Wenig überraschend waren wir nicht die einzigen mit dieser Idee. Die dem Hauptkamm folgende Route des Crêtes ist im Winter nicht durchgängig befahrbar, im Bereich des Col de la Schlucht ist lediglich ein kurzes, etwa fünf Kilometer langes Stück für den Verkehr freigegeben. Entlang der Strasse war nur mit viel Glück noch ein Parkplatz zu finden. Unzählige Skitourengänger, Schneeschuhwanderer, Kitesurfer und Spaziergänger säumten die Pisten und Wege entlang der Höhenstrasse und der Gipfel. Die Verhältnisse sind zum Skifahren zwar bereits erstklassig, die Skigebiete öffnen aber anders als noch vor 20 Jahren nicht mehr spontan, sondern halten sich an ihre offiziellen Saisonzeiten. Und die Saison beginnt beispielsweise in La Bresse erst am 23. Dezember.
Auch so war die Winterlandschaft aber eine Augenweide. Nach einer kurzen Visite bei der neuen Sesselbahn La Lande ging es zu Fuss hinauf zum Col du Falimont mit Blick auf den Schwarzwald, die Alpen und - zu unserer Überrschung - einige Gämsen. Die Tiere sind rund um den Hohneck heimisch, tagsüber aufgrund der vielen Menschen eher selten zu sehen. Bessere Chancen bieten sich am frühen Morgen und meist im Frühling, wenn die Gämsen bis auf das Plateau hinaufklettern. Zu einer Wanderung bis auf den Hohneck konnte ich meine Begleitung nicht überreden, auch von weiter unten bot sich aber ein fantastischer Ausblick.
















