uns ... die erste wird uns etwas versüsst da unser lieber Navigator (neben mir der leider gerne auch mal kuriose Geräusche statt ansagen von sich gibt :D) meinte es wäre eine super Idee da die eine genau die Strecke da zu fahren ... Unser Zeitplan war noch gut jetzt wird er richtig knapp

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^ Zuerst geht es wer hätte es nicht sofort erkannt nach Heidelberg mit seiner berühmten Burg ^

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^ Diese ist für uns aber nur Mittel zum Zweck wir haben nämlich Hunger ... gibt dann endlich mal wieder Poutine - für mich klassisch, für die Kollegen eher ausgefallen aber geschmeckt hat es allen ... also nicht dass die schöne Altstadt Heidelbergs dahinter verschwinden soll ^

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^ Und dann liegt Heidelberg ja auch noch am Neckar ... noch ein Grund die Stadt zu besuchen ^

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^ Ich habe nach dem Essen ganz dringende Bedürfnisse und lande in der wohl "retrosten" öffentlichen Toilette meines Lebens ... aber wenigstens sehe ich so was von der Stadt ^

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^ Bevor wir uns kurz darauf da wieder treffen wo wir eigentlich hinwollen ihr habt es ja geahnt ... Denn auch Heidelberg ist standesgemäß mit einer (nein sogar 2) Seilbahn ausgestattet. ^

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^ Die erste Sektion Molkenkur ist eher Standardkost aus dem Hause Garaventa - Baujahr 2004 ist diese Bahn für bis zu 130 Personen ^

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^ Mit 5m/s geht es die 171hm auf 471m Länge nach oben und wir sind dann irgendwie auch froh umsteigen zu können ^

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^ Um dann am Schloss das Highlight zu erreichen - Die Königsstuhlbahn ist mit Baujahr 1907 die älteste noch in Betrieb befindliche SSB in Deutschland unter den elektrischen und noch in guten Teilen original erhalten ^

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^ Unten wurde das Trassee erneuert und dennoch rumpeln und bumpeln wir langsam mit 2m/s los ^

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^ Bevor nach gut 1km Länge und 260hm die Bergstation in Sicht kommt ^

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^ Besonders schön ist, dass man hier einen Ausstellungsraum eingerichtet hat der noch in Betrieb ist ... nämlich den Maschinenraum ... nur die Glasscheiben dämpfen den Ton leider etwas ab :) ^

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^ Ausserdem kann man wunderbar in den Führerstand blicken der soweit wir es sehen noch original ausgestattet ist ^

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^ Wenig später es ist schon 18 Uhr ist es dann Zeit ins Tal zu blicken und wieder hinabzufahren ^

Ich melde mich bei der Vermieterin für heute abend als etwas verspätet an ...

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^ Denn wir müssen ja erst zum Auto zurück und dann noch bis kurz nach Wiesbaden ... und der Ort den ich ausgesucht habe ist gelinde gesagt verschlafen ^

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^ Wenigstens kriegen wir um kurz vor 10 in einem uns empfohlenen Gasthof noch wirklich gute Kassler mit Wirsing und Kartoffelplätzchen ... Hausmannskost vom feinsten also für 2 von uns ... der dritte wollte lieber ein "Nordseeschnitzel" mit Ei Speckwürfeln etc. war aber wohl auch ganz gut ^

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^ Aber wenig später ist dann auch das Glas leer und wir werden eher zum gehen gebeten - Bis mein Kollege sich mit dem Wirt der das Haus sehr spannend eingerichtet hat ins Gespräch bringt und so verweilen wir noch ein wenig und die eigentliche Idee noch in eine Bar in der Nähe zu gehen wird verworfen ^

Also beschliessen wir in die Unterkunft zu gehen - Ein Bierchen wäre aber doch noch nett ... Die Bar ist dann aber gerade beim schliessen und bis wir zurück in der Unterkunft sind ist es halb 12 ... Uh ein Bierkühlschrank zum aufschreiben ... nur ist der leer ... Wir wollen gerade ins Bett da taucht eine junge Dame (die Tochter des Hauses?) auf und kommentiert das mit "Bier leer? Das ist hart ... ich bring euch was" und so

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^ Kommen wir nach einem langen Tag noch zu einem Schlummertrunk begleitet von jenem etwas angsteinflössenden Bild im Zimmer meines Kollegen ... Allgemein war die Unterkunft nicht der Brüller aber ich hatte eigentlich Glück mit meinem Zimmer die anderen beiden nunja eher nicht so sehr ... Egal - Morgen geht es weiter! ^
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Re: Rhein ins Vergnügen? 18.09-24.09.2022

Beitrag von Chense »

20.09.2022 - Einmal rund ums Niederwalddenkmal mit rheinischer Seilbahnkultur - We are deutsch

Heute also das typische Touriprogramm für den Seilbahnfreak von heute ... früh aufstehen und ab zum Zug. Ob das eine gute Idee ist auf der rechten Rheinstrecke ÖPNV zu fahren bezweifeln wir recht bald, aber da wir diesen abends eh brauchen werden holen wir uns ein Ticket und warten ... und warten ... und warten ... mit kaum 30 Minuten Verspätung (also für die DB hervorragend!) sitzen wir dann auch in einem RB nach Assmannshausen.

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^ Dafür sehen wir endlich den Titelgeber dieser Tour so richtig und am Tage ... R(h)ein ins Vergnügen! ^

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^ Nach einer nicht allzulangen Fahrt kommen wir in Assmannshausen an wo uns diese verwunschene Gasse erwartet ... verwunschen wohl auch weil hier im September immernoch für Weihnachten 21 geworben wird und das in geöffneten Lokalen ^

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^ An der Kirche vorbei geht es zu unserem Ziel ^

Aber von vorne ... Die Niederwaldseilbahn in Assmannshausen wurde 1953 eröffnet und von der Oberstdorfer Firma Weigmann errichtet. Diese so scheint uns hatte viel mit Hasenclever zu tun. Da es eh gerade regnet stromern wir erst einmal ein wenig um die Station bis uns von unten der Betriebsleiter-Stellvertreter (oder Betriebsleiter? Genau erinnere ich mich nichtmehr) sieht und wir haben erstmal Angst gleich in einen Lauf zu blicken ... Ganz im Gegenteil er findet es super, dass einige Liftfans / Kollegen vor Ort sind!

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^ Und so haben wir freie Bahn in den heiligen Hallen zumindest solange keine Gäste im Weg stehen ^

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^ Wir dürfen überall hin ... nur fotografiere ich kaum mit dem Handy sondern das meiste mit der analogen Kollegin ... daher nur diese 2 Bilder ^

Die Niederwaldseilbahn hatte übrigens auch einen Vorgänger nämlich eine Zahnradbahn über die der liebe Kollege ein tolles Archiv angelegt hat, dass er aber verständlicherweise nicht im Internet sehen möchte. So tratschen wir fast eine Stunde lang schauen uns das ganze an.

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^ Irgendwann ist es dann aber doch Zeit loszukommen, denn wir haben heute noch 3 Dates ... Und so schweben wir gemütlich mitten durch einen Garten ^

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^ Zu diesem Zeitpunkt ahne ich noch nicht, dass ich mir mit dem entwickeln der Filme solange Zeit lassen werde und so gibt es auch nur 2 bescheidene Bilder der 1000m langen Trasse die 220hm auf 10 Stützen überwindet und wir nähern uns schon der Bergstation ^

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^ Wenigstens die Umlenkscheibe lichte ich noch ab ^

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^ Und dieses gemütliche Plätzchen für Liftler :) ^

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^ Aber dann stehen wir eben schon vor der Station die gerade wo ich diese Zeilen schreibe schon 70-jährig ist ^

Anschliessend wollen wir ein wenig spazieren / wandern - Der eigentliche Panoramaweg ist heute aber zu ... Sprengstoffsuche! Also geht es neben der Straße entlang bis wir schliesslich ...

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^ Eines der großen deutschen Nationaldenkmäler erreichen ^

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^ Die eigentliche Hauptfigur und Namensgeberin Germania ist 12,5m hoch und hält die Reichskrone in der Hand - Modell stand übrigens die jüngste Tochter des Bildhauers / Künstlers ^

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^ Beim Thema Reichskrone sind wir auch schon in der Geschichte angekommen ... 1883 fertiggestellt wurde die Figur ab 1871 geplant und stellt vor allem ein Sieg über die Franzosen aber auch der gründung des Deutschen Kaiserreiches dar. Dies spiegeln auch die die Figur bzw. den Sockel umgebenden Darstellungen in Reliefform dar. Unter anderem zeigt das Hauptrelief die Aufbruchsstimmung vor dem deutsch-französischen Krieg. ^

Hier gebe ich meinem Kollegen einerseits durchaus recht, dass dieses Denkmal heutzutage sehr patriotisch verklärt wird und die meisten garnicht wissen, dass es unter anderem den Sinn hatte die Franzosen zu demütigen, andererseits stellt es aber auch einen wesentlichen Teil unseres Kulturgutes dar, so war es schon interessant dies gesehen zu haben.

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^ Gleich darauf widmen wir uns allerdings dem Rhein und der schönen Aussicht von hier oben ^

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^ Und blicken auf unser zweites Seilbahnziel dieses Tages das Gegenstück zu Assmannshausen. Dieses ersetzte ebenfalls eine Zahnradbahn ist aber nun schon in dritter Generation, da die originale Bahn (Ähnlich zur alten Eckbauerbahn) 2004 durch LST mit Wopfnertechnik ersetzt wurde ^

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^ Erst einmal schauen wir uns ein wenig die Technik an ^

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^ Den Retrofit finde ich ehrlich gesagt wenig gelungen - Klar beim Alter der meisten Passagiere das im Schnitt in etwa dort liegen dürfte wie unser aller 3 Reisender zusammen muss man etwas kompromissbereit sein ... aber ich finde die Anlage hat absolut keinerlei Charme mehr ... leider ^

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^ Dennoch setzen wir uns natürlich in die Kabinen und schweben Rüdesheim entgegen ^

Unten haben wir Hunger ... uns zieht ein Restaurant an, dass im Eingangsbereich eine alte Gondel ausgestellt hat. Das ganze wird dann etwas kurios - Der Kellner ist einer vom ganz alten Schlag (über 80 Jahre auch schon alt) und erklärt unter anderem, dass er das Herantragen eines vollen Tabletts auf der Schulter noch lernen musste. Auch das Essen ist zwar nicht Weltklasse aber für ein typisches Tourirestaurant qualitativ und preislich okay. Hinterher sehen wir, dass das ganze auf Google eine Bewertung von unter 2 Sternen hat. Hauptsächlich weil viele wohl von der Art des Kellners nicht begeistert waren, v.a. weil es wohl bei viel Betrieb nicht gern gesehen ist, nur etwas zu trinken. Hätten wir das vorher gesehen wären wir wohl kaum hin - So kann Google täuschen.

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^ Nichtsdestotrotz ziehen wir weiter Richtung Busbahnhof nicht ohne uns unterwegs noch ein Eis zu gönnen ^

Erst einmal fahren wir diesmal mit dem Bus statt dem Zug zurück nach Östrich-Winkel um uns etwas "stadtfein" zu machen - Dann geht es wieder zum Bus der uns zeitlich klüger erscheint und fahren hinein in die Stadt Wiesbaden. Der Umstieg ist dann spannend ... also weniger für uns aber für andere die die Beschleunigungsfähigkeit eines Elektrobusses sichtlich umwerfend finden - Uns ist fast schon wichtiger, dass wir dort mal kurz die elektronischen Geräte laden können, denn das eigentliche Seilbahnhighlight ist ja noch garnicht gefahren...

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^ Klar ihr habt es geahnt - Die Nerobergbahn in Wiesbaden wartet. Eine der letzten verbliebenen Wasserballastbahnen und die einzige derer in Deutschland ^

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^ Vor und während der Fahrt unterhalten wir uns nett mit dem Schaffner und rauf darf man auch draussen mitfahren, da die "Steuerung" im Gegenwagen sitzt - Ist das ein waschechtes Dreischienengleis? ;-) ^

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^ Oben lichten wir natürlich erstmal den Wagen ab. 1888 errichtet werden in 3,5 Minuten 80 Höhenmeter und 440m Streckenlänge ganz stilecht überwunden - Das einzige was "stört" ist die elektrische Beleuchtung ^

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^ Wir machen dann oben eine kleine Runde denn es gibt hier am Neroberg einen Monopteros - Kenne ich schon aus der Heimat München aber dieser hier hat eine schönere Aussicht^

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^ Einen Turm der vom ehemaligen Hotel übriggeblieben ist, das leider 1989 ein Raub der Flammen wurde ^

Das von Wilhelm Opel gestiftete und nach ihm benannte Opelbad (1934) habe ich leider nicht so richtig gut abgelichtet ...

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^ Deswegen geht es in Richtung der Russisch-Orthodoxen Kirche die bis 1855 als Grabkirche errichtet wurde und teils vergoldet ist ^

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^ Wir aber begeben uns dann auch aufgrund der fortgeschrittenen Zeit zurück zur Bahn um ins Tal zu fahren aber runterwärts heisst es dann im Wagen Platz nehmen - Man sieht hier übrigens auch, dass die Bahn eine (Brems)Zahnstange besitzt - Was man nicht sieht, ist, dass auch sie unter Denkmalschutz steht wie die Anlage in Bad Reichenhall ^

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^ Bald ist die Kreuzung erreicht ^

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^ Und mit einem letzten Blick auf den Wagen müssen wir uns schon wieder verabschieden ^

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^ Denn der Bus zum Wiesbadener Hauptbahnhof wartet nicht ^

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^ Von hier aus geht es mit der S-Bahn nach Hochheim wo uns ein Bekannter erwartet - Also nicht der sondern ein menschlicher :) ^

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^ Erst einmal gibt es eine kleine Stadtführung mit tollen Ausblicken ... ^

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^ Und gemütlichem Flair mit wahren Massen an Weingütern, zu jedem weiss unser Führer eine Geschichte zu erzählen ^

Dann lassen wir uns bis zur letzten SBahn (ein ganz eigenes Abenteuer von dem ich euch im nächsten Bericht erzähle) in einer gemütlichen Weinstube nieder und uns mit Kassler, Handkäs, fachkundiger Weinberatung unserer lieben Gastgebers und netten Gesprächen verwöhnen ...! Bis es dann eben heisst heimfahren und ab ins Bett denn auch morgen ist wieder ein langer Tag ... eigentlich sogar unser längster was wir aber noch nicht wissen ...
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Re: Rhein ins Vergnügen? 18.09-24.09.2022

Beitrag von Chense »

21.09.2022 - Teil 1 - Oestrich by Night und Loreley - Touristische Gegensätze

Ab diesem Tag werden die Bilder deutlich mehr ... waren die Ziele interessanter? Ja ein wenig sicherlich! War das Wetter besser? Oh ja viel besser! Und ausserdem merkte ich dann irgendwann, dass ich villeicht doch nicht genug Filme mithabe :D

Aber ganz von Anfang an ... um etwa 22.30 saßen wir in der S-Bahn zurück nach Oestrich-Winkel froher Hoffnung gegen Mitternacht zurück in unseren Zimmern zu sein aber erstens kommt es anders und zweitens Deutsche Bahn. Schon in Wiesbaden hiess es erstmal "Wegen eines Polizeieinsatzes verzögert sich unsere Weiterfahrt" - Kurz danach dann "Schrankenstörung" und schliesslich noch die berühmte "Überholung durch einen nachfolgenden ..." ACHTUNG! "Güterzug"

Und so waren wir dann erst um kurz vor halb 1 in Oestrich-Winkel zurück und wollten nur noch ins Bett andererseits wollten wir wenigstens auf dem Weg den Ort noch ein wenig dokumentieren, muss dies doch mal ein Touristenhotspot gewesen sein und jetzt eher auf dem Gasteiner Weg ... Perfekt also für ein paar nächtliche Fotos von dem was geblieben ist (auch wenn wenigstens einer von uns dringend ins Bett wollte :D)

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^ Unter anderem wartet auf uns das Overlook-Hotel bekannt aus Stephen Kings Shining ;-) ^

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^ Leider eben vor allem sehr leere und etwas verlorene Straßenzüge ... Charme hats aber einen sehr morbiden ^

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^ Wie auch dieser Bus der schon bessere Zeiten gesehen hat ... die andere Seite erspare ich euch ^

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^ Und zuletzt kurz vor unserer Unterkunft dieses Haus gegenüber ^

Bitte nicht falsch verstehen ... Es ist nicht so, dass Oestrich-Winkel hässlich oder gar schlecht gelesen ist ... aber man sieht dem Ort vergangenen Glanz und heutige Morbidität sehr deutlich an ... leider! Würde es ihnen gönnen, dass es wieder bergauf geht!

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^ Umso besser, dass uns am nächsten Tag nach einem ausführlichen Schlaf das Wetter sehr gewogen ist als wir uns auf der rechten Rheinseite gen Norden aufmachen ^

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^ Und zwar zur Loreley - Die Sage die wohl den meisten hinreichend bekannt ist erspare ich euch ... Wenn sie jemand hören mag gerne ^

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^ Es ist da oben schon sehr touristisch aber auch solch nette Ecken finden sich ^

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^ Und die Blicke zum Rhein hinab sind unvergleichlich schön! ^

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^ Hier überlegen wir uns dann schon ob es nicht eine Skiabfahrt geben könnte ... mit solchem Panorama hätten wir sicher Spaß ^

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^ Weniger Spaß haben wir an diesem brutalen Weg zu den Aussichtspunkten ... aber gut die Massen die hier im Sommer ankommen wollen versorgt sein ^

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^ Eine Rodelbahn gibt es auch und während meine Begleiter diese nutzen gehe ich dort entlang ein bisschen hinauf und lichte diese ab ... die haben Spaß :) ^

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^ Ist jetzt nicht so, dass diese besonders spektakulär wäre aber doch nett und gut genutzt ^

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^ An der Talstation kommen wir mit den Betreibern ins Gespräch die sich als sehr nett entpuppen und uns ein wenig schauen lassen ^

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^ Ausserdem muss ich sie für diese geniale Idee wie man Not-Aus-Taster unterbringen kann loben ^

Aber wie so oft sind wir schon wieder auf dem Sprung und reisen nach kurzer Zeit weiter gen Norden
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Re: Rhein ins Vergnügen? 18.09-24.09.2022

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21.09.2022 - Teil 2 - Boppard - Der clevere Hase und sein Fairytale

Weiter geht die wilde Fahrt also und zwar bis Boppard bzw. auf die an der rechten Rheinseite gelegene Fähranlegestelle. Erst hatten wir angedacht schon etwas weiter südlich mit dem Auto zu übersetzen und dann weiter nördlich zurückzufahren aber schlussendlich entschlossen wir uns stattdessen an einem kleinen Parkplatz an einem Fähranleger genau Boppard gegenüber zu parken und zu Fuß hinüber zu fahren.

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^ Wir stehen erstmal ein wenig ratlos am Fähranleger ^

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^ Dann fällt uns plötzlich wieder ein warum wir hier gelandet sind ... die "Stadt Boppard" genannte Fähre ist inzwischen schnuckelige 130 Jahre alt und wird von einer Familie betrieben ^

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^ Erstmal lassen wir das Staunen über die Fähre aber Beiseite und tun selbiges mit dem Rhein ^

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^ Und dem Blick auf den Namensgeber der Fähre das Städtchen Boppard ^

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^ Es ist dann schon lustig anzusehen ... 1892 und noch so manches original gegen moderne Flusskreuzfahrt ... wir bleiben bei ersterem ^

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^ Auch wenn wir ja eigentlich ein anderes Ziel haben, dass wir nach etwa 20 Minuten Fussmarsch erreichen ^

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^ Wir kriegen fast schon Hunger ^

Ein wenig mag uns der dann vergehen als wir (nein wir haben nichts gegen dieselbige nur gegen den Ton!) ziemlich angeherrscht werden, dass Maskenpflicht sei und überhaupt und sowieso ... wir ziehen brav unsere Maske auf aber, dass wir das Schild übersehen haben nimmt uns die Kassiererin etwas übel scheint es. Schwamm drüber!

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^ Denn schliesslich stehen wir nur wenige Minuten später in einem echten Schätzchen. 1954 von Hasenclever erbaut ist die Doppelsesselbahn zum Vierseenblick (bzw. in dessen Nähe) noch in großen Teilen Original erhalten wie wir später wieder einmal vom Betriebsleiter erfahren ^

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^ Zuerst aber brauchen wir dringend frische Höhenluft und so schwingen wir uns galant in die Doppelsessel (die wohl teils aus Altenahr stammen und umlackiert wurden wenn wir es richtig verstanden haben) auf die knapp 1000m Lange Fahrt mit 230hm ^

Die Daten sind also recht ähnlich wie in Assmannshausen ... was aber ganz anders ist ...

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^ Dass man wenn man sich umblickt solche Blicke hat ^

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^ Eine Wechsellast gibt es auf der Strecke ... diese ersetzte wohl 2 ältere Stützen die "im Loch" standen ... wir tippen auf Leitner der BL kann es uns nicht sagen ^

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^ Und dann sind wir viel zu schnell an der Bergstation ^

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^ Noch werden wir etwas missmutig beäugt als wir dieses Stilleben aufnehmen ^

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^ Deswegen machen wir uns dann auch schnell auf die etwa 15 Minuten (bergab) zum Vierseenblick ... Der ist aber deutlich unspektakulärer als die eigentliche Seilbahnfahrt ^

Auch das Essen dort ist schon sehr zweifelhaft ... da hat man wirklich das Gefühl "Dummer Touri zahl" für 2 Meicawürstchen und ein bisschen (lieber hätte ich mehr davon gehabt der war nämlich gut und denke ich selbstgemacht) Kartoffelsalat heisst es 8,50€...

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^ Umso schöner ist es auf dem Rückweg mal die ganze Rheinschleife in all ihrer Pracht zu sehen ^

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^ Und auch bei der Talfahrt ist jener Fluss der wohl noch mehr als die Donau ein Kulturgut für uns darstellt immer wieder sehr präsent ^

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^ Was aber nicht heisst, dass wir nicht auch der wunderschönen Bahn in ihrem tollen Zustand immer wieder Blicke zuwerfen ^

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^ Tja und dann ist der Spaß auch viel zu schnell wieder vorbei ^

Unten eben wiedermal ein Plausch mit dem BL der uns so manches erzählt ...

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^ Dann "wandern" wir zurück durch Boppard zur Fähre ^

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^ Auf selbiger fotografiere ich in den Maschinenraum ... das mag der Käptn erstmal so gar nicht bis ich ihm ein wenig erkläre wieseo und weshalb und er taut ein bisschen auf und erzählt mir eben, dass die Fähre ein Familienbetrieb ist in Teilen 130 Jahre alt, quasi ein Katamaran und bis in die 1950er Jahre als Gierseilfähre betrieben wurde, wovon man noch Reste am Anleger sieht ^

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^ Und dann verabschieden wir uns mit diesem Blick von Boppard und beraten ... und beraten ... und ich werde gefühlt 3 Tage brauchen um euch die Geschichte des nächsten Ziels nahezubringen ^
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Re: Rhein ins Vergnügen? 18.09-24.09.2022

Beitrag von Chense »

21.09.2022 - Teil 3 - In geheimer Mission oder der Tag des offenen LSAPs

In Abstimmung mit meinen Begleitern werde ich die betreffende Anlage zwar vorstellen aber keinen Namen nennen - das gleiche bitte ich euch zu tun :) - der Grund ist, dass wir den Besitzer honorieren möchten, der zwar einerseits einen Lost Place offen zugänglich hält, aber andererseits es auch geschafft hat Vandalismusschäden großteils zu vermeiden. Der geneigte Vandale von heute möge (obwohl er wohl eh zu faul ist) wenigstens den Bedarf haben ein wenig zu recherchieren um diesen Platz zu finden.

Der geneigte seilbahnaffine Leser hier wird wissen, wohin es uns verschlagen hat und jeder andere darf gerne per PN nachfragen :)

Nun aber Richtung Bericht ... nach Boppard sind wir kaputt aber ich habe da ja noch etwas ausgesucht und nach kurzer Beratung entscheiden wir uns, dass das ganze abends sicherlich spannender anzusehen ist als am nächsten Morgen.

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^ Bevor wir dorthin kommen wo wir wollen hält uns aber erstmal ein "Gesperrt"-Schild auf wie ich schon vermutet habe und so müssen wir vom Parkplatz an einer kleinen Straße im Nirgendwo ein gutes Stück gehen ^

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^ Etwa 30 Minuten später erwartet uns dann aber ein erstmal unscheinbares Gebäude mit einem Hinweis einer Holding der in etwa (da ich ihn wohl tatsächlich nicht fotografiert habe) lautet: "Sie dürfen das Gelände gerne betreten, zerstören Sie aber nichts und gehen Sie nicht in gesperrte Bereiche oder das Gebäude" - Der Aufforderung folgen wir gerne ^

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^ Und dann stehen wir vor etwas wo wie mein lieber Kollege wieder mal sagen würde "Da ist der Schuh ab" ^

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^ Seit inzwischen 1979 steht dieser Standseilbahnwagen so da wie er da steht - Die Geschichte geht aber natürlich viel weiter zurück, denn die Anlage wurde 1887 als Wasserballastbahn eröffnet ^

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^ Die Anlage war durchaus steil denn auf 520m Länge wurden mit einer Steigung von 50% (Achtung Rechenarbeit ;)) 260 Höhenmeter überwunden ^

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^ Von oben bzw. dem höchsten öffentlich zugänglichen Punkt erkennt man dann auch gut wie der Zahn der Zeit am Fahrzeug genagt hat (für uns sind alle Schäden zum großenteil alters- und nicht Vandalismusbedingt) und wie lange man schon stillsteht ^

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^ Es gibt auch eine nette Aussichtsterasse ... denn einst erschloss man ja ein Hotel - Die Bahn war bis zur Betriebseinstellung gut ausgelastet doch der TÜV entschied dann, dass Sicherheitsmängel zur Betriebseinstellung führen müssten. Kurioserweise wurde im gleichen Jahr eine weitere Standseilbahn (okay eigentlich technisch ein Schrägaufzug) in unmittelbarer Nähe eröffnet ^

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^ Ganz hinten versteckt sich dann ein Mann mit Hut ... ^

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^ Denn der ist deutlich kraxelfreudiger als ich (kurzzeitig kommt er sogar auf die Idee man könnte ja die Trasse abgehen und einer holt uns unten ... eine Trasse die ich inzwischen kaum mehr ohne Sicherung begehen würde wenn ich ehrlich bin) und will ein wenig Technik ansehen ... Hier sei nochmal erwähnt - Wir haben uns aufgrund der "Einladung zum Ansehen" an alle Reglemente gehalten ^

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^ Ich widme mich derweil dem was oben noch so an Technik über ist ^

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^ Unter anderem eine Umlenkscheibe mit Seil ... komischerweise wundert mich das hier garnicht während ich beim Ausflug in den Pyrenäen zu einer stillgelegten Standseilbahn den ich vor kurzem dokumentiert habe wundere warum das noch drauf ist ... Und Bareges steht nicht schon bald 45 Jahre ^

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^ Wohlüberlegt hat unser Kollege ein Bier mitgenommen - Unser Fahrer trinkt aber keines was ich auch gut finde und honoriere! DANKE übrigens für die vielen Kilometer die du uns zwei (fast) klaglos ertragen hast ^

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^ Auf ein Motiv vom ersten Tag muss ich natürlich nochmals zurückkommen ^

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^ Dann allerdings fordert die Jahreszeit ihren Tribut und kündigt den baldigen Sonnenuntergang an ^

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^ Und da es noch einen Aussichtsturm in der Nähe gibt wollen wir auch noch dorthin ^

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^ Und das lohnt sich denn die Abendstimmung ist wirklich schön ^

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^ Und so machen wir uns nach fast 3 Stunden Aufenthalt (wir wollten doch endlich mal früher ins Hotel oder? ... Siehe Uhrzeit und "Sonnenstand"...) auf den Rückweg ... einer war wieder mal schlau und hat eine Lampe mit ^

Wir fahren ins Hotel, dass ein "Familienappartement" hat ... wir sind zwar keine Familie aber es ist definitiv das gemütlichste das wir in den Tagen finden. Inklusive Frühstück im Irish Pub (und auch das das beste des Urlaubs). Das Abendessen gestaltet sich schwieriger - Die Gaststätte direkt neben dem Hotel ist gerade am zumachen empfiehlt uns etwas im nächsten Ort wo ich anrufen könnte - Dort sagt man uns man hätte eine geschlossene Gesellschaft aber empfiehlt uns weiter ... nach 3 weiteren solchen Anläufen finden wir dann eine Pizzeria die uns netterweise gut empfängt :) Hinkommen müssen wir übrigens auch aber unser Fahrer ist wieder einmal so nett auf Alkohol zu verzichten und zu fahren um uns einen 45-Minütigen Fussmarsch zu ersparen!

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^ Der Vorteil ist, dass wir einen Blick auf die noch in Betrieb befindliche neuere Anlage blicken können ... an diesem Abend spiele ich das erste mal mit den Belichtungsfunktionen meines Handys das ich zu diesem Zeitpunkt kaum eine Woche habe ... So kommt auch nur ein einziges halbwegs ansehbares Bild heraus ^

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^ Ganz vorbei ist es aber immernoch nicht, denn die Talstation der vorhin besichtigten Anlage befindet sich in unmittelbarer Nähe und dort sind ein paar "Denkmäler" aufgestellt ^

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^ Und da man in der Nähe der Talstation eben auch gut kurzparken kann fahren wir dorthin ^

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^ Diese ist in einem ganz anderen Zustand als die Bergstation ^

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^ Denn ein Förderverein hat es sich zum Ziel gemacht die Bahn irgendwann wiederzueröffnen - Dahin ist es sicherlich noch ein sehr weiter Weg, aber man hat es zumindest geschafft einen Wagen zu restaurieren und diesen zusammen mit der Talstation als Cafe zu nutzen ^

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^ Ein wenig kann man zumindest das Fahrwerk noch ansehen ... für alles andere ist es zu dunkel und näher ran kann man nicht, da das ganze verständlicherweise eingezäunt ist solange geschlossen ist ^

Und so fallen wir dann gegen 23 Uhr todmüde aber auch sehr glücklich ins Bett und freuen uns auf das was morgen wieder wartet ...
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Re: Rhein ins Vergnügen? 18.09-24.09.2022

Beitrag von Chense »

22.09.2022 - Teil 1 - Koblenz und Drachenfels - Wegen Doppelmayr geschlossen und Königliche Jahreszeiten

Die Geschichte ujnserer ersten Ziels an diesem Tag ist schnell erklärt ... wenn sie schon auf dem Weg liegt wollen wir natürlich auch die mit Abstand neueste Anlage auf dem Weg fahren - Die Rheinseilbahn in Koblenz jenes "technische Wunderwerk", "die stärkste Seilbahn der Welt" und wie man sie in Wolfurt noch so bewirbt (während ersteres ja noch durchaus irgendwie stimmt ist zweiteres glatt gelogen wie der geneigte Leser aus Barcelona weiss ;) )

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^ Und so stehen wir dann auch um kurz nach 10 am Parkplatz der irgendwie kurios ist ... einerseits ist da noch eine Drive-In-Teststrasse, dann irgendeine Veranstaltung und so werden wir am eigentlich riesigen Parkplatz der fast leer ist von einem Einweiser geleitet ^

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^ Da dieses moderne Ding für uns schon etwas ganz anderes ist nach den letzten Tagen nähern wir uns eher vorsichtig und schüchtern an ... was wir aber gleich mal sehen ist - Richtig keine Kabinen uns schwant böses ^

Tja und böse ist es dann auch ... aufgrund von technischen Problemen steht man heute still - Die nette Dame an der Kasse versucht uns noch soweit sie es weiss Auskunft zu geben - es sei wohl ein elektrisches Problem - und wir bieten natürlich an ein wenig mitzuhelfen aber die Kollegen haben (durchaus verständlicherweise war aber wirklich nur lieb gemeint!) kein Interesse an unserer Mithilfe oder Kontaktanbahnung mit einem Techniker der die Anlage gut kennt

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^ So bleibt uns dann nach kurzer Wartezeit nur die Entscheidung ein bisschen um die Station zu spazieren und wenigstens ein paar Blicke ins Innere zu werfen ^

Dann sind wir auch schon wieder weg, denn so wichtig noch eine Stunde und villeicht noch eine Stunde usw. auf eine Öffnung zu warten ist uns die Bahn nicht und sie steht ja definitiv noch etwas länger obwohl es zuerst hiess Abbau nach der Buga für die sie errichtet wurde. Wir haben wichtigere Ziele und für die ist so wenigstens der Zeitplan etwas lockerer.

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^ Da gibt es nämlich so eine Zahnradbahn ... eine von vieren in Deutschland - und die einzige die eine eigene Betriebsordnung - die BO-DRACH - hat ^

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^ Na klar die Drachenfelsbahn deren Talstation in Königswinter wir sehen ... bald geht es auf die 1,5km lange und 220 Höhenmeter "hohe" Reise" ^

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^ 1883 eröffnet - und damit neben der 1958 schon wieder stillgelegten Petersbergbahn die zweite Zahnradbahn in Königswinter - sind Triebfahrzeuge aus den 50ern bis späten 70ern unterwegs wir befinden uns in einem der etwas älteren ^

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^ Die Fahrt an sich ist wenig spektakulär so ehrlich sollte man sein und so sind wir auch schon am "Berg" angekommen ... ein wenig unfreundlich ist das Personal hier schon und will uns nicht mal kurz Fotos vom Fahrzeug machen lassen obwohl wenig los ist und der Zug eh stehenbleibt - Villeicht sind sie aber auch nur genervt vom "Maskenthema" (Bei der Rückfahrt erleben wir dieses leider zu der Zeit immernoch omnipräsente Thema mit einem "Verweigerer" hautnah ... ich würde wohl auch aus der Haut fahren ^

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^ Wir lassen uns aber natürlich nicht die Laune verderben und schauen auf den Namensgeber des Berichtes - Wieder mal ist der Ausblick fantastisch und das ist ja auch ein guter Grund hier rauf zu fahren! ^

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^ Danach falle ich fast vom Glauben ab ... neben mir ist eine Schülergruppe unterwegs die einen Ausflug macht - Diese sind wohl mit dem Zug vor uns raufgefahren und haben jetzt "eine Stunde Freizeit" - Die Lehrerin bittet die die mitwollen hoch zur namensgebenden Ruine Drachenfels die man hier von unten sieht mitzugehen - "Eh Oida wenn ich da raufgehe bin ich des Todes", "Warum geht die Bahn nicht bis da rauf" höre ich ... ähm ja ich bin eine "faule Sau" und nicht der fitteste aber die paar Höhenmeter gehe ich gerne und in dem Alter sowieso noch viel lieber :D aber jedem das seine ihr verpasst was :) ... die Schülergruppe sollte uns nochmal begegnen darum auch die Erwähnung ;) ^

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^ Denn nach nur 20 Minuten sehr gemütlichen Gehens mit ein paar Fotostopps stehen wir oben ^

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^ Alleine dass man von hier bis nach Bonn und sogar den Kölner Dom sieht ist es wert ... der Zoom ist leider dank Handy nicht so sehr gelungen, dass er herzeigbar wäre ^

Wir entscheiden uns dann und da sind wir wieder bei den Jugendlichen - rauffahren ist toll runter kann man auch gehen wenigstens ab der Mittelstation am Schloss (dass wir mangels Zeit nicht besuchen)

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^ Und wir finden sowas ja eh viel interessanter! ^

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^ Lassen uns Zeit um die Ausweiche zu fotografieren ^

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^ Und warten auf den nächsten Zug um diesen mit Brücke perfekt ins Bild zu bringen ... nur ist da dann eben wieder jene obengenannte "Horde" unterwegs ... blöderweise rennen die nämlich genau in dem Moment in dem das Fahrzeug kommt wie gestörte an uns vorbei :) Sie haben ihren Spaß - Ich natürlich weniger weil ich nur diesen späten Shot ohne zu vielen Menschen aufs Bild kriege ^

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^ Weiter geht es dann talwärts an der "Nibelungenhalle" vorbei ^

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^ Dann entspinnt sich ein leichtes Missverständnis zwischen uns zweien (ja wir sind nur 2 - einer wollte dann doch mit der Bahn talwärts fahren) - "LINKS" "RECHTS" "LINKS" ... okay doch rechts mal probieren ... ist eine Sackgasse aber dafür eine Brücke über die Bahn hat sich also gelohnt ^

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^ Kurz darauf sind wir an der Talstation und sehen dieses Ausstellungstück - Eine Lok die früher einmal die Traktion erbracht hat ^

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^ Obwohl mich das Maske auf - Maske ab inzwischen nervt hat mein Kollege etwas entdeckt für das ich das auf gerne wieder in Kauf nehme - ein funktionsfähiges Modell der Zahnradbahn im alten Zustand ... da wirft man dann auch gerne das "Fuffzgerl" oder war es ein Euro? ein ^

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^ Unser Kollege ist auch angekommen und so machen wir uns auf den Weg zurück zum Auto ^

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^ Allerdings nicht ohne uns zu fragen was wir für Esel sind so eine Tour zu machen ... oder denkt der Esel was sitzt denn der Esel da auf mir? :) ^

Und dann heisst es wieder eine Stunde fahren ... Wo es hingeht? Die meisten werden es wissen :) Davon aber ein andermal
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Re: Rhein ins Vergnügen? 18.09-24.09.2022

Beitrag von Chense »

22.09.2022 - Rheinseilbahn Köln - Verdamp lang her

In Köln war ich vor unzähligen Jahren schonmal aus "beruflichen" Gründen ... von damals habe ich keinen allzutollen Eindruck. Auch persönlich habe ich über meine Grossmutter eine entfernte Verbindung - denn ihr Vater war soweit ich das noch nachvollziehen kann garnicht weit vom heutigen Ziel angestellt.

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^ Heute geht es aber nicht um die Vergangenheit sondern um den heutigen Tag - Zumindest indirekt ... und so stehen wir dann in Köln ganz modern im Stau und werden von Straßenkünstlern unterhalten ^

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^ So halbwegs pünktlich schaffen wir es aber dann doch noch einen Parkplatz zu ergattern der sogar kostenlos ist und in der Nähe unseres Ziels ist ... nämlich unter der Zoobrücke ^

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^ Unterwegs lockt ein ICE-Bahnhof der deutschen Bahn ... okay ist doch nur eine Kleinbahn aber der Zustand ist besser ;) ^

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^ Und dann stehen wir vor der Rheinseilbahn Köln - Nicht zu verwechseln mit Koblenz - denn diese ist nicht wegen Doppelmayr geschlossen wie man sieht ^

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^ Ein wenig Zeit haben wir noch also warten wir unter der Trasse auf die sehr verschieden bemalten Gondeln ... Polizei ... Radio ... alles dabei ^

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^ Und schauen so gut es von der Station im Rheinpark geht auf die Trasse ^

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^ Aber dann heisst es doch hineingehen ... interessant für uns ist natürlich die Anlage an sich - 1957 von Pohlig errichtet fährt hier noch relativ originale Technik mit einer Doppelklemme in Wurfhebelausführung und natürlich eine ZUB ^

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^ Nicht ganz so original ist die Steuerungstechnik ^

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^ Und dann schweben wir durch die Gegend in gemütlichen 4er Kabinen ^

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^ Dieser Blick wäre heute fast nicht mehr möglich - denn ... ^

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^ 1963 wurde die Zoobrücke gebaut und infolgedessen die Seilbahn erstmal teilweise demontiert und "zum Abriss freigegeben" ... Nach Initiative verschiedener Gruppen wurde aber stattdessen die Station im Rheinpark verlegt, eine Stütze verschwenkt und die heutige 935m Lange Trasse gefunden die zwar effektiv keine Höhenmeter überwindet, diese aber mit 2,8m/s ^

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^ Kurz darauf sind wir dann auch schon linksrheinisch angekommen wo sich auch der Antrieb befindet ^

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^ Eigentlich wollen wir nicht in Richtung Zoo sondern nur in Richtung Essen ... das wird dann ein Döner aber der macht ja schöner als dieses Bild ^

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^ Immerhin können wir dann ein wenig Versteck mit der Bahn spielen ^

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^ Ich meine dann noch in gefährlicher Mission unterwegs sein zu müssen ... man nehme den Radweg auf die Zoobrücke um andere Perspektiven zu finden ... keine gute Idee für so wenig Ausbeute ^

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^ Und da der Betriebsschluss naht sitzen wir auch schon wieder in der Kabine und lassen uns über den Rhein befördern ^

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^ Es wäre ja eigentlich eine tolle urbane Seilbahn mit durchaus passabler Förderleistung ... aber der Kollege unten hätte nicht nur fast diese Fahrt verhindert, sondern ist auch das beliebtere Mittel um den Rhein zu überqueren ^

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^ Niedere Zugseilführung gibt es übrigens auch neben all den Autos ... ^

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^ Wir sind zurück auf der anderen Seite und schlendern dann noch en wenig in den Rheinpark villeicht gibt es ja noch lohnende Motive zu sehen ^

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^ Unter anderem kommt man hier mal einer Seilbahnstütze im geliebten Betonlook ganz nah ... das streicheln unterlasse ich aber versuche wenigstens ein schönes Motiv zu gewinnen :) ^

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^ Oder die "künstlerische Intention" oberhand gewinnen zu lassen ^

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^ Ein bisschen durch den Park laufen macht die müden Beine eh wieder munter und man hat immer wieder die berühmte Stütze im Blick ^

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^ Schlussendlich geht es auch noch kurz unter die Zoobrücke ... 2 Betongiganten im Duell ... für mich gewinnt der rechte jedenfalls was die Ästhetik angeht ^

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^ Und dann ist da ja eben noch die alte Station bzw. deren Überreste die wir ein wenig anschauen möchten ... ^

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^ Hat sogar quasi einen Autobahnanschluss ;) ^

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^ Zuletzt sind wir dann noch am Kölner Hauptbahnhof ... zumindest dürfte dieses eine Gleis der Kleinbahn nicht wesentlich weniger Kapazität haben als die Hohenzollernbrücke die ja ein ewiges Ärgernis im Bahnverkehr mit Köln darstellt ... Grund ist übrigens die Ausrichtung auf den Dom ^

Dann aber müssen wir auch Köln schon wieder verlassen ... DER GERÄT wartet ;-)
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Re: Rhein ins Vergnügen? 18.09-24.09.2022

Beitrag von Chense »

22./23.09.2023 - Wuppertaler Schwebebahn - Der Gerät

So nun ist Ostern vorbei also werden wieder Berichte geschrieben ;-)

Wuppertal ist für 2 Dinge bekannt:

1) Es gilt als ärmste und nach bösen Zungen auch heruntergekommenste Stadt in Deutschland (man "durfte" es teilweise erleben aber fühlte sich nicht schlimmer als anderswo

2) Es verfügt über ein weltweit einzigartiges Nahverkehrssystem

Punkt 2 möchte ich euch heute vorstellen aber zuerstmal zum Anfang ... Gegen 19.30 kamen wir in unserem Hotel an und natürlich war nach dem üblichen Einrichten erst einmal angedacht etwas essen zu gehen - Wie macht man das Stilecht in Wuppertal? Natürlich mit der Schwebebahn!

Der erste Teil wird eher "künstlerisch" angehauchte Bilder und die Geschichte enthalten während der zweite Teil dann eher bildlastig wird. Soviel für jene die vielleicht nicht beides auf einmal interessiert.

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^ Wir starten das "Abenteuer" an der Station Völklinger Straße die in der Nähe unserer Unterkunft liegt - Hier läuft die Bahn auch direkt über der Wupper ^

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^ Glücklicherweise gibt es hier 24-Stunden statt Tagestickets, so dass wir unsere Fahrt nach Oberbarmen - bis Vohwinkel (die beiden Endstationen) und zurück zur Völklinger Straße starten können ^

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^ 1901 wurde die Schwebebahn eröffnet und stellt seitdem zusammen mit dem O-Bus das Hauptverkehrsmittel Wuppertals dar ^

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^ Wir befinden uns an der Endstation Oberbarmen, diese wurde 2012 erneuert und beherbergt auch eine Wagenhalle und einen nahegelegenen DB-Bahnhof ^

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^ Für uns Pendelbahner ist das Laufwerk doch eher spannend anzusehen ^

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^ Wir aber machen uns von Oberbarmen dann schnell auf Richtung Vohwinkel der anderen Endhaltestelle ^

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^ Bis 1929 hiess die Bahn übrigens "Schwebebahn Barmen-Elberfeld-Vohwinkel" denn Wuppertal wurde erst zu diesem Zeitpunkt als Stadt gegründet ^

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^ Wie man sieht sind wir wieder auf dem Rückweg und passieren unsere Einstiegsstation ^

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^ Und kurz darauf auch den Hauptbahnhof in Wupppertal - Dieser hat aufgrund der Dealer und Spritzer (beides "durften" wir sehen) einen schlimmen Ruf aber eigentlich kam es uns dort ganz nett vor - 1926 wurde diese Station als Nachfolger gebaut und ist der zentrale Knotenpunkt der heutigen Bahn ^

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^ Ich spiele derweil mit den Belichtungen meines neuen Handys rum - Interessanter ist dass wir in einem GTW 15 sitzen der neuesten Generation der Triebwägen der Schwebebahn ^

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^ Leider lassen technische Probleme den erst 2016 erstmals eingesetzten Typ in einem eher schlechten Licht dastehen ... wir entscheiden uns daher für längere Belichtung ^

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^ Nach gut 2/3 der Strecke verlässt man die Wupper kreuzt die Autobahn und taucht dann nach Vohwinkel ein ^

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^ Diesen Bahnhof sehen wir hier ... leider wiederfährt uns hier etwas das zumindest mich peinlich berührt ... ein etwa 14-jähriges Mädchen läuft uns hinterher und bittet uns immer drängender darum ihr Alkohol zu kaufen - wir tun es natürlich nicht aber schlussendlich bleibt, dass das Mädchen wohl alles dafür getan hätte ^

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^ Wir aber wollen uns die Laune dann doch nicht vermiesen lassen, kehren in einem Dönerimbiss ein und fahren zurück ^

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^ Um schliesslich gegen 23 Uhr an der Völklinger Straße zu landen ... nicht ohne uns auf dem Heimweg noch mit Getränken einzudecken ;) ^

Es folgt eine viel zu kurze Nacht bevor wir uns abermals zur Schwebebahn begeben - Die Betten waren gut, der Preis okay das Frühstück mittelmässig so ist dann früh auch mal 10.15

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^ Eigentlich wollen wir die ganze Strecke nochmal bei Tag befahren ^

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^ Wir einigen uns aber darauf Oberbarmen auszulassen und dafür kurz am Hauptbahnhof auszusteigen ... Polizeipräsenz und Drogies sind hier das Hauptklientel das soll aber keinesfalls negativ gemeint sein ^

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^ Wir aber sind bald darauf wieder im Bahnhof und steigen ein Richtung Vohwinkel ^

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^ Kurz darauf sehen wir auf den Fahrplananzeigen etwas von Sonderfahrt - Soll etwa der berühmte Kaiserwagen vorbeikommen? Wir warten natürlich! Schlussendlich ist es dann aber doch nur eine Fahrschulfahrt ^

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^ Also wieder rein in das gute Gefährt, das auf seinen 121 Jahre alten "Gleisen" erstaunlich ruhig ist ^

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^ Nach der Autobahnquerung steigen wir aus und wollen zu Fuß nach Vohwinkel laufen um ein paar Eindrücke von unten zu sammeln ^

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^ Wie zum Beispiel diese Kurvenfahrt ^

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^ Wir kommen dann auch schnell in Vohwinkel an ^

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^ Wo uns diese Ampelanlage und eine Schienenbewässerung erwarten ^

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^ Ausserdem befinden sich hier das Betriebswerk, Depot und Werkstätte, so, dass wir mitansehen können wie ein zusätzlicher Wagen eingestellt wird ^

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^ Leider müssen wir die Station aber bald wieder verlassen, da ein weiteres Highlight wartet ^

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^ Und so queren wir bald die Autobahn ^

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^ Und verabschieden uns mit Blick auf die "Wuppertaler Mauer" ... ab ins Auto und weiter heisst es! ^
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Re: Rhein ins Vergnügen? 18.09-24.09.2022

Beitrag von Chense »

23.09.2022 - Seilbahn Burg - Friends will be Friends

Warum geht es also obwohl es uns so gut gefallen hat so schnell weg aus Wuppertal? Weil da in Solingen ganz in der Nähe noch ein Schatz wartet ... 1952 von Weigmann errichtet, 1963 durch Pohlig renoviert und 2013 mit neuer Steuerungstechnik ausgestattet wartet mit der "Seilbahn Burg" die älteste noch in Betrieb befindliche Sesselbahn Deutschlands auf uns.

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^ Erstmal heisst es aber dorthin kommen und den Rest planen, denn heute Abend werden sich die Wege etwas trennen - Ich werde mit einem Kollegen weiterreisen, während der andere in Wuppertal im gestrigen Hotel bleibt und dann mit dem Zug zurückfährt ^

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^ Hasencleverstraße also ... ein wenig Ironie oder wie sind jetzt Weigmann und Hasenclever verbandelt? Zweitere Firma gibt es sogar noch also Zeit nachzufragen ^

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^ Der Empfang ist sympathisch eine nette Anlage mit einer reservierten aber kompetenten Kollegin! Was uns dann noch erwartet wissen wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht ^

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^ Wir stromern beobachtet von der Kollegin natürlich etwas um die Umlenkstation herum ^

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^ Dann aber ist es Zeit in einen der 30 Doppelsessel einzusteigen, die allesamt während der Fahrt die Wupper überqueren ^

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^ Vor uns liegen 248m Seilbahnvergnügen und 91 Höhenmeter die sich faule ersparen ^

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^ Und natürlich so einiges an "altem Glump" ^

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^ Nach dem flachen Startteil und einem Niederhalter wird es plötzlich sehr steil ^

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^ Aber das Vergnügen ist doch nicht so lang denn bald sind wir in Oberburg (von Unterburg kommend) angekommen ^

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^ Und fahren dann auch schnell (oder auch eher gemächlich) in die Bergstation ein ^

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^ Hier fotografieren wir ganz ungeniert bis wir vom Kollegen Betriebsleiter angesprochen werden ... es entspinnt sich ein sehr nettes Gespräch über alte Anlagen, neue Späße und die Frage wie man uns das Geld für die Fahrt wiederbringt (in einem Pommeseimer :D) ^

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^ Während des Gespräches dürfen wir uns auch ungehindert in der Station bewegen ^

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^ Zum Beispiel auch zum Steuerpult - Woanders schaltet man Haupt- auf Notantrieb um hier Gleichstrom (Ward-Leonard) meist genutzt auf Drehstrom ^

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^ Nach dem Stationsrundgang meldet sich Herr Hunger und wir bekommen einen Tipp - Erstmal gibt es aber nur Bier ^

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^ Und sehr schöne Blicke auf die Bahn ^

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^ Dann aber auch dieses megaleckere Schaschlik - Und nicht nur weil wir darauf eingeladen wurden - Will ich alleine diese tolle Bude als Grund für den Besuch der Seilbahn Burg herausheben! ^

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^ Die namensgebende Burg sparen wir uns dieses mal da sie gerade renoviert wird und heben uns das ganze fürs nächste mal auf und spazieren nur ein wenig rum ^

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^ Dieses Schild ist durchaus ernstzunehmen ^

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^ Wie auch unser Kollege mit den langen Armen beweist ^

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^ Kurz heisst es nochmal dem Sessel zusehen wie er durch den Garten schwebt ^

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^ Und dann schweben wir auch schon wieder gen Tal ... ^

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^ Unten wird es dann nochmal lustig ... eine Gruppe von Schülern die so ein Mörderding noch nie gesehen hat wird auf einmal von ganz laut zu ganz kleinlaut - Am Ende trauen sich aber alle und haben einen Heidenspaß - Den haben wir auch bei der gewohnt centgenauen Abrechnung der Spesen ;) Blöderweise ist nur einer so genau und wir anderen raten eher ins Blaue was wir ausgegeben haben ... ^

Anschliessend wartet dann noch ein letztes gemeinsames Ziel auf uns bevor wir uns dividieren - Danke an alle die dabei waren und gerne wieder!
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Re: Rhein ins Vergnügen? 18.09-24.09.2022

Beitrag von Chense »

23.09.2022 - Müngstener Brücke und Neuss - Ausfahrt Ischgl Nord

Nach dem Besuch in Solingen hiess es unsere Tour endgültig (fast) abzuschliessen - Aber blöderweise hatten wir da noch etwas übersehen und mussten dann noch einen kleinen Umweg machen ;)

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^ Auf dem Weg wartet nämlich die höchste Eisenbahnbrücke Deutschlands - Die Müngstener Brücke - über diese fahren oft Züge die jedenfalls teilweise in den Jenbacher Werken gefertigt wurden ... dort hat einer meiner Reisebegleiter seine berufliche Laufbahn begonnen unter anderem an genau diesen Zügen ^

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^ 1891 begannen die Arbeiten 1897 wurde dieses Wunderwerk aus Stahl (MAN) fertiggestellt ^

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^ Das größte Highlight der Geschichte lieferte aber wohl die DB ... Bis 2011 wurde die Brücke aufwändigst saniert und dementsprechend viel Geld hineingesteckt ^

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^ Es gab nur ein kleines Problem ... die DB hat dann im Bewilligungsantrag an das EBA vergessen die Fahrgäste ins Gesamtgewicht einzurechnen ... Folge? Neue Züge, Neue Brücke, Toll befahrbar - Aber die Fahrgäste brauchen den SEV ^

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^ Schlussendlich gab es dann aber doch eine Lösung und die ist Panoramisch ;) ^

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^ Eigentlich sind wir ja aber wegen was ganz anderem da als einer schnöden Eisenbahn ... man kann hier auch seilbahnfahren ^

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^ Allerdings muskelkraftbetrieben! Muskular statt nuklear ist der neue heisse Scheiss ;-) ^

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^ Gottseidank gibt es auf der Hinfahrt ein paar kleine - und auf der Rückfahrt 2 große Kinder die mir die Schinderei ersparen :D Nein war wirklich lustig aber wenn man das Ding nicht im Takt bewegt ist das garnicht mal so unanstrengend ... vor allem mit mir als Ladung :D ^

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^ Als alte Seilbahner fragen wir natürlich auch mal nach dem "Antriebsraum" ... den kriegen wir auch zu sehen ^

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^ Aber schon bald heisst es "on the road again" ^

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^ Und wenig später erwartet uns der Endgegner ... für manche ist es das Keksmonster für mich eher das was da hinten wartet ... ^

Mancher mag nun schon ahnen wo wir gelandet sind ... Die Vorgeschichte? Ich hatte erst alleine dann mit einem guten Kollegen für den Herbst 2022 eine "Nach-Corona-Alte-Seilbahnen-Quer-Durch-Deutschland"-Reise geplant ... zwischendrin wollte mein immer gerne gesehener anderer Reisebegleiter die Pläne mal sehen und ich ihn fragen wo es noch interessantes gibt ... dann kam wie immer und am Anfang schon gesagt alles zueinander und wir waren zu dritt unterwegs ... wenige Tage vor der Abreise fragte letzterer Begleiter sehr bestimmend "Hey machen wir uns nen Spass?" "Klar immer" "Dann machen wir doch aus der Reise die Suche nach dem deutschen Gletscher" ... und so landeten wir am Ende am wohl letzten deutschen wachsenden Gletscher ... dem in Neuss ;)

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^ Ja griabig is des scho ge wennst do a moi so gonz oipenländisch begriasst weasd ge da hausd di nieda do im scheenen Soizburg ... Bist froh dassd ned im Diroil bis ... Weil bischd a Diroiler bischd a Mensch bischd koa Diroiler bischd a Oaschloch ^

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^ Nach einer kleinen Runde durch die anheimelnde und garnicht touristisch geprägte Halle findet sich dann auch ein ganz origineller Biergarten in dem für echte DIROILER a Bier ausgschenkt wird und der bayrische Nationalsport Masskrugstemmen darf auch ned fehlen ;) ^

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^ Aber eigentlich sind wir ja aus anderen Gründen da ... ein bisschen nett bei den Kassen nachfragen und wir dürfen im Rahmen eines Spezialprogramms auch ohne Ski ein bisschen in das weisse Wunder ^

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^ Es ist ja nicht so, dass wir Piefke wären oder ganz blöd uns das anzutun :D Spaß hats gemacht wie man sieht ;) ^

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^ Dann kosten wir doch noch den echt alpenländischen Biergarten aus und nach einem köstlichen Bier (ähm ja ernsthaft geschmeckt hat das wie Jever in nem Masskrug ...) geht es dann zum Auto ^

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^ Aber nicht ohne noch eine Spur dahin zu hinterlassen wo das Skifahren noch Stil hat ^

Ja war lustig mal in Neuss vorbeizuschauen und einer von uns 3 möchte auch die nächste Sommertour genau da und mit Ski beginnen ... ich werde mich dem ganzen genauso wie der Gastro verwehren ... und dann warten noch etwa 300km (richtig gerechnet? Hoffe ich) Fahrt auf uns zumindest auf 2 denn einer steigt ja wie schon angekündigt früher aus
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Re: Rhein ins Vergnügen? 18.09-24.09.2022

Beitrag von mafikS »

Vielen Dank! Tolle Reportage und wirklich gute Bilder!
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Re: Rhein ins Vergnügen? 18.09-24.09.2022

Beitrag von Skifahrer »

Danke für die Berichte! Bei einer Sache muss ich Dich aber korrigieren:
Chense hat geschrieben: 26.11.2023, 21:16 ^ Mein Begleiter ist mehr als begeistert - Ist aber auch kein Wunder. Die Bahn ist die letzte in Betrieb befindliche aus dem Hause Karl Peter und wurde 1953 eröffnet - Und die im Fels verankerte Stütze ist Kult ^
Die Laberbergbahn in Oberammergau ist ebenfalls noch in Betrieb und von Karl Peter, auch wenn es eine fixe 2S- und keine Pendelbahn ist... ;)
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Re: Rhein ins Vergnügen? 18.09-24.09.2022

Beitrag von Chense »

Skifahrer hat geschrieben: 27.11.2023, 18:57 Danke für die Berichte! Bei einer Sache muss ich Dich aber korrigieren:
Chense hat geschrieben: 26.11.2023, 21:16 ^ Mein Begleiter ist mehr als begeistert - Ist aber auch kein Wunder. Die Bahn ist die letzte in Betrieb befindliche aus dem Hause Karl Peter und wurde 1953 eröffnet - Und die im Fels verankerte Stütze ist Kult ^
Die Laberbergbahn in Oberammergau ist ebenfalls noch in Betrieb und von Karl Peter, auch wenn es eine fixe 2S- und keine Pendelbahn ist... ;)
Danke für die Korrektur ;-) da ist mir eben genau das Wort "Pendelbahn" irgendwie verschwunden ... die Laberbahn kenne ich auch gut und werde sie sicherlich bald mal wieder besuchen ... hoffentlich dieses mal auch zum Skifahren!
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Re: Rhein ins Vergnügen? 18.09-24.09.2022

Beitrag von Chense »

24.09.2022 - Waldecker Bergbahn - Bonus

Und nun wird dieser Bericht auch endlich einmal abgeschlossen - Dankenswerterweise durfte ich bei den Eltern meines verbliebenen Reisebegleiters übernachten und so konnte ich mit diesem noch ein Stück Richtung Osten mitfahren bevor es hiess sich zu trennen. Als letzter Programmpunkt wurde dann einstimmig die Waldecker Bergbahn auserkoren.

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^ Schon sind wir an der Talstation der 1961 von PHB errichteten 2-EUB angekommen ^

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^ Ein Blick auf die 650m lange Trasse auf der 120hm überwunden werden ^

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^ Und schon geht es los und uns (bzw. mir denn aus Gewichtstechnischen Gründen haben wir uns auf 2 Gondeln verteilt) schwebt eine nach der anderen der formschönen Kabinen entgegen die so bis zuletzt auch noch am Eckbauer in Betrieb waren ^

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^ Über 7 Stützen geht es gemächlich mit 2,5 m/s (oder an diesem Tag sogar aufgrund des geringen Andrangs etwas weniger) dem Ziel entgegen ^

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^ Da man an der Bergstation nicht besonders redselig war - was ja auch nicht immer sein muss - liessen wir diese gleich hinter uns und begaben uns ^

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^ auf den kleinen Anstieg durch die Gemäuer die noch älter sind als die Seilbahn ^

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^ Um auf der Burg Waldeck die das Hotel Schloss Waldeck beherbergt zu landen ^

Eine Besichtigung sparten wir uns aber auch hier, denn allzuviel Zeit war für diesen Besuch nicht eingeplant und zumindest ich bin der Meinung kennst du ein so ein altes Gemäuer kennst du die meisten :D

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^ Lieber genossen wir ein bisschen die Aussicht zum Edersee hinunter ^

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^ Oder durchs Kanonenrohr hindurch ^

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^ Dann ging es auch schon wieder talwärts - Die Trassierung ist ziemlich spiegelgleich zur Seilbahn Burg ... Erst flach über einen Rücken dahin ^

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^ Um dann steiler gen Tal abzuknicken ^

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^ Begannen wir diese Reise mit einer Giovanolaklemme so endet sie auch damit ^

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^ Hier aber noch mit schiefer Ebene ^

Da sonst nicht besonders viel mehr zu holen war begaben wir uns zum Auto und fuhren gemütlich gen Osten ... in einem Vorort von Kassel stieg ich schliesslich aus und wechselte in den Regionalzug nach Wilhelmshöhe wo ich mir die Wartezeit auf den ICE nach München mit einem der schlimmsten MCD den ich je besucht habe "versüssen" durfte ... Aber die Reise war trotzdem toll und so kam ich nach 7 Tagen wieder mehr oder weniger entspannt und um einige Erfahrungen reicher in München an!
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