... Denkt sich die ÖBB zumindest. Der Bahnhof Patsch an der Bahnstrecke Innsbruck-Brenner wird deshalb nicht sonderlich oft bedient.
Dies sind alle Abfahrten in Patsch für einen ganzen Tag.
Ich dachte mir ich schaue mal einfach was man in Patsch so machen kann und stieg mit meinem Fahrrad in den einen Zug, der täglich von Innsbruck aus in Patsch hält (und weiter nach Steinach fährt.)
Am Bahnhof Patsch landet man mitten in einem einsamen Tal. Ich bin der einzige Fahrgast, der heute diesen Bahnsteig nutzt.
Auch in die andere Richtung viel Natur und ein Feldweg, sonst gibt es hier eigentlich nichts.
Die einzige Zufahrt zum Bahnhof ist diese sausteile schmale Straße, die man bis in den 200hm höher gelegenen Ort nehmen muss. Das erklärt wohl, warum der Bahnhof nicht ganz so beliebt ist.
Oben wirds dann schon offener und schöner
Angekommen auf der Ellbögen-Straße, die Einigen vielleicht vom Maut- oder Stauumfahren bekannt ist - mittlerweile soll das allerdings aktiv durch die Polizei verhindert werden
Die meisten Höhenmeter sind schon geschafft, es geht immer etwas auf- und abwärts von Ort zu Ort
kurze Abfahrt zum Ort Mühltal
Und hinten sieht man schon den Zielort Matrei, wo es mit der ÖBB wieder zurück geht.
Und unter der Europabrücke durch
Die Bahnfahrt nach Patsch erleichtert die Tour wirklich sehr, weil es immernoch überhaupt keinen Radweg von Innsbruck nach Igls/Patsch gibt. Die offizielle Routenempfehlung für den Fernradweg München-Verona führt da über die Igler Straße, wo man im starken Verkehr hochkurbeln darf. Alternativ gäbe es natürlich noch die Busse oder die Tramlinie 6.
Eine schöne Abendrunde war das, mal die Möglichkeit genutzt in Patsch auszusteigen und die Ellbögenstraße ist wirklich schön zu radeln.
Was macht man denn in Patsch?
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Was macht man denn in Patsch?
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Re: Was macht man denn in Patsch?
Vielen Dank für die Eindrücke und diese coole, originelle Tour!
Von Innsbruck aus mit dem Rad über den Brenner wird ja reichlich befahren und hatte ich mir auch schonmal angeschaut. Wenn man jedoch nicht über die alternative Route (Ellbögenroute?) mit reichlich zusätzlichen KM und HM fahren möchte, kann man da wirklich bedenkenlos die Standard-Landstraße nehmen? Der Verkehr ist doch immens, oder? V.a. wochenends? (zumindest kam es mit mit dem Auto talwärts so vor)
Von Innsbruck aus mit dem Rad über den Brenner wird ja reichlich befahren und hatte ich mir auch schonmal angeschaut. Wenn man jedoch nicht über die alternative Route (Ellbögenroute?) mit reichlich zusätzlichen KM und HM fahren möchte, kann man da wirklich bedenkenlos die Standard-Landstraße nehmen? Der Verkehr ist doch immens, oder? V.a. wochenends? (zumindest kam es mit mit dem Auto talwärts so vor)
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Re: Was macht man denn in Patsch?
Man müsste halt einmal die Grünen in die Tiroler Landesregierung und zum Innsbrucker Bürgermeister wählen. Die würden dann vernünftige Radwege bauen und den ausufernden Transitverkehr reduzieren, oder?

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Re: Was macht man denn in Patsch?
Besonders viel extra-hm und km sind das nicht, komoot gibt sogar die Ellbögen-Variante als Standardroute Innsbruck-Matrei(-Brenner) aus. Trotzdem ist der Hauptanstieg aber über die viel befahrene Straße Innsbruck-Igls zu bewältigen.skifreakk hat geschrieben: 18.06.2024, 23:24 Von Innsbruck aus mit dem Rad über den Brenner wird ja reichlich befahren und hatte ich mir auch schonmal angeschaut. Wenn man jedoch nicht über die alternative Route (Ellbögenroute?) mit reichlich zusätzlichen KM und HM fahren möchte, kann man da wirklich bedenkenlos die Standard-Landstraße nehmen? Der Verkehr ist doch immens, oder? V.a. wochenends? (zumindest kam es mit mit dem Auto talwärts so vor)
So sind es 620hm, über die Brenner-Bundesstraße wären es 560hm und 20,3km
Die Brennerstraße ist sicher nicht empfehlenswert, vor allem nicht an Tagen an denen viele Touristen zu erwarten sind, die gerne die 11€ Maut für die Brennerautobahn sparen. Ausprobiert habe ich das aber noch nicht.
Die einzige mir bekannte Alternative zu den viel befahrenen Straßen außer (illegalen) Waldwegen wäre die Route Innsbruck-Sonnenburgerhof-Gärberbach-Handlhofweg-Vill-Igls. Ein ganz kurzes Stück muss man immernoch auf der Brenner-Bundesstraße fahren, aber nur direkt im Bereich der Autobahnabfahrt Innsbruck-Süd. Ich habe das hier in komoot mal kombiniert mit den ebenfalls interessanten Routen über die Europabrücke (am seitlichen Weg natürlich) und von Schönberg über den recht neuen Radweg nach Matrei.
Danach geht es in jedem Fall aber noch weiter von Matrei zum Brenner, erst über Wege parallel zur Hauptstraße, spätestens ab Stafflach (Abzweig Schmirntal) aber nochmal für 10km über die Brenner-Bundesstraße. Das ließe sich dann höchstens mit dem Mountainbike über Nößlach und Sattelbergalm umfahren. Insgesamt ist die Tiroler Radweg-Situation zum Brenner hin echt peinlich, wenn man das mit der Südtiroler Seite vergleicht, wo es dann auf einem fast durchgehend straßenunabhängigen echten Radweg bis Bozen und noch viel weiter geht.
Das funktioniert halt leider nicht, wenn Koalitionspartner immernoch die ÖVP ist, die mit jeglichen Radweg-Gegnern unter einer Decke steckt. Also Bundesforste, Jäger, Bauern, sonstige Großgrundbesitzer, Autofans... Noch schwieriger ist es dann im "freien Spiel der Kräfte", wenn gewisse jetzt-nicht-mehr-Gemeinderäte dann auch noch ganz groß rauskommen wollen.Wetterstein hat geschrieben: 19.06.2024, 09:01 Man müsste halt einmal die Grünen in die Tiroler Landesregierung und zum Innsbrucker Bürgermeister wählen. Die würden dann vernünftige Radwege bauen und den ausufernden Transitverkehr reduzieren, oder?
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Und im Allgemeinen verschläft Österreich auch die Bedeutung von Radinfrastruktur (inkl. Trails außerhalb von Bikeparks) für den zukünftigen alpinen Tourismus gerade komplett. Da werden halt weiterhin die Skigebiete gemolken, bis es irgendwann mal ganz gewaltig knallt und die Leute sich schon längst auf Bike-Urlaub NICHT in Österreich eingestellt haben.
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Re: Was macht man denn in Patsch?
Ein etwas verspätetes Dankeschön noch für die Zusammenstellung der Touren auf Komoot, sehr anschaulich und hilft bei der nächsten Planung, danke!
