Zum Lift: Der Lift ist ca. 850 Meter lang (online findet man auch andere Angaben, 850 m sagt Google Earth) und macht dabei knapp 300 Höhenmeter. Damit erreicht er eine mittlere Steigung von 35,3 %. Ich konnte keinen Lift im Schwarzwald finden, der eine höhere Steigung aufweist. Der 2er-Sessel Weltcup, Kandelblick und Aftersteg kamen beide mit etwas mehr als 33 % mittlerer Steigung knapp an den Hornlift heran (das sind meine Ergebnisse aus einer kurzen Internetrecherche und nicht empirisch belastbar), wobei zwei von den Liften deutlich kürzer sind als der Hornlift. In Summe lässt sich festhalten: lang, steil und viel Fläche. Die Fläche wollte ich ebenfalls nachprüfen und habe einmal die gesamte fahrbare Fläche mithilfe von Google Earth bestimmt. Ich kam auf unglaubliche 660.000 m^2. Zudem gibt es auch eine Flutlichtanlage.
Bericht: Also machte ich mich am Sonntagmorgen pünktlich auf den Weg in Richtung Fröhnd und bekam direkt am Notschrei zu spüren, was das heute für ein Großkampftag werden würde. Nachdem ich am Tag davor schon ewig einem Bus am Notschrei mit durchschnittlich 20 km/h folgen durfte, ging diesmal knapp 1 km vor dem Notschrei gar nichts mehr: Stau. Insgesamt 20 Minuten hat mich der Rückstau vom Parkplatz gekostet, und oben platzten die Parkplätze bereits aus allen Nähten. Die weitere Fahrt war unspektakulär. Am Hornlift angekommen habe ich direkt einen Parkplatz vor der Talstation bekommen, ohne mich dabei mit 10 Leuten streiten zu müssen, wer denn jetzt zuerst da war. Wenn die alle da oben wüssten, dass man 20 Minuten weiterfahren könnte und man sich dort nicht um Parkplätze prügeln muss und zudem ein deutlich besseres Skierlebnis hat …
Ich habe mir eine Halbtageskarte gekauft, da ich eigentlich gegen Mittag noch einen Abstecher nach Herrenschwand machen wollte. Die Rechnung habe ich allerdings ohne die Straße gemacht. Alternativprogramm war dann Belchen und Feldberg (viewtopic.php?p=52656#p52656). Anfangs war das Wetter noch sehr schlecht und die Sicht auf wenige Meter beschränkt, was wirklich eine Herausforderung darstellte. Es gibt zwar eine Piste direkt am Lift, die man problemlos fahren konnte, da ich mich am Lift orientieren konnte. Bei den anderen Pisten war ich aufgrund des Wetters jedoch ziemlich verloren, da die Pisten nicht markiert waren (Hab ich auch nicht erwartet) und man nicht immer der Präparierung folgen konnte. Daher hielt ich mich bei den ersten Fahrten nah am Lift auf. Die Piste direkt am Lift war überraschend griffig und sehr gut für Kurzschwünge geeignet, dazu anspruchsvolles Gefälle.
Im Laufe des Vormittags bin ich dann immer mehr Varianten gefahren und viel Tiefschnee. Es hat einfach wahnsinnig gebockt
Fazit: Ich kenne keinen Schlepplift im Schwarzwald, der einem eine solch große Fläche erschließt. Die Varianten an diesem Hang sind schier grenzenlos und das alles in einem durchaus anspruchsvollen Gelände. Man hat zwar einen Sponsor im Rücken, doch bei der niedrigen Höhe und dem hohen Anteil an ehrenamtlicher Arbeit wird dieser Lift wohl kaum noch ewig seine Runden drehen können. Daher: Wenn der Hornlift läuft und ihr irgendwie die Möglichkeit habt, hinzukommen, macht es. Es ist ein Highlight. Die gesamte Fläche welche man vom Lift gut befahren kann. Am morgen noch Nebel (es war noch schlimmer, aber da hab ich keine Bilder gemacht) Tiefschnee Es war gut besucht, die meisten Bügel waren belegt. Man musste aber nie länger warten als 2 Bügel. Der Ziehweg durch den Wald Falls jemand eine Unterkunft sucht, bietet Ski in&out
