Saisonabschluss am Corvatsch
Mein Saisonabschluss ist gleichzeitig ein Erstbesuch. Während ich Corviglia schon das dritte Mal besuchte (2014, 2023 und 2025), war der Corvatsch schon lange offen auf meiner ToDo-Liste. Am Sonntag hat es geklappt und es hat sich voll und ganz gelohnt.
Am Berg herrschte noch Vollbetrieb (ausgenommen die Abfahrt über die Fuorcla Surlej), wobei Gian d‘Alva inklusive Hahnensee ihren letzten Tag hatten. Im Gegensatz zur frühlingshaften Corviglia war hier noch deutlich mehr Winterfeeling. Mal abgesehen von den Talabfahrten gab es keinen Sulz sondern überwiegend harte und pulvrige Pisten. Nur selten waren einzelne Stellen abgefahren.
Das Skigebiet gefiel mir außerordentlich gut und zumindest in der Momentaufnahme dieses Wochenende besser als Corviglia. Ich komme wieder.
Standardbild am Corvatsch-Gipfel
Mit genialem Panorama
Die Gipfelpiste 3 in bestem Zustand ohne Skifahrer
Soll ich nochmal was zum Panorama sagen?
Immernoch keine Skifahrer, das bleibt auch so
Der einzig gut frequentierte Lift war die 4-SB Mandra: zahlreiche (fast-) Profis und Teams zeigten hier spektakuläre Sprünge und Tricks - noch nie habe ich so viele gute Fahrer im Park gesehen.
Die Pisten an der 4-KSB Alp Surlej waren morgens etwas hart aber tauten dann an
Zwei geniale Pisten: die 11 und 12 an den KSBs Alp Surlej bzw Curtinella
Curtinella war so gut, dass wir gleich zwei Runden drehten
Sprung zum SL Margun
Wo Wolken?
Blick ins Abseits an der Furtschinellas Bergstation - dort war es etwas windig
Auch die Pisten am Furtschellas hatten wir für uns allein
Genauso wie die perfekt aufgefirnte Talabfahrt nach Sils
Eine schöne Talabfahrt durch den Wald - genauso sollten Talabfahrten sein. Schöne Hänge, ein paar kleine Querungen und Richtungswechsel zwischendurch, und kurz vor Schluss eine schöne Beiz.
Die Talstation der PB liegt direkt am See.
Zurück am SL Margun, den man von zwei Seiten aus fahren kann. Der SL Chüderun im Hintergrund war geschlossen - bei den wenigen Gästen verständlich, aber dennoch schade.
Auch so eine schöne Piste: die 13 „Rabigusa“. Die anderen Skifahrer zogen direkt den flachen Ziehweg nach Curtinella weiter, wir fuhren beide Male den schönen Schlusshang zurück nach Rabigusa.
Dafür ist die DSB Rabigusa elendig langsam
Und das Restaurant roch verlockend gut…
Ab auf die Talabfahrt nach Surlej…
Auch nett, aber die nach Sils taugte mir wesentlich besser. Enttäuscht waren wir an der Talstation, wo die PB uns vor der Nase wegfuhr und uns so eine Zwangspause von 20min (!) verordnete. Die PBs fuhren nur alle 15min (Sils) bzw. 20min (Corvatsch beide Sektionen). Bei den sportlichen Ticketpreisen könnte man mind. einen 15min Takt erwarten am Corvatsch finde ich.
Am Gipfel angekommen sind wir wieder versöhnt.
Das Pano ist herausragend…
…und das Engadin wunderschön!
Sprung zur DSB Gian d‘Alva…
… die auch schöne Ausblicke bietet…
…vor allem diesen hier.
Und Fachwerkstützen, eh sehr schön.
Gegenüber, am Skilift Murtèl, hatten wir auch viel Spaß. Tolle Abfahrten mit Kurven und Kuppen, das macht die Schweiz für mich so schön (und besser als planierte Industrie).
Eine letzte Runde zum Gipfel.
Die Piste über die Fuorcla Surlej war geschlossen, aber eine Raupenbreite war präpariert. Zu unserer Überraschung war die Hütte offen. Doch die harte und ausgefahrene „Piste“ lohnte sich nur für den Ausblick, nicht des Skifahrens wegen.
Der Blick geht rüber zum eindrucksvollen Snowpark…
…und zurück zur Hütte, die in Google jedoch denkwürdig schlecht bewertet ist. Wir mochten uns keine eigene Meinung bilden.
Nach ein paar Abschluss-Runden rund um die Mittelstation springen wir nun zur Hahnensee-Abfahrt. Heute ist sie das letzte Mal geöffnet und ich bin richtig happy, dass ich sie ausprobieren darf. Der obige Hang macht gleich mächtig Spaß.
Mit uns waren ein paar „coole“ Boarder auf der Piste, die mit Bier in der Hand trinkend die Piste hinab trödelten. Ich find ja beides gut, Skifahren und Bier, aber doch bitte nicht gleichzeitig
Der Hahnensee mit Restaurant (hinter der Tanne rechts).
Der letzte gute Hang.
Noch ein schöner Blick nach St. Moritz.
Nun wurde es aper. Es folgten noch 1-2 weitere Hänge, die jedoch braun, steinig und ausgefahren waren. Nun wusste ich, warum heute der letzte Tag war und oben ein Schild vor aperen Stellen warnte. Wir waren zu sehr damit beschäftigt, den Steinen und Löchern auszuweichen, als dass wir ans Bildermachen dachten. Einen Stein hab ich mitgenommen, der jedoch harmlos war.
Abgeschnallt haben wir vor dem Kempinski, sowas gibt es auch eher selten.
Das war‘s für 2024/2025. Ich bin sehr happy mit dieser Saison und freue mich auf die nächste.

Aber erstmal kommt der Sommer, das ist auch schön
