Die Abkühlung kam dann aber nicht, stattdessen regnete es bei Plusgeraden den ganzen Nachmittag bis nach Furano. Da neuer Regen zwar langfristig nicht gut für die Schneelage ist, aber kurzfristig durchaus für gut zu fahrende Pisten sorgt, gönne ich mir noch den Flutlichtbetrieb wenige Gehminuten von unserem Hotel. Der Kitanomine Swift Lift No. 1, eine längerer ältliche kuppelbare 4er Seseelbahn befüttert ein recht ansprechendes Pistenangebot.
Es gibt sogar eine Außenherum-Piste durch den Wald, die unten allerdings sehr flach wird.
Panorama mit der Stadt Furano (ca. 22.000 Einwohner) im Hintergrund.
Eine kleine Einführung zum Skigebiet (Pistenplan): Das Skigebiet besteht aus zwei miteinander verbundenen Teilen. Wir sind am Fuße der Kitanomine Zone untergebracht. Dieser Teil fädelt sich eigentlich nur entlang der sehr langen Gondelbahn mit fast 3km Länge und fast 700 Höhenmeter auf. Der untere und flacherer Teil wird auch von der 4KSB bedient, zudem gibt es noch einen Zweiersessel der den ersten steilen Teil erschließt. Dafür gibt es erstaunlich viele Pistenvarianten. Ein Verbindungslift für hinüber in die Furano-Zone, die eigentlich ähnlich aufgebaut ist. Eine PB erschließt fast alle Pisten, ist aber im unteren Teil durch eine sehr lange 4KSB mit Bubbles gedoppelt, und im oberen Teil mit einer 2SB. Ganz oben gibt es eine weiter 2SB, die den höchsten Punkt erschließt, und unten eine für Anfänger, die keine neuen Pisten erschließt. Für alle, die lieber Powder mögen, werden einige Pisten nicht präperiert, zudem gibt es die "Premium Zone", die ebenfalls eine Art Skiroute ist. Für Japan relative unüblich gibt es zudem offizielle Tore, über die man das Skigebiet in das freie Skigelände verlassen darf. Dafür soll man sich bei den lokalen Behörden zuerst registrieren, aber kontrolliert wird das nicht.
Die Kitanomine-Zone ist dabei im urbaneren Bereich, Kitanomine ist ein Stadtteil/Vorort von Furano, während die Furano-Zone in der Pampa steht und eigentlich nur aus dem großen Shin-Furano Hotel des Skigebietsbetriebers besteht.
Leider wurde das Wetter nicht viel besser, also haben wir erstmal das Skigebiet erkundet. Blick auf die Basis der Furano-Zone mit dem Shin-Furano Hotel:
Talstation der Sesselbahn:
Noch ein Blick auf die Piste in der Furano-Zone. Die Pisten fahren sich heute ziemlich gut, obwohl es definitiv an Schnee Mangelt. Die Furano-Zone führt dabei noch etwas weiter herunter, hat dafür aber im unteren Bereich auch Schneelanzen und Kanonen und somit etwas Kunstschnee. Der wird ab Mittag sulzig, und damit für mich sehr schön zu fahren.
Wieder zurück in Kitanomine:
Endlich auch ein Blick von oben, kurz nach dem Ausstieg aus der EUB:
Kurz vor dem Betriebschluß der Gondel um 15:10 wird der Schnee dann auch hier endlich weich, ähnlich wie beim Nachtski am Vormittag und fängt an mir richtig zu gefallen.
Der nächste Tag verläuft ähnlich, eher mittelmäßige Sicht, mittelmäßiger Pistenzustand, dazu recht kalt und windig. Dementsprechend sind die Skitage eher nicht Tagesfüllen. Den Powderroom in WC-Bereich der Talstation konnent wir also noch nicht nutzen (wofür eigentlich?
In der Nacht zum 27.12. kommt dann endlich eine ordentliche Ladung Schnee, aber haben wir für den Tag schon einen Flug nach Honshu gebucht und müssen zeitig aufbrechen. Da ich deutlich motivierter als meine Frau bin, versuche ich gleich zur Öffnung bei der Gondel zu sein. Die aber im Gegensatz zum Sessellift und der Furano-Zone nicht um 08:30 sondern erst um 09:00 öffnet
Also erst mal Lift fahren. Beim Warten in der Schlange fällt der Blick auf das "imposante" Familienhotel mit dem schönen Namen "Naturwald":
Die Piste wurden in der Nacht noch präperiert, darauf ist aber noch etwas Schnee gefallen und ist sehr schön zu fahren:
Aber nachdem sich an der Gondel um 08:40 schon eine Schlange bildet geselle ich mich dazu. Die Schlange wird immer länger:
Die erste Abfahrt führt über die K2-Piste/Route direkt unter der Gondel die auch am Vortag ohne Neuchnee schon recht gut fahrbar war. Der Neuschnee ist wirklich sehr schön leicht und fluffig, aber leider nicht sehr viel, mindestens jeder 2. Schwung schlägt also auf die harte Unterlage durch. Es macht aber troztdem Spaß
Die Schlange ist nicht besser geworden, und eine Runde an der Gondel dauert heute damit über 30 Minuten statt der ca. 20 der letzten Tage
Dafür wird das Wetter langsam besser.
Oben angekommen ist es nach der zweiten Gondelfahrt schon sonnig. Zudem stehen 3 einheimische Snowboarder vor der Absperrung zur "Premium Zone", die vorher noch geschlossen war. Also schau ich vorbei, Öffnungszeit 10:00, ah!
Es war 09:53, warten sollte ich also trotz engem Zeitplan lohnen. Noch einmal schnell zum WC-Container, und auf dem Rückweg sehe ich einen Liftler zum Zaun spazieren. Wird hier in Japan etwas vor dem Zeitplan passieren? Also etwas Beschleunigen, in die Bindungen, und .... der Zaun ist weg. Auf dem Kurzen Ziehweg habe ich mit Ski gegenüber den Snowboardern einen gewissen Vorteil, und so geht sich noch diese Photo vor der First Line (ok, zwei Spuren von den Patrouillern waren schon da). In dieser Kammer sammelt sich der Schnee wirklich gut, und trotz der eher geringen Neuschneemenge gehen sich die meisten Schwünge ohne Kontakt zum Untergrund aus. So geht Premium!
Unten geht es über die Hinterum-Abfahrt im Wald heraus, noch ein Bild vom stillgelegten Hotel bei der selbigen:
Blick aus der Gondel auf den oberen Teil des Skigebiets:
Einfahrt in die Bergstation:
Die K3-Abfahrt von meiner ersten Runde wird inzwischen von Skifahren mit unterschiedlichstem Können zerpflügft:
Ausblick auf die Premium-Zone. Rechts kann man recht einfach hineinschieben, links muß schon mehr aufgestiegen werden:
Inzwischen ist auch hier leider alles komplett zerfahren:
Und mir bleibt nur noch wenig Zeit, gerade genug für eine Runde mit dem Verbindungslift. Trotz des harmlosen Namens erschließt dieser eine anspruchsvolle Piste, aber vor allem über zwei Toren interessantes Freies Gelände, auch direkt unter dem Lift:
Waldpanorama:
Ausblick auf die Furano-Zone nach dem Ausstieg:
Diese etwas schwindelige Brücke, führt mich von der Lift-Line wieder ins Skigebiet:
Und auf die nette Waldabfahrt:
Fazit: Furano hat mir sehr gefallen, ich würde gerne mit mehr Schnee wiederkommen..
