Gestern Morgen (Sonntag) wurde ich mit einer tollen Aussicht begrüßt und nach dem Frühstück machte ich mich direkt auf den Weg nach Les Carroz.
Vor Ort habe ich mich dann entschieden, ein Ticket an der Kasse zu kaufen und nicht den Ski à la carte Pass wie in den 3 Vallées zu verwenden, da das Grand Massif mehrere Ticketoptionen für Ski à la carte hat und ich nicht wusste, welche beim Drehkreuz-Scan aktiviert wird. Falls sich jemand damit auskennt, würde ich mich über eine Erklärung freuen.
Das Ticket hat inklusive Keycard 61 € gekostet, nicht außergewöhnlich günstig im französischen Vergleich, im Vergleich mit anderen Alpenländern aber deutlich günstiger. Wenn ich in einem neuen Skigebiet bin, nehme ich mir eigentlich immer einen Pistenplan aus Papier mit. Einmal für den Tag zur Orientierung, was ich lieber habe als nur auf dem Handy, und als Andenken. Zu meiner Überraschung kostet der Pistenplan im Grand Massif tatsächlich Geld. Zwar nur 1 €, aber sehr ungewöhnlich und befremdlich. Dies wurde an der Kasse mit ökologischen Gründen erklärt.
Der Andrang im Tal war durchaus groß und ich hatte schon Angst, dass es überfüllt sein wird, da meines Wissens das Grand Massif gerne ein Kandidat für Überfüllung ist. Im Endeffekt war es aber nur gut besucht und nicht überfüllt. Anstehen musste man nur an der DMC.
Nun ging es endlich auf die Ski. Der Plan war, zuerst nach Flaine zu gehen, dort die meiste Zeit zu verbringen und am Nachmittag noch so viel wie möglich im Village Teil zu erkunden. Zuerst ging es in Flaine mit der DMC zum höchsten Punkt des Skigebiets. Das Panorama von dort oben ist wirklich gewaltig, auch wenn der Mont Blanc den ganzen Tag in Wolken gehüllt war. Skifahrerisch war der Tag eher mau, da die meisten Pisten relativ schmale und eisige Kunstschneepisten waren. Nur in Flaine lag mehr Naturschnee, als ich erwartet habe. Dafür war den ganzen Tag Staunen über das Panorama angesagt.
Nachdem ich alle geöffneten Lifte in Flaine mindestens einmal fahren konnte, ging es gegen halb zwei mit dem Korblift und dem 8er-Sessellift Grands Vans zurück in Richtung Village-Sektor. In dem Bereich gibt es wirklich einige beachtlich lange Sessellifte, und die Pisten nach Samoëns waren in einem überraschend guten Zustand für die Uhrzeit und die Schneesituation.
Im Sektor Les Carroz bin ich dann auch einer ganz komischen Konstruktion begegnet: Da hat wohl jemand eine Gondel der Télécabine Kédeuze an einen fix geklemmten 2er-Sessellift gehängt.
Zudem konnte ich auch mit dem neuen Sessellift Gron fahren. Die Piste war in einem schlechten Zustand und ich habe von der Abfahrt bestimmt zwei Erinnerungsmacken in meinen Skiern mitgenommen.
Ich habe mich dazu entschieden, die Talabfahrt zu fahren, obwohl ich Schlimmes erwartet habe. Die Piste war auch in einem ähnlich schlechten Zustand, aber am Ende bin ich irgendwie heruntergekommen, ohne größere Steine mitzunehmen.
Fazit des Tages ist, dass es die richtige Entscheidung war, an dem Tag ins Grand Massif zu fahren und nicht nach Megève oder Espace Diamant. Ich habe davor nicht wirklich viel von dem Skigebiet erwartet, aber in Sachen Panorama konnte es mich wirklich vollends überzeugen. Skifahrerisch war es, wie bereits angesprochen, eher mau, aber man muss fairerweise sagen, dass es in den anderen Skigebieten in der Region sicher nicht besser war. Ich denke, Flaine hat von allen Skigebieten dort noch die besten Schneebedingungen.
Es war zwar ein Abstieg von den 3 Vallées ins Grand Massif, aber nicht so ein großer Abstieg wie jetzt vom Grand Massif in den Schwarzwald, wo nur noch das Förderband in Betrieb ist
