Problem Kamikaze-Fahrer

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ski-chrigel
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Re: Problem Kamikaze-Fahrer

Beitrag von ski-chrigel »

Mein Kollege berichtete da was anderes: Die reine Geschwindigkeit sei bereits Stein des Anstosses. Ich selber war noch nie in den USA auf den Skis und verspüre auch keinen Reiz dazu.
Und in Avoriaz wurde ich auch mal rein wegen meiner Geschwindigkeit angehalten. Sowas brauche ich echt nicht. Wir brauchen nicht immer noch mehr Regeln und noch mehr Überwachung.
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Re: Problem Kamikaze-Fahrer

Beitrag von old17 »

ski-chrigel hat geschrieben: 24.01.2026, 14:10 Bitte nicht! Geschwindigkeitskontrollen ist das letzte, was ich auf den Pisten in den Alpen brauche. Wegen ein paar einzelnen Idioten müssten wieder alle leiden. Ich sehe Euer Problem echt nicht. Mit den paar wenigen Deppen können wir gute Skifahrer mit offenen Augen umgehen.
Interessante Interpretation des Wortes alle. Ich habe auf Pisten irgendwie immer eher das Gefühl, dass alle eher sicher und im Wohlfühltempo fahren würden, aber von ein paar einzelnen Idioten getrieben werden ;)

Es ist aus meiner Sicht wie auf der Autobahn: niemand hat ein Recht mit 200 Angst und Schrecken zu verbreiten. Wer das möchte, kann sich gerne auf einem Rennkurs einmieten. Wenn wir aus einem anderen Land über die Grenze nach D zurück kommen frage ich mich jedes Mal, wo die ganzen Idioten in den angenehmen Stunden vorher waren… :roll:
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enviadi
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Re: Problem Kamikaze-Fahrer

Beitrag von enviadi »

ski-chrigel hat geschrieben: 24.01.2026, 15:00 Wir brauchen nicht immer noch mehr Regeln und noch mehr Überwachung.
Genau so sehe ich das auch. Ich bin ganz generell ein Anhänger von mehr Eigenverantwortung und bin auch der Auffassung, dass das in den Alpen auf den Skipisten im Allgemeinen sehr gut funktioniert. Deppen sind immer irgendwo anzutreffen und lassen sich auch nicht durch mehr Regeln aufhalten. Da fände ich es viel sinnvoller, die Leute entsprechend zu sensibilisieren. Gerade bei Skilagern gäbe es dafür ja Gelegenheit, schliesslich sollen diese ja auch einen Bildungszweck erfüllen. ;-)

Zudem ist die Geschwindigkeit zwar vielleicht ein (das einzige?) objektiv messbare Kriterium, allein aber kein guter Indikator, um zu beurteilen, ob jemand riskant fährt. Da kann man schon viel eher an der Körperhaltung erkennen, ob jemand über seinen Verhältnissen fährt oder alles unter Kontrolle hat. Letztendlich ist das aber alles subjektives Empfinden. Ich denke, jeder von uns war schon einmal an dem Punkt, wo man sich dachte, hui, das war vielleicht jetzt doch etwas über dem Limit (an dem Tag, bei den Verhältnissen etc.), vielleicht sollte ich mal einen Gang zurückschalten. Es ist einfach entscheidend, dass man diese Fähigkeit zur Selbstreflexion besitzt.

Ich fahre auch sehr schnell und werde selten überholt, allerdings passe ich meine Geschwindigkeit und meinen Fahrstil den Verhältnissen an. Wenn ich an einem Übungshang vorbeikomme fahre ich anders als wenn ich allein an einem steilen Schlepplift unterwegs bin. Oder je nach Jahreszeit bzw. Skigebiet. Es ist nunmal einfach sehr stark vom Publikum abhängig, ob man sich darauf verlassen kann, dass niemand plötzlich quer über die Piste schiesst oder einfach mal eben in der Mitte anhält (Ferienzeit vs. Nebensaison, Übungshang vs. schwarze Piste, normales Skigebiet vs. La Bresse ;-)). All diese Faktoren gilt es bei der Wahl der eigenen Geschwindigkeit zu berücksichtigen.

Als Kamikaze-Fahrer würde ich jemanden beschreiben, der genau das nicht tut. Dass es die gibt, kein Zweifel. Dass das problematisch ist, auch kein Zweifel. Aber um diese Spezies wirklich wirksam von der Piste fernzuhalten, müsste man so viel regulieren, dass ein noch viel grösserer Kollateralschaden entstehen würde. Insofern besser in Prävention investieren als in eine Pisten-Fahrprüfung. :)
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Menja
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Re: Problem Kamikaze-Fahrer

Beitrag von Menja »

Ich bin jetzt eine Woche in den Dolomiten gewesen. Es war sehr sehr leer. Trotzdem ist überproportional viel an Unfällen passiert. Konnten den Funk mithören an einer Liftstation. Hatten zudem viel Kontakt zu den Impianti und auch dem Krankenhaus in Bruneck. Einfach ein Wahnsinn was da abgeht.Vorallem auf der Sellaronda sind zuviel Fahrer mit schlechten skifahrerischen Können. Ich habe kein Problem mit schnellen guten Fahrern, welche Ihre Ski im Griff haben und vorausschauend fahren. Ich will es auch nicht an jung /alt oder einer Nation festmachen. Das Alkoholthema auf der Piste in Italien und die Drohung des Skipassentzug ist sicherlich ein erster Schritt etwas Kontrolle über die ausufernden Unfälle zu erhalten. Auch wird der Weg vom Carven wieder etwas in Richtung Umsteigen gehen…..ganz so leicht darf es vielleicht nicht gemacht werden mit dem Tempo auf der Piste.
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Re: Problem Kamikaze-Fahrer

Beitrag von ski-chrigel »

Nun gut, die Italiener tun mit ihren Pistenplanierungen ja alles dafür, dass schnell gefahren wird. Nirgends in den Alpen fahre ich so hohe Tempi wie in Südtirol.
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Re: Problem Kamikaze-Fahrer

Beitrag von extremecarver »

Jemand der wie Chrigel eher weite Schwünge fährt und nicht weit aus der fallinie raus, hat weniger Probleme.
Ist man aber am snowboard mit hardboots am carven schaut es schon ganz anders aus. Erstens ist man etwa 50% der Zeit nach oben blind, zweitens kapieren die wenigsten Skifahrer die quer Beschleunigung beim carven. Drittens haben viele Skifahrer die FIS Regeln nicht gelesen, vergessen oder verstanden und denken sie hätten Vorfahrt solange sie einfach geradeaus in schmaler Linie fahren und nicht jemand weiter unten am Hang der seinen Schwung ausfährt...

Ich bin einmal am snowboard abgeschossen worden wie ich alleine auf einem 35° Hang am carven war - ganzer Hang war leer von oben bis unten. Von oben hat mich ein Osteuropäer Schuss abgeschossen. Habe es zum Glück ganz kurz vorm Zusammenprall bemerkt und auf der backside Beine durch gestreckt und Körper hinters Board. Die Skier vom Skifahrer fuhren unter mir durch, der Skifahrer hob Meter hoch ab und ohne Ski etwa seitlich über mich drüber - der muss etwa 110kmh schnell gewesen sein (auf dem Hang hatte ich Schuss runter Mal 136kmh, und speedskifahrer beim Training 165-170kmh)..

hatte dazu Glück dass es ein Skilehrer aus dem Lift gesehen hat weil der Osteuropäer war schwer lädiert (Fusbruch , Beinbruch, Schulter ausgekugelt) und meinte noch er wäre im Recht weil er ja nur geradeaus runter ist.... Gab Polizei Aufnahme und dank dem Zeugen habe ich danach nichts mehr davon gehört. Meine Spur war auch nicht bergauf und ich hatte Glück das mit überhaupt nichts passiert ist.

Was ich aber daher definitiv nicht mache ist mit Kopfhörern Skifahren. Weil oft hört man es ja dass jemand kommt und kann so noch ausweichen.

War auch Mal selber Zeuge wie jemand ein Kind nieder geführt hat und Fahrerflucht. Habe den dann aus dem Lift raus holen lassen und ich glaube ihm wurde der Skipass abgenommen. Dem Kind war zum Glück nichts gröberes passiert.

Was dagegen gute Fahrer oft unterschätzen ist dass andere beim überholt werden nicht wissen dass man selber in Kontrolle ist und viel Angst haben weil man halt mit hoher Geschwindigkeit relativ nah vorbeifährt. Das ist mir selber sicher auch schon öfters passiert und man merkt es selber eher weniger aber Mitfahrer weisen einen danach drauf hin.

Ich finde es ist inzwischen aber deutlich besser wie vor 10-20 Jahren. Da waren es oft Osteuropäer die erst seit ein paar Jahren Skifuhren aber draufgangerisch - in Niederösterreich waren oder evtl sind Tschechen. Ungarn usw oft halt in der Mehrheit in den Skigebieten. Mit kommt vor dass jene die erst als junge männliche Erwachsene Ski fahren lernen oft einfach gefährlicher aber ohne gute Technik unterwegs sind...

Lernt man als Kind hat man die Zeit halt schon hinter sich wo man zu schnell und ohne Kontrolle unterwegs ist. Und dank geringer Masse und relativ weniger Geschwindigkeit endet es glimpflicher.

Ich erinnere mich schlecht aber ich glaube ich hatte als Kind einige Zusammenstöße - aber eher bei niedriger Geschwindigkeit und da war ich sicher auch selber Schuld. Oder nach Sturz auf Piste andere Skifahrer erwischen. Als Teenager erkennt man Gefahr dann besser und es sollte einem nicht mehr passieren.
Ganz abgesehen von so Sachen wie als Kind einen Freund beim fahren absichtlich um stoßen damit der ordentlich Tiefschnee frisst (aber sowas war natürlich gegenseitig) - aber sowas war normal unter Burschen von 7-11 Jahren in etwa.
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Re: Problem Kamikaze-Fahrer

Beitrag von Deepwhite »

Raptor311 hat geschrieben: 23.01.2026, 17:47 Danke für diesen Beitrag! Ich teile deine Befürchtungen und möchte hinzufügen, dass ich in letzter Zeit (jedes Jahr aber mehr) Osteuropäer, gerne im Val di Sole oder auch im Skicenter Latemar zu diesen Fahrern dazu zählen würde.

Die Begeisterung für das Skifahren ist in diesen Ländern wohl sehr groß, das Können leider weniger.
Ob es an der historischen Entwicklung dieser Länder liegt? Durch den Ostblock damals fehlt Ihnen Erfahrung und am Anfang der Zweitausender Jahre, teilweise vielleicht bis heute, das Geld. Da geht viel für Hotel und Skipass drauf, da spart man dann am Unterricht.
Deswegen sehe ich sehr viele von denen ohne Skilehrer fahren oder mit eigenen, aber da ist das Wissen dann auch sehr begrenzt.

Was mich noch wundert, selbst in der Vorweihnachtszeit im Pustertal, als auch jetzt im Januar in den Dolomiten, ich sehe aus Osteuropa wahnsinnig viele schulpflichtige Kinder. Eine Schulpflicht scheint es dort nicht zu geben. Ferien zu dieser Zeit sind mir nicht bekannt.
Wenn das ein Tscheche ließt. :lol: :lol:
Find ich schon fast frech, die Osteuropäer als zu arm für Skischule abzustempeln. Kaum ein Land ohne Hochgebirge hat so viele Skilifte wie CZ. Auch schon während des Ostblocks war dies so. Man hatte viele Poma Patente und hat u.a viele KSSL aufgestellt. Slowakei ähnlich. Nach Schweiz, Österreich und Skandinavien ist der Anteil an aktiven Skifahrern in CZ am höchsten in ganz Europa. Die haben Skifahren sogar im Lehrplan und jede Schule macht mind. eine Woche Ski als Klassenfahrt.
Die brauchen keine teurere Skischule in den Alpen, weil sie vor der Haustür mehr als genug Skischulen haben.
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Re: Problem Kamikaze-Fahrer

Beitrag von Menja »

Ich möchte es eben genau nicht an einer Nationalität oder Altersgruppe festmachen. Ich wurde letztes Jahr ( brav am ganz linken Pistenrand fahrend) von einem ca.60 jährigen angetrunkenen Briten seitwärts „ abgeschossen“. Nur über meine Skier gefahren Nichts passiert. Mein Mann wurde von einem ca. 18 jährigen Italiener gecrasht. (Diese Woche) Ebenfalls am linken Pistenrand in Falllinie fahrend. Er hat unsere Anfängerin abgeschirmt. Zum Glück auch Nichts passiert.
Bei dem Vorfall mit dem Briten haben aber die Crabinieri den Vorgang vom Lift unten beobachtet und ich denke es hatte ein Nachspiel für ihn…..Solche Unfälle sind einfach unnötig…..sollen deshalb die Italiener jetzt schlechtere Pistenpflege betreiben damit langsamer und kontrollierter gefahren wird?
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Re: Problem Kamikaze-Fahrer

Beitrag von sheridan »

Heute ist mir am Viderjoch 2 auch einer von hinten links reingefahren mit Materialkontakt, aber zum Glück kein Sturz. Ich wollte von rechts nach links, er nacht rechts. Ist natürlich der Klassiker bei Gabelungen. Ich hab den Typ gar nicht gesehen, weil er von hinten links in meinem toten Winkel kam. Aber irgendwelche Anstalten, eine Kollision zu vermeiden hat er auch nicht gemacht. Einfach mal weiter durchgezogen. War natürlich meine Schuld, dass ich keine Augen auf dem Rücken habe ..
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Re: Problem Kamikaze-Fahrer

Beitrag von Wooly »

ski-chrigel hat geschrieben: 24.01.2026, 15:00 Mein Kollege berichtete da was anderes: Die reine Geschwindigkeit sei bereits Stein des Anstosses. Ich selber war noch nie in den USA auf den Skis und verspüre auch keinen Reiz dazu.
Kann ich bei einem Schweizer aktuell natürlich verstehen ... ;-) ... aber es ging überhaupt nicht um Geschwindigkeit. War in Copper Mountain, und wirklich entspannt, aber wenn jemand dachte er muss im Schuss am Rand wie ein Bekloppter den Hang runterbrettern, ohne wirklich Kontrolle, dann haben sie denjenigen unten am Lift abgefangen und freundlich an die Regeln erinnert.
enviadi hat geschrieben: 24.01.2026, 16:08 ... Da fände ich es viel sinnvoller, die Leute entsprechend zu sensibilisieren. Gerade bei Skilagern gäbe es dafür ja Gelegenheit, schliesslich sollen diese ja auch einen Bildungszweck erfüllen. ;-)
Genau das machen die Guards ja ... Sozialisierung in Skilagern scheitert wohl definitiv daran das heute keiner mehr ins "Skilager" fährt ... aber ganz ehrlich, das war auch vor 30 Jahren kein Garant für rücksichtsvoller Skifahren ... genauso wie die vielen Schilder mit den FIS Regeln drauf .. :mrgreen:
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Re: Problem Kamikaze-Fahrer

Beitrag von hch »

Wooly hat geschrieben: 24.01.2026, 14:48 Ganz ehrlich, es geht ja nicht um Geschwindigkeit, sondern um rücksichtsloses Verhalten. Und die US Guides haben das imho sehr gut gemacht, ein paar mahnende Worte hier, eine Ansage da ... ich habe mich keineswegs eingeschränkt gefühlt, aber die Wirkung war glaube ich da ... es war schon entspannter als in den Alpen.
ski-chrigel hat geschrieben: 24.01.2026, 15:00 Mein Kollege berichtete da was anderes: Die reine Geschwindigkeit sei bereits Stein des Anstosses.
Ski Guides gib es eh nicht, bzw. das ist etwas komplett anderes. Das ist prinzipiell die Ski Patrol, also Mischung aus Pistenrettung, Pistendienst und Lawinenkommission, typischerweise in roten Jacken. Dass diese wegen zu schnell fahren im Normalbetrieb meckern habe ich noch nie erlebt, aber es gibt hin und wieder explizite Langsamfahrstellen, vor allem bei gefährlichen Kreuzungen und da wo Verbindungspisten mit Anfängerbereichen zusammenkommen. Da stehen dann gerne mal Hilfskräfte (meist in gelben Jacken) und sorgen dafür dass auch wirklich langsam gefahren wird. Im Allgemeinen zu Recht. Als guter Skifahrer kommt man mit diesen Bereichen aber meist nicht wirklich viel in Kontakt.

Auch wenn ich schon hunderte Skitage in Nordamerika zusammen habe ist, dass natürlich nicht abschließend, Alte amerikanische Skifilme spielen oft mit der Idee eine Bösen Skipatrol und den coolen schnellen Helden, das wird schon irgendwoher kommen.

Das Skifahren ist vor allem deshalb entspannter weil die allermeisten Skigebiete viel mehr Pisten/Routenfläche für die Gegenbene Liftkapazität haben. Die Gebiete und Bereiche bei eine geringe relative Liftkapazität haben sind auch bei uns die entspanntesten.
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Re: Problem Kamikaze-Fahrer

Beitrag von Wooly »

hch hat geschrieben: 25.01.2026, 09:25
Ski Guides gib es eh nicht, bzw. das ist etwas komplett anderes. Das ist prinzipiell die Ski Patrol, also Mischung aus Pistenrettung, Pistendienst und Lawinenkommission, typischerweise in roten Jacken. Dass diese wegen zu schnell fahren im Normalbetrieb meckern habe ich noch nie erlebt, aber es gibt hin und wieder explizite Langsamfahrstellen, vor allem bei gefährlichen Kreuzungen und da wo Verbindungspisten mit Anfängerbereichen zusammenkommen. Da stehen dann gerne mal Hilfskräfte (meist in gelben Jacken) und sorgen dafür dass auch wirklich langsam gefahren wird. Im Allgemeinen zu Recht. Als guter Skifahrer kommt man mit diesen Bereichen aber meist nicht wirklich viel in Kontakt.
Merci, ich war bis jetzt leider nur einen einzigen Tag in den USA Skifahren ... in Copper hatten sie aber defintiv "Guide" auf der Jacke, es war aber auch irgendein "Snowfestival" am laufen, mit Veranstaltungen etc., vielleicht waren die nur temporär da. Aber wie gesagt, schlecht fand ich die Idee nicht, wenn gut umgesetzt.
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Re: Problem Kamikaze-Fahrer

Beitrag von skifuzziWi »

Passend zum Thema
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Re: Problem Kamikaze-Fahrer

Beitrag von skifuzziWi »

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Re: Problem Kamikaze-Fahrer

Beitrag von NeusserGletscher »

Dein Einverständnis vorausgesetzt, antworte ich hier, weil es besser zum Thema passt:
ski-chrigel hat geschrieben: 25.01.2026, 14:03
NeusserGletscher hat geschrieben: 25.01.2026, 13:12
highlander hat geschrieben: 25.01.2026, 12:59 Mit welchem Tempo muss dieser Snowboarder über diese Kuppe geschossen sein, das der Skifahrer vor Ort noch gestorben ist...
Aber da sind wir wieder bei den Kamikazefahrern, in denen manche partout kein Problem sehen wollen.
Naja. Glaubst Du denn wirklich, dass man mit einer Pistenpolizei sowas verhindern kann? Von einem 29jährigen würde man tatsächlich erwarten, dass er sich bewusst ist, was hinter einer Kuppe sein könnte. Aber eben, solche Deppen gibt es halt einfach. Deswegen spreche ich jedoch nicht von einem generellen Problem. Der grösste Teil verhält sich mE. vernünftig und risikobewusst.
Nein, ich denke nicht, dass eine Pistenpolizei dazu da ist, massive Defizite im Sozialverhalten und in der Erziehung auszugleichen. Solche Skifahrer waren ja irgend wann einmal in ihrer Jugend mit Erwachsenen unterwegs. Mit Eltern, Lehrern oder Ausbildern im Skilager. Mit 29 ist der Zug eigentlich schon abgefahren, um solchen Typen beizubringen, wie man sich auf einer öffentlich zugänglichen Piste zu verhalten hat. Möglicherweise wird er nun für sein mutmaßlich rücksichtsloses Verhalten angeklagt und verurteilt. Aber der Familienvater wird dadurch auch nicht mehr lebendig.
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Re: Problem Kamikaze-Fahrer

Beitrag von ski-chrigel »

Ja, ist besser hier.
Und ja, der Snowboarder wird sich sw. vor Gericht verantworten müssen.
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2024/25:132Tg:22xLaax,21.5xKlewen,13xDolo,12xH’tux,11xA‘matt,9xZ’matt,3.5xIschgl,3xKauni,3xDavos,3xPitz,3xStelvio,3xTignes,2xSölden,2xALH,2xVals,2xPenken,2xStubai,1.5xNassfeld,1xPizol,1xGurgl,1xFee,1xSFL,1xOsttirol,1xSHLF,1xSkiwelt,1xNauders,1xÖtzKüh,1xPaganella,1xFrutt,0.5xScuol,0.5xM365,0.5xFlumsi,1xSkitour
2023/24:125 2022/23:121 2021/22:140 2020/21:150 2019/20:101 2018/19:129 2017/18:143 2016/17:127 2015/16:129 2014/15:121 2013/14:65 2012/13:48 2011/12:62 2010/11:83
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Turms
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Re: Problem Kamikaze-Fahrer

Beitrag von Turms »

Ich glaube, das passt hier. Ich war gestern wieder mit dem Skiverein in Oberjoch.
Ehrlich gesagt verstehe ich das alles nicht. Schon am Anfang der Straße habe ich gemerkt, dass es schlimm wird. Aber was war das bitte?
Ich habe hier schon über Holländer und Franzosen geschrieben. Aber ganz ehrlich: Die Deutschen die ich gestern gesehen habe sind keinen Deut besser.

Ich habe noch nie so viele überforderte und völlig unkontrollierte Skifahrer gesehen. Und ein Skigebiet, das fast den halben Tag im Schatten liegt, macht die Sache nur noch schlimmer. Dazu kommen noch die Leute, die überall herumstehen. Mitten auf der Piste, genau dort, wo man vom Schlepplift wegfahren muss – überall.
So ein dummes, rücksichtsloses und teilweise arrogantes Verhalten habe ich ehrlich gesagt noch nie erlebt.
Zweimal ist mir jemand reingefahren, und ich war fast ganz an den Rand der Piste gewartet, nur um den Massen zu entkommen und halbwegs ohne Angst weiterzufahren. Nach drei Abfahrten habe ich gesagt: Es reicht. Ich will nicht im Krankenhaus landen.

Aber warum? Nur weil es nicht so weit ist? Billig ist es nicht, groß ist es auch nicht … warum also? Warum fährt jemand aus München extra dort hin?
Und ich rede hier ausdrücklich von Tagesausflüglern.
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Re: Problem Kamikaze-Fahrer

Beitrag von Menja »

Nochmal!!! Bitte nicht an Nationalität oder Alter festmachen. Es ist wie beim Auto Fahren….warum Rücksichtnahme…Ich,Ich,Ich zählt nur noch. So ist es auf der Piste auch, das leichtere „Erlernen“ des Sports durch die Carvingeinführung gibt ein Übriges dazu.
Warum alle ans Oberjoch gehen erschliesst sich mir leider auch nicht….ich hatte ja hierzu schon Posts dazu. Und ja ich fand es dort auch schon furchteinflössend gefährlich….
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Re: Problem Kamikaze-Fahrer

Beitrag von Turms »

Es geht weniger um die Nationalität, sondern eher darum, wo jemand lebt.
Wer in der Schweiz wohnt, sammelt automatisch mehr Erfahrung mit Schnee und winterlichen Straßen als jemand aus Griechenland. Klar gibt es Ausnahmen, aber im Allgemeinen ist das schon ein Unterschied. So glaube ich.
Aber wir sind off topic
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Re: Problem Kamikaze-Fahrer

Beitrag von sheridan »

Mir ist letztens eine dumme Situation passiert. Vor mir fährt Pisten-mittig einer +/- gleiches Tempo, ich etwas dahinter im rechten Drittel. Vor mir taucht dann ein Kind am rechten Pistenrand auf, das nach oben schaut, rechts davon aber sicher noch 3m Platz. Daher mein Plan, rechts vorbeizufahren. Jetzt dreht aber der andere Fahrer aus der Mitte voll nach rechts zu dem Kind, anscheinend waren die zusammen. Gab vorher aber keine Indikation darauf. Der Typ fährt aber so weit nach rechts - vllt 1m zum Rand - dass ich nicht mehr ausweichen kann. Also schön "den Sack zugemacht". Für einen Richtungswechsel war es dann zu spät. Ich bin ihm dann über die Latten drübergefahren, zum Glück sonst nichts passiert. So schnell wird man zum Pistenrowdy .. aber irgendwie hat mich das etwas ratlos hinterlassen.
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Re: Problem Kamikaze-Fahrer

Beitrag von Turms »

Als ich mit snowboard angefangen habe, hatte ich die Gewohnheit ab und zu zur Seite zu warten bis der Piste relativ leer wird. In den letzten Jahren mache ich das nicht mehr. Ich glaube ich muss wieder so machen
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Re: Problem Kamikaze-Fahrer

Beitrag von extremecarver »

sheridan hat geschrieben: 01.02.2026, 20:54 Mir ist letztens eine dumme Situation passiert. Vor mir fährt Pisten-mittig einer +/- gleiches Tempo, ich etwas dahinter im rechten Drittel. Vor mir taucht dann ein Kind am rechten Pistenrand auf, das nach oben schaut, rechts davon aber sicher noch 3m Platz. Daher mein Plan, rechts vorbeizufahren. Jetzt dreht aber der andere Fahrer aus der Mitte voll nach rechts zu dem Kind, anscheinend waren die zusammen. Gab vorher aber keine Indikation darauf. Der Typ fährt aber so weit nach rechts - vllt 1m zum Rand - dass ich nicht mehr ausweichen kann. Also schön "den Sack zugemacht". Für einen Richtungswechsel war es dann zu spät. Ich bin ihm dann über die Latten drübergefahren, zum Glück sonst nichts passiert. So schnell wird man zum Pistenrowdy .. aber irgendwie hat mich das etwas ratlos hinterlassen.
Das ist halt deinerseits die FIS Regeln eindeutig nicht kapiert - solange der vor dir nicht bergauf gefahren ist. Man muss immer damit rechnen dass jemand vor einem die Richtung/Schwungart abrupt ändert - und dafür genug Abstand lassen.

Und ja meist ist ein Unfall halt weil jemand unerwartet reagiert und jemand anderes nicht damit rechnet.

Und außen überholen ist meist weniger Ausweichmöglichkeiten wie innen. Aber ja Ich lasse meist 1-2m Platz wenn Ich quasi volle Breite über die Piste carve sollte doch unerwartet jemand außen vorbei wollen. Aber ich sehe mehr zusammen Stöße außen wie mittig auf Pisten. Mittig hat man halt zwei Möglichkeiten
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Re: Problem Kamikaze-Fahrer

Beitrag von FataMorgana »

Ich fahre auch mitunter schnell. Aber nur, wenn ich grossen Abstand halten kann. Es ist mir in letzter Zeit aufgefallen, dass ich von sehr guten Skifahrern in aus meiner Sicht geringem Abstand überholt wurde. Gleiches gilt für Snowboarder, die ich mitunter für noch gefährlicher halte weil sie einen zu toten Blickwinkel haben. Ein sehr guter Skifahrer kann auch abrupt Bewegungen überraschend verändern. Man kann auch so extrem Carven, dass man den Hang wieder hinauffährt. Je nach Schneverhältnissen fahre ich manchmal sehr schnell, um schlichtweg Abstand zu gewinnen. Ski Chrigel hat recht. Grosse Kurven nebeneinander sind auch gefährlich. Auch da passe ich meine Fahrweise an, um das zu vermeiden.
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sheridan
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Re: Problem Kamikaze-Fahrer

Beitrag von sheridan »

Die FIS-Regeln sind mir klar, darum geht es gar nicht. Mein Punkt war, dass man durch die Dynamik einer Situation schnell überrascht werden kann. Und ein gewisses heuristisches Verhalten ist die Grundlage dafür, dass man überhaupt auf einer öffentlichen Piste fahren kann. Wenn jeder permanent unvorhersehbare Haken schlagen würde wie die Hasen, dann wäre das nicht möglich.
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Re: Problem Kamikaze-Fahrer

Beitrag von sheridan »

Hier noch ein paar interessante Statistiken von der Suva.

https://www.srf.ch/radio-srf-1/gefahren ... ie-koennen
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