30.11.19: Puerto Natales - El Calafate
Auch der heutige Tag bringt unangenehme Überraschungen. Glücklicherweise sind die Konsequenzen aber nur einige graue Haare, ein paar geschundene Nerven, einige Liter Benzin und 1 1/2 Stunden Zeitverlust:
Um nach Argentinien zu gelangen, haben wir uns für den Grenzübergang Dorotea / Rio Turbio entschieden. Dieser liegt nur wenige Kilometer nach Puerto Natales, was unser späteres erstes Glück sein sollte. Von den Grenzübertritten haben wir im Netz so einige Schauergeschichten mit Wartezeiten von über einer Stunde gelesen. Beim chilenischen Grenzposten bei Dorotea absolvieren wir die zwei Schalter von Grenz- und Zollbehörde inkl. Stempeln unseres Permiso Argentino für das Mietauto innert weniger Minuten, weil sonst niemand da ist, und freuen uns, dass das so unkompliziert und schnell läuft. Danach geht es 5km weiter durchs Niemandsland zum Argentinischen Grenzposten bei Rio Turbio. Schalter No.3 immigriert uns ebenfalls problemlos, doch an Schalter No.4 kommt das böse Erwachen: der Zollbeamte schüttelt den Kopf und erzählt uns auf Spanisch, dass was nicht stimme. Englisch kann er nicht. Mehrfaches Nachfragen bringt keine Klärung. Der Versuch, unseren Reisebüroagenten Roman in der Schweiz, der gut Spanisch spricht, ihm ans Telefon zu geben, scheitert wegen der schlechten Verbindung, obwohl der Zöllner sehr hilfsbereit ist und extra aus seinem Kabäuschen kommt, um mit Roman zu sprechen. Doch dann bricht die Verbindung ganz ab. Der Zöllner gibt aber nicht auf, mir irgendwie klar zu machen, was nicht gut ist. Tatsächlich gelingt es uns, mit einigen Brocken Spanisch meinerseits, seinen wenigen Brocken Englisch plus Händen und Füssen herauszufinden, wo das Problem liegt: Auf unserem Permiso Argentino, das von Europcar in Punta Arenas ausgestellt wurde, steht statt des Vertragsenddatum, das Anfangsdatum. So will/kann uns der Zöllner nicht einreisen lassen. Also wieder zurück an Schalter No.3 und den Stempel im Pass annullieren. Dann die 5km zum Chilenischen Zoll fahren und Schalter No.1 und 2 in die Gegenrichtung absolvieren. Die Chilenen können glücklicherweise Englisch, sodass wir erklären können, worum es geht und wir nicht die ganze Einreiseprozedur mit Formularen erneut machen müssen, sondern sie uns das vorher abgegeben PDI (so quasi eine Aufenthaltsbewilligung, die man in jedem Hotel zeigen muss) wieder hervorsuchen und nur einen Stempel draufmachen können. Also sind wir wieder offiziell in Chile eingereist. Doch was nun? Die angegebene Notfallnummer von Europcar ist falsch, die Mietstation am Flughafen liegt 250km weg. Unser zweites Glück ist dann, dass es in Puerto Natales eine Aussenstelle von Europcar hat, die - Glück No.3 - am Samstag auch tatsächlich von 9 bis 13 Uhr offen hat. Also nichts wie hin (es ist kurz vor 9 Uhr). Glück No.4 ist dann, dass der Chef sich trotz wartender Kunden sofort um uns kümmert und uns beruhigen kann, dass er das Formular problemlos und sofort neu ausstellen könne. Keine 5 min später sind wir wieder draussen und kontrollieren das Papier nochmal eingehend. Sieht gut aus. Hoffentlich sieht das auch der Zöllner so. Rund 1 1/2 Stunden nach dem ersten Versuch stehen wir wieder beim chilenischen Grenzposten und alles geht erneut sehr flüssig. Ein Lächeln für diese absurde Situation haben die streng reinschauenden Beamten aber keines übrig. 5 km später schaut die argentinische Grenzbeamtin etwas überrascht, dass wir „schon“ wieder da sind, beginnt dann aber tatsächlich zu Lächeln und trotz Spanisch verstehen wir, dass sie fragt, wie wir denn so schnell zum neuen Formular gekommen seien. Mittlerweile spreche ich ja fliessend Spanisch und erkläre es ihr

. Dann folgt nach einem kurzen Anstehen an Schalter No.4 der entscheidende Moment. Dieser ebenfalls immer noch gleiche Beamte, der vorher so hilfsbereit war, schaut noch verdutzer aus der Wäsche, setzt dann aber sofort ein Strahlen auf sein Gesicht als er sieht, dass „sein“ beanstandetes Datum nun korrekt ist. Schwups, Stempel und Unterschrift drauf und den spanischen Hinweis, dass wir doch beim Autovermieter für diesen Fehler einen Tag Gratismiete einfordern sollen. Wir lächeln nun alle drei und tatsächlich: Wir sind in Argentinien eingereist!!!!
Es lebe die Bürokratie!
Und ich ärgere mich noch mehr, dass ich mein seit vielen Jahren gesetztes Projekt, Spanisch zu lernen, nie umgesetzt hatte. Zwar hilft mein Italienisch. Aber eben auch nur bruchstückweise.
Argentinien ist, wie Chile auch, ein Land, das wir noch nie bereist hatten. Und auch sonst kennen wir davon eigentlich nichts ausser Maradonna und die Fussballnationalmannschaft. Höchst Zeit nun also, es kennenzulernen. Mit grosser Freude verlassen wir den Grenzort Rio Turbio, in dem es noch einige Dampflockwracks hat:
Nach rund einer halben Stunde auf mehr oder weniger gut asphaltierten Strassen stehen wir vor der Entscheidung, die Route 7 und 5 zu nehmen, die 150km asphaltierte Strasse beinhaltet, oder die 60km lange Staubpiste No.40. Wir entscheiden uns für letzteres, haben zwischendurch, als wir vor lauter Steinen und Löchern mit nur noch 30 km/h fahren können, Zweifel, ob es die richtige Entscheidung war. Am Schluss war unsere Route etwa 20min schneller, falls man auf der asphaltierten Strasse immer die Maximalgeschwindigkeit von 110 km/h fahren hätte können.
Aber die Aussicht wird erwartungsgemäss noch besser: Wir fahren direkt zum Perito Moreno Gletscher. Dieser ist weltweit insofern einzigartig, als dass er einen See zweiteilt und sobald der Wasserdruck auf der einen Seite zu gross wird, bricht er den Gletscher durch um das Wasser auf die Abflussseite zu entleeren. Auch ist dieser Gletscher einer der wenigen, der immer noch wächst. Wir haben so viele Bilder geschossen, dass es schwierig ist, hier eine Auswahl zu finden:
Wir können uns kaum sattsehen, aber irgendwann schaffen wir es doch, nach El Calafate zurückzukehren, wo das vermutlich beste Hotel unserer Reise wartet: Design Suites El Calafate. Das Zimmer ist gigantisch schön und die Wellnessanlage nach österreichischen Massstäben... naja..., aber für Südamerika wohl top. Und schwitzen tut man in Sauna und Dampfbad ja gleich. Was wir nicht in Erfahrungen bringen konnten, ist, ob man hier eine Sauna auch nackt oder mit Badehose benützt. Aber da sonst niemand da war, spielte es eh keine Rolle. Da das Hotelrestaurant dummerweise heute von einer Gruppe belegt ist, gönnen wir uns ein Abendessen mit Room-Service. Das tolle Zimmer müssen wir ausnützen

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