Bindungsplatten, Leihskibindungen etc.

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snoopy5
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Bindungsplatten, Leihskibindungen etc.

Beitrag von snoopy5 »

Mein Sohn ist inzwischen soweit, dass er die gleichen Skier fahren kann wie ich. Sowohl vom Können her als auch in der Länge.

Jetzt überlege ich, wie man das Hin- und Herwechseln von 2 verschiedenen Paar Ski auf der Piste vereinfachen könnte.

Alternative 1

Wenn man Leihski hat, haben die ja alle diese einfache Rasterverstellung mit mm Angaben für die Größe der Skischuhe. Ganz ohne Werkzeug.

Dann müsste man nur noch mit einem kleinen Schraubenzieher/schweizer Taschenmesser die Z-Werte auf den neuen Fahrer ändern, was ja auch in 30 Sekunden gemacht ist.

Nachteil ist, dass die Bindung immer fest verbaut ist. Skier sind klobig für den Transport und die Anschaffung einer neuen Bindungen benötigen immer neue Löcher im Ski. Last but not least: wenn man bspw. ein Ski speziell für Tiefschnee hat, muss man eine dritte Bindung dafür kaufen.

Alternative 2

Bindungsplatten. Damit kenne ich mich überhaupt nicht aus. Soweit ich das verstanden habe, hat jeder Bindungsanbieter seine eigene Bindungsplatte, die mit anderen Bindungsmarken nicht kompatibel ist. Also Markerplatte nur für Marker, Tyrolia nur für Tyrolia etc.

Vorteil ist das geringe Packmaß der Skier. Die eigentlich Bindung komnt dann in einen Rucksack. Auch braucht man bei 2 Personen maximal 2 Bindungen, egal wieviele Skier man dabei hat.


Zu #1

a) Kann mir jemand eine Marke/Modell empfehlen, die qualitativ hochwertig sind?

b) Momentan habe ich eine Griffon 13. Keine Ahnung wie weit ich die (mit einem Schraubenzieher) grösser machen kann. Ich habe relativ kleine Füsse. Mein Sohn größere (momentan schon Schuhlänge 285)


Zu #2

a) geht die Biegsamkeit des Skis nicht durch die Platten verloren? Es macht ja keinen Sinn sich mühsam einen Ski mit bestimmten Eigenschaften zu kaufen, wenn eine Bindungsplatte das wieder abändert.

b) Was gibt es sonst noch für Nachteile bei den Platten?

c) Kann mir jemand eine Marke/Modell empfehlen, die qualitativ hochwertig sind? Am liebsten eine für meine Griffon 13, falls das kompatibel ist.
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Re: Bindungsplatten, Leihskibindungen etc.

Beitrag von extremecarver »

Es gibt keine wirklich qualitativ hochwertigen Verleih Systeme außer dem von Vist.

Auf einem freeride ski will man nicht hoch stehen. Auf einem Slalom ski braucht man dagegen zusätzliche Höhe. Pro Ski eine Bindung ganz einfach. Alles andere ist Murks.

Pro Ski eine
snoopy5
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Re: Bindungsplatten, Leihskibindungen etc.

Beitrag von snoopy5 »

Es ist schwer, Preise für diese Vist Bindungssysteme zu finden.

Hier ein Video über dieses System

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Re: Bindungsplatten, Leihskibindungen etc.

Beitrag von extremecarver »

Ah das System für Tourenski von Vist kenne ich noch gar nicht - die haben auch eins für hochwertige Pistenski, ist nicht ganz FIS Niveau aber hochwertiger wie die meisten nicht FIS SL/GS Platten. Daher ja meine Meinung jedem Ski seine eigene Bindung... Bis auf Vist kann man diese ganzen Schienen Systeme leider einfach vergessen. Dazu bekommt man gute Bindungen oft günstig in gutem Zustand auf gebrauchten Ski.. So eine Look 16Z Bindung, oder die Rennbindungen ab 17Z aufwärts halten sehr sehr lange. Die kann man gut noch 1-2 Ski weiter nutzen. Bei Bindungen unter 16Z ist dagegen eher die Bindung zeitglich mit dem Ski fertig - da zuviel Spiel.
Bei Tourenski ist es ja eher fertig wenn die Bindung irgendwo bricht - bei dem lightweight Zeugs ist das oft vor dem Ski der Fall...
snoopy5
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Re: Bindungsplatten, Leihskibindungen etc.

Beitrag von snoopy5 »

extremecarver hat geschrieben: 11.01.2026, 20:05 ... Dazu bekommt man gute Bindungen oft günstig in gutem Zustand auf gebrauchten Ski.. So eine Look 16Z Bindung, oder die Rennbindungen ab 17Z aufwärts halten sehr sehr lange. Die kann man gut noch 1-2 Ski weiter nutzen. Bei Bindungen unter 16Z ist dagegen eher die Bindung zeitglich mit dem Ski fertig - da zuviel Spiel.
...
An so eine Möglichkeit habe ich noch gar nicht gedacht. Gebrauchte Skier nur wegen der Bindung kaufen.

Die Frage ist aber dann: Wenn jemand sich einen Ski kauft und dann so eine hochwertige 16Z Bindung drauf machen lässt, dann muss die Bindung doch aufgrund der stärkeren Belastung durch deren Zielgruppe auch ausgelutscht sein. Oder irre ich mich da?

Der "Normalo" kauft doch Bindungen bis maximal 13Z, würde ich vermuten.
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Re: Bindungsplatten, Leihskibindungen etc.

Beitrag von Clarver »

Die Demo-Bindungen von Head erfüllen bei mir ihren Zweck und ermöglichen es uns, die Ski flexibel hin und hertauschen zu können.
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Re: Bindungsplatten, Leihskibindungen etc.

Beitrag von extremecarver »

Naja, die fahren so Ski meistens ja nur eine Saison und haben 2-3 Paar Ski pro Saison. Da ist die Bindung noch top.. Die 16/17Z Bindungen sind meist recht teuer auf Gebrauchtski (und 16Z gibt es auch noch einige eher Plastik Bindungen, ab 17Z gibt es nur noch Metall, die Look Pivot ist aber als 16Z schon top - daher auch so gefragt. 20 oder 24Z Bindungen sind auf Gebrauchtski meist deutlich günstiger (wohl weil die fährt eh keine normlen Preise zahlt). Man muss halt mit dem hohem Z Wert Minimum dann klarkommen - vor allem weil man die noch zumindest 1-2Z eindrehen sollte über Minimum, damit man bei starkem Flex keine Fehlauslösung hat - wurde mir zumindest so erklärt von jemanden der sich auskennen sollte. Auf der Maschine passt zwar alles bei der Ausläsung - und die 10Z Minium einer 20Z Bindung passen, aber wenn der Ski sich durchbiegt dann fehlt Vorspannung für die Feder und man fliegt trotz 10Z evtl bei 8Z Kraft raus. Ab 11.5 oder 12Z ist dann genug Vorspannung auf der Bindung sodass es passt. Bei 14-24Z geht halt nichts unter 16Z....
Und 28Z Bindungen gibts glaube ich eh nur bei Männern mit ordentlich FIS Punkten für SuperG/DH. Im Slalom oder Freeride braucht niemand eine >24Z.

Die 17Z haben glaube ich meist noch einen Vorderbacken der nach oben öffnet - daher taugen die nix für DH. In DH kommt man um eine 20Z aufwärts nicht drum rum.

Nachdem diese Bindungen je eh das doppelte von den Plaste 13Z Bindungen wiegen und komplett ohne Plastik auskommen - sprich nur Metall wie Magnesium, Stahl, Alu... haben die kaum Verschleis. Also gerade ein SG/DH Ski samt Bindung kostet gebraucht oft keine 100€ mit top Bindung drauf. Die 13Z oder geringer Bindungen - die würde ich nie gebraucht kaufen. Weil die sind halt wirklich nach 50 Skitagen oft schon arg durchgenudelt. Neu sind die schon okay, aber die sind halt nicht auf Langlebitkeit ausgelegt.
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Re: Bindungsplatten, Leihskibindungen etc.

Beitrag von snoopy5 »

Clarver hat geschrieben: 11.01.2026, 23:46 Die Demo-Bindungen von Head erfüllen bei mir ihren Zweck und ermöglichen es uns, die Ski flexibel hin und hertauschen zu können.
Es wäre einmal interessant herauszufinden, wie stabil/langlebig Demobindungen wirklich sind. Weder das Skigeschäft noch der Hersteller dieser Bindungen wollen Verluste machen. Also wird die Qualität so gut sein, dass eine Demobindung auf jeden Fall die Anwendungsdauer eines Leihskis überlebt.

Die Frage wäre also, wie lange ein Leihski im Durchschnitt im Verleih bleibt. Kennt da jemand konkrete Zahlen?

Ich würde vermuten mindestens 2 Saisons à 120 Skitage oder 3 Saisons à 80 Skitage. Beides wären ca. 240 Skitage. Das ist gar nicht mal so wenig. Wenn ein Durchschnitts-Skifahrere eher 10 Tage pro Jahr fährt. Wenn er viel Zeit und wenig andere Verpflichtungen oder Hobbies hat vielleicht 20-30 Skitage pro Jahr. Das sind auf 10 Jahre gerechnet ca. 100-300 Skitage. Wenn man einen Ski überhaupt so lange fährt. wenn man ihn vorher mit Bindung verkauft, ist es also noch weniger.

Natürlich gibt es auch Leute, die deutlich mehr fahren, aber das ist ja nicht die Masse, von denen der Skiverleih lebt.

Insofern scheint es so, als daß auch eine Demobindung von der Qualität her ausreichend lange durchhalten kann. Letztendlich kann man immer im Zweifel bei versierten Geschäften die tatsächlichen Auslösewerte überprüfen lassen für ca. 20€, um zu sehen, ob die Bindung schon nachgelassen hat.

Ich benutze derzeit eine Marker Griffon 13. Baugleich mit der Jester, aber eben mehr Plastik. Ich vermute, dass die auch nicht super lange halten wird. Vielleicht 10 Jahre, vielleicht auch nicht. Je nach Einsatzhäufigkeit. Es würde mich wundern, wenn meine Griffon 13 länge durchhalten würde, als eine Demobindung für den Verleih bei gleicher Einsatzhäufigkeit.
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Re: Bindungsplatten, Leihskibindungen etc.

Beitrag von extremecarver »

Es sind nicht die auslöse Werte die eine Bindung zu Schrott machen. Es ist das Spiel vom Schuh in der Bindung bzw verwindung der Bindung an sich bzw zusätzlich in der Schiene, die Werte werden noch passen. Aber beim carven auf Eis ist so eine Bindung unbrauchbar. Dazu passt die Flexibilität nicht mehr richtig aber der Auslösetest ist statisch und nicht dynamisch.... Ganz abgesehen davon dass im Bezug auf Flexibilität bei dynamischen Schlägen so günstige Bindungen von vornherein nicht gut dastehen.

Selbst beim driften wird man den Unterschied spüren können, aber nur wenn man einmal eine neue Bindung und einmal eine alte direkt nacheinander auf selben neuem Ski fahren würde. Man gewöhnt sich einfach an die labbrige Bindung.

Die Zahlen für Verleih sind sicher niedriger. Mehr wie 120 Tage halt ein Ski da nicht durch, noch weniger die teuren Klassen, ganz einfach weil die Kante zuvor Weg ist vom schleifen im Automaten der viel weghobelt...
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Re: Bindungsplatten, Leihskibindungen etc.

Beitrag von snoopy5 »

Ich habe gesehen, dass die Marker Griffon 13, die ich auf meinem Ski habe, es auch als "Demo"/Rental Bindung gibt. Die Platte drunter sieht dünn aus. Ich gehe einmal davon aus, dass es sich um ein und dieselbe Griffon 13 Bindung handelt, es sich also nicht um qualitativ minderwertigere Ware bei gleichem Produktnamen handelt. Oder habe ich da etwas übersehen?
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