Skischuhe orthopädisch unterfüttern

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Tirolfan
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Skischuhe orthopädisch unterfüttern

Beitrag von Tirolfan »

Hallo,mich hats letzte Saison in Sölden leider erwischt und bei einem Sturz habe ich mir den Oberschenkelhals gebrochen. In der Klinik wurde es verschraubt und so wie es auf den Bildern aussah war der Heilungsverlauf gut aus. Nach dreieinhalb Monaten habe ich beim Laufen festgestellt das das operierte Bein kürzer ist. Laut Sanitätshaus sind 2,5cm auszugleichen. Ich würde ja gerne weiter Ski fahren und wüsste gerne, ob es die Möglichkeit gibt den Skischuh in dieser Form zu verändern(unterfüttern) das man dort auch gerade steht und wer sowas macht.
Gruß und danke für hilfreiche Antworten
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Turms
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Re: Skischuhe orthopädisch unterfüttern

Beitrag von Turms »

Mann, wie ist das denn passiert? Erstmal alles Gute für dich!
Es gibt ein paar Sanitätshäuser, die auf Skischuhe spezialisiert sind – aber ich kenne nur eines in der Nähe von Göppingen (DE). Ich weiß ja nicht, wo du wohnst.

Den Skischuh in dieser Form zu verändern, halte ich für schwierig. Wenn es 2,5 Millimeter wären – okay. Aber 2,5 Zentimeter?

Vielleicht wäre eine zusätzliche Außensohle eine Lösung? Also dass man die Sohle um 2,5 cm verstärkt?
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Nur ein Snowboarder kennt dieses Feeling. Und wenn du es einmal selbst gefühlt hast, ist es unmöglich, nicht mehr zu wollen. Es macht so süchtig, dass es eigentlich illegal sein sollte, aber das ist es nicht und deshalb machen sie so gute Snowboards, dass du nach dem Fahren darauf alles verkaufen und in die Berge ziehen willst, weil ein Mann ein Gleichgewicht in seinem Leben haben muss, und dieses Gleichgewicht sollte 80% Snowboarden und 20% Arbeit sein.
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hitparade
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Re: Skischuhe orthopädisch unterfüttern

Beitrag von hitparade »

Zusätzliche Aussensohle dürfte ebenfalls schwirig sein, da der Schuh dann nicht mehr in die Bindung passt. Wie wäre es, die Bindung auf einer 2.5cm höheren Platte zu schrauben?
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Re: Skischuhe orthopädisch unterfüttern

Beitrag von NeusserGletscher »

Ich denke nicht, dass dies so trivial ist. Denn die Verkürzung betrifft ja den Oberschenkel. Eine wie auch immer geartete Unterfütterung würde aber den Unterschenkel anheben. Im Ergebnis befinden sich die Knie nicht mehr auf einer Höhe. Die Geometrie ist also so oder so nicht mehr im Lot. Keine Ahnung, was am Ende besser ist.
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highlander
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Re: Skischuhe orthopädisch unterfüttern

Beitrag von highlander »

von mir auch zunächst einmal erst Alles Gute ...
und so eine Verkürzung gleich um 2,5 cm nach einer OP habe ich noch nie gehört...
Was sagen denn die Ärzte zu diesem Thema, das so etwas überhaupt hat passieren können... ?

Ich denke das skifahren damit noch das geringste Problem sein dürfte...
da wie die Vorredener bereits erwähnt hatten, die Verkürzung den Oberschenkel betrifft,
und die Kniegelenke noch auf gleicher Höhe sind.
Ich würde es zunächst ohne jegliche Veränderung einfach einmal ausprobieren... :)
Denn da das skifahren ja überwiegend in gebeugter Kniestellung passiert,
sollte sich die Verkürzung beim skifahren selbst, eigentlich kaum bemerkbar machen.

Denn wie NeusserGletscher bereits erwähnt hat, würde ja jegliche Höhenveränderung unten an den Sportgeräten,
zusätzlich die noch gleiche Höhe der Kniegelenke verändern, und vermutlich die Situation beim skifahren,
eher verschlimmern als verbessern..

Aber nun abseits vom skifahren, der normale Alltag, wie gehen und stehen,
stelle ich mir als viel größeres Problem vor,
da sich dort diese Verkürzung auf die komplette Körperhaltung auswirkt...
und Rückenschmerzen durch diese Fehlstellung eigentlich vorprogrammiert sind...
und was sagen denn Deine Orthopäden denn zu diesem Thema ?
wo ich schon skifahren war:
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Tirolfan
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Re: Skischuhe orthopädisch unterfüttern

Beitrag von Tirolfan »

Danke erstmal für eure Antworten. Da ich morgen nochmals ne Untersuchung beim Orthopäden habe mit vorigem Röntgenbild, hoffe ich mal das die fehlende Muskulatur vielleicht noch etwas ausgleicht.Skifahren ist halt im Urlaub meine große Leidenschaft und da hoffe ich mal das es irgendwann wieder möglich ist. Für den Alltag wird es wohl erstmal ne Schuherhöhung geben ,da man diese Differenz mit Einlegesohlen nicht mehr ausgeglichen bekommt.
Ach so, weil gefragt wurde wo ich herkomme, ich wohne ne Stunde südlich von Hamburg,da steht bei Sanitätshäusern Skischuhe leider nicht so hoch im Kurs.
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Turms
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Re: Skischuhe orthopädisch unterfüttern

Beitrag von Turms »

vielleicht hier?
https://www.rollmann.de/sporteinlagen/

weit weg vom Hamburg aber....
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icedtea
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Re: Skischuhe orthopädisch unterfüttern

Beitrag von icedtea »

@Tirolfan: Hab dir eine persönliche Empfehlung via PN geschickt!
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highlander
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Re: Skischuhe orthopädisch unterfüttern

Beitrag von highlander »

Tirolfan hat geschrieben: 21.05.2025, 15:46 Danke erstmal für eure Antworten. Da ich morgen nochmals ne Untersuchung beim Orthopäden habe mit vorigem Röntgenbild, hoffe ich mal das die fehlende Muskulatur vielleicht noch etwas ausgleicht.Skifahren ist halt im Urlaub meine große Leidenschaft und da hoffe ich mal das es irgendwann wieder möglich ist. Für den Alltag wird es wohl erstmal ne Schuherhöhung geben ,da man diese Differenz mit Einlegesohlen nicht mehr ausgeglichen bekommt.
Ach so, weil gefragt wurde wo ich herkomme, ich wohne ne Stunde südlich von Hamburg,da steht bei Sanitätshäusern Skischuhe leider nicht so hoch im Kurs.
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Hallo nochmals, wie gesagt mein Vorschlag, versuche es zunächst einmal ohne irgendeine Anpassung an den Sportgeräten/Skischuhe..

Du hast ja 2 Skihallen in Deiner näheren Umgebung, eine Hamburg Wittenburg hat bis zum 20.10. geschlossen,
aber da Du südlich von Hamburg wohnst, dürfte Bispingen eh die nähere Halle für Dich sein. :D

https://bispingen.snowworld.com/oeffnungszeiten.html

Sobald Du aus medizinischer Sicht wieder Sport machen darfst, würde ich dort einfach einmal hinfahren, und es ohne jegliche Anpassung ausprobieren.. :D

Denn meiner Meinung verschlimmert jegliche Anpassung an Ski oder Skischuh eher die Situation, da nun zusätzlich ebenfalls die Kniegelenke unterschiedliche Höhe bekommen...
und die Steuerung beim skifahren, basiert ja hauptsächlich aus der Bewegung aus den Kniegelenken heraus...

Ich wünsche Dir Alles Gute , und drücke die Daumen, das man für Dein Problem im Alltag eine vernünftige Lösung findet...
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Re: Skischuhe orthopädisch unterfüttern

Beitrag von skifuzziWi »

Falls du doch am Material etwas ändern willst oder musst, H&N im Alpbachtal könnten eine gute Adresse sein, arbeiten auch viel für Rennläufer.

Google sie mal, gibt viele Videos von Ihnen
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NeusserGletscher
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Re: Skischuhe orthopädisch unterfüttern

Beitrag von NeusserGletscher »

highlander hat geschrieben: 21.05.2025, 10:33 und so eine Verkürzung gleich um 2,5 cm nach einer OP habe ich noch nie gehört...
Das ist aus meiner Erfahrung im Familien- und Bekanntenkreis bei Hüft- und Oberschenkel OPs durchaus möglich. Ich stelle mir das so vor, dass wenn an der Bruchstelle zu wenig Substanz ist, dann wird halt so weit abgeschnitten, bis der Knochen wieder stabil zusammen wachsen kann.
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extremecarver
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Re: Skischuhe orthopädisch unterfüttern

Beitrag von extremecarver »

Echte rennskischuhe könnte man gut 1cm erhöhen, aber bei Touristen Skischuhen wird das nicht klappen. Innen schafft man dafür evtl 5mm und könnte andere Seite 5mm tiefer setzen. Platte unter Bindung wäre wohl einfacher wenn man den Ski dann nie vertauscht... Aber ob das Sinn macht ist eine andere Sache. Ich denke maximal 1cm ausgleichen weil sonst der Ski auch anders fährt, bzw besser gleich sein lassen. Wäre es am Unterschenkel würde ich auch sagen mach es. Ich denke beim Skifahren ist es kein großes Problem. Geht man halt tiefer in Knie auf anderer Seite.

Ich fahre seit meiner Knie OP gut 10-20cm tiefer wie zuvor weil mein Knie kein Skifahren ohne Beugung kleiner 30-40° erlaubt. Man gewöhnt sich überraschend schnell daran...

Und wenn's wirklich blöd ist lasse ich einen Ski einfach immer Mal wieder an der Bergstation und fahre einbeinig (mache das meist für 1000hm pro Tag). Danach sind dann immerhin beide Beine etwas trainiert... Am Fahrrad hab ich beim kaputten Knie inzwischen 0.5-1% mehr Leistung wie auf der guten Seite. Ich glaube eben durch das ausgleichen beim Skifahren.... Zu Fuß sind so Ungleichheiten viele störender
valdebagnes
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Re: Skischuhe orthopädisch unterfüttern

Beitrag von valdebagnes »

einer der seltenen Fälle in denen Snowboard wohl einfacher wäre.
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Turms
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Re: Skischuhe orthopädisch unterfüttern

Beitrag von Turms »

valdebagnes hat geschrieben: 22.05.2025, 14:55 einer der seltenen Fälle in denen Snowboard wohl einfacher wäre.
eigentlich ja...
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Wetterstein
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Re: Skischuhe orthopädisch unterfüttern

Beitrag von Wetterstein »

Muss einmal ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern:
;)

-Ich bezweifle, dass eine Schenkelhalsfraktur beim einem jungen Patienten zu so einer großen BLD führt. Diese Frakturen sind im Röntgen manchmal sogar schwer zu erkennen. Bei einer sub/pertrochänteren Femurfraktur und/oder beim alten Patienten (mit Osteoporose) ist das natürlich nicht so.

-Eine BLD ist klinisch gar nicht so leicht zu bestimmen. Einem Sanitätshaus wurde ich da eher nicht vertrauen.

-Eine echte (im Röntgen Beckenübersicht im Stehen ausgemessene) BLD wird auch nicht vollständig ausgeglichen. Eher so minus 0,5 -1 cm und nach Befinden des Patienten.

-Eine BLD im Schischuh würde ich normalerweise nicht ausgleichen. Zu den Ausführungen von highlander viewtopic.php?p=40364#p40364 ist eigentlich nichts hinzuzufügen.

-Eine Fraktur wird eingerichtet und nicht mit der Säge nachbearbeitet, weil sie dann viel schlechter heilen würde.
Tirolfan
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Re: Skischuhe orthopädisch unterfüttern

Beitrag von Tirolfan »

Ich hatte gestern nen Chefarztgespräch und leider ist es möglich, das bei solch Trümmerbrüchen sich etwas verkürzt. Mir wurde ja ne Flexschraube eingesetzt .Die das ganze auf Spannung halten soll .Da hat sich seit dem letzten Röntgenbild (6W nach OP)zu heut (ca.3,8Monate nach OP)Die Schraube oder Buchse nach außen bewegt. Das passiert wohl wenn es nach 6Wochen noch nicht richtig zusammen gewachsen ist. Dadurch ergibt sich dann durch Stauchungsprozesse eine Beinlängendifferenz. Wieviel sie letztendlich ist , muss ich halt abwarten und noch so eingiges über mich ergehen lassen (CT ,Knochendichtemessung,Schilddrüse untersuchen wegen Vitamin d3).Wie gesagt der Muskelaufbau hängt gegenüber dem gesunden Bein noch viel hinterher und die Haut und Bänder geraten bei ner Kniebeuge auch eher auf Spannung ,als beim anderen Bein.Vielleicht zieht es sich dann noch etwas in die länge. Hab jetzt erstmal Schuhe von 2 und 2,5cm fertig machen lassen um erstmal ohne Gehstock vernünftig laufen zu können. Arbeiten geht als Landwirt auch noch nicht so genial, aber Rom ist auch nicht an einem Tag erbaut worden.
Mein Sanitätshaus hatte sich tatsächlich schon mal mit der Frage Skifahren und Längenunterschied befasst und mir gesagt maximal eine Sohle zum Ausgleich herein zu legen. Wie schon angesprochen stimmt es ja sonst mit der Kniehöhe nicht mehr.
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highterup
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Re: Skischuhe orthopädisch unterfüttern

Beitrag von highterup »

Würde da auch echt immer immer immer einen Facharzt fragen, die wissen oft besser Bescheid oder können auf jemanden verweisen, der weiterhelfen kann. Tut mir leid zu hören, das muss ganz schön schmerzhaft gewesen sein..
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NeusserGletscher
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Re: Skischuhe orthopädisch unterfüttern

Beitrag von NeusserGletscher »

Ich würde es erst einmal komplett ohne Ausgleich versuchen. Beim Skifahren fährt man selten auf einer Ebene, ein Bein nimmt je nach der Fahrtrichtung zum Hang eh mehr Kraft auf als das andere. Im Alltag oder etwa beim Joggen sieht es da schon anders aus.
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