Frohes Neues euch allen!
Dritter Skitag, drittes Land. Nach Nauders und Schöneben ging es heute zum Jahresbeginn nach Scuol.
Leider hat es über Nacht bedeutende Schneefälle gegeben. Am Berg, so schätze ich, kamen knapp 30cm zusammen. Im Tal dürften es knapp 10cm gewesen sein. Wer mich kennt weiß, ich hasse Neuschnee wie die Pest. Für mich nach wie vor mit Abstand der schlechteste Schneezustand. Auch heute spürte ich das wieder deutlich.
Die Hauptpisten wurden vor Betriebsbeginn erfreulicherweise noch einmal präpariert, auch wenn der Nutzen nur minimal war. Die Pisten waren dennoch brutal weich, sodass man bei jedem Schwung einsank und aufgrund des unerwarteten großen Andrangs in der Früh waren die Pisten bereits um 09:00 Uhr völlig zerstört. Leidglich die flacheren Abfahrten "Autobahn" an er Mot da Ri-Sesselbahn sowie die Talabfahrt nach Ftan und die flachen Abfahrten an den beiden 6KSBen waren vernünfitg befahrbar. Die anderen Abfahrten von Clünas nach Jonvrai waren alle katastrophal. Am Nachmittag kam unter dem Neuschnee überalle Eis durch. Leider fuhr ich die Traumpiste untertags nicht. Ein Fehler, denn bei meiner Talabfahrt auf 15:30 Uhr war die Abfahrt immer noch verhältnismäßig gut und weitaus besser, als die meisten Abfahrten im Hauptgebiet.
Der Andrang war von der Früh weg sehr groß. Es ist schwierig einzuschätzen, aber ich denke, im Vergleich zu Nauders und Schöneben war es hier fast am vollsten. Liftwartezeiten hatte ich aber keine. Diese gab es nur am Naluns-Sessel, den ich dann im Mittagsloch gefahren bin. Die Hauptabfahrten am Naluns-Sessel sowie nach Jonvrai waren unangenehm voll. Auch die Talabfahrt nach Ftan war phasenweise ziemlich voll.
Das Wetter war in der Früh sehr gut und verbreitete durch die Schneefälle eine schöne Winterstimmung. Dazu war es deutlich kälter, als an den Vortagen. Auch der Wind wehte wieder spürbar. Gegen Mittag verschlechterte sich das Wetter dann und ab ca. 14:00 Uhr war die Sicht dann so diffus, dass die Bodensicht nicht mehr gegeben war. Interessanterweise kam diese dann auf der lichttechnisch am Nachmittag eher ungeschickt gelegenen Traumpiste bei meiner finalen Talabfahrt wieder zurück.
Gefallen:
Nicht gefallen:
Daher: Mit etwas wohlwollen, da ich Scuol eigentlich sehr mag
Bilder:
Die Winterstimmung am Morgen war genial schön. In dieser Hinsicht war das ein wirklich schöner Jahresauftakt. Skitechnisch vermochte der Tag aber nicht zu überzeugen. Hier an der Bergstation der Naluns-Sesselbahn
Alle Hauptabfahrten wurden in der Früh noch einmal gewalzt.
Dennoch waren insbesondere die Abfahrten nach Jonvrai ein Graus, da sie viel zu weich waren. Bei jedem Schwung sank man auch auf der nachpräparierten Piste unangenehm tief ein.
Blick von der Mot da Ri-Bergstation zum Champatsch
Sehr schöne Morgenstimmung an der Autobahn. Auf dieser flachen Abfahrt konnte man etwas besser fahren, da man mangels Gefälle ja natürlich auch weniger Druck auf den Skiern braucht
Die Abfahrt Mot da Ri - Naluns war hier wiederum nicht so schön.
Jovrai
Die Clünas war noch die beste Abfahrt nach Jonvrai runter, wenngleich auch sie schon sehr mühsam war
Die beiden schwarzen Abfahrten am Mot da Ri-Sessel waren nicht frisch präpariert. Im Vergleich zu den präparierten Pisten machte dies aber kaum einen Unterschied
Die Nateas ging am Vormittag noch verhältnismäßig gut
Auch der Hang nach Prui machte gegen 10:00 Uhr noch Spaß.
Bergstation Clünas
Oberer Teil der Talabfahrt nach Ftan. Ich machte hier mehrere Abfahrten. Es wurde aber leider von Mal zu Mal voller und schlechter. Zu Beginn war es hier aber noch sehr gut, da erstmal alle Skifahrer nur oben Ski fuhren.
Weiterer Verlauf der Talabfahrt nach Ftan. Schöne Winterstimmung hier
Hübsches Dorf Ftan
Blaue Abfahrt an der Salaniva-Sesselbahn. Diese Abfahrt lohnt nicht
Weiter unten auf dieser Abfahrt
Die rote Naluns-Abfahrt war noch kaum befahren und war daher recht gut.
Blick auf Motta Naluns. An der 6KSB gab es, wie so oft, lange Schlangen. Auch hier wurden die Sessel nur sehr sporadisch aufgefüllt
Auf der Derby-Talabfahrt. Eigentlich eine wunderbare Abfahrt. Heute konnte sie aber nicht überzeugen. Sie war schon ziemlich zerfahren und häufig eisig.
Weiter unten auf der Derby-Talabfahrt
Das letzte Stück kurz vor der Talstation in Scuol war wieder schön, entschädigte aber nicht für den restlichen schlechten Zustand der Abfahrt
Während der Mittagsruhe fuhr ich auch die blaue Abfahrt am Naluns-Sessel. Die Abfahrt war schon sehr zerfahren, ging aber aufgrund der Flachheit natürlich dennoch gut
Ausblick Champatsch
Pistenstart an den Champatsch-SL. Aufgrund des Neuschnees machten die Abfahrten dort nur sehr bedingt Spaß.
Immerhin wurden am Champatsch alle Abfahrten, außer der Blauen, noch einmal präpariert
Blick zur Talstation der Champatsch-Skilifte
Rückbringerabfahrt vom Champatsch nach Jonvrai
Ab 14:00 Uhr war im Hauptgebiet die Sicht so diffus, dass keine Bodensicht mehr vorhanden war. Skifahren machte so noch weniger Spaß. Sodann fuhr ich Richtung Traumpiste. Auch wenn es auf dem Bild so nicht rauskommt, war hier wider Erwarten die Bodensicht wieder absolut brauchbar. Generell war die Traumpiste in einem im Vergleich zu allen Abfahrten vergleichsweise gutem Zustand. Es war ein großer Fehler, diese Abfahrt nicht tagsüber schon gefahren zu sein.
Traumpiste
Traumpiste
Traumpiste
Letzter Teil der Traumpiste mit Blick auf Sent
Schöner Blick von der Traumpiste in Richtung Scuol. Die Traumpiste entschädigte zum Ende des Skitags doch noch einmal für die vielen schlechten Abfahrten im Hauptgebiet.
Fazit:
Die Winterstimmung am Morgen war sehr schön. Skitechnisch war das heute aber ein gebrauchter Tag. Neuschnee taugt mir einfach überhaupt nicht. Es darf ja gerne den ganzen Winter schneien, aber spätestens 2 Tage vor meiner Anreise darf es dann gerne aufhören
Die Pisten waren neuschneebedingt in einem sehr schlechten Zustand. Verwunderlich fand ich, wie großflächig hier im Tagesverlauf Eisplatten zum Vorschein kamen. Dies war weder in Nauders, noch in Schöneben der Fall. Offenbar war der Pistenzustand in Scuol viel schlechter, als in den beiden vorgenannten Gebieten.
Die Traumpiste am Nachmittag entschädigte etwas für den gebrauchten Tag.
Aber sehen wir es positiv: Nachfolgende Skitage in diesem Jahr haben es nicht all zu schwer, den ersten Skitag des Jahres zu toppen
