Eigentlich war es schon letztes Jahr geplant, dass ich mit meiner älteren Tochter eine Nacht in Ernen bei einem Freund verbringe, um am nächsten Tag mit kurzer Anfahrt einen schönen Sommerskitag zu haben. Da der Sommer - wie wir alle wissen - für die Sommergebiete katastraphal war, kam es nicht dazu. Umso erfreuter war ich, dass ich diesen Sommer nochmals die Gelegenheit hatte nach Ernen zu fahren - dieses Mal aber mit der jüngeren Tochter. Die ältere hat irgendwie Probleme in den hohen Lagen ab 3500 Meter und beklagt sich ständig über Bauchkrämpfe. Da die jüngere noch 8 ist, gabs die Wolli Saisonkarte sogar noch gratis. Also war das für mich günster als in Saas Fee.
Nach einer nicht so langen Nacht ging es bereits um 5 Uhr los. Leise packten wir unsere Sachen und konnten uns ohne jemanden zu wecken rausschleichen. Nach einer einstündingen Fahrt sassen wir bereits kurz nach halb sieben im Shuttle in Täsch. In Zermatt gönnte ich mir zum ersten Mal ein Taxi, das uns zur Talstation brachte. Kurz den Taxifahrer gefragt, ob denn überhaupt offen sei (denn die Bergbahnen geben leider nie genau Auskunft, ob es am nächsten Tag offen ist oder nicht), meinte dieser, dass es eigentlich jetzt jeden Tag offen war. Um 7 sind wir bei der Talstation Furi angelangt, wo ich bei der Kasse die Wolli-Card für meine Tochter abholen konnte.
Voller Vorfreude auf eine gelungene Saisoneröffnung stieg ich in die EUB ein und konnte auf der Fahrt einige Bilder machen:
Mit dem Matterhorn Express gings direkt zum trockenen Steg, danach mit dem Glacier Ride zur Bergstation.
Unm 07:45 sind wir dann oben engekommen.
Sieht schon nicht mehr so aus wie bei meinem letzten Sommerbesuch im August 2020.
Winter-Feeling kommt aber trotzdem auf.
Das ist einer der einfachsten 4000er, vielleicht geh ich den irgendwann mal an. Problem ist einfach, wenn ich hier oben bin, dann will ich skifahren
Die Wetterbedingungen waren perfekt, Sicht gut, Sonne schen immer wieder durch einige Wolken Schleierwolken, Temperatur am Gefrierpunkt. Die Piste war am Morgen hart, aber griffig, später wurde es natürlich sulzig.
Erste Fahrt vom Gobba di Rollin.
Hier gehts links runter über die einzige anspruchsvollere Piste zu den Skiliften.
Es war Null Andrang, auch wenige Profi-Teams am Trainieren.
Da wir so früh aufgestanden sind und meinee Tochter ein wenig müde war, liess ich sie nach ein paar Fahrten am Pistenrand bei der Bergstation schlafen.
Das nächste Mal muss ich aber ein Schild mitnehmen "Mir geht es gut, ich schlafe nur". Denn sie wurde ständig geweckt, weil sich die Leute Sorgen machten um das Kind
Zuunterst war nicht mehr alles durchgehend weiss.
Nach ein paar Einzelfahrten ging's wieder gemeinsam weiter.
Sehr unglückliche Verkehrstafel. Von weitem fragte ich mich ständig, wie komme ich zur Talstation des neuen Glacier Ride II, wenn ich hier nicht durchfahren darf?
Aus der Nähe war dann alles klar:
Blick vom Ende der Piste nach Testa Grigia Gemein, wenn man einen Zauberteppich sieht, der noch nicht in Betrieb ist... auf 3500 Meter umso anstrengender.
Zudem war damals der untere Direktzugang noch zu. Nachdem man erschöpft oben ankam, durfte man wieder ein paar Stockwerke die Treppe nach unten laufen.
Dann die erste Fahrt mit dem Glacier Ride II. Mit dabei waren Fussgänger von Cervinia, die sich dieses Ticket leisteten, das mehr als das Doppelte meines Skitickets kostete.
Blick nach unten, da bin ich vor 3 Jahren im August noch runter.
Talstation der Gletscherlifte
Der Funpark hat auch schon bessere Zeiten gesehen
Oben angekommen, ging's zuerst auf den Aussichtspunkt.
Dann in den Gletscherpalast
Und schlussendlich ins Restaurant.
Nach ein paar weiteren Fahrten gings dann wieder heimwärts - aber mit einem Umweg über den Aquaparc in Le Bouveret, um den ohnehin schon genialen Tag zu vergolden!
Es war ein tolles Sommerskierlebnis, das ich hoffentlich noch paar Mal so erleben darf.
