Zusammenfassung mit KI
Der Artikel zeigt anhand neuer Daten des Instituts für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) und von MeteoSchweiz, wie stark die Schneesicherheit in Schweizer Skigebieten seit den 1960er‑Jahren abgenommen hat. Der Rückgang beträgt je nach Region und Höhenlage bis zu 8 % Schneehöhe pro Jahrzehnt – ein klarer Effekt des Klimawandels.
Schneesicherheit definiert: Mindestens 30 cm natürliche Schneedecke während 100 Tagen pro Wintersaison.
Vergleich zweier Zeiträume: 1964–1993 vs. 1994–2023.
Ergebnis: Die 119 grössten Skigebiete der Schweiz haben zusammen mehrere hundert Pistenkilometer an schneesicheren Flächen verloren.
Kleine Skigebiete
Besonders stark betroffen, da sie oft in tieferen Lagen liegen.
Beispiele:
Mörlialp (OW): Rückgang von 100 % – heute keine einzige schneesichere Piste mehr.
Wiriehorn (BE): Ebenfalls –100 %.
Mittelgrosse Skigebiete
Sehr unterschiedliche Entwicklungen je nach Lage.
Lauchernalp (VS): Keine Veränderung, weiterhin ~90 % schneesicher.
Wildhaus (SG): Nur noch ein Drittel der Pisten schneesicher (–38 %).
Savognin (GR): –50 %, trotz höherer Lage.
Grosse Skigebiete
Tendenziell stabiler, aber ebenfalls betroffen.
Jungfrau-Region: Kaum Veränderung, weiterhin ~80 % schneesicher.
Gstaad: Starker Rückgang (–49 %), nur noch 16 % schneesicher.
Arosa–Lenzerheide: Weniger als die Hälfte der Pisten schneesicher (–23 %).
Kunstschnee wird zunehmend unverzichtbar – selbst in hochgelegenen Gebieten.
Gründe:
Sicherstellung des Saisonstarts im November
Glatte, breite Pisten
Kompensation schneearmer Winter
Kosten: In grossen Gebieten bis zu 43’000 CHF pro Tag.
Blick in die Zukunft
Laut Seilbahnen Schweiz wird die Schneedecke bis 2050 um weitere 10–30 % abnehmen.
Tiefe und mittlere Lagen (<1500 m) sind am stärksten betroffen.
Auch die technische Beschneiung wird schwieriger, weil es wärmer wird.
Konsequenzen:
Mehr Alternativangebote im Winter (z. B. Winterwandern, Wellness).
Einige Gebiete steigen auf Bike‑Tourismus um.
Langfristig überleben wohl nur grosse, hochgelegene Skigebiete.
