Durch die Lage mitten auf einer vergleichsweise schmalen Insel im Pazifik ergeben sich aber dennoch einige Unterschiede zum europäischen Pendant. So fliessen die Gletscher auf der niederschlagsreichen Westseite bis fast auf Meereshöhe hinab. Auf der trockenen Ostseite schliesst sich mit dem Mackenzie Country eine fast schon steppenartige Hochebene an, auf der sich auch mehrere grosse Seen finden, die sich in Nord-Süd-Richtung erstrecken.
Der östlichste der drei grossen Seen ist der Lake Tekapo, an dem sich nicht nur der gleichnamige Ort befindet, sondern auch ein kleiner Flugplatz. Dieser ist Heimat der Fluggesellschaft Air Safaris, die von hier aus die Rundflüge anbietet. Aufgrund der extremen Wind- und Wetterverhältnisse ist es häufig ein grösseres Abenteuer, die Alpen mit den kleinen Maschinen zu überschreiten. Nicht selten führen die Flüge daher ausschliesslich entlang der Ostseite.
Ganz spontan konnte ich damals jedoch an einem Tag mit perfekten Wetterverhältnissen noch einen letzten Platz auf einem Rundflug ergattern. Kein Schnäppchen, aber die Wahrscheinlichkeit, am anderen Ende der Welt nochmal eine solche Gelegenheit zu haben, ist überschaubar. Nachfolgend einige Impressionen von diesem einmaligen Erlebnis, das für mich auch knapp acht Jahre später nach wie vor unvergesslich bleibt.

Die Maschine von Air Safaris, mit der es einmal über die Südalpen und wieder zurückgeht.

Das Südufer des Lake Tekapo mit dem gleichnamigen, kleinen Ort.

Die einzige grössere Insel im Lake Tekapo trägt den Namen Motuariki.

Die Landschaft rund um den See wirkt aufgrund der vorherrschenden Trockenheit recht trostlos, irgendwie aber auch faszinierend. In der Nähe befindet sich auch ein kleines Skigebiet.

Wie ein Gemälde zieht sich der Godley River durch die Landschaft und mündet schliesslich in den Lake Tekapo.

Oberer Verlauf des Godley River mit zwei Gletscherseen.


Und nach rund 20 Flugminuten tauchen auch schon die ersten Gletscher auf. Man möge es mir verzeihen, aber ich kann nach all den Jahren die genauen Namen nicht mehr rekonstruieren.



Die Flugroute führt uns nun weiter nach Westen, vorbei am majestätischen Gipfel Elie de Beaumont in Richtung des Aoraki/Mount Cook.


Um diesen geht es daraufhin einmal komplett herum.



Dabei wird dann auch ein Blick auf die - wie üblich - wolkenverhangene Westküste möglich. Sonnige Tage sind hier sehr selten, die Gegend ist mit den tief hinabfliessenden Gletschern Fox und Franz Josef aber trotzdem sehr touristisch.

In die Gegenrichtung fällt der Blick auf den Mount-Cook-Nationalpark. Vorne der Hooker Lake, dahinter der Mueller Lake und links hinten der lange Lake Pukaki. Der Nationalpark ist auch zum Wandern ein Paradies.

Im Nachbartal fliesst der mit (noch) 27 Kilometern längste Gletscher Neuseelands, der Tasman Glacier, in Richtung Süden.


Nochmals das Hooker Valley mit dem gleichnamigen See.

Tasman Lake mit gleichnamigem Fluss, der in den Lake Pukaki mündet.

Letzterer schimmert am Horizont. An seinem Westufer entlang führt eine der wohl bekanntesten Strassen Neuseelands bis in den Mount-Cook-Nationalpark.


Wenige Flugminuten später hat die Landschaft wieder komplett gewandelt. Vorbei am herbstlichen Lake Alexandrina geht es nach einer guten Stunde wieder zurück zum Flugplatz.

Anflug auf die Landebahn.
Zum Mitfliegen: https://www.google.de/maps/@-43.7962921 ... ?entry=ttu

