Problem Kamikaze-Fahrer

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Turms
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Re: Problem Kamikaze-Fahrer

Beitrag von Turms »

Interessant...Ich denke, dass neben den Kamikaze-Fahrern viele Unfälle von der Frage „sollen wir ein bisschen im Snow-Park?“ ausgehen.
Der Proclou Sesselift in Avoriaz geht neben dem Snowpark. Es ist kaum zu fassen, wie viele Menschen man sieht, die springen und tricks wollen, obwohl offensichtlich ist, dass sie nicht gut fahren können.
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Nur ein Snowboarder kennt dieses Feeling. Und wenn du es einmal selbst gefühlt hast, ist es unmöglich, nicht mehr zu wollen. Es macht so süchtig, dass es eigentlich illegal sein sollte, aber das ist es nicht und deshalb machen sie so gute Snowboards, dass du nach dem Fahren darauf alles verkaufen und in die Berge ziehen willst, weil ein Mann ein Gleichgewicht in seinem Leben haben muss, und dieses Gleichgewicht sollte 80% Snowboarden und 20% Arbeit sein.
Es sei denn natürlich, es schneit sehr stark, in diesem Fall ist es 100% Einsatz - jeder sagt, wenn du erfolgreich sein willst, musst du dich einsetzen - für den Spaß am Fahren mit deinen Brüdern.
Downhill26
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Re: Problem Kamikaze-Fahrer

Beitrag von Downhill26 »

extremecarver hat geschrieben: 01.02.2026, 21:31
sheridan hat geschrieben: 01.02.2026, 20:54 Mir ist letztens eine dumme Situation passiert. Vor mir fährt Pisten-mittig einer +/- gleiches Tempo, ich etwas dahinter im rechten Drittel. Vor mir taucht dann ein Kind am rechten Pistenrand auf, das nach oben schaut, rechts davon aber sicher noch 3m Platz. Daher mein Plan, rechts vorbeizufahren. Jetzt dreht aber der andere Fahrer aus der Mitte voll nach rechts zu dem Kind, anscheinend waren die zusammen. Gab vorher aber keine Indikation darauf. Der Typ fährt aber so weit nach rechts - vllt 1m zum Rand - dass ich nicht mehr ausweichen kann. Also schön "den Sack zugemacht". Für einen Richtungswechsel war es dann zu spät. Ich bin ihm dann über die Latten drübergefahren, zum Glück sonst nichts passiert. So schnell wird man zum Pistenrowdy .. aber irgendwie hat mich das etwas ratlos hinterlassen.
Das ist halt deinerseits die FIS Regeln eindeutig nicht kapiert - solange der vor dir nicht bergauf gefahren ist. Man muss immer damit rechnen dass jemand vor einem die Richtung/Schwungart abrupt ändert - und dafür genug Abstand lassen.

Und ja meist ist ein Unfall halt weil jemand unerwartet reagiert und jemand anderes nicht damit rechnet.

Und außen überholen ist meist weniger Ausweichmöglichkeiten wie innen. Aber ja Ich lasse meist 1-2m Platz wenn Ich quasi volle Breite über die Piste carve sollte doch unerwartet jemand außen vorbei wollen. Aber ich sehe mehr zusammen Stöße außen wie mittig auf Pisten. Mittig hat man halt zwei Möglichkeiten
1-2m sind aber auch nicht viel....

Manchmal schaltet auch die Intuition schneller als das Bewusstsein:
Mir ist da mal was Verrücktes passiert. Eine eher flache Talabfahrt mit tiefem Sulz. Ich fahre am Pistenrand, als ich weiter unten einen Skifahrer stehen sehe. Plötzlich macht er einen Zucker Richtung Pistenmitte.
Ohne nachzudenken, ziehe ich intuitiv nach außen zum Rand. Doch im selben Moment bricht er seine Bewegung ab und bleibt wie angewurzelt stehen. Das Ganze endete in einem Slapstick-Moment: Ich kam genau auf seiner Höhe zum Stillstand – und zwar so, dass er direkt zwischen meinen Skiern stand. Da steht man dann erstmal dumm da...
Erst später habe ich realisiert, was eigentlich passiert war.
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Re: Problem Kamikaze-Fahrer

Beitrag von extremecarver »

1-2m sind genug damit ein guter Skifahrer vorbei kommt. Und mehr ist auf steilen Pisten oft nicht möglich will man ohne andriften carven, selbst bei Cross under. Mit ordentlich cross over geht's eh nicht auf schmalen steilen Pisten ohne andriften.
Bzw geht's evtl schon aber dann ist nach 3-4 Steilhängen die Muskulatur fertig für den Tag. Man kann die Muskulatur ja locker mit 2x300HM für den ganzen Tag ausreizen, halt Einsatz wie bei einem Slalom Skirennen. Ist halt wenig sinnvoll will man länger fahren.

Ich vergleiche das mit dem Abstand etwas mit Windschatten fahren am Rennrad. Gibt guten Grund warum man das nicht einfach macht ohne Absprache bzw wissen wie gut die anderen fahren. Die Abstände bei der Tour de France etwa ich würde da als mittelmäßiger Rennradfahrer absolut alle gefährden da ich es nicht schaffe quasi ohne jegliche Watt Veränderung zwischen sitzen und wiege tritt zu wechseln. Also ganz abgesehen von der fehlenden Power... Bei Gruppenfahrten mit anderen hobetten lässt man halt 10-20cm mehr Abstand wie die Profis - seitlich wie sich vorne... Dann ist es verkraftbar wenn jemand beim aufstehen kurz variiert in power. Wenn jemand aber überhaupt keine Ahnung hat wie man vernünftig wechselt oder ausweichen bei gulli usw dann brauchts nochmal deutlich mehr Abstand... Sprich das übliche erst Mal Druck weg vom Pedal auf harten Gang, dann aufstehen und mit viel Power reintreten, das geht nicht gut in einer Gruppe...
Daher sind bei Amateur Rennen auch so viele Unfälle. Keiner weiß das Niveau der anderen zu Beginn aber Abstand eng um jedes Watt zu sparen...

Beim Skifahren kommt halt noch dazu, hat der vor mir mich überhaupt wahrgenommen? Wenn nein ists gefährlich weil der dann ja keinen Grund hat gleichmäßig zu fahren. Gerade bei Situation leere Piste. Wenn ja weiß man noch immer nicht was der zusammen fährt. Das meiste ist dann Intuition. Und natürlich habe ich auch schon viele Situationen gehabt wo es eng wurde und meine Schuld. Gerade weil man denkt der Vorfahrende hat einen wahrgenommen und fährt entsprechend.
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Re: Problem Kamikaze-Fahrer

Beitrag von smiletoyou »

Spannendes Thema. Für mich ist es immer noch ein Unterschied, ob jemand mit entsprechendem Können schnell fährt oder eben nicht. Diese Saison habe ich schon öfter beobachtet, dass eher mäßig gute Skifahrer "mehr Passagier statt als Pilot" sehr schnell an mir vorbeigezogen sind. Da habe ich dann schon Mühe...

Ich selbst sehe mich nicht als sehr guten Skifahrer. Ich fahre solide und auch gerne mal schneller, aber immer so, dass ich die Kontrolle behalte. Ich denke, das ist das Wichtigste – passieren kann immer was. Der Faktor Mensch ist immer da. Pisten können eng sein, es kann knapp werden. Ich denke, damit muss man leben.

P.S.: Nach einer Woche in der Zillertal Arena überrascht mich nichts mehr. Ich habe noch nie auf einem Haufen so viele schlechte Skifahrer gesehen. No Front – aber dort merkt man, dass ein Großteil aus einem Land kommt, in dem es keine Berge gibt. (Und ja, es gibt auch dort gute Skifahrer, keine Frage, möchte niemanden zu Nahe treten)
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sheridan
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Re: Problem Kamikaze-Fahrer

Beitrag von sheridan »

Woran merkt man eigentlich den Unterschied?
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Re: Problem Kamikaze-Fahrer

Beitrag von Turms »

Von der Sprache vielleicht...
Interessant finde ich wieso so viele speziell in diesem Gebiet.
Das habe ich auch im Sommer bemerkt.

Aber in den Schulferien in Frankreich habe ich auch etwas ähnliches bemerkt, aber fur die Franzosen. Ich glaube in den Ferien sind viele die nur einmal oder zweimal pro Jahr Skiurlaub machen sehr oft ohne Skikurse.
Meine Tochter hatte diese Woche einen Kurs in Avoriaz absolviert.Acht Kindern insgesamt und nur ein aus Frankreich.sonst aus UK
Und ich habe beobachtet dass fast keine aus Frankreich eigene Ausrüstung hat. Sehr selten habe ich Leute neben mir getroffen wo die ski bzw Snowboard keine Aufkleber vom skimium oder skiset oder k.a. hatte...nur ein paar Mal und einmal waren Engländer und noch einmal eine Familie aus Deutschland
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Re: Problem Kamikaze-Fahrer

Beitrag von Wooly »

Wer hat denn heute noch eigene Ausrüstung, ausser ein paar Skiverrückte aus zwei kleinen Alpinforen? Das ist heutzutage denke ich kein Indiz mehr mehr ein guter Skifahrer ist und wer nicht.
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Re: Problem Kamikaze-Fahrer

Beitrag von ski-chrigel »

Also in meinem engeren und weiteren Bekanntenkreis haben ALLE, die Skifahren, eigene Skis. Vermutlich ist das in der Schweiz der Nähe zu den Bergen geschuldet.
2025/26:110Tg:26xKlewen,20xLaax,8xSölden,7xSella,6xZ’matt,5xTux,4xIschgl,3xA‘matt,3xTitlis,3xSiMo,2xEngadin,2xStubai,2xPitz,1xFrutt,1xKauni,1xGurgl,1xFee,1x3Zinnen,1xKronplatz,1xLatemarCermis,1xCarezza,1xPaganella,1xCampiglio,1xPejoTonale,1xBormio,1xLivigno,1xGargellen,1xGolm,1xArlberg,1xWipptal,1xJochtal,1xAirolo
2024/25:132Tg:22xLaax,21.5xKlewen,13xDolo,12xH’tux,11xA‘matt,9xZ’matt,3.5xIschgl,3xKauni,3xDavos,3xPitz,3xStelvio,3xTignes,2xSölden,2xALH,2xVals,2xPenken,2xStubai,1.5xNassfeld,1xPizol,1xGurgl,1xFee,1xSFL,1xOsttirol,1xSHLF,1xSkiwelt,1xNauders,1xÖtzKüh,1xPaganella,1xFrutt,0.5xScuol,0.5xM365,0.5xFlumsi,1xSkitour
2023/24:125 2022/23:121 2021/22:140 2020/21:150 2019/20:101 2018/19:129 2017/18:143 2016/17:127 2015/16:129 2014/15:121 2013/14:65 2012/13:48 2011/12:62 2010/11:83
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Re: Problem Kamikaze-Fahrer

Beitrag von hch »

ski-chrigel hat geschrieben: 06.04.2026, 07:13 Also in meinem engeren und weiteren Bekanntenkreis haben ALLE, die Skifahren, eigene Skis. Vermutlich ist das in der Schweiz der Nähe zu den Bergen geschuldet.
Ich kenne auch niemanden der Ski fährt ohne eigene Ski im engeren Umfeld. Und das über mehrere Länder und sogar Kontinente verteilt.
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Re: Problem Kamikaze-Fahrer

Beitrag von WackelPudding »

In meinem Bekanntenkreis in D haben oder hatten zwar viele noch ihre eigenen Skier, aber ich beobachte, dass doch nach und nach die Leute ihr Material nicht mehr ersetzen, wenn es durch ist.

Generell ist aber meine Wahrnehmung, dass das Skifahren in D immer mehr in den Hintergrund rückt und mehr und mehr durch das Bike oder andere Sommerurlaube ersetzt wird, sodass sich eigenes Material für die wenigen Male, an denen man Ski fährt, einfach kurz geliehen werden kann.
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Re: Problem Kamikaze-Fahrer

Beitrag von Downhill26 »

Turms hat geschrieben: 04.04.2026, 07:51 ....
Aber in den Schulferien in Frankreich habe ich auch etwas ähnliches bemerkt, aber fur die Franzosen. Ich glaube in den Ferien sind viele die nur einmal oder zweimal pro Jahr Skiurlaub machen sehr oft ohne Skikurse.
Meine Tochter hatte diese Woche einen Kurs in Avoriaz absolviert.Acht Kindern insgesamt und nur ein aus Frankreich.sonst aus UK
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Hat das Ausleihen in Frankreich nicht Tradition?
In den 'egalitären' Retortendestinationen' waren schon von Beginn an sehr große Ausleihen.
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Re: Problem Kamikaze-Fahrer

Beitrag von Schneegott »

WackelPudding hat geschrieben: 06.04.2026, 07:47 In meinem Bekanntenkreis in D haben oder hatten zwar viele noch ihre eigenen Skier, aber ich beobachte, dass doch nach und nach die Leute ihr Material nicht mehr ersetzen, wenn es durch ist.

Generell ist aber meine Wahrnehmung, dass das Skifahren in D immer mehr in den Hintergrund rückt und mehr und mehr durch das Bike oder andere Sommerurlaube ersetzt wird, sodass sich eigenes Material für die wenigen Male, an denen man Ski fährt, einfach kurz geliehen werden kann.
Das hört man immer mehr, Deutschland war halt mal eine „Skination“ mit dem Volkssport Skifahren, aber da die unzähligen kleinen Skigebiete in den „Hausgärten“ der Deutschen, also die Mittelgebirge kaum mehr Schnee erhalten… Ist der Fall klar wieso es in den Hintergrund rückt
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Re: Problem Kamikaze-Fahrer

Beitrag von Turms »

Wir sind zwar off-topic, aber ich gebe trotzdem mal meinen Senf dazu.
Wooly hat geschrieben: 06.04.2026, 00:38 Wer hat denn heute noch eigene Ausrüstung, ausser ein paar Skiverrückte aus zwei kleinen Alpinforen? Das ist heutzutage denke ich kein Indiz mehr mehr ein guter Skifahrer ist und wer nicht.
Es gibt bestimmt Ausnahmen, aber generell gilt: Wer nur ein- oder zweimal pro Jahr Ski fährt, braucht vermutlich keine eigene Ausrüstung. Da ich hauptsächlich für mehrere Tage Skiurlaub in den Schulferien unterwegs bin, sind dort oft Leute dabei, die nur gelegentlich fahren – deshalb fällt mir auch ein eher niedrigeres fahrerisches Niveau auf.
Downhill26 hat geschrieben: 06.04.2026, 09:58
Turms hat geschrieben: 04.04.2026, 07:51
Hat das Ausleihen in Frankreich nicht Tradition?
In den 'egalitären' Retortendestinationen' waren schon von Beginn an sehr große Ausleihen.
ich denke ja.
Schneegott hat geschrieben: 06.04.2026, 13:14
WackelPudding hat geschrieben: 06.04.2026, 07:47 In meinem Bekanntenkreis in D haben oder hatten zwar viele noch ihre eigenen Skier, aber ich beobachte, dass doch nach und nach die Leute ihr Material nicht mehr ersetzen, wenn es durch ist.

Generell ist aber meine Wahrnehmung, dass das Skifahren in D immer mehr in den Hintergrund rückt und mehr und mehr durch das Bike oder andere Sommerurlaube ersetzt wird, sodass sich eigenes Material für die wenigen Male, an denen man Ski fährt, einfach kurz geliehen werden kann.
Das hört man immer mehr, Deutschland war halt mal eine „Skination“ mit dem Volkssport Skifahren, aber da die unzähligen kleinen Skigebiete in den „Hausgärten“ der Deutschen, also die Mittelgebirge kaum mehr Schnee erhalten… Ist der Fall klar wieso es in den Hintergrund rückt
Es ist ja nicht nur so, dass kleinere Skigebiete immer öfter Probleme mit Schnee haben. Viele Deutsche fahren grundsätzlich lieber nach Österreich oder Südtirol. Das Problem ist aber: Die Preise dort sind mittlerweile echt heftig geworden.
Ich habe selbst nach einer Wohnung für Januar 2027 in Südtirol geschaut –2.500 Euro bis 3.900 Euro € pro Woche...für eine Wohnung? :roll:

Wenn man dann noch sieht, dass viele Gebiete in Süddeutschland und den Mittelgebirgen kaum noch zuverlässig offen bleiben und gleichzeitig die Kosten in Österreich/Südtirol (inkl. Anreise, Sprit usw.) immer weiter steigen, überrascht es mich nicht, dass weniger Leute in DE Skiurlaub machen.
Dazu kommen günstigere Alternativen (z. B. eine Woche in Südeuropa oder Dubai :D ), für manche auch der Umweltaspekt – und generell hat sich das Freizeitverhalten einfach verändert. Skifahren ist heute nicht mehr automatisch der „Standardurlaub“ wie früher.

Aber zurück zum Thema: Wenn jemand – egal woher – nur ein- oder zweimal im Jahr Ski fährt, fast immer mit Leihausrüstung unterwegs ist und nach den ersten Anfängen kaum noch Unterricht nimmt, dann kommt bei wechselnden oder schlechten Schneebedingungen oft nicht viel Routine zusammen.
Das Ergebnis sieht man dann leider auf der Piste: unsichere Fahrweise, wenig Kontrolle und teilweise ziemlich riskantes Verhalten. Dazu kommt ein bisschen (oder Mehr) Alkohol und zack... so entstehen dann eben schnell die „Kamikaze-Fahrer“.
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Re: Problem Kamikaze-Fahrer

Beitrag von Downhill26 »

Turms hat geschrieben: 06.04.2026, 21:43 Wir sind zwar off-topic, aber ich gebe trotzdem mal meinen Senf dazu.

....
Es ist ja nicht nur so, dass kleinere Skigebiete immer öfter Probleme mit Schnee haben. Viele Deutsche fahren grundsätzlich lieber nach Österreich oder Südtirol. Das Problem ist aber: Die Preise dort sind mittlerweile echt heftig geworden.
Ich habe selbst nach einer Wohnung für Januar 2027 in Südtirol geschaut –2.500 Euro bis 3.900 Euro € pro Woche...für eine Wohnung? :roll:

Wenn man dann noch sieht, dass viele Gebiete in Süddeutschland und den Mittelgebirgen kaum noch zuverlässig offen bleiben und gleichzeitig die Kosten in Österreich/Südtirol (inkl. Anreise, Sprit usw.) immer weiter steigen, überrascht es mich nicht, dass weniger Leute in DE Skiurlaub machen.
....
Das mag auch daran liegen, dass du bereits jetzt danach schaust. Das Angebot dürfte wohl kaum groß sein. Im Oktober könnte das anders aussehen.
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Re: Problem Kamikaze-Fahrer

Beitrag von Turms »

Im Oktober gibt es dort keinen Schnee. Es geht vielmehr darum, warum immer weniger Deutsche Skiurlaub machen.

Wenn ich mit zwei Kindern allein für die Unterkunft schon 2.500 Euro zahlen muss, liege ich mit Skipässen und allem drum und dran schnell bei über 4.000 Euro. Wenn jemand nicht besonders skibegeistert ist, keine alternativen Ski Ziele/Ländern sucht und Skiurlaub einfach nur als eine Urlaubsoption sieht, sagt er sich leicht: ‚Egal, dann fliegen wir eben für zwei Wochen nach Phuket.‘
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Re: Problem Kamikaze-Fahrer

Beitrag von Downhill26 »

Da habe ich mich missverständlich ausgedrückt: Wenn du heute nach einer Wohnung für Januar 2027 suchst, wirst du nur auf ein geringes Angebot stoßen. Buchen kann man für Januar doch in den meisten Fällen erst ab Spätsommer.
Und ja, Skiurlaub mit Kindern ist für sehr viele unerschwinglich geworden.
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Re: Problem Kamikaze-Fahrer

Beitrag von Ski-Tom »

Downhill26 hat geschrieben: 07.04.2026, 14:25 Da habe ich mich missverständlich ausgedrückt: Wenn du heute nach einer Wohnung für Januar 2027 suchst, wirst du nur auf ein geringes Angebot stoßen. Buchen kann man für Januar doch in den meisten Fällen erst ab Spätsommer.
Und ja, Skiurlaub mit Kindern ist für sehr viele unerschwinglich geworden.
Zumindest in der Schweiz werden Ferienwohnungen in der Regel ein Jahr im Voraus gebucht. Somit kann die Stammkundschaft sich die Wohnung gleich für das nächste Jahr buchen und hat oft auch den Vorrang.
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Re: Problem Kamikaze-Fahrer

Beitrag von skifuzziWi »

Turms hat geschrieben: 07.04.2026, 13:53 Im Oktober gibt es dort keinen Schnee. Es geht vielmehr darum, warum immer weniger Deutsche Skiurlaub machen.

Wenn ich mit zwei Kindern allein für die Unterkunft schon 2.500 Euro zahlen muss, liege ich mit Skipässen und allem drum und dran schnell bei über 4.000 Euro. Wenn jemand nicht besonders skibegeistert ist, keine alternativen Ski Ziele/Ländern sucht und Skiurlaub einfach nur als eine Urlaubsoption sieht, sagt er sich leicht: ‚Egal, dann fliegen wir eben für zwei Wochen nach Phuket.‘



Naja, es geht auch günstiger
Wir haben im Januar für eine FeWo für 6 Pers. in Kleinarl (3SZ, 2 Bäder) 1700€ bezahlt.
Das Haus war ausgestattet mit großem Wellnessbereich, großem Kinderspielbereich, Fitness usw.
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Re: Problem Kamikaze-Fahrer

Beitrag von intermezzo »

Wäre schön, wenn wir zum eigentlichen Kernthema zurückkehren könnten.

A apropos: diese Thematik habe ich in dieser Saison wirklich nur auf der Melchsee-Frutt angetroffen, siehe meinen Eröffnung-Beitrag. Das ist schon bemerkenswert. Hängt aber sicherlich auch damit zusammen, dass ich danach zum Skifahren immer nur in Randzeiten unterwegs war und der Befüllungsgrad der Pisten klein war.
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Re: Problem Kamikaze-Fahrer

Beitrag von Zilla »

Turms hat geschrieben: 06.04.2026, 21:43 Das Ergebnis sieht man dann leider auf der Piste: unsichere Fahrweise, wenig Kontrolle und teilweise ziemlich riskantes Verhalten. Dazu kommt ein bisschen (oder Mehr) Alkohol und zack... so entstehen dann eben schnell die „Kamikaze-Fahrer“.
Das mit dem Alkohol sehe ich als das grösste Problem. Es ist ja erwiesen, dass bereits mit dem ersten Glas die Reaktionsfähigkeit beeinträchtigt ist, Beim Autofahren kann man da vielleicht noch auf Assistenzsysteme vertrauen, beim Ski nicht. Deshalb ist für mich klar: Beim Skifahren und generell beim Sport treiben hat Alkohol nichts zu suchen.
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Wooly
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Re: Problem Kamikaze-Fahrer

Beitrag von Wooly »

Zilla hat geschrieben: 07.04.2026, 21:53 Das mit dem Alkohol sehe ich als das grösste Problem. Es ist ja erwiesen, dass bereits mit dem ersten Glas die Reaktionsfähigkeit beeinträchtigt ist, Beim Autofahren kann man da vielleicht noch auf Assistenzsysteme vertrauen, beim Ski nicht. Deshalb ist für mich klar: Beim Skifahren und generell beim Sport treiben hat Alkohol nichts zu suchen.
Ich würde dir da durchaus zustimmen, das steht aber diametral zum Skifahren heutzutage ... das ist Alkohol 50% des Gesamtergebnisses ... und zwar von 16-80 ...
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Ski-Tom
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Re: Problem Kamikaze-Fahrer

Beitrag von Ski-Tom »

Wooly hat geschrieben: 09.04.2026, 00:26
Zilla hat geschrieben: 07.04.2026, 21:53 Das mit dem Alkohol sehe ich als das grösste Problem. Es ist ja erwiesen, dass bereits mit dem ersten Glas die Reaktionsfähigkeit beeinträchtigt ist, Beim Autofahren kann man da vielleicht noch auf Assistenzsysteme vertrauen, beim Ski nicht. Deshalb ist für mich klar: Beim Skifahren und generell beim Sport treiben hat Alkohol nichts zu suchen.
Ich würde dir da durchaus zustimmen, das steht aber diametral zum Skifahren heutzutage ... das ist Alkohol 50% des Gesamtergebnisses ... und zwar von 16-80 ...
Das kommt auch sehr auf's Skigebiet an. Das habe ich besonders bei den Teilgebieten in Davos Klosters gemerkt.
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Turms
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Re: Problem Kamikaze-Fahrer

Beitrag von Turms »

Sicher bin ich mir nicht, aber ich glaube, dass das Alkoholproblem in Frankreich nicht so ausgeprägt ist wie in Österreich (für die Schweiz kann ich es nicht beurteilen).
Ich vermute, das hängt auch mit den Preisen zusammen: Wenn ein Bier fast 10 Euro kostet, trinkt man nicht so leicht zu viel.
Kann aber auch sein, dass ich es einfach nicht mitbekomme – wenn z. B. die Folie Douce schließt, bin ich meist schon zu Hause und habe die Leute dort nie wirklich erlebt.
Heimat ist wo das Herz ist

Nur ein Snowboarder kennt dieses Feeling. Und wenn du es einmal selbst gefühlt hast, ist es unmöglich, nicht mehr zu wollen. Es macht so süchtig, dass es eigentlich illegal sein sollte, aber das ist es nicht und deshalb machen sie so gute Snowboards, dass du nach dem Fahren darauf alles verkaufen und in die Berge ziehen willst, weil ein Mann ein Gleichgewicht in seinem Leben haben muss, und dieses Gleichgewicht sollte 80% Snowboarden und 20% Arbeit sein.
Es sei denn natürlich, es schneit sehr stark, in diesem Fall ist es 100% Einsatz - jeder sagt, wenn du erfolgreich sein willst, musst du dich einsetzen - für den Spaß am Fahren mit deinen Brüdern.
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